Frage von Otilie1, 33

wann ist der zeitpunkt gekommen einen demenzkranken in ein pflegheim zu geben?

wohne 1 stunde autofahrt entfernt von meiner dementen mutter die jetzt noch mit hilfe von pflegedienst und essensversorgung alleine wohnt. habe aber kein gutes gefühl sie alleine zu lassen. sie zu mir zun holen geht nicht und will ich auch nicht ,bin vollzeitbeschäftigt

Antwort
von Moewe4, 12

Hi, als Alternative gibt es auch WGs, da leben ca. acht Menschen in einer Wohnung, es sind rund um die Uhr Pflegekräfte da. Es ist dann eine kleine Familie. Wenn du deine Mutter in eine Einrichtung gibst wird sie auch versorgt und du hast dann wieder die Zeit dich beim Besuch nur mit ihr zu beschäftigen, ohne den Buckel voll Sorgen. Menschen mit Demenz sind sehr sensibel und fühlen oft mehr als wir. Das Thema Validation ist auch sehr wichtig, es hilt dir beim Umgang mit deiner Mutter in schwierigen Phasen. In fast jeder Stadt gibt es Hilfsangebote zB. Netzwerk Demenz, Alzheimer Stiftung usw. dort kannst du etwas über Validation erfahren oder vieleicht an einem Kurs teilnehmen.

Alles Gute

Antwort
von Matzesmaus, 18

Die Pflege von Demenzkranken ist meiner Meinung nach für Angehörige die schwerste überhaupt, das mal vorweg. Ein Dementer im fortgeschrittenen Stadium zuhause kostet viel Kraft und Nerven.

Wenn deine Mutter sich oder andere in Gefahr bringt, z. B. durch Herumirren auf der Straße, unbeaufsichtigtes Rauchen oder oder oder ... dann ist die Zeit gekommen, um über einen Umzug in ein gutes Pflegeheim nachzudenken.

Alternativ könnte deine Mutter tagsüber in eine Tagespflegeeinrichtung gehen, wäre dann aber abends, nachts und an den Wochenenden allein und du hättest keine Ruhe.

Es gibt auf Demenz spezialisierte Einrichtungen, die sich sehr liebevoll um ihre Bewohner kümmern. Schau dir mal ein paar an. Du kannst deine Mutter zur Kurzeitpflege in ein Heim geben und dir ansehen, ob sie dort klar kommt.

Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit. Es wird nicht einfach.

Antwort
von Communitypro, 20

Ich sage es mal so: So lange noch mit dem Pflegedienst der Alltag für ihre Mutter zu bewältigen ist, ist soweit alles noch im grün-gelben Bereich.  Sollte dass trotz Pflegedienst nicht mehr möglich sein, müsste man wirklich in Betracht ziehen, sie in ein Pflegeheim unterzubringen. Wünsche aber trotz allem für sie und ihre Mutter alles Gute.

Antwort
von SinaSchumacher, 19

Hallo, Meine Oma hatte Demenz und hat auch jahrelang allein gelebt. Wir sind anfangs einmal am Tag hin, danach drei mal am Tag (abwechselnd). Auch wir sind 40 Minuten fuer eine Strecke gefahren. Ich kenne nun die Wohngegebenheiten nicht, ob eine auslaendische Pflegekraft eine Loesung waere. Wir haben sie ins Pflegeheim gegeben als sie Nachts rausgegangen ist und nicht mehr allein zurueck fand. Aber auch das ist eine finanzielle Frage. Sie lag 8 Jahre im Bett und blickte an die Decke.

Antwort
von nettermensch, 19

kann an nicht genau heraussagen. am besten wäre, wenn du darüber mit Pflegepersonal reden würdest.

Antwort
von Griesuh, 16

Den Zeitpunkt gibt es nicht.

Denn jeder geht mit dieser Erkrankung anders um.

Auch verläuft eine Demenz nicht bei allen betroffenen gleich ab.

Indikatoren für ein Pflegeheim wären, wenn eine Selbst und Fremdgefährdung auftreten sollte. Oder wenn eine Weglauftendenz

( neudeutsch : Hinlauftendenz) vorhanden ist und eine örtliche und zeitliche Desorientierung vorhanden ist.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten