Wann ist man verpflichtet, eine Steuererklärung zu machen?

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4 Antworten

Grundsätzlich, wenn zwei verschiedene Einkunftsarten vorliegen. Ebenso wenn eine Lohnsteuerfreibetrag in Anspruch genommen wird.

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 Eine Steuererklärungspflicht besteht immer dann, wenn Einkünfte erzielt wurden, die zu einer Steuerschuld führten, die nicht bereits durch eine Quellensteuer abgegolten worden ist.

Ein Arbeitnehmer erhält seinen Lohn bereits um die Lohnsteuer gekürzt. Er hat entsprechend keine Steuerschulden beim Finanzamt. Für die korrekte Abführung der Lohnsteuer steht der Arbeitgeber ein.

Auch Kapitaleinkünfte sind durch die Abgeltungssteuer bereits entsprechend von der Steuerschuld befreit. Für deren korrekte Abführung muss die Bank bzw. der Finanzdienstleister sorgen.

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Kommentar von Mojoi
10.11.2016, 14:05

Gut und nah dran. Es fehlt aber noch der Zusatz "...und besondere Umstände nahelegen, dass trotz abgeführter Quellensteuer ein Unterschiedsbetrag zwischen Steuervorauszahlung und tatsächlicher Steuerschuld ein Unterschied besteht."

Diese bestimmten Voraussetzung sind in div. Rechtsvorschriften aufgeführt. Z.B. Steuerklassensplit II/V oder Bezug von steuerfreien Leistungen mit Progressionsvorbehalt (Elterngeld)... um mal zwei Klassiker zu nennen.

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Kommentar von DerHans
10.11.2016, 14:06

Wenn der individuelle Steuersatz geringer ist als 25 % ist eine Steuererklärung auf jeden Fall zu empfehlen, weil dann die Kapitalerstragssteuer ja zu hoch einbehalten wurde.

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Steht in § 46 EStG, wenn man auf Lohnsteuerkarte gearbeitet hat.

Wenn nicht, dann in § 56 EStDV gucken.

Die beiden §§ kann man ergoogeln

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Bei der Steuerklassenkombi 3 und 5

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