Frage von OtakuMiep, 115

Wann ist man süchtig nach ritzen?

Hallo.

Vor ein paar Wochen habe ich angefangen mich zu ritzen. Es ist halt alles aufeinmal über mich hereingebrochen und plötzlich hatte ich mein Cuttermesser in der Hand.. Und ja.. Es tat sehr gut und ich war danach um welten glücklicher als vorher, ich hab einfach diesen Schmerz gespürt und es war sehr schön. Ein paar Stunden später hab ich es nochmal gemacht, nur um dieses Gefühl zu kriegen. Seitdem mache ich es immer öfter, zunehmend auch ohne Grund. Also auch, einfach weil ich das verlangen danach hab und an manchen Tagen muss ich einfach durchgehend daran denken, wann ich den endlich zu der Klinge greife und ich verspüre sowas wie vorfreude. Ich ritze mich so auch immer öfter wegen kleinigkeiten. Ich kann einfach nicht damit aufhören.

Was kann ich jetzt tun? Bin ich schon süchtig? Ich will es ungern meinen Elter erzählen, da sie der Anfangsgrund waren .. Meine 2"Besten Freunde" wissen es, aber mit ihnen kann ich nicht darüber reden.. Ich weiss es einfach nicht

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von zahlenguide, 47

Ängste füllen einem den ganzen Kopf, das ist ihre Stärke und Ihre Schwäche. Wenn Du Dich beginnst mit anderen Dingen zu beschäftigen, die genauso mächtig sind, wie Ängste, verlieren sie an Kraft und gehen schließlich verloren.

Du solltest dir auf jeden Fall einen Profi holen, der dir weiter hilft!!!! Auch anonyme Hilfe über Notruftelefonnummern kannst Du in Anspruch nehmen.

Stecke dir deshalb Ziele, die Dich antreiben und Deinen Kopf fluten. Schreibe Dir innerhalb von 3 Stunden 7 kurzfristige, 7 mittelfristige und 7 langfristige Ziele auf - die kurzfristigen solltest Du innerhalb von 24 Stunden beginnen abzuarbeiten und sie durch neue zu ersetzen.

Weiter überlege Dir wo Du Dich in der Vergangenheit am wohlsten gefühlt hast (Stadt, Strandnähe, Gebirge, Land) und stecke Dir als mittelfristiges Ziel dort eine Zeitlang zu leben und zu arbeiten.

Auch solltest Du in Deinen Alltag besondere Erlebnisse einplanen, wie z.B. einen Erlebnispark besuchen, Wildtierparks anschauen, Burgen besichtigen, Mittelaltermärkte anschauen, Übernachten bei Freunden usw. usw. usw.

Außerdemkann es helfen, wenn Du einen Einsteigerkurs für ein Musikinstrument machst und Dir ein preiswertes Modell kaufst. Immer wenn Du merkst, dass Du gerade Dir zu viel Sorgen um ein Thema machst oder Du merkst, dass Du wieder beginnst Panik zu schieben, dann beginnst Du stattdessen 30 Minuten Griffe zu üben und vor dich hin zu spielen.

Auch sollte medialer Konsum eher eingeschränkt werden - also nicht verboten werden - aber als Hauptbeschäfigung ausfallen.

Schließlich kann es helfen sich 10 Minuten am Tag Zeit zu nehmen und bei Traurigkeit sich mit der Hilfe von trauriger Musik mittels Weinen von der Trauer zu befreien und bei Wut entweder 10 Minuten auf einen Boxsack zu hauen oder 10 Minuten schnelle rhythmische Musik zu hören, die einem zum Tanzen bringt oder zum wütend hin und her tigern. Den Rest des Tages macht man dann wieder nützliche und spassige Dinge. Das Gehirn lernt so innerhalb von 3 - 5 Wochen, dass selbst starke Gefühle nicht den ganzen Tag dauern müssen.

P.S. Müdigkeit hat oft etwas mit Eisenmangel zu tun. Die meisten Menschen in Europa haben einen Eisenmangel. Eisen ist für den Sauerstofftransport zum Gehirn und Muskeln zuständig. Rote Beete ist ein ideales Lebensmittel, das diesen Mangel auflöst. Drei Tage nachdem man es gegessen hat, steigt die Energie rasant an und man fühlt sich fitter. Deshalb kaufe ich mir im Supermarkt eine Rote Beete, schneide sie zusammen mit einem Apfel klein und esse sie ohne Gewürze. Wie gesagt drei Tage nach dem Essen hilft es eigentlich mir sehr gut. Vielleicht ist dein Leistungsvermögen derzeit nicht voll da, weil Du nicht genug Eisen zu dir nimmst.

Unternehme mehr in Deinem Leben. So wirst Du eigenständiger und kannst die Traurigkeit überwinden. Und denk daran mehr mit Menschen zu reden.

Antwort
von rockylady, 52

der Grund warum es dich glücklich macht ist, dass andere Gefühle betäubt sind. Du nimmst dich selbst nicht war, kannst dich nicht fühlen und im Moment des Ritzens ist das anders. Du musst der Ursache auf den Grund gehen ..etwas anderes finden was dich belebt ...am besten in Begleitung psychologischer Hilfe. 

Antwort
von autmsen, 16

http://www.rotelinien.de/betroffene.html

Da findest Du alle Antworten und noch Viel mehr. Nutze die Seite.

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