Frage von DBKai, 54

Wann bringt es etwas aus Überzeugung zu sterben und wann wäre ein Tod umsonst, weil er nichts zum Guten verändert?

Märtyrer sind ja angeblich bereit ihr Leben für eine gute Sache zu geben. Das Gegenstück hier zu ist ein Selbstmordattentäter, der andere mit sich in den Tod reißt.

Was treibt den einen und was den anderen an? Wie kommt es dazu?

Wann wäre ein Tod komplett umsonst?

Beispiele: Märtyrer: Jemand riskiert sein Leben um seine Familie zu retten... oder stirbt beim Einsatz für eine global gute Sache. - der Tod geschieht für etwas Gutes

Selbstmord-Attentäter: 11. September - die Terroranschläge... wo die Piloten ihr Leben gaben um zu zerstören. - der Tod geschieht für etwas Schlechtes

Umsonst sterben: Jemand braucht Hilfe, weil er viele Probleme hat... die andere Person kann nur ein wenig aushelfen, weil die Ursache des Problem aber nicht weg ist, wird die Person immer wieder Hilfe brauchen und am Ende kann sich keiner von beiden mehr selber helfen und beide landen auf der Straße... am Ende ist also keinem geholfen und es hat nichts auf der Welt verändert... ein Tod umsonst... Wenn jemand nicht gut helfen kann, weil er sich zuerst einmal selber helfen muss - die Person achtet darauf, dass sie ihr eigenes Leben auf die Reihe kriegt und kann sich dann dafür einsetzen, dass die Ursache des Problems der anderen Person aus der Welt geschafft wird.... damit sich das in Zukunft nicht immer wieder wiederholt.

Wie seht ihr das? Wann wäre es gut sein Leben zu geben? Wann wäre es schlecht? Wann wäre es umsonst?

Antwort
von emily2001, 10

Hallo,

meist wird in Ausnahmesituationen aus "Überzeugung" gestorben: der Retter, der alle anderen Passagieren aus dem Fluß hilft, wird später zu schwach, um selbst gerettet zu werden... Dies ist damals passiert, als ein Flugzeug in den eisigen Hudson Fluß krachte... Es gibt noch viele Beispiele, bekannt oder nicht.

Es ist also sinnvoll, sein Leben zu opfern, um anderen zu retten oder zu helfen.

Viele Tote sind umsonst, weil deren Tod keinen Sinn ergibt: Beispiel: einstürzendes Gebäude in einer Kleiderfabrik in Indien aufgrund Baumängel...Vielleicht wäre der einzige positive Effekt das Wachrütteln der Behörden...

Das Erdbeben in Italien...

Jeder muß für sich selbst entscheiden, wann und wie er sein Leben geben will.

Schlecht ist es, sich selbst zu opfern, um andere mit in den Tod zu reißen.

Gut ist, sich selbst zu opfern, wenn dadurch andere Leben gerettet werden können.

Man stirbt umsonst, wenn der Tod keinen Sinn macht: Beispiel: Unfall, Schießerei (wie in München), usw...

Aber kann man dazu sagen, daß kein Tod ist unwürdig, ob gewollt oder nicht gewollt.

Den Menschen denen dieses Schicksal ereilt ist, verdienen grundsätzlich unseren Respekt und eine würdige Bestattung.

Emmy

Antwort
von Muckula, 14

Grundsätzlich sollte es m.E. nie notwendig sein, sein Leben für irgendwas zu geben, es gibt doch fast immer andere Wege - und sei es nur bessere Vorsorge (medizinisch, sicherheitstechnisch, sozial...)

Für eine gute Sache gestorben ist man m.E. nur dann, wenn durch den eigenen Tod andere Menschen gerettet werden, die sonst auch gestorben oder schwer verletzt worden wären, und zugleich nicht andere Leute durch das Opfer schwer geschädigt oder verletzt werden.

Für einen Gott zu sterben halte ich immer für schwachsinnig, denn dessen Existenz ist sehr ungewiss, und selbst wenn - er ist ein Gott, der soll sich selbst helfen und nicht seine Schäfchen auf dem Altar opfern ;)

Daher halte ich nichts von religiösem Märtyrertum, ist in meinen Augen immer ein sinnloser Tod.

Antwort
von nowka20, 2

da hilft nur erkenntnis
---nach dem tode deines physischen körpers siehst du zuerst dein ganzes leben mit allen guten und allen schlechten taten (nun weiß deine seele alles über dich und auch deine ganzen fehler).

---der tod ist sehr wichtig, da du sonst in deinem alten „schlendrian“ auf der erde bleiben würdest. nach dem tode kommst du in eine sphäre, wo du dir alle gewohnheiten und begierden, die du nur mit irdischen mittels befriedigen kannst (zigaretten, süssigkeiten, drogen usw.), abgewöhnen mußt.

---hier mußt du auch alles erleiden, was andere menschen durch deine erdentaten erleiden mußten. aus der kenntnis dieser ergebnisse für dich formst du dein kommendes schicksal. bist du von allem irdischen gereinigt, kommst du in deine geistige heimat, wo du alle kräfte, die du auf der erde kennengelernt hast, verarbeitest.

---nun bist du mehr geworden, als du früher warst.

---wenn es wieder etwas neues für dich auf der erde zu lernen gibt, wirst du erneut geboren, um das neue kennenzulernen.

Man kann auch sagen:

-das leben verläßt den physischen körper, weshalb der beginnt, zu zerfallen
---------------------------------------
-die seele verläßt den physischen körper und beginnt sich von allem irdischen zu reinigen
---------------------------------------
-der geist (der eigentliche mensch) verläßt seinen körper und wartet bis die seele sich gereinigt hat. dann geht er mit ihr in seine heimat ein, woher er schon lange vor der zeugung gekommen ist (in die geistige welt)

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---ich habe mich schon häufig mit diesem text wiederholt, aber die frager wechseln ständig. und auch die haben ein recht auf gute informationen.

Antwort
von Daria700, 2

Umsonst sich benutzen zu lassen für eine Religion oder Versprechungen!

Der IS halt!

Gut sein Leben zu lassen eigentlich nur um einen geliebten Menschen zu retten oder sein Tier!Ja es gibt Menschen die Tiere lieben und die nicht als Sachschaden ansehen wie unsere Politik!

Antwort
von Ranzino, 10

Nun ja, die zynische Antwort dazu stammt aus der "Darth Bane" Trilogy:

“Honor is a fool's prize. Glory is of no use to the dead.”

Nicht alles, wofür man stirbt, ist wirklich sinnvoll. Und es wird auch nicht dadurch sinnvoll, das da jemand dafür gestorben ist.

Kommentar von DBKai ,

Wenn man Tod ist, ist es egal... wohl wahr... doch kann der Tod eben zu einer guten oder schlechten Veränderung in der Welt führen... oder auch gar nichts ändern...

In keinem dieser Fälle muss man sein Leben geben - jeder kann sich frei entscheiden, ob er sich darauf einlassen will, oder eben nicht... 

Antwort
von AntwortMarkus, 13

Eine Mutter,  die weiß, bei der Geburt ihres Kindes zu sterben, ist für mich einer der wenigen nachvollziehbaren Gründe.

Kommentar von DBKai ,

Das ist eine schwierige Situation...

Entweder man geht das Risiko ein und am Ende sterben oder leben beide.. oder man tötet das Kind und rettet dafür die Mutter... 

Das sollte wohl jeder selbst entscheiden.

Kommentar von AntwortMarkus ,

Sage ich ja.

Kommentar von Ranzino ,

AFAIK haben Ärzte da überhaupt kein Problem zu entscheiden.  Das Kind braucht die lebendige Mutter mehr als die Mutter das Kind, also überlebt tunlichst die Mutter. 

Antwort
von Raylobeen, 7

Wann oder wie jemand "sinnfrei" stirbt und wann nicht entscheidet keine Organisation oder ein Gericht, es entscheidet jeder Mensch selbst.

Märtyrer erleiden Schmerzen oder töten sich für ihren Glauben.

Selbstmordattentäter wie z.B vom Islamischen Staat haben auch eine Überzeugung, auch wenn sie für uns "falsch" ist.

In ihren Augen stirbt niemand sinnlos.

"AntwortMarkus" hat das Beispiel mit dem Kind und der Mutter aufgefasst, bei mir wäre es das selbe mit meinem besten Freund.

Ist wie immer Ansichtssache

Kommentar von DBKai ,

Naja... man kann schon sagen, dass das eine gut und das andere schlecht ist...

Denn bei dem einen bewirkt der Tod ja Gutes...

Bei dem anderen bewirkt der Tod etwas Schlechtes...

Und bei dem Rest wäre der Tod nicht nötig gewesen und hat nichts verändert - nichts gebracht.

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