Frage von General001, 27

Wann ergibt sich in einer Lewisformel eine geometrische Struktur?

Ergibt sich eine geometrische Struktur in Lewisformeln erst wenn vier Elektronenpaare (egal ob bindend oder nicht) vorhanden sind? Mehrfachbindungen werden in diesem Fall mit einer Bindung gleichgestellt.

Expertenantwort
von musicmaker201, Community-Experte für Chemie, 10

Die Lewisschreibweise enthält nicht zwingend Informationen zur Geometrie. Du kannst aber über das VSEPR-Modell die Struktur "herleiten".

Google mal danach, dann findest du ein paar gute Erklärungen.

Expertenantwort
von Kaeselocher, Community-Experte für Chemie, 18

Jedes Molekül hat eine geometrische Struktur.

Kommentar von General001 ,

Ja aber die ist ja flach in der Lewis Formel dargestellt also es gibt keine räumliche Struktur

Kommentar von RHCWeinkontor ,

Ich denke, das war nicht ganz die gesuchte Antwort.

In den Lewis-Formeln werden die äußeren Elektronen der Atome durch Punkte (1 Elektron) oder Striche (2 Elektronen) dargestellt -  auch die, die nicht zur Bindung beitragen. Letztere füllen leere Orbitale auf, als "freies" Elektronenpaar oder einzeln, wenn ein Radikal vorliegt. 

Um die geometrische Struktur zu ermitteln, geht man in erster Näherung von einer gleichmäßigen Abstoßung aller Bindungen und der freien Elektronenpaare bzw. Radikale aus. Das erklärt, warum H2O gewinkelt und CO2 gerade ist. Dabei wird zunächst nicht zwischen Einfach- und Mehrfachbindungen unterschieden. Das geschieht erst bei der genaueren Betrachtung der Bindungswinkel.

Häufig kommt die Oktettregel zum Tragen (4 Elektronenpaare), aber ist nicht zwingend, um die Struktur /Geometrie zu erklären.

Gruß,

Holger Casselmann

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