Frage von Feuerzeug26, 82

Wann bildeten die Franken ein geschlossenes Siedlungsgebiet?

Ich meine nicht das Frankenreich unter Karl dem Großen, sondern die Franken als deutschen Volksstamm.

Wenn man sich eine Karte der jetzigen 16 Bundesländer anschaut und vergleicht, welche "Stämme" dort leben, stellt man schnell fest, daß (vielleicht abgesehen von Hessen) kaum ein Bundesland nur einen Dialektraum hat und sich andersrum viele Gebiete überschneiden.

So z.B. auch der fränkische Sprachraum, der ist in erster Linie im nördlichen Bayern, aber auch auch im nördlichen BaWÜ (Heilbronn bis sogar nach Karlsruhe, dort überschneidet es sich dann irgendwann mit pfälzisch und alemannisch), Teile Südthüringens sind fränkisch und der fränkische und hessische Dialekt weisen ja auch einige Gemeinsamkeiten auf, z.B. daß die Endung -er eher wie ein "-ä oder sogar "-ää" gesprochen wird. Biäää, Muddää, Häusää etc...

Nun, die Hessen leiten sich wohl vom Stamm der Chassen ab, hessisch für sich hat ja auch nur Überschneidungen mit dem fränkischen, aber auch einige Eigenheiten. Hingegen deutet der Name "Frankfurt" darauf hin, daß diese Stadt wohl vor geraumer Zeit von Franken erbaut wurde bzw. sie dort einfach eine "Furt" über den Main legten, heute würde man wohl Brücke sagen. Brücke wiederum hatte früher ja wieder eine andere Bedeutung, "Saarbrücken" heißt übersetzt "Saarfelsen".

Nun frag ich mich, wann denn diese Volksstämme ihre Gebiete so hatten. Gibt es dazu eventuell Landkarten? War das dann vor dem Mittelalter, kurz nach der Völkerwanderung?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community