Frage von haybae, 93

Wahr oder Falsch: Die Geschlechtszugehörigkeit einer Persone lässt sich nur nach biologischen Kriterien objektiv feststellen?

Antwort
von grandpied, 33
Wahr

Ganz klar; wahr! Die Biologie, welche physisch ist, macht es aus. So etwas wie weibliche/männliche Psyche gibt es nicht! Genauso ist es völliger Quatsch das eine Geschlecht als emotional und das andere als rational zu betiteln. 

Expertenantwort
von Darkmalvet, Community-Experte für Anatomie, Biologie, Genetik, 58
Wahr

Hallo haybea

Diese Aussage ist wahr, denn das Geschlecht ist nunmal über die Biologie körperlich definiert und das ist auch gut so, denn nur eine Definition anhand von überprüfbaren Fakten ist eine gute Defintion, würde man das tatsächliche Geschlecht stattdessen an dem subjektiven Zugehörigkeitsempfinden definieren wie es von manchen Transsexuellen gefordert wird, dann hätten wir einen schwammige Defintion mit der die Wissenschaft absolut nichts mehr anfangen kann.

Hier sollte man dann lieber mit ist Zustand und soll Zustand argumentieren und das gefühlte und das körperliche Geschlecht auf dieser Basis voneinander getrennt betrachten zu können.

Anders sieht es natürlich mit dem rechtlichen Geschlecht im Pass aus, hier sollte ein Wechsel aus persönlichen Empfindensgründen möglich sein.

LG

Darkmalvet

Antwort
von ApfelTea, 57

Zumindest was die biologische Seite betrifft. Es gibt aber auch Transgender, da sollte man die psychologische Seite auch beachten

Antwort
von exxonvaldez, 28
Falsch

Auch biologisch ist das Geschlecht nicht immer eindeutig definiert. So gibt es z. B. Menschen, bei denen beide Geschlechtsmerkmale gleichermaßen ausgeprägt sind.

Kommentar von grandpied ,

Naja, in dem Fall könnte die Geschlechtszugehörigkeit zu beiden Geschlechtern 'eingeordnet' werden (die rechtliche Lage mal außen vor gelassen) Menschen mit beiden ausgeprägten Geschlechtsmerkmalen nennt man Intersexuelle und eben diese Intersexualität ist auch eine Feststellung nach biologischem Kriterium.

Kommentar von exxonvaldez ,

Gut. Dann muss man aber dazu sagen, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt.

Kommentar von Darkmalvet ,

So gibt es z. B. Menschen, bei denen beide Geschlechtsmerkmale gleichermaßen ausgeprägt sind.

Und dafür gibt es auch immer einen biologischen Grund, sowas wie ideopathische Intersexualität gibt es nicht.

Zum Beispiel gibt es die Mosaik Intersexualität, dazu kann es kommen, wenn ein Polkörperchen welches weder abstirbt noch sich von der Eizelle abtrennt von einem Spermium mit anderem Geschlechtschromosom befruchtet wird oder wenn bei der ersten Zellteilung in einer Zelle das Y-Chromosom verloren geht.

Im Prinzip stellt sich nur die Frage ob das Geschlecht anatomisch phänotypisch oder karyologisch genotypisch definieren sollte, psychisch emotionale Definitionen ergeben keinen Sinn.

Kommentar von exxonvaldez ,

Es gibt zwei verschiedene Ebenen der Geschlechter, die miteinander nichts zu tun haben.

Das biologische und das soziale Geschlecht.

Im englischen gibt es dafür auch verschiedene Begriffe: "gender" und "sex" .

Antwort
von DrBronstein, 17
Wahr

Das steht fest. Y Chromosom reicht.

Antwort
von John882, 46

Schaust du, ob der Satz jetzt passt?

Ich würde sagen, durch biologische Kriterien. Wodurch lässt es sich feststellen?

Und so leicht ist das natürlich nicht, denn sonst könnte es ja keine Geschlechtsumwandlungen geben oder Menschen, die sich im falschen Körper fühlen.

Antwort
von BertRollmops, 47
Falsch

Objektiv ist die Gewchlechtszugehörigkeit das subjektive Empfinden des Betroffenen, egal, was Dr. Mengele zwischen den Beinen sehen mag.

Kommentar von Darkmalvet ,

Was hat das mit einem Verbrecher aus der NS Zeit zu tun, die Wissenschaft braucht nunmal klare Definitionen da führt kein Weg dran vorbei, allein deine Aussage ...objektiv ist...das subjektive... enthält einen krassen Wiederspruch, da ein Wort niemals zu seinem Gegenteil äquivalent sein kann.

Objektiv ist das Geschlecht einer Person das was durch die persönliche Anatomie des Individuums vorgegeben ist da gibt es keinen Diskussionsspielraum, anders sieht es natürlich bei dem rechtlichen Geschlecht aus, hier finde ich sollten Änderungen auf persönlichen Wunsch vereinfacht werden.

Kommentar von BertRollmops ,

Also sollen Transsexuelle gefäligst die andere Toilette benutzen? Die Frage an sich ist provokant, weil Objektivität gewisse Personengruppen in ihrer Selbstbestimmung beschneidet. Das alleine ist Zweck der Frage. Nein, danke. Deine Formulierung vom "Sollzustand" ist m.E. diskriminierend.

Kommentar von Darkmalvet ,

Also sollen Transsexuelle gefäligst die andere Toilette benutzen?

Dafür kann man immernoch das rechtliche Geschlecht im Pass heranziehen, ich habe ja auch geschrieben, dass dies anpassbar sein sollte.

weil Objektivität gewisse Personengruppen in ihrer Selbstbestimmung beschneidet.

Der Punkt um den es mir geht ist einfach, dass politische und gesellschaftliche Interessen unter keinen Umständen so weit gehen dürfen, dass man dafür harte Wissenschaftliche Fakten verbiegt oder umdefiniert, soetwas führt nur zu Unklarheiten und Schwammigkeiten, weil etwas nicht mehr so ist wie es logisch sein sollte.

Mal ein Beispiel wo dies bereits geschehen ist, überleg nur einmal wie viele hunderte von kritischen Fragen es zum Thema Hirntod gibt, einfach weil Menschen nicht verstehen wie jemand der biologisch lebt tot sein kein, denn rein biologisch ist der Hirntod nunmal kein Tod und würde man das so lösen wie ich das am liebsten hätte und den Hirntod statt als Tod als unumkehrbaren Punkt des Sterbeprozesses definieren dann wäre das Thema viel transparenter.

So ein Fettnäpfchen sollte sich die Wissenschaft nicht noch einmal erlauben, politische Interessen haben in wissenschaftlichen Definitionen nichts zu suchen.

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