Frage von Weltwunder1980, 53

Wann besteht handlungsbedarf bei der Wassertemperatur?

Hallo liebe Gemeinde,

seid Tage ist im Haus eine Lauwarme Warmwassertemperatur vorhanden wobei ich selber mich noch nicht damit intensiv auseinander gesetzt habe mit der Legionellenbildung. Ich weiss nur das sie sich in lauwarmen Wasser Stark vermehren und ab eine Temp von 55 -60°C wieder absterben. Dazu kommt noch dass die Heizungsanlage ca 20 Jahre alt ist. Zu gesicht habe ich sie nie bekommen daher weiss ich auch nicht was der Vermieter da rumstellt, verstellt. WW sollte min. eine Temp von 55°C für den Verbrauch haben. Daher wollte ich eigentlich nur von einem Experte oder Fachmann die meinung hören wie akut handlungsbedarf besteht und wie man am besten mit dem Vermieter argumentieren kann, damit nicht aussagen kommen wie, dass ist normal oder, etwas höher kann ich die Temperatur ja einstellen. Geschweige die Legionellenschaltung ist einmal am Tag im einsatz, dass kann ich aber nicht einsehen. Entweder ist der Temp. Fühler kaputt oder es gibt weitere Ursachen dafür... Womöglich noch ein Mutwilliger eingriff zur eigentlicher Sparmaßnahme auf kosten der Mietbewohner. Den Vermieter werde ich auf jeden Fall zur Rede stellen und das Problem klären.

Erstmal vielen dank und bitte nur Fachliche Meinungen und Antworten geben

Gruß

Antwort
von stephanius79, 33

Wenn das Wasser einmal pro Tag auf 65/70°C erhitzt wird, sollte das gegen Legionellenbildung reichen. Legionellen sind übrigens nicht wirklich gefährlich, wenn man sie verschluckt, sondern dann, wenn man sie einatmet. Also die Gefahr besteht eigentlich beim Duschen.

Von welchem Fach erwartest du denn eine Antwort: Juristen (Mietrecht), Biologe (Bakteriologie) oder Sanitärinstallateure?

Kommentar von Weltwunder1980 ,

Hallo und danke für deine Antwort... Ich wollte gerne von einem SHK Fachmann dazu näheres Erfahren.

danke

Antwort
von Odenwald69, 25

Wir haben eine kleine  WEG mit 3 stockwerken und 8 Parteien im Haus, und eine Warmwasseraufbereitung mit 300L wasser, wir müssen einmal im Jahr eine Wasserprobe abgeben diese wird auf Legonellen untersucht , dafür wurden im Haus mehere Zapfpunkte installiert. Meine Wohnung im 3 Stock ist der weiteste Punkt und bei mir wird auch gezapft.

Einmal am Tag wird die Themeratur erhöht um Bakerien abzutöten. Mit Legoniellen ist nicht zu spaßen und sind gefährlich im Sprühnebel beim Duschen.

Daher... 

Ich würde aber immer gerade wenn man mal ein paar Tage nicht im Hause war für ein paar Minuten  in der Küche, Bad, Dusche heißes Wasser rauslaufen lassen weil hier das wasser natürlich abkühlt / Steht und das ist eigentlich das gefährlichere, stehendes Wasser.

Das wasser muss man nicht verschwenden und kann man auffangen z.b. zum Blumen gießen oder für Kochen/ Wasserkocher.

Antwort
von hundeliebhaber5, 21

JA, wenn das Wasser nicht lange im Wasserspeicher steht, dann können sich auch keine Legionellen bilden. Die bilden sich erst, wenn Wasser sehr lange steht.

Laut Gesetz muss das Warmwasser im MFH bei Zentraler Erwärmung mit 40-50° aus der Leitung kommen. Zu höheren Temperaturen ist der Vermieter nicht verpflichtet.

Auch muss in jedem MFH in dem der Wasserspeicher mehr als 400 Liter Inhalt hat regelmäßig auf Legionellen überprüft werden. 

Du brauchst dir keine Sorgen machen, es wird alles vom Gesetzgeber überprüft. 

Denn, kommt der Vermieter der Überprüfung nicht nach, muss er Strafe Zahlen.

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