Frage von tanja370, 131

Wann kann ein Chef bei 450 Euro rausschmeissen?

Ich bin in einem Kleinbetrieb in der Küche auf 450 Euro angestellt. Bin mit dem Chef alleine in der Küche. Letzte Woche verstarb mein Schwiegervater.Trotz dass mein Mann zur Beerdigung musste und ich keinen Babysitter hatte musste ich zur Arbeit. Ich hatte mich darauf eingelassen den Kleinsten mitzunehmen. Jetzt muss ich heute Abend arbeiten.Er meinte am Sonntag Abend er erwartet dass ich heute normal arbeiten komme ohne Kind und bis zum Schluss. Das Problem ist jetzt dass 2 Kinder etwas krank sind und ich kein Babysitter für heute habe.Kann ich mich weigern den Kleinen wieder mit zur Arbeit zu nehmen?Denn der hat morgen Schule.Was darf der Chef verlangen? Es War schon vor 2 Monaten so dass ich 3 Tage krank war.Da hat er mir unterstellt ich hätte ihn im Stich gelassen und sei nicht krank gewesen. Ich hatte aber eine Krankmeldung. Kann er mich fristlos rausschmeissen wenn ich auf Grund der Situation nicht zur Arbeit komm? Hat man keine Rechte in einem Kleinbetrieb wenn man auf 450 Euro angemeldet ist? Wie reagiere ich jetzt am Besten? Bitte um schnelle gute Antworten,denn ich muss den Arbeitgeber informieren

Antwort
von lucinda333, 131

Auch wenn ich mit deiner Situation sehr sympathisiere, ist die Beantwortung deiner ursprünglichen Frage sehr einfach. Da es sich hier um einen Einmannbetrieb handelt, bei dem du die einzige Angestellte bist, greift das Kündigungsschutzgesetz hier nicht. Dein Chef kann dir jederzeit ohne Angabe von Gründen unter Einhaltung der vertraglichen Kündigungsfristen kündigen. Sollten keine Kündigungsfristen vereinbart worden sein, gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen nach Paragraph 622 BGB.

Kommentar von tanja370 ,

Dad ist kein ein mannbetrieb. Ich bin lediglich alleine in der Küche mit dem chef.es gibt noch 3 bedienungen.bin deswegen alleine da der Chef weiteres Personal sparen möchte

Kommentar von angy2001 ,

Auch bei dieser Anzahl von Angestellten ist es immer noch ein Kleinbetrieb und ich gebe daher lucinda bei ihrer Antwort Recht.

Es ist schwierig mit der Organisation mit den Kindern, das kann ich verstehen. Versuche das mit deim Mann gemeinsam zu lösen.

Kommentar von lucinda333 ,

Bei weniger als 10 Arbeitnehmern, ist das Kündigungsschutzgesetz nicht anwendbar. (Siehe z.B. auch https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCndigungsschutzgesetz#Zahl_der_Arbeitnehmer) Dabei zählen Teilzeitarbeintnehmer auch nur anteilig

Antwort
von lindgren, 103

Da Minijobber in der Regel nicht selbst Mitglied einer Krankenkasse
sind - sondern über den Mann familienversichert, hast du in diesem Fall auch keinen Anspruch auf Krankengeld. Der Arbeitgeber muss  jedoch unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts „für eine verhältnismäßig nicht er-
hebliche Zeit“ von der Arbeit freistellen, wenn Kinder un-
ter zwölf Jahren wegen einer Erkrankung betreut werden müssen. In einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (5 AZR 392/78) wird dabei von einem Zeitraum von fünf Arbeitstagen pro Jahr ausgegangen. Lasse dir von der Kinderärztin bzw. dem Kinderarzt eine Bescheinigung ausstellen, dass dein Kind wegen einer Erkrankung betreut werden muss und gib  dieses im Betrieb ab.

Einige Tarifverträge schließen Gehaltsfortzahlungen aus, weil
davon ausgegangen wird, dass die Eltern von der Kranken-
kasse Geld erhalten, was für dich als geringfügig Beschäftigte aber nicht zutrifft. Lass dich dann in diesem Fall eingehend rechtlich beraten. Nach Ansicht von Arbeitsrechtlerinnen wäre hier das Bürgerliche Gesetzbuch anzuwenden (§ 616 BGB), nach dem der Arbeitgeber zu Lohnfortzahlungen verpflichtet ist. Hinzu kommt aber auch, dass du Anspruch auf Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall hast (falls du krank werden solltest).

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