kallike am 11.01.2009 um 15:52 Uhr
Das Bundesumweltamt hat in einer Studie schon 1994 (!) die Theorie vom Jodmangel-Gebiet Deutschland grundsätzlich in Frage gestellt . Seit 1995 wird sämtlichem Tierfutter Jod beigemischt, damit ist auch die Milch, Eier, Fleisch, Wurst, Käse und so weiter jodiert. Fertigprodukte werden auch noch grösstenteils mit Jodsalz versetzt. Bei "frischen" Lebensmittel wie z.B. Brötchen vom Bäcker mit Jodsalz muss Jod gar nicht angegeben werden. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass ein Jodmangelkropf nur dann entstehen kann, wenn dauerhaft weniger als 50 Mikrogramm Jod pro Tag aufgenommen werden. Die DGE emfielt 180-200 ug als Tagesbedarf. Teilweise hat man schon mit seinem Frühstück (jodiertes Ei mit Jodsalz, Brötchen mit jodierter Butter, Käse und Wurst) seine Tagesdosis von 200 µg Jod erreicht. Mehr Jod macht garantiert nicht gesünder. Manche Kritiker sehen Zusammenhänge mit vielen Krankheiten (Schildrüsenüberfunktion mit Unruhe, Nervosität, Schlafprobleme e.t.c., Jodallergie etc.) (Übrigens "Jodabfall" aus der Pharma- und Chemieindustrie, daß nicht anderweitig verwendet wird müssen als Sondermüll entsorgt werden.)
Die künstliche Jodierung der Lebensmittel ist meiner Meinung nach eine Zwangsmedikation, die dem demokratischen Freiwilligkeitsprinzip völlig widerspricht und dazu noch wissenschaftlich höchst umstritten ist. Wie steht Ihr dazu?
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Interessant ist, daß vor Jahren die Krankenkassen sogar dazu aufgerufen haben, alle Backwaren nur noch mit jodiertem Salz zu backen. Und das, obwohl eigentlich bekannt ist, daß ca 5% der Menschen überhaupt kein Jod zu sich nehmen sollen oder gar dürfen. Es war fuer uns oft ein Fiasko, wegen starker Jod-Allergie irgendwo Brot/Brötchen zu finden, die noch ohne Jodsalz gemacht wurden. Gibt es fast nicht mehr. Selbst in der Uniklinik mußten wir eigenes Brot besorgen und dort hinbringen.
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Und mit anderen Dingen (z.B. Cholesterin ...) laufen ähnliche Dinge ab, wo die aktuellen medizinischen Erkenntnisse kaum gefragt sind sondern nur in eine (falsche) Richtung informiert wird der Industrie zuliebe.
Das Problem ist mir bekannt.Jod was zufiel konsumiert wird kann auch die selben Syntome zur Folge haben wie eine Schilddrüsenüberfunktion.

Ich habe festgestellt, dass Schilddrüsenüberfunktion immer mehr zunimmt, was wohl auf die vermehrte Jodzufuhr zurückzuführen ist. Studien gibt es m.E. noch keine. Aufgefallen ist mir in einem Lebensmsittelmarkt, dass es mindestens 10 Sorten Salz gab, davon waren nur 3 ohne Jodzusatz und das war teueres Fleur de Sel, Himalajasalz und grobes Meersalz, die nur von wenigen gekauft werden. Bei mir ist es so, dass nach Jahren von Schilddrüsenunterfunktion plötzlich eine Überfunktion vorliegt, was ich auf den mehr oder weniger gezwungenermaßen vermehrten Jodkonsum zurückführe.
Ich sehe schon zu, daß ich Nahrungsmittel mit Jodzusatz vermeide. Ausserdem lasse ich einmal im Jahr meine Schilddrüsenfunktion durch eine Blutanalyse(T3,T4,TSH-basal) überprüfen.


bis jetzt sind meine Blutwerte noch OK...mein Arzt wird mir schon Bescheid geben!!!
kallike am 11. Januar 2009 18:48 Nach den Richtlinien und Vorschriften der Jodierungskampange und entsprechenden Gesetzen/-änderungen, habe ich da so meine Zweifel, ob er Dir überhaupt noch von jodierten Nahrungsmitteln abraten darf ohne Ärger zu bekommen. Selbst wenn Du eine Schilddrüsenüberfunktion usw hast. Ich hatte das Glück, daß meinem Arzt das Schnuppe ist :-)
siehe auch z.B.
u.v.a.
Da habe ich wirklich noch NIE drüber nachgedacht, ist mir völlig wurscht.

Also ich hab die Frage garnicht gelesen, nein ich achte nicht auf meinen Jodgehalt, esse aber wenn möglich nur Frisches Zeug aus der Gemüsetheke und abwechlungsreich ohne mir auch darüber gedanken gemacht zu haben. ;) Mag alles was gesund ist und lecker!


Ich war noch nicht in der Situation mich Tiefgründig aus ev. gesundheitlichen Problemen damit auseinander zusetzen. Brot und Brötchen, sowie Salz war mir klar. Gut das Aufschnitt mit dazu gehört, hätte man ahnen können. Grundlegend ohne diesem Wissen, versuchen wir trotzdem immer frische Zutaten, wenn möglich BIO zu bevorzugen.

Stimme dir voll und ganz zu! Es ist wichtig, die Menschen darauf aufmerksam zu machen. Habe nämlich auch schonmal davon gelesen, aber in meinem Freundeskreis interressiert es niemanden und einen Tag später haben sie es schon wieder vergessen und erzählen einem von Jodmangel und, wie wichtig es angeblich sei, viel Fisch und Jodsalz zu sich zu nehmen. Da krieg ich echt zu viel!

die Nationale Verzehrsstudie II hat gezeigt, dass v.a. bei Frauen die Jodversorgung noch nicht ganz optimal ist. Also halte ich die Jodierung der Lebensmittel für wichtig.
Außerdem ist Jod, in den Mengen, wie wir sie aufnehmen, nicht toxisch. Wir bewegen uns gerade mal im Mikrogrammbereich. EIne Jodallergie entsteht nur bei unnormalen hohen Mengen, wie zb. bei der Verarbreichung von jodhaltigem Kontrastmittel beim MRT. Über die Nahrung kann keine Jodallergie entstehen.
Schilddrüsenstörungen, wie Morbus Basedow,..., entstehen nur, falls Menschen, die normal etwas unterversorgt sind, auf einem Mal sehr viel Jod zu sich nehmen -> und das im mg-Bereich -> das schaffen wir jedoch nur, wenn wir uns hauptsächlich von Fisch und v.a. ALgen ernähren.
Außerdem ist es ja jedem selbst überlassen, ob er jodiertes Speisesalz kauft oder nicht -> es gibt auch nicht jodiertes Salz!
kallike am 15. Januar 2009 18:32 Die "Nationale Verzehrsstudie II" war, soweit ich weiß, eine reine Befragungsstudie zur Ermittlung der Nahrungsmengen. Die Anreicherungs-Effekte über jodiertes Tierfutter (in Fleisch, Wurst, Käse, Eier etc. wurden hier kaum berücksichtigt. Das Problem ist nämlich bereits mittlerweile, daß sich aufgrund des jodierten Tierfutter und der "versteckten Jodsalzverwendung" in "Frischwaren" z.B. vom Bäcker und auch in Fertignahrung die genaue Jodzufuhr überhaupt nicht mehr ermitteln lässt!
z.B. die Bevölkerung an der Küste hat bereits ihre Tagesdosis Jod allein durch die Aufnahme über die Meeres-Luft und wird trotzdem nochmal voll "zwangsjodiert". Allein die Alpenregion ist vielleicht ein Jodmangel-Gebiet. Aber die Ernährung dort hat sich die letzten 100 Jahre auch stark verändert. Deutschland ist das Land in Europa mit den meisten jodhaltigen Bädern und Quellen. Wer irgendwelche Mängel bezüglich seiner Jodaufnahme hat ist schon durch Jodsalz-Verwendung keinesfalls unterversorgt. Die Zwangsversorgung über sämtliche Lebensmittel finde ich eher gesundheitsgefährdend. Die Schweiz hat inzwischen die Zwangsfluoridisierung über das Trinkwasser eingestellt, da sie auch mehr Schaden als Nutzen brachte. Bei Neugeborenen und Babys bis 6 Monaten wird mittlerweile auch in Deutschland eher von der prophylaktischen Fluor-Gabe abgeraten. Vor ein paar Jahren ebenfalls noch ein Muß, wo jeder Doc sagte es müsse sein. Inzwischen hat man auch hier eingesehen, daß es mehr geschadet als genutzt hat. Im Alpenland Schweiz gilt bereits der Wert von nur noch 150 Mikrogramm Jod als ausreichend.
Es wird in den letzten Jahren eine Zunahme von Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse, sowie von Hashimoto-Thyreoiditis beobachtet. Es spricht sich in letzter Zeit auch unter Ärzten herum, dass wir derzeit wohl eher mit Vergiftungs- als Mangelsymptomen an Jod zu tun haben. Meine Frau und ich haben einige Ärzte im Bekannten- und Freundeskreis. Wegen der Jodkampagne dürfen die Ärzte ihre Zweifel aber nicht so ohne weiteres öffentlich bekanntgeben. Einige tun es dennoch.




Da hast Du leider Recht. Wenn man mit seinen Recherchen in die Tiefe geht sieht man wie schwer es ist OBJEKTIVE Forschungsergebnisse zu bekommen, die nicht von irgendeinem Pharma-/Chemie-Konzern gesponsort oder beauftragt wurden wurden.