Frage von karstin, 36

Wann hat der Vermieter das Recht, eine vor dem Einzug vorhandene Deckenvertäfellung,uns den Abbau und die Endsorgung nach dem Auszug in Rechnung zu stellen?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo karstin,

Schau mal bitte hier:
Mietrecht Mieter

Antwort
von peterobm, 11

wusstet ihr, dass diese Decke zum Vormieter gehört hat? Ihr habt Diese sogar finanziell abgegolten? 

Damit hat der VM das Recht den Rückbau zu verlangen, kommt ihr dem nicht nach, so habt ihr die Kosten zu tragen.

was steht diesbezüglich im MV oder Übernahmeprotokoll

Expertenantwort
von albatros, Community-Experte für Mietrecht, 10

Falls du nicht direkt vom Vormieter entsprechend einer Vereinbarung mit diesem seine Einbauten (um solche handelt es sich) übernahmst, waren sie bei deinem Mietbeginn (Einzug) Bestandteil der Mietsache, wurden dir diese also als Eigentum des Vermieters mitvermietet. Die Forderung des Vermieters zur Entfernung an dich als Mieter ist deshalb nicht rechtlich begründet und nicht zu befolgen.

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Mietrecht, 17

War die Deckenvertäfellung schon bei Eurem Einzug und es gab keine Vereinbarung zwischen Vormieter und Mieter, dann gilt sie als vom Vermieter mitvermietet; auch wenn nichts im Mietvertrag steht.

Habt Ihr die Vertäfelung bei Einzug angebracht kann der Vermieter bei Rückgabe der Wohnung verlangen, dass der Urzustand wieder hergestellt wird.

Nach Mängelanzeige und  erfolgloser Fristsetzung, kann der Vermieter die Kaution dafür verwenden oder ggf. Schadenersatz fordern.

Bis zu 6 Monate kann ein Vermieter unter bestimmten Voraussetzungen Mängel geltend machen und etwas fordern.

Antwort
von imager761, 18

Das kommt darauf an: Hat der VM dich ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Deckenvertäfelung vom Vormieter angebracht wurde und hast du keinen Rückbau verlangt, hast du sie vom Vormieter übernommen und genauso nach deinem Auszug zu entfernen wie einen nicht mitvermieteten Bodenbelag, Duschvorhang oder Einbauküche, die lediglich vom Vorgänger zurückgelassen wurden.

Zwar hätte der VM bei Rückgabe Rückbau von deinem Vorgänger verlangen können, dir aber ebensogut als Nachmuter die Entscheidung überlassen dürfen, ob du das lieber so behalten möchtest, auch wenn es nicht mitvermiete und damit auch nicht ersetzt werden würde.

Hat er dich in dem Fall nicht unter Fristsetzung zum Rückbau aufgefordert, scheitert eine Inrechnungstellung der Ersatzvornahme es sei denn, die Frist war entbehrlich, weil du dich von vornherein geweigert hast, es zu tun.

Seinen Rückbauanspruch müsste der VM natürlich beweisen, wenn er dich dazu verpflichtet (Zeugen, Mietvertragsbemerkung) - andernfalls gilt grds. die konkludente Annahme, gemietet ist, was bei Mietvertragsschluss vorhanden war.

G imager761

Kommentar von albatros ,

"gemietet ist, was bei Mietvertragsschluss vorhanden war".

Richtig ist: Was bei Mietbeginn vorhanden war

Kommentar von imager761 ,

Nein, der Umfang der Mietsache ergibt sich vielmehr bereits aus dem bei Besichtigung und bei Mietvertragsschluss Vorhandenem, sind sie doch maßgeblicher Verhandlungsgegenstand für den Interessenten :-O.

Ohne ausdrücklich anderslautende Erklärung hat der Mietinteressent und spätere Mieter Anspruch, dass etwa der vorhandene Bodenbelag oder eine vorgefundene Einbauküche zur Mietsache zählen, im Mietzins inkludiert sind und bei Mietbeginn (noch) vorhanden sind :-)

G imager761

Antwort
von pegro2, 18

Gar nicht , wenn es nicht ausdrücklich im Mietvertrag vereinbart ist . Ansonsten gilt , dass du die Wohnung so zu verlassen hast , wie du sie beim Einzug vorgefunden hast . 

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