Akelei2000 am 15.10.2008 um 12:34 Uhr
woran merkt der Mensch es? Gibt es Anzeichen dafür?

Der Beginn des Konsums alkoholischer Getränke ist immer sozial motiviert. Im Gegensatz zu durchschnittlichen Trinkern empfindet der spätere Alkoholiker befriedigende Erleichterung, entweder weil seine inneren Spannungen größer sind oder er – im Gegensatz zu anderen – nicht gelernt hat, mit diesen umzugehen. Anfangs schreibt der Trinker seine Erleichterung eher der Situation zu (lustige Gesellschaft) als dem Trinken. Er sucht Gelegenheiten, bei denen beiläufig getrunken wird.
Im Laufe von Monaten bis Jahren lässt seine Toleranz für seelische Belastungen so sehr nach, dass er praktisch tägliche Zuflucht im Alkohol sucht. Da er nicht offen betrunken ist, erscheint sein Trinken weder ihm noch seiner Umgebung verdächtig. Mit der Zeit erhöht sich die Alkoholtoleranz. Der Alkoholiker entwickelt einen gesteigerten Bedarf. Nach weiteren Monaten bis Jahren geht das Stadium vom gelegentlichen zum dauernden Erleichterungs-/Entlastungstrinken über. Für die gleiche Wirkung wird immer mehr Alkohol benötigt.
Man sieht es solchen Menschen oft auch an, z.Bsp. Gesichtsfarbe sehr blass und das Gesicht ist aufgedunsen.
mani08 am 15. Oktober 2008 12:39 na , es gibt aber auch Ausnahmen , oder sollten manche Politiker und Schauspieler tatsächlich auch Alkis sein ?
Gayboy am 15. Oktober 2008 12:45 ...schon mal etwas von Harald Juhnke gehört? Wenn von Stars und Sternchen berichtet wird, gehören die Vokabeln "Alkohol" und "Drogen" und "Exzess" eigentlich zum Standardrepertoire. Viele Künstler greifen zu Drogen, um die Kreativität zu steigern, was anfänglich auch klappt. Das ist ja das Gefährliche: man glaubt, Drogen taugten zum Problemelösen, aber das Gegenteil ist richtig.
Das mit der Gesichtsfarbe und dem Aufgedunsensein ist aber wieder mal so'n Lala-Argument. Wer gerade dabei ist, ALKI zu werden, muß nicht so aussehen.
Sprech da leider aus Erfahrung, mein Erzeuger sieht so aus!

Wenn er, ohne unruhig zu werden, keine Trinkpausen mehr einlegen kann.
Wenn er ohne Alkohol nicht mehr zurecht kommt.

Wenn Außenstehende Besorgnis zeigen.
superkorrekt am 15. Oktober 2008 12:37 der ist auch nicht schlecht...dh
lg
belinea am 15. Oktober 2008 12:38 guter kommentar.. DH

wenn er spontan nicht mal darauf verzichten kann(sollte natürlich kein einzelfall sein...)
lg

wer schon jeden abend, seit längerer zeit ( monate ) auch nur ein bier tringt gilt schon als spiegel alkoholiker.

Wenn er den Entzugserscheinungen bekommt, weil er keinen Alkohl trinken kann, wenn er immer Alkohl im Haus haben muß, wenn er täglich trinkt, wenn er nicht aufhören kann und trinkt bis er sturzbesoffen ist oder der Alk alle ist, wenn er nicht mal 2 Wochen ohne Alkohl auskommen kann und noch viele Anhaltspunkte mehr.
Teste doch mal im Selbsttest:
moon73 am 15. Oktober 2008 12:43 Füge ein o in das Wort Alkohl ein ...;-)

Ich habe mal bei der Fahne gelernt, es gibt verschiedene Arten von Alkoholikern, Quartalstrinker die sich alle 3-4 Wochen die Kante geben oder Leute die täglich nur 2-3 Biertrinken oder wer an seiner Stammkneipe nie vorbei kommt, wenn er auch nicht immer Sternhagel voll ist.
Als Alkoholiker gilt man schon dann, wenn man das tägliche Bier zum Abendbrot auch noch kaufen geht, anstatt mal drauf zu verzichten.
Nicht immer ist es die Menge, die eine Sucht kennzeichnet, auch die Regelmäßigkeit ist ein gewichtiges Kriterium.

Wenn er morgens schon seinen Schluck braucht um überhaupt klar zu kommen wenn er alleine trinkt wenn er aus irgendwelchen Problemen heraus zur Flasche greift.. Da gibt es sehr viele möglichkeiten wenn dir das thema wichtig ist solltest Du vielleicht mal hier schauen.. www.forum-alkoholiker.de

wenn er aus langeweile trinkt, wenn er alkohol im haus versteckt, wenn bei der kleinsten nervenaufreibenden sache direkt zur flasche gegriffen wird...

wenn er statt an Frühstück erstmal an den ersten Schluck denkt. Eine Freundin (Ex-Alki) meint, dass du irgendwann nichtmehr deinen Alk-Konsum kontrollierst sondern der Alk dich ... sie hat auch beim Einkaufen immer auf die Promillezahl geschaut, statt Preise zu vergleichen ... ein Wichtiges Anzeichen ist, wenn er/sie den Alkohol vor anderen versteckt (Kleiderschrank, Bad etc.).

Wenn er für sich die Feststellung trifft das er ein Problem hat und den Alkohol für etwas benutzt. Kein anderer als er sich selber kann ihm überzeugen Alkoholiker zu sein.

Sobald man merkt, das man mit Alkohol alles einfacher bewältigen kann. Den Alkohol dann nimmt um alles leichter zu bewältigen.
Es gibt da sehr unterschiedliche Stadien.Ein ausgeprägter Alkohohlismus wird sich immer in Entzugserscheinungen äußern, sobald der Alkohohlspiegel im Blut fällt.Tremor (Zittern),kalter Schweiß, Angstzustände usw..Es gibt aber auch eine Form der Alkohohlgefährdung, die sich meistens dadurch äußert, das der Betroffene in bestimmten Situationen immer zum Alkohohl greift und vor allem auch heimlich trinkt. Gute Informationen bekommt man bei den AA.
LG pacole1
Super Antwort, das triffts! DH!
Du hast die Quellenangabe vergessen.
"WIKI"
Wenn man schon so schön kopiert, sollte man die Quelle nicht vergessen. Hier: Wiki, Symptomatische Phase.
http://de.wikipedia.org/wiki/Alkoholiker
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in der IDC-10 ganz klare Einstufungen, wann jemand als Alkoholiker gilt, das kannst du auch auf Alkoholiker-Online.de selbst testen: http://www.alkoholiker-online.de/alkoholismus/wann-ist-man-alkoholiker/