Frage von Freakygirly123, 116

Wann darf der Therapeut die Schweigepflicht brechen / mich einweisen?

Hallo,

Ich mache zur Zeit eine Therapie wegen meiner esstörung. Das war die Vorraussetzung dafür, dass ich nicht in die Klinik muss.

Es läuft auch schon viel viel besser und ich esse wieder genug und so, aber trotzdem habe ich manchmal Angst, offen zu meinem Therapeuten zu sein, wenn ich doch noch manchmal paar Gedanken habe, die auf eine esstörung hinweisen. Ich habe Angst, dass er dann sagt: du musst in eine Klinik Und mich dann gegen meinen Willen dahin bringt. Also eigentlich darf er das ja nicht, aber dieser Gedanke lässt mich nicht offen sein..

Wann wäre denn der Punkt, dass er das machen dürfte oder gibt es den überhaupt? Es ist ja nicht so, dass ich mich gefährde, ich würde nur sagen, dass ich auch noch nicht ganz diese Gedanken der esstörung weghabe. Darf er da auch zu meinen Eltern gehen und ihnen das sagen? Das möchte ich auch auf keinem Fall.

Wenn ich jetzt zum Beispiel erzählen würde, dass ich mich unwohl in meinen Körper fühle und gesund bisschen fett abbauen und Muskeln aufbauen möchte Oder, dass ich manchmal zur Kontrolle noch Kalorien zähle

Kann mir dann irgendwas passieren?Eigentlich würde ich gerne mit ihm darüber reden, um mir helfen zu lassen, aber ich möchte auf keinem Fall in eine Klinik und das gibt mir Hemmungen..

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von toomuchtrouble, 52

Wenn der Therapeut einigermaßen kompetent ist, wird er erkennen, dass Du wie alle magersüchtigen Mädchen äußerst routiniert beim Lügen bist und Dein Essverhalten anders darstellst als die Realität. Das gehört zum Krankheitsbild wie permanentes Wiegen oder Kalorienzählen.

Auch für Minderjährige gilt die ärztliche Schweigepflicht. Es gibt allerdings die Leitlinien, nach der ab einem BMI von unter 15 ein Klinikaufenthalt empfohlen wird und ab einem BMI unter 13 muss ein Allgemeinmediziner hinzugezogen werden, weil dann akute Lebensgefahr besteht. Dazwischen ist Luft.....

http://www.bundesfachverbandessstoerungen.de/assets/docs/news/051-026l\_s3\_diag... (s. seite 84)

Meine Liebste arbeitet seit 25 Jahren als Therapeutin in einer Anlaufstelle für Essstörungen und in einem Mädchenwohnprojekt. Dass eine Therapie nicht linear aufwärts geht, sondern gerade bei Esstörungen immer wieder von Rückschlägen begleitet ist, ist ihr und wird auch Deinem Therapeuten klar sein. Mit anderen Worten: Es lohnt sich, offen zu sein und auch Deine Rückschläge zu "beichten".

Wenn Deine Eltern nur Teil des Problems bleiben und nicht Teil der Lösung werden, kannst Du Therapiestunden ohne Ende machen.

Kommentar von Freakygirly123 ,

Vielen Dank:) 

Also das heißt, solange ich nicht im Untergewicht bin, also da auch keine Gefahr besteht, geht das eigentlich nicht? 

Ich habe einen BMI von 20 oder so. 

Also kann ich da auch offen sein und ihn wissen lassen, dass es noch nicht ganz überwunden ist? 

Kommentar von toomuchtrouble ,

Also kann ich da auch offen sein

Das sollst Du sogar sein.... Außerdem ist es hilfreich, ohne Angst in die Therapiestunde zu gehen und die Zeit der Stabilität zu nutzen, um sich vielleicht mal eine Klinik als Gast anzuschauen oder ein Mädchenwohnprojekt, die aktuell die besten Ergebnisse erzielen. In guten Einrichtungen wird auch erst einmal gewürdigt, dass Essstörungen auch erst mal ein Leistung sind. Es sind nicht die dümmsten Mädchen, die darunter leiden.

Sollte es doch irgendwann aus dem Ruder laufen, gibt es mit Mädchenwohnprojekten gute Alternativen zur Klinik, auf jeden Fall eine Auffangstation.

Eine der besseren Einrichtungen ist Casa Zwo in Göttingen

http://casa-zwo.de/casa-zwo-wohngruppen-betroffene.html

In Krisensituationen oder um sich weiteren Rat zu holen, bietet der gemeinnützige Verein Amanda e.V. in Hannover an jedem Dienstag von 12-14 Uhr (oder per E-Mail-Terminvereinbarung) eine kostenlose und auf Wunsch anonyme Essstörungssprechstunde an, die von erfahrenen Therapeuten durchgeführt wird, die sich sehr gut auskennen. Erste Sprechstunde nach den Sommerferien am 23.08.2016

http://www.amanda-ev.de/anlaufstelle-bei-essstoerungen/

Antwort
von DUHMHAITTUHTWEE, 53

Er darf seine Schweigepflicht nicht brechen , ob er das auch einhält ist was anderes..
Er kann MUSS dich einweisen , wenn er es für richtig hält.

Kommentar von Freakygirly123 ,

Wäre das denn bei sowas schon wahrscheinlich? Nee oder?

Und er müsste es aber vorher mit mir absprechen, oder? 

Kommentar von DUHMHAITTUHTWEE ,

Unwahrscheinlich, aber wenn muss er es nicht mit die absprechen.

Antwort
von Anubis85, 19

das ist echt schwer war lange selber auf der psychatrie wegen angststörung. aber wann man einweisen darf das kann dir wohl nur ein anwalt sagen. Auf jeden kann dich keiner zum essen zwingen denn sons währen hungerstreigst ja nicht möglich denke ich mal. Aber so weit sollte es ja nicht kommen du schreibst du macht vortschritte und das ist gut mach weiter so und wen es nicht geht und du willst was endern gehe freiwillig rein denn da hast du meist sehr gute hilfe leute mit verständniss ärzte die das alles schon 100 mal gesehen haben und mit insasen die dich verstehen. Sollte es was mit angst zu tun hab komm mal auf meine gemeinnützige seite Angst-nein-danke.at lg dominik

Kommentar von schloh80 ,

Du irrst. Bei einer Essstörung ist eine Zwangernährung nicht mal selten. Bringt nur leider oft nichts, da ca. 15% der Patienten es dennoch schaffen, sich durch ihre Erkrankung zu Tode zu bringen.

Kommentar von LittleMistery ,

Was soll denn Mit-Insassen heißen? Insassen gibt es in der Psychiatrie nicht. Dort heißt es Patienten.

Kommentar von Anubis85 ,

man alter ich war insgesamt auf 3 mal aufgeteilt ein jahr in der psych ich sage insassen wir untereinander finden das net schlimm wenn ihrgend so ein burnout leute sich bessre fühlt und meint er gehört nicht dazu weil er einm neien modewort für depression untersteht naja ^^ aber meinte das net böse wir helfen alle zam meine seite angst-nein-danke.at

Antwort
von huldave, 25

Frage ihn danach, er wird es dir beantworten

Antwort
von schloh80, 34

Wenn du solche Gedanken hast, bist du innerlich schon (wieder) aus der Therapie ausgestiegen. 

Kommentar von Freakygirly123 ,

Nein eben nicht, ich möchte den Problemen ja auf den Grund gehen. Aber nicht in einer Klinik 

Antwort
von LittleMistery, 47

Das darf oder muss er, wenn du dich oder andere gefährdest.

Kommentar von Freakygirly123 ,

Ja aber ab wann tue ich das denn? Zählt sowas schon dazu? 

Kommentar von LittleMistery ,

Ich würde sagen, wenn du so gut wie gar nichts mehr isst und schon im lebensgefährlichen Untergewicht bist und du dringend zunehmen musst.

Kommentar von Anubis85 ,

mich interessiert da hungerstreick in gefängniss oder von denn alylanten wird nicht gestoppt aber wenn wir uns entscheinden nicht zu essen dann werden wir zwangsernährt....????

Kommentar von LittleMistery ,

Weil die es aus Protest machen und damit etwas erreichen wollen und so wieder anfangen würden zu essen, aber ihr könntet das nicht, deswegen muss man dabei unterstützt werden, damit ihr nicht daran sterben werdet. Bei euch besteht eine größere Gefahr für euch selbst.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community