Frage von z0z00, 458

Wanddurchbruch/abbruch nichttragende Wand - was gibt es zu beachten?

Hallo zusammen,

wir würden gerne eine nichttragende Wand (wurde vom Statiker geprüft) zwischen Wohnzimmer und Küche komplett entfernen, siehe Bild.

Folgende Vorbereitungen haben wir getroffen: Container für den Schutt angefragt, Mundschutz etc. vorhanden, Folie zum abdecken besorgt, Hilti Bohrschlaghammer, Vorschlaghammer, Hammer und Meißel warten auf ihren Einsatz.

Meine Frage ist, ob wir einfach drauf los hämmern können oder gibt es (besonders an den Seiten und an der Decke) etwas zu beachten? Den Strom werden wir vorher abschalten, da sich in der Wand noch Steckdosen/Lichtschalter befinden.

Vielleicht hat schon mal jemand von euch eine Wand entfernt und hat ein paar Tips für uns :-)

Vielen Dank im Voraus! Beste Grüße z0z00

Antwort
von DieRaumagentur, Business, 188

Hallo, 

es ist wirklich so einfach, wie man es sich vorstellt. Da die Wand nachweislich keine tragende Funktion hat, kann sie komplett abgetragen werden. 

Zunächst einmal mit leichtem Handwerkzeug oben und unten in je ca. 30 cm von Decke und Boden prüfen, ob und wo die Zuleitungen für Steckdosen und Schalter verlaufen. Diese dann fachgerecht trennen und sichern. 

Ab dann ist alles ganz einfach: von oben, direkt unter der Decke beginnen und die Wand in ihrer ganzen länge nach und nach abtragen. Bitte nicht von den Seiten her beginnen, denn das würde die Standsicherheit der Wand Gefährten und sie könnte als ganzes umfallen! 

Die erste Reihe unter der Decke wird am schwierigsten zu entfernen sein. Die folgenden Reihen sind recht einfach zu entfernen, da die Steine nach oben frei liegen. 

Nicht mit Gewalt und zu viel Energie beigehen, da es sonst zu viele unnötige Erschütterungen gibt, die sich auch auf die angrenzenden Wände übertragen. Lieber mit Verstand und Geschick arbeiten. Die Fugen sind die Schwachstellen. Hier angesetzt lässt sich der darüberliegende Stein recht einfach lösen und abtragen. Der erste Stein einer Reihe ist am Schwierigsten, da er noch von zwei Seiten her eingeklemmt ist. Ist dieser draussen, ist der Rest der Reihe wieder einfach zu lösen. 

Einfacher ist es, jede Reihe von innen nach außen abzubrechen. Dann lassen sich auch recht leicht die letzten Steine an den Nachbarwänden entfernen oder auch durchtrennen. 

Wahrscheinlich wird die abzubrechende Wand mit den angrenzenden Wänden verzahnt sein. Hier sind einfach die Steine zu durchschlagen und so abzubrechen, daß die Durchlaufenden zu erhaltenden Wände im Ganzen bleiben und später der Putz für eine durchgehende Fläche aufgebracht werden kann. 

Je nach Material lässt sich ein Stein gut halbieren, wenn mit einem Meißel erst eine Fuge in Steinhöhe an der zu durchtrennenden Stelle angelegt wird. Diese Fuge ist dann die Sollbruchstelle für den gesamten Stein. 

Ganz am Ende können dann mit Handwerkzeug noch kleine Überstände von Putz und Stiersten an den freigelegten Flächen entfernt werden, damit die Übergänge glatt verputzt werden können. 

Da der Putz erst nach dem Wandbau aufgetragen wird, ist möglicherweise kein glatter Putzübergang möglich, da die Wand im Küchenbereich zB. etwas stärker aufgetragen sein könnte als im Essbereich, oder die Küchendecke etwas niedriger als die Decke im Essbereich. Hier müsste entweder noch ein wenig des Putzes abgetragen werden, oder der neue Putzauftrag sollte auf mehrere Dezimeter in die angrenzenden Flächen auslaufend aufgetragen werden, um den Übergang bestmöglich zu kaschieren. 

Die Fuge im Estrich sollte bestmöglich mit Standfester Masse geschlossen und mit dem angrenzenden Estrich verklammert werden, damit ein zukünftiger Boden nicht den unterschiedlichen Bewegungen ausgesetzt ist. Ist ein schwimmender Boden geplant, kann auch ein Trennstreifen zwischen den Bestandbelägen und der Auffüllung genügen. 

Antwort
von sogger30, 286

Strom aus, ist schonmal gut ^^

Am besten von Oben nach unten & außen nach innen. Danach einen Elektriker rufen, damit er euch die Leitung sicher macht die dort verläuft.

Achja: Küche & Wohnzimmer "verbinden" ist schlecht, da man die ganzen Fettpartikel vom kochen später überall auf den Möbeln hat, sofern man keinen Abzug für den Dampf hat.


Grüße

Kommentar von z0z00 ,

Danke für die Antwort. An die Küche wird erst einmal der Essbereich angrenzen und den Rest erledigt hoffentlich die Dunstabzugshaube :)

Irgendwie schwirren in meinem Kopf nur bedenken, ob man an den Seiten zu den anderen Wänden oder zu Decke ggfs. zu viel abreißen bzw. etwas falsch machen kann.

Bei einer nicht tragenden Wand ist es doch auch nicht nötig, das nochmal ein Sturz o.ä. angebracht werden muss? Sprich eigentlich Wand raus, beiarbeiten und verputzen der bestehenden Anschluss Wandflächen, sowie Schließen des Estrichausschnittes, oder?

Nochmals Danke und Beste Grüße

z0z00

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