Frage von torria, 52

Wann läuft die Kündigungsmöglichkeit während der Probezeit aus?

Während der Probezeit besteht laut Arbeitsvertrag eine Kündigungsfrist von sieben Tagen. Kann die Kündigung mit dieser Frist auch am letzten Tag der Probezeit erfolgen oder müssen die sieben Tage innerhalb der Probezeit liegen?

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeitsrecht, 11

Wenn der Kündigungsfrist von  sieben Tagen eine tarifvertragliche Vereinbarung zugrunde liegt, dann kann innerhalb der vereinbarten  Probezeit mit der siebentägigen Frist gekündigt werden, auch z.B. am letzten Tag der Probezeit.


Antwort
von Spediteur1953, 29

Die Kündigung kann auch am letzten Tag erfolgen, dann läuft der Vertrag noch 7 Tage. Sie miss dir natürlich zugestellt werden mit Nachweis.

Antwort
von TheGermanNexus, 26

Dein Arbeitgeber kann dir am letzten Tag die Kündigung in die Hand drücken laut Gesetz. Die 7 Tage sind da egal die zählen ab da wo du die Kündigung erhältst. 

Was er nicht machen kann ist dich am letzten Tag um 23:59 anschreiben das du morgen gekündigt wirst , das geht nicht da er ja dann einen Tag drüber hinaus wäre.

Antwort
von Parhalia, 33

Wichtig ist in diesem Fall der Zeitpunkt der Aussprache, bzw. die persönliche Übergabe der schriftlichen Kündigung.

Du kannst Deinem Chef die Kündigung binnen 7 Tagen also auch noch am letzten Tag Deiner Probezeit übergeben. Damit wäre sie immer noch fristgerecht und  rechtswirksam.

Kommentar von torria ,

Wissen oder Glaube?

Kommentar von Parhalia ,

Gesetzlich dokumentiert. 😉

Kommentar von Familiengerd ,

Gehe einmal davon aus, dass es sich bei Parhalia dabei um "Wissen" handelt!

Kommentar von gnarr ,

glaube, denn wissen tuts net viel.

Kommentar von Familiengerd ,

@ gnarr:

Ja klar, denn Du kennst Dich ja "bestens" aus, wie man an Deinen anderen Äußerungen trefflich feststellen kann!

Antwort
von piobar, 35

Das ist unterschiedlich. Normalerweise hat man während der Probezeit zu jederzeit die Möglichkeit zu kündigen. Manche Arbeitgeber geben jedoch eine Frist von vier Tagen.

Kommentar von Familiengerd ,

Normalerweise hat man während der Probezeit zu jederzeit die Möglichkeit zu kündigen.

Wenn wir mal besondere Fälle (z.B. Befristungen) außen vor lassen, hat man immer die Möglichkeit, jederzeit zu kündigen - aber eben unter Einhaltung der gesetzlichen oder vereinbarten Fristen!

Manche Arbeitgeber geben jedoch eine Frist von vier Tagen.

Woher hast Du das denn?

Zunächst einmal gibt es während der Probezeit - sofern sie vereinbart wurde - eine gesetzliche Kündigungsfrist von 14 Kalendertagen.

Arbeitsvertraglich darf diese Frist verlängert werden, verkürzt werden darf sie nur aufgrund eines anzuwendenden Tarifvertrags.

Das hat also nichts damit zu tun, ob ein Arbeitgeber "ein Frist gibt" (und wieso ausgerechnet 4 Tage?).

Antwort
von tapri, 27

du kannst innerhalb der Probezeit kündigen. Also auch noch am letzten Tag der Probezeit unter Einhaltung der Frist

Antwort
von gnarr, 22

die kündigungsfrist innerhalb der probezeit beträgt 14 tage. das sollte berichtigt werden.

Kommentar von Parhalia ,

Laut Fragestellung besteht aber scheinbar eine tarifvertraglich vereinbarte Kündigungsfrist von 7 Tagen während der Probezeit...

Kommentar von Familiengerd ,

das sollte berichtigt werden.

Wie kommst Du darauf?

Tarifvertraglich dürfen kürzere als die gesetzlichen Fristen vereinbart werden, arbeitsvertraglich aber nciht.  Wir wissen aber nciht, ob es sich bei der arbeitsvertraglichen Bestimmung hier um den Verweis auf eine tarifvertragliche Bestimmung handelt, wovon bei dieser Frist aber auszugehen ist.

Kommentar von gnarr ,

tarifverträge dürfen nie schlechterstellen, als das gesetzliche.

Kommentar von Parhalia ,

Doch, unter bestimmten Voraussetzungen und Bedingungen KÖNNEN tarifvertraglich auch abweichende Regelungen von den gesetzlichen Rahmenvorgaben getroffen werden. U.A. auch in der genannten "Probezeitregelung", wenn der Arbeitnehmer hier gegenüber dem Arbeitgeber NICHT benachteiligt wird. ( was scheinbar laut inhaltlicher Fragestellung ja auch nicht der Fall ist )

Kommentar von Familiengerd ,

@ gnarr:

Offensichtlich hast Du wenig oder gar keine Ahnung!

Es gibt eine ganze Reihe von gesetzlichen Bestimmungen, die tarifvertraglich (z.T. auch arbeitsvertraglich) abbedungen werden dürfen (d.h. also, deren Anwendung vertraglich ausgeschlossen werden darf) oder von denen - auch zu Ungunsten des Arbeitnehmers - abgewichen werden darf, die also dispositiv sind!

Ein einfaches Beispiel: Die gesetzlichen Kündigungsfristen dürfen tarifvertraglich verkürzt werden (BGB § 622 "Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen" Abs. 4), z.B. auf 1 Tag bzw. 2 Tage in den ersten Wochen einer Probezeit nach den Tarifverträgen iGZ und BAP/BZA für die Zeitarbeit; ein Arbeitnehmer kann also durch diese Verkürzung zu seinem Nachteil äußerst kurzfristig "auf die Straße gesetzt" werden (darf allerdings selbst ebenso kurzfristig kündigen).

Oder: Tarifvertraglich (und durch Betriebsvereinbarung) darf die Bestimmung des Arbeitszeitgesetzes zum Ausgleichsruhetag für Arbeit an einem Feiertag, der auf einen Werktag fällt, außer Kraft gesetzt werden.

Oder: Die Anwendung der Vorschrift des BGB § 616 "Vorübergehende Verhinderung" darf arbeits- und tarifvertraglich ausgeschlossen werden.

Usw. usw.

Bevor Du also etwas Falsches aus einem "Bauchgefühl" heraus behauptest, solltest Du lesen und Dich kundig machen!

Kommentar von Parhalia ,

Insbesondere für die ersten Sätze bzgl. Zeitarbeit / Arbeitnehmerüberlassung.😉

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