Frage von butterkeks1801, 101

Wann herrschen Van der Waals Kräfte?

Hallo:) Ich schreibe bald eine Chemie Arbeit in der 9. Klasse. Ich weis was ein Dipol ist und das polare und unpolare Bindungen zu den Dipol Dipol Bindungen gehören. Dipol Bindungen sind stärker als Van der Waals Kräfte sind. Bei den Van der Walls herrscht ein temporärer dipol. Nur wie erkenne ich die Van der Waals Kräfte ? Das muss ich doch irgendwie an der elektronegativität ablesen können? Wir müssen Stoffen mithilfe der elektronegativität nach der siede Temperatur ordnen Freu mich auf eure antworten

Antwort
von PeterKremsner, 57

Nein die Van der Waals kräfte treten auch bei Einatomigen Molekülen auf, zb den Edelgasen, das hat nichts mit der Elektronegativität zu tun.

Die Van der Waals kräfte treten dann auf wenn es sich um polarisierbare Molekühle handelt, je schwächer die Polarisierbarkeit, desto schwächer die Van der Waals Kräfte.

Genauer genommen spreche ich hier über die Londonsche Dispersionswechselwirkung weil die meistens als Van der Waals Kraft benannt wird, was aber nicht ganz stimmt.

Funktionieren tut das indem in einem Molekül Aufgrund von Elektronenbewegung ein temporärer Dipol entsteht, einfach weil die Elektronen nicht gleich verteilt sind. Dieser Dipol induziert im nächsten Molekül auch einen Dipol und diese ziehen sich dann an.

Die Erklärung nimmt das Elektron als ein Punktteilchen an, stimmt also in Quantenmechanischer Sicht nicht, aber es ist die einfachste Erklärung die man geben kann und im Endeffekt sind beides nur Theorien und wenn eine Theorie ein bestimmtest Problem löst kann man sie als Richtig betrachten.

Das bedeutet man kann für diesen Fall das Elektron als Teilchen betrachten und diese Theorie ist auch mit der Quantenphysik vereinbar.

Die Van der Waals Kräfte sind ziemlich schwach, was auch Erklärt, dass die Edelgase alle so einen niedrigen Siedepunkt haben, weil bei denen nur Van der Waals Kräfte wirken.

Kommentar von butterkeks1801 ,

Okay....:D wenn ich die zwei Stoffe chlorwasserstoff und eisensulfid nach dersiedetemperatur ordnen soll, subtrahiere ich die Elektronegativität ( nenne ich jetzt mal EN) Von dem Element mit der kleineren EN von dem mit der größeren. Bsp: HCL  H hat eine EN von 2,2 und Cl eine EN von 3,16. Also 3,16- 2,2= 0,96. Das ist Dann eine polaren atombindung, das EN von HCL>0,4.

Nur woher weiß ich nun ob das eine Dipol Dipol oder van der Walls ist? Woher weiß ich ob ein temporärer oder permanenter Dipol herrscht

Kommentar von PeterKremsner ,

Bei einer polaren Atombindung kommt es auf den Bindungswinkel an, CO2 zB ist polar, hat aber kein Elektrisches Moment, was daran liegt, dass es Panar aufgebaut ist, der positive Kohlenstoff in positiver und negativer Richtung von einem negativen Sauerstoff umgeben ist.

Somit sind CO2 Moleküle keine Dipole und wenn dann nur temporäre.

HCl hat nur einen positiv geladenen Wasserstoff und ein negativ geladenes Chlor, das ist mit großer Sicherheit ein Dipol. Somit treten hier Dipol Dipol Bindungen auf, von denen keine Temporär sind.

H2O ist auch ein klassischer Dipol.

H2 ist kein Dipol, hier treten zB Van der Waals Kräfte auf.

Kurz gesagt immer wenn du einen permanenten Dipol hast, dann treten hier Dipol Dipol Kräfte auf. Wenn das nicht der Fall ist treten Van der Waals Kräfte auf und es liegen temporäre Dipole vor.

Genau genommen hast du eigentlich auch immer Van der Waals Kräfte, aber die Fallen bei HCl zb nicht ins Gewicht weil die Dipol Dipol Kraft um einiges stärker ist.

Wenn du zwei Verschiedene Stoffe mischt von denen einer ein Dipol ist dann hast du Wechselwirkungen zwischen permanenten Dipolen und induzierten Dipolen.

Genau genommen sind die Van der Waals Kräfte ja:

Die Dipol Dipol Wechselwirkung, die Dipol induzierter Dipol Wechselwirkung und die induzierter Dipol induzierter Dipol Wechselwirkung, wobei letzteres oft einfach nur als van der Waals Kraft bezeichnet wird.

Antwort
von anwesende, 60

Hi,

Van-der-Waals Kräfte sind zwischenmolekulare Kräfte, aber keine Bindungen, die Atome zu einem Molekül zusammenhalten (vereinfacht ausgedrückt).

Wenn ein Stoff siedet, müssen die Teilchen den Flüssigkeitsverbund verlassen und in den Dampfraum übergehen. Je stärker die vdW Kräfte sind, um so stärker werden die Teilchen in der Flüssigkeit zurückgehalten und um so höher ist die Siedetemperatur.

Um deine Frage zu beantworten, musst du daher die Stoffe nach steigendem Dipol-Charakter ordnen. Dazu benötigst du die Elektronegativität, aber auch den räumlichen Bau.

m.f.G

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