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Wann ist man Alkoholiker?

gefragt von gioiagioia am 05.10.2007 um 23:55 Uhr

Ein mir bekannter Arzt meinte, Alkoholiker sei man, wenn man täglich sein Glas Wein benötigt oder sein Glas Bier. Nicht die Menge macht es aus, sondern die Regelmäßigkeit. Stimmt das?

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Gesundheit x 60.040 Medizin x 15.055 Alkohol x 3.273 Sucht x 919 Abhängigkeit x 74 Sozialverhalten x 34

gri1su
beantwortet von gri1su am 6. Oktober 2007 09:05
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Ein sogenannter "Quartalssäufer" ist genau so alkoholabhängig wie ein "Spiegeltrinker". Bei dem Einen ist es die Menge, auch wenn er zwischendurch immer mal wieder pausieren kann, bei dem anderen ist es die Regelmäßigkeit, um den Alkoholspiegel immer auf einem bestimmten Level zu halten. Hier spielt nicht unbedingt die Menge eine Rolle, da kann schon 1 Bier täglich ausreichen.

Die Alkoholkrankheit ist eine schleichende Krankheit, die erst bemerkt wird, wenn man schon tief drinnen steckt. Wer regelmäßig das Bedürfnis nach Alkohol hat, steckt zumindest schon in der Anfangsphase und sollte sich Gedanken machen.


alphak
beantwortet von alphak am 6. Oktober 2007 00:02
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Nur am Wochenende? Nur abens einen zum einschlafen? Brauchst du den Alkohol zu besonderen Anlässen?? Egal wie oft oder wie viel (oder wenig) man trinkt, in dem Moment wo du ihn brauchst bist du ein Alkoholiker. Sei ehrlich zu dir selbst !


Kabark
beantwortet von Kabark am 6. Oktober 2007 09:53
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Ich halte das für ein wenig übertrieben. Wenn man alle als Alkoholiker, i.e. krank, bezeichnen würde, die täglich ein Bier oder ein Viertele trinken, wären die Deutschen ein Volk von Säufern. Und wenn man diese Menge statistisch ansetzen würde, träfe diese "Dosis" mit Sicherheit auch auf jedes Baby und jeden Greis zu.

Kommentar von D283a4923cc6e520e7d9f5b9de51a275smallQuestor am 6. Oktober 2007 11:12

So ist das mit Statistiken...

Kommentar von Bruno am 6. Oktober 2007 11:39

Kabark, in meinem Dorf auf der Insel waeren 90% der Maenner Alki, denn ein Ouzo mit Meze gehoert zum Alltag. Gruss von der Insel


Solipsist
beantwortet von Solipsist am 6. Oktober 2007 09:20
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Mein Arzt meinte einmal auf die gleiche Frage: "Wenn Sie am Morgen nach einem Besäufniss einen richtigen Kater haben und es Ihnen so richtig schlecht geht, dann ist alles in Ordnung. Wenn Sie aufwachen und es geht Ihnen gut, dann solten Sie sich Sorgen machen!"

Kommentar von brutus am 6. Oktober 2007 21:16

Komisch. Aber meine Frau erzählt immer, dass es ihr während ihrer aktiven Trinkzeit von Morgen zu Morgen schlechter ging. Es ist ein Märchen, dass ein Alkoholiker viel vertragen kann und deshalb auch keinen Kater bekommt. Es ist auch nicht der Kater der es dem Alkoholiker morgens schlecht gehen lässt, sondern z.B. die Gewissensbisse bzgl. des letzten Tages. Dass er sich und andere doch wieder nur belogen hat. Aber vor allen Dingen ist es der morgendliche Drang, sich erst einmal einen "hinter die Binde zu kippen", damit man funktionieren kann. Denn von einem bestimmten Stadium der Alkoholkrankheit an braucht man den "ersten Schluck". Ohne ihn zittert man wie Espenlaub und man fällt seinem Gegenüber schon auf, weil man die Kaffeetasse nicht mal mehr fehlerfrei zum Mund bekommt. - Ich glaube daher eher meiner Frau, den ca. 30 Mitgliedern unserer Kreuzbundgruppe und vor allen Dingen meinen eigenen Erfahrungen. - Übrigens. Auch ich kann manchmal gut "zulangen" und bin am nächsten Morgen topfit. Bin ich jetzt gefährdert??


clou66
beantwortet von clou66 am 5. Oktober 2007 23:56
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Wenn du ohne den Alkohol nicht mehr auskommen kannst, dann denke ich ist man Alkohol süchtig/Alkoholiker --> ist wie beim Rauchen.

Kommentar von Bdf71a08a26db27ae0eb65fcab30fbfdsmallYuLy42 am 6. Oktober 2007 00:06

und was ist z.b. mit quartalssäufern? so einfach lässt sich die frage nicht beantworten. bitte bei einem so sensiblen thema keine schnellschüsse, liebe leute.

Kommentar von Bruno am 6. Oktober 2007 00:09

Dann sag doch, was Du weisst und meinst ! Schnellkritisierer.

Kommentar von Lilli63 am 6. Oktober 2007 00:10

die Regelmäßigkeit ist aber doch auch oder gerade bei einem Quartalssäufer der Punkt, oder?!

Kommentar von Bdf71a08a26db27ae0eb65fcab30fbfdsmallYuLy42 am 6. Oktober 2007 00:12

ich verweise auf meine antwort. quartalssäufer ist im übrigen auch ein name für leute, die abstürze in unregelmäßigen abständen haben.

Kommentar von Simple_avatar1smallmarxx am 6. Oktober 2007 09:40

Na, ist man dann nicht auch alkoholsüchtig?

Kommentar von Bdf71a08a26db27ae0eb65fcab30fbfdsmallYuLy42 am 6. Oktober 2007 10:49

nicht unbedingt, und genau deshalb habe ich eine differenzierte betrachtung angemahnt. bitte schau mal in den selbsttest:

http://www.kreuzbund-hamburg.de/selbsttest/alkoholiker.html


minister
beantwortet von minister am 6. Oktober 2007 00:00
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Das Benötigen ist es, das aus Genuss Sucht macht. Wenn dazu auch noch der Alkohol als Lösung für Probleme dient, kann man von Abhängigkeit sprechen: "Auf die Nachricht hin brauche ich erst mal einen Schnaps!"

Kommentar von Simple_avatar4smallclou66 am 6. Oktober 2007 00:01

..dann zum Wohlsein ;-)


darkmaiden
beantwortet von darkmaiden am 6. Oktober 2007 10:05
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Aus vielen der Antworten hier kann man zusammenfassend wohl sagen, dass es wichtig ist, immer die Gesamtsituation zu betrachten. Weder ist es "normal" jeden Tag (wirklich jeden) "nur" ein Bier zu trinken, aber eben nicht darauf verzichten zu können, noch ist es gleich Alkoholismus, wenn man sich zu einem unbestimmten Anlass aus der Gelegenheit heraus bis zum Umfallen volllaufen läßt. Viele entscheidende Aspekte sind aber schon aufgetaucht: Regelmäßigkeit und Menge sind wichtig, aber eben nicht allein; die Funktion des Alkohols, Dosissteigerung, heimliches Trinken und Schuldgefühle, Entzugserscheinungen (auch in Form von Verhalten, z.B. Aggressivität, Nervosität, wenn der Alkohol den Tagesablauf bestimmt - all das sind wichtige Indizien, die aber trotzdem nicht bei jedem Alkoholiker in derselben Ausprägung vorhanden sein müssen.

Kommentar von 64ea9d409aa8a48fea5a3963b76a22bfsmallDocRoc am 6. Oktober 2007 10:20

Beste Antwort bisher. Dem ist meienr Ansicht nach nichts hinzuzufügen.


zoomi77
beantwortet von zoomi77 am 6. Oktober 2007 09:34
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Also wenn man regelmäßig also täglich ein Glas Bier oder Wein trinkt da ist man angeblich schon Alkoholiker und trinkt man soviel das man ohne gar nicht mehr auskommt und Endzugserscheinungen bekommt wenn man keinen Alkohol bekommt dann gilt man dann als Alkoholkrank aber laß dich nicht verrück machen in Maßen ein Glas Rotwein z.B. am Tag ist sogar sehr sehr gesund für Herz usw. und soll sogar das leben verlängern na denn prost :-)


america
beantwortet von america am 6. Oktober 2007 08:35
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Diese Woche habe ich einen Bericht gelesen aus den USA. Darin stand, wer täglich 0,75 l Bier trinkt gehört schon zu den Alkoholikern. Ich selbst trinke so gut wie keinen Alkohol und finde trotzdem diese Einteilung etwas hart.


Raimund1
beantwortet von Raimund1 am 6. Oktober 2007 02:54
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Mein Arzt sagte auf diese Frage: 2 Einheiten am Tag sind ok¨Damit meinte er zwei Glas Wein oder 2 Bier oder 2 Schnäpse.

Ich fand das ziemlich grosszügig ausgelegt, aber ein echter Alki geht tatsächlich über diese Grenze hinaus.

Ein echter Alki kommt auch keine 4 Wochen ohne aus.

Kommentar von 0c755df87f5ca50a9e669a853f25efabsmalldarkmaiden am 6. Oktober 2007 10:00

das ist ja auch nicht ganz richtig, wenn man bedenkt, dass auch ein "echter Alki" der trocken ist, noch ein "echter Alki" ist. Die Menge von 2 Einheiten generell als unbedenklich einzustufen ist Unsinn. Und ein "Alki" geht auch nicht jedesmal über diese Grenze hinaus. Grundsätzlich ist es problematisch, bei Suchtproblemen zu verallgemeinern.


anonym
beantwortet von Klabauter am 6. Oktober 2007 00:35
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Wenn man im 17. Stock wohnt und das Bier zum Abendbrot ist im Keller,geht man es holen, auch wenn der Aufzug kaputt ist - als Abhängiger. Läßt man das Bier für den Abend mal sein, dann ist man wohl nicht alkoholkrank.

Kommentar von 49d1bda04f2544431776195aa09e5c27smallHelmutRn am 6. Oktober 2007 10:54

dann ist man zu faul!

Kommentar von Bruno am 6. Oktober 2007 11:36

Alkis sind nie zu faul. Rede aus Erfahrung. Hatte einmal eine Freundin und bekam mit, welche Energien aufgewendet werden, um an den Stoff zu kommen.


YuLy42
beantwortet von YuLy42 am 6. Oktober 2007 00:02
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die frage kann man sich selbst beantworten:

http://www.kreuzbund-hamburg.de/selbsttest/alkoholiker.html

Kommentar von Bdf71a08a26db27ae0eb65fcab30fbfdsmallYuLy42 am 6. Oktober 2007 00:08

wichtig ist bei einem solchen test natürlich, absolut ehrlich zu sich selbst zu sein...


anonym
beantwortet von Bruno am 6. Oktober 2007 00:01
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Die Antwort des Arztes ist nicht ganz falsch und nicht ganz richtig. Es ist sowohl die Menge wie die Regelmaessigkeit. Pruefe Dich selbst. Wenn Du drei Tage, oder auch laenger ohne sein kannst, ohne Problemme, dann hast Du kein wirklich problem.

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 6. Oktober 2007 02:51

drei Tage ist zu wenig


Knowledge
beantwortet von Knowledge am 18. Februar 2008 16:14
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Ja, es stimmt schon, was der Arzt sagt. Wenn deine Physis oder deine Psyche den Alkohol braucht, bist du abhängig. "Abhängig sein" bedeutet ja, dass dein eigener Wille reduziert ist (du brauchst den Stoff). Und das hängt nicht ursächlich von der Menge ab; "Spiegel"-Trinker brauchen auch kein grosses Quantum Alkohol, jedoch "ihr" Level ständig; sonst bekommen sie Entzugs-Erscheinungen.


kpmoe
beantwortet von kpmoe am 6. Oktober 2007 12:56
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Ich bin selbst trockener Alkoholiker und weiß, wovon ich spreche! Die Antwort von darkmaiden ist genau richtig und der Kernpunkt ist: Gibt es zu einem bestimmten Zeitpunkt nichts Wichtigeres als Alkohol zu konsumieren, dann hat man ein Suchtproblem! Alle Mengenangaben sind unwichtig, der wiederkehrende Wunsch, jetzt zu trinken, macht den Unterschied. Und es ist unverantwortlich von Ärzten, bei regelmäßigem Trinken eine "noch akzeptable Mengenangabe" zu machen!! Den Arzt würde ich schnellstens wechseln, der hat seinen Beruf verfehlt!!


anonym
beantwortet von brutus am 6. Oktober 2007 21:02
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Ich denke auch, dass der Arzt Recht hat. Ich bin aber auch der Meinung, dass ein täglich genossenes Bier oder ein entsprechender Wein keine Abhängigkeit bedeuten. Ich selbst bin seit über zehn Jahren "offiziell" Co-Alkoholiker. Offiziell deshalb, weil meine Frau seit gut zehn Jahren trocken ist und mir seit dieser Zeit erst klar ist, dass ich auch krank bin und es für immer bleibe. Aber ich selbst trinke Alkohol, wenn mir danach ist und wenn er mir auch schmeckt. Aus keinem anderen Grund!! Es ist nach meiner Erfahrung - die aus vielen Gesprächen in mehr als zehn Jahren Kreuzbundzugehörigkeit hervorgeht - wohl der Drang, etwas trinken zu MÜSSEN. Kein Genuß, kein Geschmack, sondern der unnachgiebige Drang. Ich selbst kenne Menschen, die täglich 3-5 Falschen Bier trinken und die ich nicht für abhängig halte. - Aber ich halte ihr Trinkverhalten für durchaus "auffällig", wie man in meinen Kreisen so sagt.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 6. Oktober 2007 17:41
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Der Arzt hat recht!


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