Frage von incohell, 20

Wann hat der Vermieter eine Nachrüst Pflicht bei Fenstern , da unsere Fassade gedämmt wird verlagert sich der kälteste punkt ganz auf die fenster des Hauses?

Bei uns sieht es wie folgt aus , wir Leben nun gut seit einem jahr in unserem angemietetn Haus , bei einzug wurde uns eine Fassendämmung , Geschossdecken Dämmung zugesagt welche nun auch begonnen wurde , allerdings hatten wir letzten Winter schon extreme Kondensat Bildung an allen Fenstern , meines wissen wird sich das nun durch die dämmung der Fassade verschlimmern da sich der Taubpunkt komplett an die fenster verlagert ,

Kann mir einer sagen ob eine sanierungspflicht in sachen Fenster besteht wenn ja gibt es etwas auf das ich mich berufen kann ??

vielen dank schonmal

Antwort
von willimatt, 3

Bis auf wenige Ausnahmen (Burgen und alte Schlösser) sind die Fenster wohl immer der Kondensationspunkt in den Gebäuden.

In den sog. Kastenfenstern hatten "gute Hausfrauen" in der guten, alten Zeit im Winter deshalb auch immer zusammengerollte Tücher liegen, um das Kondensat aufzufangen.

Die Gestaltung eines Hauses obliegt allerdings in den meisten Fällen den Eigentümern.

Ob ein Eigentümer irgendetwas modernisiert, ist wohl allein seine Sache. Ihr müsst ja eine Wohnung nur mieten, wenn sie Euch gefällt.

Wenn sie dem Mietvertrag nicht entspricht, sollte man allerdings den Vermieter auffordern, den vertragsgemäßen Zustand herzustellen.

Antwort
von Harald11, 1

Hallo, mal ein Tip um die Diskussion über Feute zu hoch oder nicht zu versachlichen. Fenster morgens bei ungefähr 3-5 aufmachen, dann schauen ob die Scheibe beschlägt. Wen nja viel Feuchte innen. Hygrometer aufstellen und den dann kontrollieren. Danach weitersehen und ggf einene Energieberater heranziehen. Aber bitte keinen Handwerker eines Faches sondern möglichst jemanden aus einem Büro der komplett beraten kann.

Antwort
von bartman76, 14

Der kälteste Punkt sollte auch immer bei den Fenstern liegen da hier das Kondensat relativ ungefährlich ist. Kondensiert die Feuchte in der Wand ist das deutlich schlimmer.

Also meistens ist das Problem umgekehrt: Fenster werden erneuert, passen dann aber nicht mehr zur Fassade was dann zu Schimmel führen KANN.

Man müsste sich die gesamte Konstellation ersteeinmal anschauen, ob bzw. was sinnvoll ist.

Antwort
von IGEL999, 14

Deutliches Zeichen, dass der Lüftungsintervall erhöht werden muss. Und das Heizverhalten muss auch passen.

Was besseres, als dass das Kondensat am Fenster und nicht an der Wand anfällt, gibt es nicht!

Antwort
von pharao1961, 13

Diese Pflicht gibt es so nicht. Man sollte sich aber einmal fragen ob es nicht eine Pflicht zum RICHTIGEN Heizen und Lüften gibt.

Wenn bereits voriges Jahr extreme Kondensatbildung vorgelegen hat, dann liegt das nicht an dem Haus, sondern am Lüftungsverhalten der Bewohner.

Richtig lüftet man, in dem man 3-4x täglich die Fenster für ca. 5 Minuten GANZ öffnet (NICHT auf Kipp) und danach immer wieder auf Raumtemperatur aufheizt.

Habt ihr das so gemacht?

Kommentar von incohell ,

Es liegt garantiert nicht daran das wir zu wenig Lüften oder falsch Heizen ...unsere Fenster haben einen sehr schlechten Dämmwert und sind auch nur relativ Luftdicht  , wenn es nicht gelingt die Fenster Innenseite über eine Temperatur von 12 Grad(Taupunkt) zu bekommen  kann man noch so viel Lüften da bleibt eine Kondensat Blidung nicht aus ....wir haben einen massiven Heizenergieverlust  gegen den wir nicht ankommen 

Kommentar von pharao1961 ,

Ich gehe natürlich davon aus, dass es sich bei den Fenstern zumindest um doppelt verglaste Fenster handelt, auch wenn es da große Unterschiede beim U-Wert gibt. Lediglich einfach verglaste Fenster wären ein Mangel. Wenn es doppelt verglaste Fenster sind und trotzdem Tauwasser an den Fenstern anfällt MUSS es ein Lüftungsmangel sein, oder es dringt von irgendwo her Feuchtigkeit ins Bauwerk ein.

Wo keine oder wenig Feuchtigkeit ist, kann auch nix kondensieren.

Kommentar von incohell ,

Nur weil das Fenster eine Doppelverglasung hat bedeutet das doch nicht das sich dort kein Tauwasser bilden kann . Ihre aussage wo keine Feuchtigkeit ist kann nichts Kondensieren  , kann ich wenig nachvollziehen , ob drinnen oder draussen  ist immer eine relative Luftfeuchtigkeit vorhanden an feuchten regnerischen Tagen kann auch die draussen sehr hoch sein aber daraum geht es ja nicht , wenn an einem Baukörper in diesem fall dem Fenster  die Temperatur unter die 12 Grad Marke sinkt kondensiert Feuchtigkeit aus der Luft wo man NICHT gegen ankommt mit Lüften .  Auch wenn die Scheibe in unserem Fall eine über 20 Jahre alte Doppelverglasung ist hat sie keinerlei Dämmwert , an sehr kalten Tagen hatten wir im letzten Winter Eisrosen von innen am Fenster und es kann doch nicht sein das man sowas einfach hin nehmen muss . Wir haben ja dadurch einen enormen Wärmeverlust und dadurch auch recht hohe Energiekosten .

Kommentar von pharao1961 ,

Je höher die Temperatur ist, desto höher "darf" auch die Luftfeuchtigkeit sein - grob ausgedrückt. Wenn nun im Gebäude Feuchtigkeit kondensiert (egal an welchem Bauteil) ist die Raumtemperatur zu niedrig und/oder die Raumluftfeuchtigkeit zu hoch.

Die Scheibe hat schon einen Dämmwert. Meist liegt sie bei sehr alten Doppelverglasungen (aus den 70ern) bei ca. 2,4 W/m²K. Das ist natürlich grottenschlecht, aber immer noch besser als eine Einscheibenverglasung. Wenn normal geheizt und gelüftet wird sollte an der Doppelglasscheibe kein Kondensat auftreten. Das ist anders in Schlafzimmer, Bad und Küche in denen naturgemäß erhöhte Luftfeuchtigkeit auftritt; aber wie gesagt, durch richtiges Heizen und Lüften bekommt man das in den Griff. Heize so wie ich bereits beschrieben habe und das Problem ist keines mehr.

Kommentar von incohell ,

Ja das ist richtig je höher die Temperatur desto höher die Relative Luftfeuchtigkeit . Wenn ich nun aber in meinem Haus eine Raumtemperatur von 23 Grad habe und im Wintert die Fenster Innenseite nur eine Temperatur von von 5-6 Grad aufweisen trotz darunter laufendem Heizkörper . Dann hat das wenig mit falschem Heizen oder Lüften zu tun . Ich denke als Dach Wand und Abdichtungstechnicker sollte ich genügend darüber Bescheid wissen .   Ich bin ja auch nicht auf der Suche mach der Ursache sondern ich möchte herausfinden wo die grenze des hinnehmbaren ist .  Es ist ein sehr starker verlust an Heizenergie , die Fenster + Rahmen und umliegenden Mauerwerks sind Permanent feucht , Die Fenster sind undicht gegen Zugluft und bei starkem Frost habe ich trotz beheiztem Innenraum Eisrosen von innen an dem Fenster . ich kann mir nicht vorstellen das ich das alles so hinnehmen muss 

Kommentar von pharao1961 ,

Die Suche nach der Ursache wäre aber extrem wichtig. Nur dann läßt sich der Mangel (dauerhaft) abstellen und nur dann weiß man, ob es sich um einen Baumangel handelt oder um einen Lüftungsmangel. Sehr hilfreich wäre, wenn man die Luftfeuchtigkeit in dem Raum einmal messen könnte. Ist von aussen eindringender Schlagregen ursächlich, oder die Luftfeuchtigkeit?

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