Frage von XxSoulRaverxX, 116

Wann ist man auf dem Trampolin schwerelos?

Also eigentlich ganz oben oder nicht, weil da ja v=0 ist, oder?

Antwort
von Australia23, 18

Ich glaub wenn sich hier ein paar zuerst eine Definition der Schwerelosigkeit angeschaut hätten (wie ich gerade eben), würden die Antworten etwas einstimmiger ausfallen:

"Schwerelosigkeit ist ein Zustand, in dem ein Körper keine Kraftwirkung spürt. Allerdings heißt das nicht, daß keine Kräfte wirken."

Da die Gravitationskraft konstant auf die Person wirkt, ist er also schwerelos, sobald eine Kraft mit demselben Betrag in die entgegengesetzte Richtung wirkt.

Also ist die Person in jedem Punkt schwerelos, in welchem gilt: Beschleunigung senkrecht gegen oben = Erdbeschleunigung (ca. 9.81m/s^2)
<=> resultierende Beschleunigung = 0
<=> resultierende Kraft = 0

Also ist die Bedingung genau gesagt nicht v=0, sondern a=0. Da die Beschleunigung aber Geschwindigkeit pro Zeit ist, ist a=0, wenn v=0. Von dem her stimmt deine Aussage (wenn v=0, dann schwerelos) auch, aber die Begründung (da v=0) ist nicht ganz korrekt...

Antwort
von Jackie251, 8

das ist natürlich eine grenzwertige Definitionssache. Aus meiner Sicht ist man nicht schwerelos, da ich die Schwerelosigkeit ist Zustand und nicht als Punkt verstehe. Natürlich mag die strengst wissenschaftliche Definition anders aussehen, aber im praktischem Sinne erreicht man keine Schwerelosigkeit auf dem Trampolin - desto näher man den Wedepunkten kommt, desto geringer ist die resultierende Beschleunigung - um direkt am Wendepunkt = 0 zu sein dann kommt der Vorzeichenwechsel...

Das ist wie wenn ich jemanden frage "wann war ihr letzter Herzstillstand" physikalisch gesehen vor wenigen milisekunden, denn zwischen zwei schlägen steht das Herz kurz.
Im praktischem Verständnis werden jedoch die wenigstens Menschen diese Pause als Herzstillstand verstehen.

Die Schwerelosigkeit wird lediglich durchlaufen und tritt pratisch für eine Dauer t = 0 auf. Damit "erreicht" man sie eher nicht.

Antwort
von Raph101, 33

Immer während du in der Luft bist. Solang du keine Beschleunigung oder Abbremsung fühlst bist du schwerelos. :)

Kommentar von thomsue ,

Falsch!

Antwort
von Monsieurdekay, 40

der ganze Vorgang wird von Anfang an von der Erdanziehung beeinflusst... sie bremst deinen Sprung bis zum Hochpunkt ab und zieht dich dann wieder runter ;)

keine Schwerelosigkeit vorhanden

Kommentar von thomsue ,

Falsch

Kommentar von thomsue ,

... sie wird im Hoch - und Tiefpunkt zumindest simuliert

Antwort
von eccojohn, 26

Hier möchte ich mutig ein Veto zu den bish. Antworten einlegen, weil:

in dem Moment, wo man durch den nach oben treibenden Schwung nicht mehr höher getragen wird, ist diese Auftriebskraft exakt auf 1 :1 mit der Erdanziehungskraft - also herrscht praktisch eine künstliche Schwerelosigkeit, weil sich die beiden entgegengesetzten Kräfte gegeneinander kpl. aufheben.

Gleiches gilt in dem Moment, wo der niedrigste Punkt im Netz erreicht ist - hier heben sich Fallgewicht und auftreibende Kraft durch Federung ebenfalls auf.

Es gibt speziell ausgerüstete Flugzeuge ( Leer und gut gepolstert ), wo man diesen Effekt der Schwerelosigkeit dadurch simuliert, das das Flugzeug in einem errechneten Winkel in den Sturzfluig übergehen und so eine künstliche Schwerelosigkeit für z.B. Wissenschaft und Raumfahrt kurzfristig erzeugt wird

Kommentar von thomsue ,

einzig richtige Antwort 👍

Antwort
von iokii, 38

Nein, man bewegt sich nur nicht. Schwerelos ist man eher beim aufkommen auf das Trampolin (wobei auch da nicht wirklich) , weil da ja die Trampolinbeschleunigung die Schwerkraftbeschleunigung wegmacht.

Antwort
von Coldnez, 22

Eine Rakete die mit 9,81 m/s^2 richtung Erdmittelpunkt beschleunigt, hat zur Folge dass die Menschen in der Rakete sich wie im All als schwerelos fühlen, jedoch ist es so dass diese zur Erde herunter fallen. Würde die Rakete plötzlich verschwinden, sehen die Menschen dass sie eigentlich herunter fallen und nicht im All sind.

Schwerelos ist man daher nur im All, so hoch hüpft man nicht mit einem Trampolin

Antwort
von metalhead998, 42

"Schwerelos" ist man da gar nicht. Die Erdanziehungskraft mit 9,81 N/kg zieht dich immer runter.

Kommentar von thomsue ,

Stimmt. Aber man kann es simulieren

Antwort
von Wechselfreund, 21

Problem ist wohl, wie man "schwerelos" definiert. Evtl. sollte man besser fragen "Wann fühlt man sich" schwerelos, das ist vom Verlassen des Trampolintuchs bis zum Wiederauftreffen der Fall.

Antwort
von Richard30, 31

Du bist relativ "Schwerelos", sobald du im Flug bist, also sobald du die Oberfläche des Trampolins verlassen hast, bist du wieder die Oberfläche berühst.

Wenn du dich z.B mit einer Kanone wegschiesen würdest, wärst du die ganze Zeit, in der du dich im Flug befindest, "schwerelos", egal an welcher Position, also auch wenn die Kanone diekt nach oben gerichtet ist und du hochgeschossen wirst, wärst du beim "Flug" nach oben ebenfalls schwerelos.

Kommentar von Parhalia ,

Diese Erklärung kommt der Antwort auf die Fragestellung im "isolierten Raum" am nächsten. Denn "simulierte Schwerelosigkeit"  erlebt der Körper so lange, wie auf ihn keine direkte Gegenkraft wirkt. ( also keine fortlaufende Beschleunigung, wie auch keine Gewichtskraft gegen eine feste andere Masse )

Auf wissenschaftlicher Ebene nutzt man diesen Effekt simulierter Schwerelosigkeit z.B. bei sogenannten "Falltürmen". Ich weiss nicht, wo genau jetzt die Einrichtung mit der längsten "Simulationsphase" steht, aber m.W. irgendwo in Europa. Bei diesem "Turm" herrscht im inneren der Testkapsel zwischen Ende der Beschleunigung beim Abschuss bis zur Landung in einem mit Styroporkügelchen befüllten Auffang- / und Abbremsbehälters ( der nach dem Abschuss in den senkrechten Tubus eingeschwenkt wird ) für das "Experiment" "relative Schwerelosigkeit".

Der Tubus dieses Fallturmes wird für das Experiment in ein Vakuum gesetzt, so dass die Testkapsel keinerlei Reibung und somit Bremsung durch Gase ausgesetzt ist. Während Aufstieg und Rückfall unterliegt das Experiment gegenüber der Kapsel keinerlei Wechselwirkung selbst im Bezug auf die Massengravitation.

Flüssigkeiten wie auch Stäube verhalten sich in dieser Zeit somit vergleichbar dem Zustand im Erdorbit, welcher durch Aufhebung von Gravitation und Zentrifugal- & Zentripetalkraft z.B. innerhalb der ISS für scheinbare Schwerelosigkeit sorgt.

Unter Berücksichtigung auf Reibung des Körpers an den Luftmolekülen der Atmosphäre ist dieser Zustand während des Fluges auf dem Tramoplin somit nahezu ereicht, solange der Körper dessen Sprungtuch nicht berührt.

Denn es existiert in diesem Zeitraum keine ( fast keine ) angreifende Gegenkraft zwischen dem fliegenden Körper und der festen Erdoberfläche. ( keine resultierende Gewichtskraft )

Kommentar von thomsue ,

Falsch

Kommentar von Richard30 ,

Was genau ist daran falsch?

Kommentar von thomsue ,

.... würde ich behaupten. Simulierte Schwerkraft ist in den Umkehrpunkten, siehe auch Parabelflug

Kommentar von Richard30 ,

Naja du bist halt die ganze Zeit, also wenn die Maschine ihre Triebwerke ausschaltet und sich im Freihen Fall befindet (naja tut sie nicht ganz, Luftreibung e.c.t, aber ignorieren wir das mal), quasi Schwerelos. Das geht mehrere Sekunden so, eine Phase der "Schwerelosigkeit"

Antwort
von Timo1881, 31

Man ist auf dem Trampolin nie Schwerelos

Kommentar von thomsue ,

Stimmt. Aber man kann es simulieren

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