Frage von little8monkey, 29

Wann ist es ein indirektes Zitat?

Wenn ich mir die Definitionen im Internet durchlese werde ich noch verunsicherter. So langsam habe ich das Gefühl meine Studienarbeit ist ein gesamtes indirektes Zitat. Ich meine alles was ich schreibe besteht ja aus Erkenntnissen die ich gewonnen habe weil ich Texte zu dem Thema gelesen habe und aus Wissen welches ich mir angelesen oder in Vorlesungen erfahren habe. Ich kann ja schlecht an jeden Satz eine Fußnote machen. -Danke für Eure Hilfe

Antwort
von Jerne79, 12

Ich frage mich nur wo besteht der unterschied zwischen meinem
Gedankengang und einem indirekten Zitat, wenn er aus einem
offensichtlich von mir gelesenen Text stammt.

Dröseln wir es mal auf:

Du recherchierst, d.h. du liest Literatur anderer Autoren zu einem Thema. So lange du keine eigenen Ideen einbringst, basiert deine gesamte Arbeit auf dem Zusammenfassen und Vortragen der Erkenntnisse anderer. Diese müssen - jenseits von im Fach anerkanntem Allgemeinwissen, das sich je nach Fach unterschiedlich definiert - auch als solche zitiert werden, d.h. du versiehst deine Aussagen mit Fußnoten mit Quellenangaben. Das ganze nennt man im Wissenschaftsbetrieb Zitat. Und ja, das heißt, dass es in deiner Arbeit vor Fußnoten nur so wimmeln wird. Schließlich musst du ja belegen, woher dein Wissen stammt, das ist Teil des wissenschaftlichen Arbeitens.


Ein indirektes Zitat ist das Gegenteil eines wörtlichen Zitates, beides solltest du aus dem Deutschunterricht kennen.

Direkt: Müller schreibt dazu: "Das Gras ist grün."

Indirekt: Müller schreibt, das Gras sei grün. Wobei der Konjunktiv nicht immer günstig ist. Alternativ: Nach Müller ist das Gras grün.

Ersteres wird in den meisten Fächern relativ selten verwendet, letzteres ist in der Wissenschaft abgesehen vom sinngemäßen Zitieren die Regel.

Also: Nach Müller ist das Gras grün. Fußnote entweder ans Satzende oder nach Müller, in die Fußnote dann die Quellenangabe entsprechend der in deinem Fach üblichen Zitierregeln.

Antwort
von 123tutu, 19

Direktes Zitat: In Zeile ... sagt er "das Leben ist schön" du übernimmst es Wort für Wort ohne die Zeitform ändern zu müssen. Indirektes du übernimmst es indem du was änderst so habe ich es in der Schule gelernt hoffe konnte dir helfen 

Kommentar von little8monkey ,

leider nicht, es entspricht eben dem was ich im Internet dazu finde. Ich frage mich nur wo besteht der unterschied zwischen meinem Gedankengang und einem indirekten Zitat, wenn er aus einem offensichtlich von mir gelesenen Text stammt.

Kommentar von 123tutu ,

Okay sorry dann kann ich dir nicht helfen. Ich habe es damals so in der Schule gelernt.

Kommentar von Jerne79 ,

Wenn du dein Wissen aus einem fremden Text übernimmst, ist es nicht dein Gedankengang! Folglich muss es mit einer Quellenangabe versehen werden.

Kommentar von 123tutu ,

Das ist doch eigentlich klar das du Quellen angeben musst oder? Außerdem geht es um Zitate bei der Frage. Das was du hier nennst mit Gedankengang klingt für mich eher als Interpretation oder Analyse  denn hier schreibt man die Gedankengänge auf. Es sei denn man zitiert die Gedanken eines Protagonisten.

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