Frage von internetrambo, 136

Wann kommt der Mensch in die nächste Evolutionsstufe?

Hallo, will hier mal meine Gedankengänge aufschreiben. Würde mich auch interessieren was andere Menschen darüber denken. Also der Mensch hat sich ja schon immer langsam weiter entwickelt. Von Neandertalern bis Homo Sapiens und was es noch so gab. Aber die jetzige Stufe kann doch niemals die Höchstform sein. Der Mensch hat doch viel zu viele Nachteile bzw. Probleme. Z.b. dass er kriegerisch ist oder neidisch, geizig, dumm, leicht beeinflussbar usw usf. Diese Schwächen kann mMn. nur die Natur lösen. Die Menschen sind keine Einheit. Ich meine es gibt Länder, Städte die man als Einheit sehen könnte, aber ich finde wir ziehen nicht alle am selben Strang, wegen den Schwächen eben. Ich meine jetzt nicht im biologischem Sinne, sondern eher unser Verhalten, Denkweise usw. Also es gibt ja natürlich "höher" entwickelte Menschen, also die intelligenten Menschen wie z.B. Wissenschaftler, Forscher usw. Natürlich kann man jetzt nicht alle über einen Kamm scheren, aber ich finde durch höhere Intelligenz kann man menschliche Schwächen minimieren. Was denkt ihr darüber? Kann man eventuell durch Medizin die Entwicklung vorantreiben? Oder muss man einfach warten, bis sich alles von alleine klärt? Heute wisse wir ja z.B. dass ZB! farbige Menschen auch normale Menschen sind, früher war das ja nicht selbstverständlich, hier fand also bei vielen eine geistliche Entwicklung statt. Hoffe ihr versteht die Frage.

Ich weiß, die Frage ist nicht gut formuliert, da ich mich nicht so gut ausdrücken kann :) Traue mich ja gar nicht die Frage abzuschicken :D

Antwort
von voayager, 72

Seltsames Geschwurbel, das du schreibst. Seit wann minimiert höhere Intelligenz menschliche Schwächen, was ist denn das nur für ein Unfug. Früher zu Zeiten des antiken Roms wußte man bereits, dass Schwarze "normale" Menschen sind, bei den Alten Ägyptern war das sogar noch früher so, dass man noch nicht diesen Rassismus drauf hatte. wir ziehen auch nicht deshalb aneinem Strang weil wir "Schwächen" haben (welche eigentlich???) sondern weil wir ganz unterschiedliche Sozialisationen und ganz unterschiedliche sozioökonomische Positionen einnehmen. Die Natur löst auch keine menschlichen "Schwächen", sondwern diese löst die jeweilige Gesellschaft, in der Menschen leben oder es unterbleibt ganz einfach. Ob Homo sapiens die höchste Stufe ist oder nicht, das zu bewerten ist reinste Spekulation. Auch ist es Kaffeesatzleserei wann die Menschen in eine höhere Entwicklungsstufe hineinkommen. Du, wir haben keine Kristallkugel, die in die Zukunft hineinprophezeit, mal davon abgesehen, dass dies äußerst kindisch wäre, so etwas für bare Münze zu nehmen. Was du an menschlichen Attributen aufzählst, ist nicht naturgegeben, sondern vielmehr Ausdruck der jeweiligenvgesellschaftlichen Verhältnisse. Es ist nicht davon auszugehen, dass z.B. die Sans "neidisch, geizig, dumm und leicht beeinflußbar sind".

Wenig geistreich finde ich hingegen deinen Text und wirr noch dazu!

Antwort
von mychrissie, 51

Die Frage ist schon verständlich, wäre aber mit Absätzen noch flüssiger zu lesen.

Die nächste Evolutionsstufe im organischen Bereich könnte der Verlust oder zumindest die Abschwächung aller menschlichen Wahrnehmungs- und Steuerungsorgane sein, die aufgrund der Fortentwicklung von Computern und künstlicher Intelligenz nicht mehr so unbedingt benötigt werden. Auch der Verlust der Haare kommt wegen der fächendeckenden Heizung der Wohnungen in unseren Breiten in Frage.

Bei der nächsten Evolutionsstufe im Verhaltensbereich wird es schon schwieriger. Dass nämlich Intelligenz den Menschen "besser" macht oder Wissenschaftler weniger menschliche Schwächen haben, ist natürlich Unsinn. Die Entwickler der Atombombe waren Wissenschaftler und der KZ-Arzt Mengele hatte einen Doktortitel und hat trotzdem tödlich endende Versuche an lebenden Häftlingen, sogar Kindern gemacht.

Wir tragen das Böse und das Gute gleichermaßen in uns. Eine höhere Intelligenz befähigt uns lediglich, es effektiver umzusetzen. Ob in der Zukunft Aggression oder friedliches soziales Miteinander siegen, weiß kein Mensch. Nur eines ist sicher – wofür sich die Evolution bei der Menschheitsfortentwicklung auch entscheidet, der Homo Sapiens wird das Böde oder das Gute noch extremer, noch umfassender und noch effizienter tun.

Nimm ein Glas, fülle es halb und sage mir dann, ob es halbvoll oder halbleer ist, dann kann ich Dir sagen, welches der beiden Szenarien Du für das wahrscheinlichere hältst. Wobei ich allerdings sagen muss, dass eine Zukunft mit nur halb gefüllten Gläsern in gewissem Sinne eine eher bes.hissene Zukunft ist. :-)

Antwort
von mzmaze, 42

Natürlich kann man jetzt nicht alle über einen Kamm scheren, aber ich
finde durch höhere Intelligenz kann man menschliche Schwächen
minimieren.



Eine höhere Intelligenz sorgt nicht automatisch das menschliche Schwächen sich minimieren. Es gibt nämlich dummerweise Menschen, obwohl Hochintelligent, die absolut kein Mitgefühl haben.

Oder muss man einfach warten, bis sich alles von alleine klärt?

Ja müssen wir wohl. Es war ja chon immer so, das erst der technische Fortschritt kam und dann erst der soziale.

Heute wisse wir ja z.B. dass ZB! farbige Menschen auch normale Menschen
sind, früher war das ja nicht selbstverständlich, hier fand also bei
vielen eine geistliche Entwicklung statt



Sorry wenn ich das jetzt Frage, aber was sind den bitteschön ZB! farbige Menschen? Und was die Entwicklung betrifft, die findet ja immer statt.

LG



Antwort
von realsausi2, 50

Du zeigst ein gerüttelt Maß an völlig falschen Betrachtungen darüber, wie Evolution funktioniert.

Erstmal
gibt es in diesem Sinne keine Evolutionsstufen. Man spricht mitunter
bei bestimmten Umständen von Plateaus, das meint aber etwas anderes.

Evolution
ist immer nur der kleine Schritt von einem Individuum zu seinen
Kindern. Evolution hat kein Ziel und es gibt keine höhere oder
niedrigere Entwicklungsstufe. Jede Art ist zum Zeitpunkt der Betrachtung
auf die am besten mögliche Weise an seinen Lebensraum angepasst. Wenn
der Lebensraum sich ändert, ändern sich die Lebewesen.

Wir sind
nicht höher entwickelt als der Neanderthaler sondern einfach anders. Es
liegt kein Selbstzweck in hoher Intelligenz. Ein Wurm, der es schafft,
sich zu reproduzieren, ist genauso perfekt entwickelt, wir wir auch.

Was
Du als Schwächen wahrnimmst, sind teilweise wichtige Eigenschaften, die
uns evolutionär erst zu dem haben werden lassen, was wir sind. Moral
ist kein Bestandteil der Evolution. Zudem schützt Intelligenz keineswegs
davor, den von Dir genannten "Schwächen" anheim zu fallen. Fast
sämtliche Serienömörder sind sehr intelligent, auch der Gröfaz hatte
keinen Mangel an Intelligenz.

Die Triebfeder der Evolution ist die
Selektion. Diese lässt sich auf den Reproduktionserfolg positiv
auswirkende Veränderungen sich im Genpool ansammeln. Viele meinen
fälschlicher weise, wir Menschen wären aus diesem System ausgestiegen,
aber das ist falsch.

Auch der Mensch ist immer noch aktiv am
evolutionieren. Solange Reproduktion biologisch stattfindet, findet auch
Evolution statt. Aber nicht im dem Sinne, dass wir nun ein irgendwie
definiertes Ziel ansteuern, uns auf eine Durststrecke der Entwicklung
machen, bis der Knoten platzt und wir eine neue Eigenschaft haben. So
funktioniert das eben nicht.

Am wahrscheinlichsten werden
zukünftige Generationen Unterschiede beim Stoffwechsel als evolutionäres
Ergebnis beim Vergleich mit uns feststellen. Nichts Spektakuläres, kein
dritter Arm. "Einfach" ein paar andere Enzyme, Hormone und dergleichen.
Oder Nasenhaare.

Mal ein völlig spekulatives Szenario. Wir leiten
Unmengen an Fremdstoffen in unser Umwelt, also auch unsere Atemluft
ein. Nun könnte es sein, dass manche Frauen mit mehr Nasenhaaren mehr
dieser Schadstoffe ausfiltern und somit einen Tick gesünder sind als
andere.

Nun kann Selektion über zwei Wege wirken. Einmal
werden Frauen mit weniger Haaren eher Krankheiten bekommen und einige
vor der Reproduktion daher sterben.

Bei anderen führt die Belastung dazu, dass sie im Durchschnitt nur noch 1,1 Kinder bekommen statt der 1,2 der gesunden Frauen.

Beides wird dazu führen, dass sich das Gen für Nasenhaare im Genpool anreichert. So funktioniert Evolution. Auch beim Menschen.

Kommentar von Abahatchi ,

Erstmal gibt es in diesem Sinne keine Evolutionsstufen.

Würde es Dich stören, wenn ich schreib:

Jedes Individuum stellt auch immer die eigene Stufe der Evolution dar, auf der es steht.

Kommentar von Abahatchi ,

naja, eigentlich hast Du auch nichts anderes geschrieben. Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

Kommentar von realsausi2 ,

Genau. Aber Du hast es ja noch überprüft. Brav...

Antwort
von Dummie42, 49

Der Mensch und der Neandertaler sind zwei verschiedene Arten. Definitiv ist der Neandertaler nicht unserer Vorfahr.

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2014/01/mensch-evolution-zukunft/komplettansicht

Kommentar von Abahatchi ,

Weil abgesehen von "Schwarzafrikanern" alle Menschen Erbgut von Neandertalern in sich tragen, muszt Du nur weit genug zurück gehen und irgendeiner Deiner Urur-Väter oder Urur-Mütter war ein Neandertaler. Somit bist Du eine Nachfahre vom Neandertaler und dem Rest. Ausgenommen natürlich, Du bist "Schwarzafrikaner". 

Antwort
von annokrat, 60

du gehst gedanklich viel zu schnell vor. zunächst musst du klären was gut oder schlecht beim menschen für seine evolution war oder ist. es kann gut sein, dass die eigenschaften, die du hier als negativ bewertest, in wahrheit die voraussetzung für die menschliche evolution waren und vielleicht noch sind.

aber natürlich werden unseren medizinischen und biologischen fortschritte auf die weitere evolution haben, auch wenn nicht alles von vorteil sein dürfte. gerade die zukünftige möglichkeit seinen nachwuchs nach wunsch gestalten zu können, könnte zu fehlentwicklungen führen, weil eltern irgendwas gehyptes als erstrebte eigenschaft haben wollen, was aber letztlich zu überzüchtung ganzer generationen führen könnte. denk an die deutschen schäferhunde, die durch die zucht zu tiefen hinteren beinen, zu wirbelsäulenkranken gemacht wurden. gezüchtet wurde nach optik, was gleichzeitig biologischer unsinn war.

annokrat

Antwort
von Unkreatiiiev, 49

Interessant!

So radikal es klingt und ist: Dadurch, dass heute quasi jeder überleben kann und den "schwachen" geholfen wird, verlangsamen wir die Selektion und damit Evolution.

Tatsächlich unterscheiden sich viele Allele und damit auch Gene. Je nach Region sind Aminosäuresequenzen in der DNA etwas unterschiedlich. Wenn sich die Menschen nur innerhalb einer Region fortpflanzen würden, entständen theoretisch irgendwann durch adaptive Radiation neue Menschenarten. Durch die heutige Globalisierung wird also verhindert, dass wir zu verschiedenen Arten werden.

Es steht aber fest, dass wir uns immer noch weiterentwickeln. Beispielsweise haben wir in Europa erst vor (relativ) kurzer Zeit die Laktosetoleranz als Erwachsener entwickelt. In Asien sind mehr Menschen laktoseintolerant, da man dort nicht auf Milch angewiesen war.

Kommentar von Abahatchi ,

Dadurch, dass heute quasi jeder überleben kann und den "schwachen" geholfen wird, verlangsamen wir die Selektion und damit Evolution.

Wird wirklich allen Schwachen geholfen? Was ist mit Bienen, Ameisen oder Termieten, die sich für den Rest des Volkes völlig "selbstlos" Opfern?

Kommentar von Unkreatiiiev ,

Was hat das damit zu tun?

Kommentar von Abahatchi ,

Du hattest unterstellt, dasz heute quasi (beinahe) jeder überleben kann, weil den Schwachen geholfen wird. Nun hatte ich Dich gefragt, ob wirklich allen (fast allen) Schwachen geholfen wird. Was ist an der Frage so kompliziert für Dich? Und den Bezug auf Insektenstaaten und ähnlichem hatte ich angeführt, weil dort ein Soldat in seiner Funktion nicht nur den Starken selbstlos hilft, sondern sich auf für die Schwachen des Staates opfert. 

Schon einmal in Betracht gezogen, dasz die Selektion nicht nur auf direktem Wege stattfindet?

Kommentar von Unkreatiiiev ,

Doch, Selektion funktioniert, indem alle nicht gut angepassten Individuen weniger Nachkommen zeugen.

Das mit den Insekten macht immer noch keinen Sinn für mich.

Antwort
von azervo, 24

Man kann da gar nichts vorraussagen. Es sind vor allem "Traditionen" und festgefahrenen Ideen, die Menschen daran hindern sich zu verbessern.

Es ist zwar ein Glück, dass der Unfug, der zum Beispiel in der Bibel und im Koran steht, dem hiesigen Menschen nicht mehr viel bedeutet und ihn auch nicht biologisch versaut ... aber trotzdem werden viele Leute immer noch von solchen schwachsinnigen Ideen "geleitet" ....

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