Frage von TrudiMeier, 89

Wann kürzt das Amt die Leistungen?

Mutter A lebt mit ihren Kindern B (18) und C (16) in einer 4-Zimmer-Wohnung. A lebt vom Amt, beide Kinder gehen noch zur Schule. Nun strebt B eine Ausbildung an. Wird die Ausbildungsvergütung von B auf die Bezüge der Mutter angerechnet und diese gekürzt? Wenn Kind B bei ihrem Freund D (20) einzieht und dort gemeldet ist, kann die Ausbildungsvergütung ja nicht mehr auf die Leistungen der Mutter angerechnet werden. Wird das Amt dann verlangen, dass die Mutter mit der verbliebenen Tochter in eine kleinere Wohnung zieht?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von isomatte, Community-Experte für Ausbildung & Hartz IV, 41

Die Azubi Netto Vergütung wird dann nach Abzug der Freibeträge auf Erwerbseinkommen auf ihren Bedarf angerechnet und die Leistungen dementsprechend gekürzt bzw.sie entfallen dann ganz,wenn das Kind ihren Bedarf aus eigenem anrechenbaren Einkommen decken könnte !

Dann zählt das Kind nicht mehr zur BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) und muss seinen Bedarf aus ihrem Einkommen selber zahlen.

Ihr steht dann vom Brutto zunächst 100 € Grundfreibetrag zu,ab 100 € - 1000 € Brutto 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag,diese Freibeträge werden dann addiert,theoretisch vom Nettoeinkommen abgezogen und ergibt dann das anrechenbare Erwerbseinkommen.

Zu diesem käme dann auch noch das Kindergeld und evtl.Unterhalt,würde das Kind dann soviel anrechenbares Einkommen haben das es seinen Bedarf aus eigenem Einkommen decken könnte,dann wäre es nicht nur aus der BG - raus,sondern ein evtl.Überschuss würde dem Kindergeld zugerechnet.

Das würde dann wieder zum Einkommen der Mutter und bis auf max. 30 € Versicherungspauschale auf die restliche BG - angerechnet,wenn die Mutter nicht schon anderweitig Freibeträge berücksichtigt bekommen würde.

Es dürfte also dann von der Tochter max. das volle Kindergeld als Einkommen bei der Mutter und dann auf die restliche BG - angerechnet werden.

Würde das Kind ausziehen muss die Mutter ihr das Kindergeld nachweislich zukommen lassen,sonst würde es auf den Bedarf der BG - angerechnet und das Kind hätte nichts davon.

Wenn die Wohnung nach dem Auszug des Kindes dann nicht mehr angemessen sein würde ( muss mitgeteilt werden ),würde das Jobcenter eine schriftliche Aufforderung zur Kostensenkung schicken,darin steht dann wie lange die tatsächlichen KDU - noch gezahlt werden ( in der Regel max. 6 Monate ) und was es danach noch geben würde.

Dann kann man sich überlegen ob man sich die eigene Zuzahlung nach dieser Übergangszeit leisten kann oder nicht,wenn nicht bliebe ggf.eine Untervermietung oder dann eben ein Umzug in eine angemessene Unterkunft.

Das sollte dann aber auch beim Jobcenter vorher beantragt und bewilligt werden,wenn man alle Kosten bekommen möchte die mit dem Umzug in Zusammenhang stehen.

Kommentar von TrudiMeier ,

Meine Güte, ist das komplizliert.

Kommentar von isomatte ,

Dürfte nun ja nicht mehr der Fall sein,zumindest weißt du jetzt was auf dich zukommen würde !

Kommentar von TrudiMeier ,

Auf mich? Nö.

Kommentar von isomatte ,

Dann halt nicht !

Kommentar von TrudiMeier ,

Das ist ein Fall im Bekanntenkreis. Mir ist das 18jährige Kind gut bekannt, welches sich Sorgen macht, dass der Mutter die Leistungen gekürzt werden, wenn sie eine Ausbildung beginnt.

Kommentar von isomatte ,

Dann kannst du es ihm ja jetzt berichten !

Kommentar von isomatte ,

Dann kannst du es ihm ja jetzt berichten !

Kommentar von TrudiMeier ,

Werd ich tun, danke.

Kommentar von DocAusbildung ,

Top erklärt!! Wichtig ist noch: Unter 25 Jahren kannst Du nur mit Genehmigung ausziehen, wenn Du BAB benötigst. 

Kommentar von isomatte ,

Ich denke ab 18 kann man auch ohne einen wichtigen Grund bzw.Zusicherung ausziehen,man muss sich die Unterkunft nur mit seiner Vergütung bzw.Einkommen leisten können !

Dann kann man immer noch einen Antrag auf BAB - stellen und sollte dieser wegen zu hohem Einkommen abgelehnt werden,kann man einen ALG - 2 Antrag stellen,weil man dann dem Grunde nach Anspruch auf BAB - gehabt hätte,dann gibt es halt eine Aufstockung.

Kommentar von isomatte ,

Ich danke dir für deinen Stern !

Antwort
von herakles3000, 19

Das Sozialgesetz buch sagt das ein azubi nicht merh zur bedarfs gemeinschaft gehört damit kann sein oder ihr einkommen nicht angerechnet werden.Aber das kind mus seinen mietanteil selber von dem  lohn  an die mutter bezahlen.Nur das  darf das jobcenter streichen.Oder wen es für das kind andere sleistungen gab.Zieht die tochter aus kann es nötieg werden umzuziehen fals die wohnung dan unangemessen sein sollte.

Kommentar von isomatte ,

Welches Sozialgesetzbuch sagt das denn ?

Ein Azubi mit einer Vergütung gehört solange zur BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) ,solange er seinen Bedarf noch nicht aus eigenem anrechenbaren Einkommen decken kann.

Antwort
von dervogtler, 46

Boah und ich dachte immer Hartz IV wäre chillig. Ist ja fast so viel Arbeit sich über seine Bezüge klar zu werden, wie jeden morgen pünktlich zur Arbeit zu erscheinen... Ich bin schockiert!

Kommentar von KaeteK ,

Du scheinst Urlaub zu haben :-)

Kommentar von dervogtler ,

Ne, als Dualer Student habe ich auch Uni-Tage. Manchmal muss man dann halt auf ne Vorlesung warten. Aber stimmt, ich könnte ja schon mal die Master-Veranstaltungen besuchen.... - nicht.

Kommentar von KaeteK ,

Dann alles Gute für deine Zukunft :-)

Kommentar von TrudiMeier ,

Da kannste mal sehen. Ist alles gar nicht so einfach....kaum guckste mal nicht hin, werden schon die Leistungen gekürzt. :-))

Kommentar von dervogtler ,

Ich bedanke mich, ebenso das selbe!

Antwort
von martinzuhause, 59

wenn die wohnung dann nicht mehr angemessen ist wird und sollte das amt das sicher fordern

Antwort
von mondfaenger, 56

Wenn die Tochter auszieht, bekommt die Mutter für diese keine Leistungen mehr vom Amt. Und ja, es ist möglich, daß das Amt verlangt, daß sie in eine kleinere Wohnung zieht.

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