Frage von LoparkaLisa, 68

Wann ist Sexualität?

Hallo, ich finde es merkwürdig, dass wir uns als Schwul,Hetero, oder sonst etwas Bezeichnen . Warum? Zwei Beispiele:

  • Ein Mann bezeichnet sich ein Leben lang als Heterosexuell, hat im höheren alter einige Male etwas mit einem Mann. Er findet es aber nicht befriedigend, und ist fortan wieder Heterosexuell .. was ist er ?
  • Ein Mensch beschließt in jungen Jahren sexuell offen zu sein, experimentiert mit beiden Geschlechtern.Bisexuell,würden wir ihn nennen. Irgendwann jedoch lernt er eine Frau/Mann kennen, und bleibt sein Leben lang mit ihm/ihr zusammen. Nach "Bisexualität" kommt also "Hetero" oder "Homo".

Worauf ich hinauswill, niemand kann seinen Lebensweg vorhersagen . Niemand kann wissen, ob die ein oder andere Abneigung nicht nur Gesellschaftlichen Zwängen, oder angelernten Mustern unterliegt, welche wir eines Tages vielleicht hinterfragen. - oder aus reinem Interesse anders Handeln . Niemand kann wissen ,was ihm noch passiert. Das einzige was wir sicher wissen , ist ,dass sich alles ändern kann .

Wieso legen wir so einen Wert auf die Sexualität? Wieso müssen wir Stolz sein, wenn wir das eine , oder andere sind. Dieser Wert ist doch nur erdacht.

Ja, bitte um eure Ansicht dazu. PS: Diese Sichtweise löst jeglichen Geschlechterkonflikt.

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von anniegirl80, 18

Das was du beschreibst, ist die Denkweise von Gender-Mainstreaming.

Jede/r kann sich aussuchen wie er / sie seine / ihre Sexualität lebt. Man legt sich gewissermaßen nicht mehr fest, sondern kann nach Lust und Laune Geschlechtsverkehr mit Männern und Frauen haben.

Aber warum es einen "Geschlechterkonflikt" (was verstehst du da überhaupt darunter?) lösen soll, erschließt sich mir nicht.

Kommentar von LoparkaLisa ,

Geschlechterkonflikt war wohl das falsche Wort.. Sexuelle Konflikte? Keine Ahnung. Es löst einiges;)

Kommentar von anniegirl80 ,

Achso, das hast du gemeint. Nun verstehe ich.

Ich persönlich würde das dann als Identitätskonflikt bezeichnen. Da die sexuelle Ausrichtung Teil meiner Identität ist.

Kommentar von LoparkaLisa ,

Gut gesagt. ich wollte aber auch noch gewisse Mann/Frau Konflikte einschließen, welche sich ebenso durch diese Betrachtung lösen .Aber ehrlich gesagt finde ich hierfür kein Wort;) 

Kommentar von anniegirl80 ,

Vielen Dank für die Auszeichnung! Damit habe ich gar nicht gerechnet :-)

Antwort
von lazyanel17, 35

Es ist jedem selbst überlassen ob und wie er sich bezeichnet. Manche verzichten ganz auf "Labels" und andere identifizieren sich ein ganzes Leben lang als "Hetero" und verlieben sich dann doch in eine Person des gleichen Geschlechts. Die Sexualität ist so individuell und vielfältig dass eigentlich nichts wirklich passt. Und man kann sein Label doch je nach Gefühl ändern. Es gibt ja nicht nur Homo / Hetero / und Bi da gibt es so viel mehr... (pansexuell/ romatische orierntierung - sexuelle Orientierung, demisexualität) ich denke diese 3 Hauptlabels passen sowieso nicht auf jeden und meißtens benutzen die Personen es nur um anderen oder sich selbst irgendwas zu geben um das Gefühl zu "definieren"
Bin mir sicher ob das weiter hilft aber ich dachte ich (als nicht "gelabelte") person geb da mal meinen Senf dazu. Hab da ein bisschen erfahrung ;)

Antwort
von BBTritt, 28

Ich denke nicht, dass jemand, der heterosexuell ist, später auch mal homosexuell werden kann/will.

Ebensowenig werden homosexuelle Menschen nicht plötzlich hetero, weil sie es könnten oder wöllten. Abgesehen davon, dass Homosexualität nicht vom Willen abhängt. Wenn man sich aussuchen könnte, was man sein will, dann wäre es für viele sicher leichter, mit ihrer Sexualität umzugehen.

Wer homosexuell ist, und es unterdrückt oder aus welchen Gründen auch immer unterdrücken muss, wird nicht richtig glücklich und zufrieden leben.

Kommentar von xDarkFlowerx ,

Besser hätte man es nicht sagen können!

Kommentar von LoparkaLisa ,

Du denkst es nicht, aber es ist eindeutig so . Es gibt Menschen , welche experimentieren, mehr oder weniger - Früher oder später  . Deine ganze aussage basiert auf der Leugnung, dass es diese Menschen gibt. deshalb auch @darkflower, bisschen besser gehts schon noch ;)

Kommentar von xDarkFlowerx ,

Du kannst nicht verlangen, dass jeder deiner Meinung zustimmt. Du siehst es so, andere sehen es so. Ich finde die Aussage von BBTritt eben einfach sehr zutreffend. 

Kommentar von LoparkaLisa ,

Ich spreche nicht von "meiner" Meinung, ich beschreibe einen Umstand. Diesem könntest du konkret widersprechen, wenn du es begründest. Du gehst aber nicht darauf ein und sagst mir nur, was du davon hältst. Einem Fakt ist nicht zu widersprechen, du kannst ihn in Frage stellen,das lässt ihn aber nicht verschwinden.

Antwort
von xDarkFlowerx, 29

Auch, wenn jemand Bisexuell ist und später einen Mann oder eine Frau heiratet, wird er dann nicht Hetero, sondern ist nach wie vor Bisexuell. Was ich eher traurig finde sind nicht die Begriffe, sondern, dass nicht einfach alles akzeptiert wird. Ob man jetzt auf das Andere oder das gleiche Geschlecht steht, dass ist wohl ziemlich egal... Intoleranz bringt sowieso nichts weil sich dadurch 1. nix ändert und 2. kann man sich ja nicht aussuchen, in wen man sich letztendlich verliebt. (also ich werfe dir nicht vor, du seist Intolerant, wollte das nur mal erwähnen :D)

Das man nie weiß, ob es sich noch ändern kann, kann ich mich leider nicht anschließen. Ich z.B. stehe auf Frauen und das war auch noch nie anders. Ich bin mir SO sicher, dass ich nie hetero oder bi sein würde. Ich kenne viele Männer, aber mehr als sehr starke, freundschaftliche Gefühle kann ich da nicht entwickeln. Die Begriffe 'Hetero, Homo' etc, finde ich manchmal gar nicht SO schlecht. Wenn jemand fragt 'was (das klingt so komisch :D') man ist, kann man mit einem Wort antworten und sie wissen, was los ist. Es gibt aber auch Situationen, in denen ich die Wörter Hasse. Bei 'Homoehe' zum Beispiel. Homoehe? Das ist keine andere Art oder sowas, das sind, genau wie bei Heteropaaren, zwei Menschen die sich eben lieben und ihr Leben miteinander verbringen wollen. 

Kommentar von LoparkaLisa ,

Zitiere dich: "Ich bin mir SO sicher, dass ich nie hetero oder bi sein würde." 

Hier finde ich eben nimmst du dir, nehmen sich die meisten Menschen das Recht auf ein Urteil welches ihnen nicht möglich ist. 

Es geht um einen feinen Unterschied. Ich bin der Ansicht du kannst  nur sagen, dass du jetzt etwas willst,oder nicht willst. Du kannst diesen Wahrheitsanspruch aber nicht für die Zukunft erheben,ganz einfach weil du nicht weißt in welche Situation du noch gebracht wirst. Wenn du JETZT für alle Zeiten etwas beschließt , dann ist das nur so lange aufrecht, wie du es aufrecht erhältst. Da du nicht wissen kannst, ob du es aufrecht erhalten kannst, ist es meiner Meinung nach ein Trugschluss, diese Wortwahl zu benutzen .

Kommentar von xDarkFlowerx ,

Na ja, ich stelle mir eine Zukunft mit einer Frau vor, ich will eine Beziehung mit einer Frau, eine Frau heiraten etc. da ist es ziemlich, wenn nicht sogar extrem unwahrscheinlich, dass sich dann plötzlich meine Ansichten ändern und ich einen Mann will. Das passiert eigentlich super selten, dass jemand im Laufe des Lebens seine 'Orientierung' ändert, meistens, weil man sie vorher selbst nicht toleriert und deshalb unterdrückt hat. Das muss jeder für sich wissen :) Eigentlich mag ich Schubladen-Denken auch nicht besonders, aber wenn ich mir sehr sicher bei einer Sache bin, dann stehe ich auch dazu :]

Kommentar von LoparkaLisa ,

"extrem unwahrscheinlich" das lasse ich dir . "Nicht unmöglich" lässt du mir ? 

Kommentar von xDarkFlowerx ,

Meiner Meinung nach ändern Leute nur ihre Orientierung, wenn sie sie vorher unterdrückt haben/sie nicht ausleben konnten. Es gibt viele die sagen, dass man sich in die Person und nicht in das Geschlecht verliebt, aber ich sehe das nicht so.. also klar, man verliebt sich, weil man die Person mag, aber dann hat diese auch immer das gleiche Geschlecht wie die vorher auch (es sei denn, es geht um Bisexualität und welche es da noch so gibt)^^ 

Ok :D

Antwort
von DrakonBukana, 41

Viele Menschen denken in Schubladen.
Bist du eins, hast du deinen Platz.
Eine Schublade die immer aufgemacht wird ist vielleicht zu kompliziert, damit wollen die Menschen nichts zu tun haben.

Zusätzlich noch Vorurteile und Co. Das ist alles immer noch sehr angespannt.
In Deiner Aufzählung hast Du auch noch einige Vergessen, z.b. Trans-, Pan- und Asexuelle, ...usw.

Als Mensch sucht man sich selbst auch einen Bereich wo man dazu gehört. Es ist für viele zu schwer etwas offen zu lassen.

Kommentar von LoparkaLisa ,

ich schließe natürlich alle Neigungen ein

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