Frage von schnuckiii,

wann ist eine folgebescheinigung beim arbeitgeber abzugeben.

Hallo wir haben ein kleines Problem. Wir führen einen kleinen Betrieb und fahren in ner woche in den urlaub, eine arbeitskraft hat so gekündigt, dass sie mit ende unseren urlaubs nicht mehr arbeiten muss. sie hat sich letzte woche bis samstags krankschreiben lassen und hat am vierten tag auch die krankmeldung abgegebn,so das problem ist, sie hat sich jetzt wieder abgemeldet, sagt aber nicht wie lange sie krank ist, wann muss denn die folgebescheinigung vorgelegt werden?-wir vermuten sogar, dass sie ihren zweitjob weiter ausführt, desswegen sind wir ein bisschen hinterher. da dies auch kein sehr schöner abgang ist, vorallem weil sie uns nicht berichtet wie lange sie krank ist. wenn ihr etwas wisst, wäre es sehr nett, irgendent ein nachweis mitzugeben, weil ich finde nichts, sonst werd ich wohl oder übel meinen anwalt anrufen müssen, was ich nicht gerne tun will.

Hilfreichste Antwort von Indy72,

Grundsätzlich ist eine ärztliches Attest im Sinne einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung dem Arbeitgeber unverzüglich vorzugleen. Die ständige Rechtsprechung meint damit 3 Kalendertage, also spätestens am vierten Tag nach seiner ausstellung muss der Attest dem arbeitgeber vorgelegt werden. Genauso verhält es sich mit einer Folgebescheinigung.

Persönlich halte ich es für zweckmäßig, dem Arbeitgeber telefonisch oder per email mitzuteilen, wie lange der Attest gilt, so dass man im Betrieb dementsprechend umdisponieren kann.

Wenn der Arbeitgeber seinen Pflichten nicht oder unzureichend nachkommt, kann er nicht nur disziplinarisch, sondern auch zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.

Antwort von herman2010,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Eine folgebescheinigung muss unverzüglich abgegeben werden und der AG hat schon bei der meldung einen Anspruch zu erfahren wie lange der AN arbeitsunfähig geschrieben wurde. Wenn Ihr es drauf anlegt könnt Ihr sogar darauf bestehen das der AN erscheint und Ihr ihm eine entsprechende "Schonungsarbeit" gebt. Ansonsten steht dann ja auch bald das Arbeitszeugnis an und ihr finden sich für solche Drückeberge entsprechende Formulierungen.

Kommentar von Pininfarina,

Wenn man krank ist, dann ist man krank... da gibts keine Schonungsarbeit.

Kommentar von herman2010,

Oh doch das gibt es! Arbeitgeber können in Zusammenarbeit mit BG und Krankenkassen solche Schonungsarbeitsplätze einrichten. Wenn soclhe Arbeitsplätze bestehen muss der AU-schreibende Arzt attestieren für welchen "Schonarbeitsplatz" der AN geeigent ist und für welchen nicht. Nachdem dieses Verfahren in den Niederlanden schon einige Jahre praktiziert wird gibt es auch in deutschland immer mehr Arbeitgeber die solche Plätze einrichten. zweck ist die Wiedereingliederung von Langzeitkranken und die Verhinderung von "AN-Aktionen" die durch Krankentage die Anzahl der EU Tage versuchen zu erhöhen.

Kommentar von Pininfarina,

Ja bei Langzeitkranken... die können nach einer bestimmten Zeit wieder arbeiten, aber nur in bestimmten Maße und mit einer verkürzten Menge an Arbeitsstunden... ja da hast du Recht... der AG kann aber dem krankgeschriebenen AN nicht einfach sagen: Du musst persönlich deine Bescheinigung abgeben und dann bleibst du die nächsten 8 Stunden hier und machst nicht anstrengende Dumm-Doof-Arbeit... so einfach geht das nicht!

Kommentar von herman2010,

Die Arbeiten an einem solchen Arbeitsplatz sind durch AG und BG festgelegt und können sehr wohl dem AN übertragen werden. Die Definition einer solchen Arbeitsumgebung setzt sehr hohe Massstäbe, da es keine teilarbeitsfähigkeit gibt. Wenn ein Schonarbeitsplatz jedoch so festgelegt wird das alle Tätigkeiten durchgeführt werden können liegt keine AU vor und dem AN kann diese Tätigkeit übertragen werden. Beispiel: Ein Instalateur darf aufgrund einer Rückenverletzung einen gewissen zeitraum nichts heben dann darf er nicht zum Löten, Pressen und Abdrücken zum bau geschickt werden weil das typische Tätigkeiten sind die direkt mit dem "Rohre an die baustelle tragen" zu tun haben. Er darf jedoch im Büro für den (reinen) Telefondienst eingesetzt werden. Vorrausgesetzt der Arzt widerspricht dem Einsatz an einem Schonarbeitsplatz nicht. Im Gegensatz zu anderen Ländern ist die Regelung in Deutschland noch recht schwammig. Ein Schonarbeitsplatz eignet sich jedoch sehr gut für "Wochenendverlängerer"

Antwort von Fischer,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Die Folgebescheinigung muss natürlich sofort nach Ausstellung beim Arbeitgeber abgegeben werden. Manchmal weiß man ja vorher nicht, wie lange man krank sein wird. Aber irgend wie scheint mir das alles ein Vorwand von Eurer Angestellten zu sein, wenn Ihr Kenntnis von einem Nebenjob habt. Vielleicht will sie nur noch alles auskosten (die 6wöchige Weiterzahlung des Arbeitgebers) und dann geht sie? Ihr müßt selbst wissen, wie Ihr sie einschätzt.

Kommentar von Pininfarina,

Höchstens ein Kopie per Fax, aber sicher nicht das Original...

Kommentar von Egale,

Es ist immer das Original der AU dem AG vorzulegen.

Antwort von DerHans,
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Die Folgebescheinigung muss unverzüglich eingereicht werden. So bald sie sie vom Arzt bekommen hat muss sie weiter reichen. Aber auf der AU steht doch: .... bis zum

Antwort von Danielle64,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Normalerweise am 1.Tag der weiteren Krankschreibung. D.h. wenn bis Samstag krank und die Woche darauf weiterhin, dann sollte die Folge-Krankmeldung heute da sein.

Antwort von Egale,

Bei Erstbescheinigung sofortige telefonische nachricht an den AG. Die Erstbescheinigung beim AG innerhalb von 3 tagen einreichen. Folge bescheinigungen sind unverzüglich den AG vorzulegen, anderfalls kann daraus eine fristlose Kündigung werden.

Antwort von bubisako,

War mal selbstständig und hatte gelegentlich auch solche Probleme mit Angestellten. Ist leider so, das man als Arbeitgeber die Auskunft nicht erzwingen kann, wie lange ein Angestellter voraussichtlich krank geschrieben ist. Ihr müsstest wissen, wo diese eure Arbeitskraft diesen Zweitjob macht, denn diese Auskunft steht euch als Hauptarbeitgeber zu, weil ihr dazu eure Zustimmung geben müsst bzw. gegeben habt. Wenn, könnte man da mal nachfragen, ob die Person derzeit tätig ist, trotz Krankschreibung. Oder vielleicht bei der Krankenkasse der Person nachfragen, weil die alle Bescheinigungen vom Arzt haben müssten, aber ob ihr Auskunft bekommt, fraglich. Aber man müsste euch sagen können, wann die Folgebescheiningung vorliegen muss. Klärung mit euren Anwalt wird außer Kosten nicht wirklich etwas bringen.

Antwort von sonnex2,

Die Folgebescheinigung muss am drauffolgenden Tag nach Ablauf der Erstbescheinigung oder der vorangegangenen vorgelegt werden.

Antwort von Pininfarina,

Ein Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung muss innerhalb 3 Tagen vorgelegt werden jedenfalls in der Baubranche. Wenn sie jetzt zB bis Freitag krankgeschrieben ist, dann kann sie doch nicht wissen wie lange sie danach noch krank sein wird. Dann geht sie wahrscheinlich am Freitag wieder zum Arzt, wennes ihr noch nicht gutgeht und sagt euch dann auch sicherlich bescheid, dass sie noch weiter krank ist. In den nächsten drei Tagen müsstest ihr dann ihre Nachfolgebscheinigung erhalten. Sie kann doch nicht vorhersehen, wie lange sie krank sein wird.

Antwort von DollyPond,

soweit ich weiß muss die folgebescheinigung sofort am ersten tag vorliegen. eine telefonische "abmeldung" reicht nicht. die mitarbeiterin muss euch am ende der jeweiligen AU mitteilen, wie der weitere verlauf sein wird. du kannst ihr das gehalt für die unentschuldigte zeit streichen, musst dich aber auf einen arbeitsgerichtsprozess einstellen.

Kommentar von schnuckiii,

hallo, ja das hab ich auch schon in andren foren gelesen, nur ich finde keine seite, wo ich einen nachweis davon habe....

Kommentar von DollyPond,

schau mal hier: (quelle arbeitnehmer-arbeitsrecht.de) Was muss ich tun, wenn ich arbeitsunfähig erkrankt bin?

Gemäß §§ 5 Abs. 1 Satz 1 EFZG müssen Sie dem Arbeitgeber Ihre Arbeitsunfähigkeit unverzüglich anzeigen und eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen (Anzeige- und Nachweispflicht). Verletzen Sie Ihre Verpflichtung zur Anzeige oder zum Nachweis der Arbeitsunfähigkeit, so entfällt nicht etwa Ihr Anspruch auf Lohnfortzahlung. Vielmehr steht dem Arbeitgeber ein zeitweiliges Leistungsverweigerungsrecht gem. § 7 Abs. 1 Nr. 1 EFZG zu.

Gibt es eine Frist für die Meldung der Arbeitsunfähigkeit beim Arbeitgeber?

Wenn Sie im Inland erkrankt sind, sind Sie verpflichtet, Ihre Arbeitsunfähigkeit und seine voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Unverzüglich bedeutet nicht sofort, sondern „ohne schuldhaftes Zögern“. Der Arbeitgeber ist im Regelfall am ersten Tag Ihrer krankheitsbedingten Arbeitsverhinderung zu unterrichten. Sie können bis zum Beginn Ihrer Arbeitsverpflichtung im Wege der „Selbstdiagnose“ entscheiden, ob Ihre Erkrankung zur Arbeitsunfähigkeit führt oder nicht. Die Verpflichtung zur Anzeige besteht nicht, wenn dem Arbeitgeber Ihre Arbeitsunfähigkeit – etwa aufgrund eines Arbeitsunfalls – bekannt ist. Die Anzeige kann in jeder geeigneten Form erfolgen, etwa durch Telefon, schriftlich, per Fax oder E-Mail. Die Anzeigepflicht betrifft die Ersterkrankung und jede Folgeerkrankung.

Kommentar von Pininfarina,

Sie muss nicht am gleichen Tag vorliegen... das ist doch teilweise unmöglich. Es muss eine angemessene Zeit vorliegen, damit man die Bescheinigung per Post zuschicken kann und das sind 3 Tage! Wenn ich krank bin, dann fahr ich nicht noch persönlich 50 km zu meinem Arbeitsplatz, weil die Bescheinigung vorliegen muss... das ist unzumutbar. Wenn 50 km fahren kann, dann kann ich auch arbeiten!

Kommentar von schnuckiii,

sie wohnt 5minuten zu fuß weg und ihr mann ist arbeitslos, das ist nicht das problem...

Kommentar von Pininfarina,

das geht dich aber nichts an, wo sie wohnt... sie muss dir nur mind. telefonisch bescheid sagen, dass sie weiter krank geschrieben ist.... in den nächsten 3 Tagen wirst du dann die Bescheinigung bekommen... egal ob sie neben euch wohnt oder nicht!!! Es ist keine Pflicht die Bescheinigung PERSÖNLICH vorbeizubringen egal wo man wohnt... sie kann es per Post schicken, es muss nur in den ersten drei Tagen bei euch sein!

Kommentar von Pininfarina,

Also in den nächsten Tagen muss die Folgebescheinigung vorliegen, sonst könnt ihr natürlich dagegen vorgehen bzw. ihr das Gehalt streichen für die versäumten Tage. Ich wünsche euch viel Erfolg und einen schönen Urlaub!

Kommentar von schnuckiii,

hai ich meine nur, man kann auch wenn man so nen arbeitsplatz so fair sein und uns bescheid sagen, sie war ne vollzeitkraft und wir arbeiten im mom echt viel, da es für nen kleinen betrieb echt schwer ist... außerdem muss man einen arbeitsplatz nicht so verlassen, sie war schließlich 8 jahre angestellt und wir haben sie sehr geschätzt, das jetzt ist einfach nur noch ne enttäuschung!!!

Antwort von Ysobel,

Soweit ich weiss, sollte man eine AU innerhalb von 3 Tagen vorlegen.

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