Wann ist ein Wechsel von gesetzlich versichert zu privat versichert sinnvoll?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Hallo Wolfing,

ganz so einfach ist die Beantwortung deiner Frage nicht, denn ob ein Wechsel von der GKV in die PKV sinnvoll ist, hängt stark von deiner persönlichen Situation ab.

Zunächst stellt sich die Frage, inwieweit die Voraussetzungen für die Mitgliedschaft in der privaten Krankenversicherung erfüllt sind.

Verdienst du über der Jahresarbeitsentgeltgrenze? Oder bist du selbstständig tätig? Bist du Beamter?

Wenn du eine der Fragen mit "Ja" beantworten kannst - so stehst du vor der Entscheidung, ob die GKV oder die PKV die "bessere Wahl" für dich ist. ;-)

Die Leistungen in der GKV sind einheitlich, in der PKV kannst du dich deinem Bedarf entsprechend absichern und die vereinbarten Leistungen können nicht gekürzt oder gestrichen werden!

Der Beitrag in der PKV wird - anders als in der GKV - nicht anhand deines Gehaltes berechnet, sondern anhand des gewünschten Versicherungsumfanges und deines Gesundheitszustandes bei Antragsstellung. In der PKV sind "Grundtarife" wählbar. Diese sind meist preisgünstiger als die Beiträge in der GKV.

Es stellt sich also die Frage, was du mit einem eventuellen Wechsel von der GKV in die PKV erreichen möchtest? Soll sich deine monatliche "Belastung" reduzieren oder sind dir umfassende Leistungen wichtig?

Grundsätzlich gilt jedoch für den Wechsel von der GKV in die PKV: Je eher, desto besser! Denn der Beitrag in der PKV ist abhängig von deinem Eintrittsalter!

Gerne beraten wir dich umfassend zu dem Thema. Für einen vollständigen Marktüberblick lässt du dich am besten von einem unabhängigen Versicherungsmakler beraten.

Viele Grüße

Saskia vom Barmenia-Team

Als erstes steht dann die Prüfung, ob das überhaupt möglich ist.

Wenn es "nur" darum geht, Geld zu sparen, solltest du dich ganz speziell von einem UNABHÄNGIGEN Makler beraten lassen.

Also auch keinem, der sich die Interessenten-Adressen kauft.

Ist es nicht.

Privat Versicherte zahlen in den jungen Jahren weniger. Dafür wird es später verdammt teuer. Und du kommst nicht mehr so leicht auf der privaten Versicherung in die Gesetzliche. Privat Versicherte zahlen in den älteren Jahren so um die 500€ - 700€ monatlich oder so.

In der gesetzlichen Versicherung ist der Betrag mehr oder weniger stabil. Auch wenn du jetzt mehr zahlst, so hast du später weniger Probleme.

Tatsache ist: Geschenkt wird dir nichts.

Kommentar von DerHans
31.05.2016, 13:43

Auch die gesetzliche Versicherung wird natürlich immer teurer. Schon alleine weil ja die Bemessungsgrenze steigt

Außerdem können jederzeit Leistungseinschränkungen durch die Politik beschlossen werden.

0
Kommentar von FordPrefect
31.05.2016, 15:44

Privat Versicherte zahlen in den älteren Jahren so um die 500€ - 700€ monatlich oder so.

*hüstel*

Das zahlen Angestellte in der GKV bei entsprechendem Einkommen ebenso. Und das ist nur der AN-Anteil.

1

Ich persönlich denke, dass es nur als Beamter sinnvoll ist. Hier hat man i.d.R. auf Dauer ein sehr sicheres Einkommen hat und sich nicht 100% privat absichern muss.  In jedem anderen Fall wäre mir das Risiko zu hoch, dass sich meine Einkommenssituation so ändert, dass später Probleme habe meine Beträge zu zahlen und ein Wechsel zurück ist schwer und ab 55 Jahren ausgeschlossen.

Meiner Meinung nach lieber Zusatzversicherungen abschließen, 

Z.B. wenn man Beamtenanwärter oder Beamter auf Probe ist.

Wenn man sich die im Gegensatz zur GKV besseren Leistungen einer PKV leisten möchte und leisten kann.

Wenn du mind. auf Niveau der oberen Mittelschicht verdienst und/oder oft krank wirst und mehr Hilfe in Anspruch nehmen musst, als dir die gestzliche Krankenkasse bezahlt.

Was möchtest Du wissen?