Frage von abenteuer12, 94

Wann hat Deutschland den Zweiten Weltkrieg "abbezahlt" und wieviel ist/war das?

Im Internet kann ich leider nichts finden.

Antwort
von flexwie, 52

Deutschland zahlt für den Zweiten Weltkrieg nichts da sich nach der Kapitulation nicht auf eine Summe geeinigt werden konnte. Auslandseinlagen und Devisen wurden direkt nach der Niederlage eingezogen.

In der SBZ waren Reparationen hauptsächlich die Demontage von Industrieanlagen.

Kommentar von mepeisen ,

SBZ = sowjetische Besatzungszone = DDR. Nur um das klar zu stellen für die, die es lesen ;-)

Tatsächlich gab es am Ende aber durchaus eine Einigung. Stichwort Londoner Schuldenkonferenz. Zumindest gab es dort einen Verzicht weiterer Reparationen durch die Alliierten. Einige Staaten wie Griechenland schlossen sich damals diesem Abkommen nicht an. Wie du richtig schreibst, hat man damals auf eine weitere Verfolgung verzichtet, da die Bewertung der eingezogenen Auslandsbesitztümer und Devisen, sowie der Demontagen sehr umstritten war. Zudem gab es damals einen nicht unwichtigen Anfang eines Volksaufstandes. Man wollte wohl einen zweiten Versailler Vertrag, also drakonische Belastungen, die den Nazis den Weg ebneten, vermeiden.

Antwort
von Panazee, 38

Das kann dauern, vor allem wenn immer wieder welche kommen, die meinen, dass da doch "noch etwas" wäre, so wie die Griechen vor kurzem. Es geht aber um Reparationszahlungen und Wiedergutmachungen und nicht um "abbezahlen".

Naja, immerhin haben wir am 03.10.2010 unsere Schulden aus dem 1. Weltkrieg endgültig abgestottert.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/erster-weltkrieg-deutschland-begleicht...

Antwort
von schlappeflicker, 55

Wenn du nach "2. Weltkrieg abbezahlen" suchst wirst du nix finden. Schau mal lieber unter reparationsleistungen

Antwort
von dandy100, 37

Natürlich findet man im Internet nichts.....wie immer.

33.800 Einträge unter dem Stichwort: Reparationszahlungen 2. Weltkrieg

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/michael-grandt/wir-zahlen-i...

Kommentar von SebRmR ,

Der Kopp-Verlag ist nicht das, was ich als seriöse Quelle bezeichnen würde.

Kommentar von dandy100 ,

Das war nur ein Beispiel für eine der 33.800 Einträge - und so seriös wie die Antworter hier, ist der Kopp Verlag allemal

Antwort
von Udo107, 21

Offiziell gibt es ja nicht einmal einen Friedensvertrag bzw. Friedensschluss zw. Deutschland und den Alliierten bzw. der Sowjetunion.
In Realität war dieser freilich nicht notwendig da die Deutschen unter Fremdherrschaft standen und erst später neue deutsche Staaten "installiert" wurden

Kommentar von mepeisen ,

Offiziell gibt es ja nicht einmal einen Friedensvertrag bzw. Friedensschluss zw. Deutschland und den Alliierten bzw. der Sowjetunion.

Klar gibt es das. Da steht nur nicht der Titel "Friedensvertrag" in der Überschrift. Faktisch wurde 1990 im sogenannten Zwei-plus-vier-Vertrag festgestellt, dass längst Frieden herrscht und alles geregelt ist, was man in einem Friedensvertrag regeln würde. Das alles entspricht dem Völkerrecht und auch wenn es kein einzelnes Vertragswerk namens Friedensvertrag gibt, gibt es dennoch dem Völkerrecht nach einen Friedensschluss, bekräftigt mit genau diesem Vertrag von 1990 zwischen DDR+BRD und den Alliierten, geführt von Frankreich, GB, USA, UdSSR.

Der Vertrag von 1990 erhielt deswegen ausdrücklich das Attribut "anstatt eines Friedensvertrages".

Antwort
von leonardo8040, 48

Ich kann dir keine wirklich vernünftige Antwort darauf geben, aber wir bezahlen den Weltkrieg immernoch ab.

Jemand schreibt etwas minimales gegen Ausländer und schon ist er ein Nationalsozialist! Deutschland ist nicht mehr in der Lage, seine Meinung zu äußern!

Kommentar von mepeisen ,

Was ein Blödsinn. Der TE hat sich eindeutig auf Geldschulden bezogen bzw. Reparationsleistungen. Du wirfst hier Sachen in den Topf, die da nicht reingehören.

Antwort
von Robobinn, 32

Es wurde schon alles zurückgezahlt.

Kommentar von mepeisen ,

Nein, das ist so nicht korrekt. tatsächlich gab es insbesondere mit den Besatzungsmächten eine vertragliche Übereinkunft. Diese können und dürfen nach Völkerrecht keine Ansprüche mehr stellen. Allerdings wurde dieser Vertrag von 1953 nicht von allen denkbaren Gläubigern anerkannt. Einige schlossen sich an, andere (wie Griechenland) nicht. Stichwort "Londoner Schuldenkonferenz". Da kann man einiges ergooglen.

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