Wann gilt ein Elektromotor als explosionsgeschützt?

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5 Antworten

Das Fehlen von Kohlebürsten ist zwar heute üblich, aber für einen Explosionsschutz nicht unbedingt notwendig

In der Praxis werden vier der sieben möglichen Schutzarten bei elektrischen Maschinen eingesetzt:

  • luftverdichtetes Gerät (Symbol EEx-p)
  • druckfeste Kapselung (Symbol EEx-d)
  • erhöhte Sicherheit (Symbol EEx-e)
  • Funkenschutz (Symbol Ex-n)

Welche Schutzart angewandt wird, kommt auf den Bereich, die Stoffgruppe und die Zündtemperatur des Mediums an.

mal angenommen am Motor ist ein Kunststoffkeilriemen bzw Riemenscheibe die sich durch die Drehung statisch aufläd und Funken erzeugt. Schon kann sich zündfähiges Gemisch entzünden. Ebenso kann im Klemmkasten ein Draht etwas locker sein und Funken erzeugen. Der Klemmkasten muß ebenfalls Gasdicht sein. So muß jedes teil einzeln betrachtet werden

Kommentar von Parhalia
10.02.2016, 23:37

Selbst die Temperaturen solch eines Antriebes ( speziell des Motors ) dürfen dann sogar gewisse Grenzbereiche nicht überschreiten .

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Es gibt verscheidene parameter die untersucht werden können. Zum einen kommt es natürlich auf den funken wurf an, aber die hitze, die in einem motor, bzw an bestimmten bauteilen entsteht reicht aus, um zu einer spontanen selbstenzündung bei einem explosionsfähigen gemisch zu führen

Meines Wissens muss er "IP 68 - EX" der VDE-Normung der Schutzklassen dann erfüllen.

Kommentar von Hayns
26.02.2016, 17:39

"IP 68" bedeutet, dass ein Gerät/Gehäuse staub- und wasserdicht ist. Diese Angabe einer Schutzklasse ist lediglich ein Zusatz.

Damit auch das "EX-Zeichen" ein Gerät zieren darf, bedarf es mehr:

Zitat:

Primärer
Explosionsschutz kann z. B. durch Inertisieren der Gasatmosphäre erreicht werden.
Dagegen setzt der sekundäre Explosionsschutz bei der Vermeidung von Zündquellen an.

Für die Hersteller von Geräten und Schutzsystemen bedeutet dies, dass sie ihre Geräte und Anlagen so entwickeln und konstruieren müssen, dass sie – auch unter der Berücksichtigung von möglichen Fehlern – keine Zündquelle darstellen.

Quelle: PDF >> https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=7&ved=0ahUKEwiOsOLM65XLAhUL8XIKHYKSDe8QFgg\_MAY&url=http%3A%2F%2Fwww.netinform.net%2FGW%2Ffiles%2Fpdf%2FEx\_Schutz\_Atex\_EH.pdf&usg=AFQjCNGE3C-zrri4CU08ShRwo5OAEjHKcA&bvm=bv.115339255,d.bGs&cad=rja

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Es sind viele Dinge zu beachten, damit ein Motor eine Zulassung für den Einsatz in EX Zonen erhält.

Ganz einfach gesagt:

- Er dürfen keine Funken nach drausen dringen

- Die Wärme muss so gering sein, dass keine Zündung möglich ist Oberflächentemperatur

- Im Fehlerfall darf keine Zündenergie nach drausen gelangen.

- Statische Aufladungen sind zu verhindern

 

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