Frage von Juan1989, 131

Wagen verkauft und jetzt Probleme!?

Hallo, ich habe gestern meinen Wagen BMW, Baujahr 2008, 42345 km, verkauft. Heute meldete sich der Käufer und behauptet das bei dem Wagen, auf der Anzeige, das Symbol Lenkradschloss aufleuchtet. Muss ich den Wagen zurück nehmen? Ich habe den Wagen von privat zu privat verkauft.

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Auto, 21

Das war ein Privatverkauf ohne Sachmängelhaftung.

Der Käufer hätte nur Anspruch auf Rückgabe, wenn er dir Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit nachweisen könnte und das kann er mit Sicherheit nicht. Er hatte das Recht auf eine Probefahrt und da scheint ja alles noch in Ordnung gewesen zu sein.

Es ist allerdings eine neue Masche, über die hier schon öfters geklagt wurde. Nach dem Kauf kommen die Käufer mit allen möglichen Beschwerden und versuchen nachträglich den Preis zu drücken. Das kann bis zum Telefonterror ausarten. Überwiegend tritt das bei Käufern aus südlicheren Regionen auf.

Für beide Fälle gilt: du musst nichts zurücknehmen und nichts erstatten. Wenn die sich melden, sage ihnen einfach, sie sollen ihre Forderung schriftlich schicken, damit du sie von deinem Anwalt prüfen lassen kannst. Meistens hörst du dann nichts mehr davon. Jedenfalls bringt es nichts, sich auf Diskussionen einzulassen.

Antwort
von troublemaker200, 59

KANN eine Masche sein um nachträglich den Preis zu drücken!!

Zum Zeitpunkt des Verkaufs war alles i.O. das habt Ihr beide auf dem Kaufvertrag mit der Unterschrift bestätigt. Was der Käufer seit gestern mit Deiner ehemaligen Karre gemacht hat, kannst Du nicht wissen.
Er muss jetzt beweisen, dass die Beschädigung schon vor dem Verkauf da war. Das dürfte schwer für ihn werden.

Lass Dich auf nix ein. Sag ihm das Auto war i.O. bei der Übergabe und gut.
Geh nicht mehr ans Telefon wenn er anruft und reagiere nicht.

Erst wieder reagieren FALLS ein schreiben vom Anwalt kommén sollte.

Einen wasserdichten Kaufvertrag (ADAC oder sowas) habt Ihr sicher gemacht oder?


Kommentar von Juan1989 ,

Ja haben wir.

Antwort
von LiselotteHerz, 72

Das ist doch kein Grund für einen Rücktritt vom Verkauf. Da wird doch wohl in der Gebrauchsanleitung stehen, wie man dieses Symbol wieder abschaltet.

Vielleicht einfach eine Fehlermeldung, weil ein Kabel nicht mehr richtig sitzt. Das ist eine Kleinigkeit, das macht für wenig Geld jede Werkstatt.

Kommentar von Juan1989 ,

Ich hab davon keine Ahnung, als ich mit dem Wagen gefahren bin, hatte ich keine Probleme.

Kommentar von LiselotteHerz ,

Als wir den Volvo von einem Kollegen gekauft haben, hatte ich das Pech, dass eine Woche später der Starter im Arsch war. Wie gesehen, so gekauft. Da habe ich auch nicht drauf gepocht, dass der Mann das Auto wieder zurücknimmt.

Antwort
von franneck1989, 21

Wagen nicht zurück nehmen. Kontakt mit dem Käufer einstellen.

Es ist sein Wagen und nicht mehr dein Problem. Gewährleistung wurde ja wirksam ausgeschlossen. Daher hast du alles richtig gemacht und bist auf der sicheren Seite

Antwort
von Anjo72, 30

Vom Kaufvertrag muss du nicht zurück treten. Sachmängel hast du ausgeschlossen, außer die grob fahrlässigen, wozu auch die Arglistige Täuschung gehört. Grob fahrlässig hast du nicht gehandelt - alles ist bestens.

Den Wagen würde ich auch nicht zurücknehmen, weil nach der gelben ELV-Warnung (elektr. Lenkradverriegleung) die rote kommt . Und dann geht gar nichts mehr ... nicht mal starten. Da die ELV in der Lenksäule sitzt muss diese kompl. gewechselt werden. Kosten zwischen 800 und 950 Euro.

BMW-Krankheit .. hab ich gerade hinter mir ;-)

Kommentar von Juan1989 ,

Okay, das hatte ich nicht, bis ich den Wagen verkauft habe. :-(

Antwort
von wikinger66, 12

Ein Anwalt aufsuchen und den um Rat fragen wäre sinnvoll! Begründung: Wir alle hier kennen nicht den genauen Inhalt des Kaufvertrages und die Antworten können dir somit keine Sicherheit geben.


Antwort
von MachEsNochmal, 59

Privatverkauf gilt nach dem "Verkauft wie gesehen" stand, außer man hat einen Vertrag erstellt der was anderes ausmacht. An sich musst du gar nichts mehr.

Kommentar von Juan1989 ,

Es gab einen Kaufvertrag, darin steht aber  "Das Kraftfahrzeug wird unter Ausschluss der Sachmängelhaftung verkauft. Dieser Ausschluss gilt nicht für Schadenersatzansprüche aus Sachmängelhaftung, die auf einer grob fahrlässigen oder vorsätzlichen Verletzung von Pflichten des Verkäufers oder seines Erfüllungsgehilfen beruhen sowie bei der Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit. Ggf. noch bestehende Ansprüche gegenüber Dritten aus Sachmängelhaftung werden an den Käufer abgetreten." 

Und das wars.

Kommentar von LiselotteHerz ,

Da bist Du doch fein raus. Entspann Dich einfach, vielleicht ist es wirklich so, wie troublemaker vermutet, der will jetzt einfach den Preis drücken.

Kommentar von ronnyarmin ,

Privatverkauf gilt nach dem "Verkauft wie gesehen" stand

Völliger Unsinn.

Antwort
von siggibayr, 72

Kommt ganz allein darauf an, was ihr im Kaufvertrag schriftlich fixiert habt. Gibt es keinen Kaufvertrag besteht auch kein Rechtsanspruch auf Rückgabe des Kfz wegen Mangel. Du kannst ja rein theoretisch den Käufer des Kfz irgendwann auf den Mangel hingewiesen haben und er hat das akzeptiert.

Kommentar von Juan1989 ,

Es gab einen Kaufvertrag, darin steht aber  "Das Kraftfahrzeug wird unter Ausschluss der Sachmängelhaftung verkauft. Dieser Ausschluss gilt nicht für Schadenersatzansprüche aus Sachmängelhaftung, die auf einer grob fahrlässigen oder vorsätzlichen Verletzung von Pflichten des Verkäufers oder seines Erfüllungsgehilfen beruhen sowie bei der Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit. Ggf. noch bestehende Ansprüche gegenüber Dritten aus Sachmängelhaftung werden an den Käufer abgetreten." 

Und das wars. Und ich wusste von dem Problem gar nichts, da bei mir der Wagen einwandfrei lief. Es gab den Fehler nicht, als der Wagen gekauft worden war.

Kommentar von siggibayr ,

Dir muß man grob fahrlässige oder vorsätzliche Handlung oder Unterlassen vorwerfen können. z.B. du kanntest den Mangel und warst sogar in der Werkstatt, hast aber aufgrund der Kosten nicht reparieren lassen. Das wäre ein vorsätzliches Unterlassen (Mangel wurde dem Käufer nicht mitgeteilt) und somit ein Rücktrittsgrund von eurem Vertrag.

Kommentar von Juan1989 ,

Wie gesagt, ich hatte das Problem nicht und deswegen musste ich nicht zu Werkstatt. Als der Käufer den Wagen testete, gab es auch derartiges Problem nicht.

Kommentar von siggibayr ,

Der Käufer muß dir nachweisen, dass du wissentlich ein "defektes" Kfz verkauft hast.

Kommentar von franneck1989 ,

Zustimmung!

Kommentar von bronkhorst ,

Wenn Du diesen Vertragstext verwendet hast und Du von dem Mangel nichts wissen konntest, weil er nicht erkennbar war, bist Du aus dem Schneider.

Schlau wäre allerdings gewesen, das gleich bei der Fragestellung zu erwähnen, denn ohne diesen Ausschluss der Sachmängelhaftung hätte sie zu Deinen Lasten gegolten und die Antwort wäre eine völlig andere gewesen.

Kommentar von franneck1989 ,

Gibt es keinen Kaufvertrag besteht auch kein Rechtsanspruch auf Rückgabe des Kfz wegen Mangel.

Natürlich gibt es einen Kaufvertrag. Oder meinst du das Fahrzeug wurde verschenkt oder gestohlen?

Du kannst ja rein theoretisch den Käufer des Kfz irgendwann auf den Mangel hingewiesen haben und er hat das akzeptiert.

Das muss natürlich nachgewiesen und nicht einfach nur behauptet werden.

Antwort
von Dennis1616, 51

Kaufvertrag ?

Wenn keiner da ist
Hat er wohl Pech

Kommentar von Juan1989 ,

Es gab einen Kaufvertrag, darin steht aber  "Das Kraftfahrzeug wird unter Ausschluss der Sachmängelhaftung verkauft. Dieser Ausschluss gilt nicht für Schadenersatzansprüche aus Sachmängelhaftung, die auf einer grob fahrlässigen oder vorsätzlichen Verletzung von Pflichten des Verkäufers oder seines Erfüllungsgehilfen beruhen sowie bei der Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit. Ggf. noch bestehende Ansprüche gegenüber Dritten aus Sachmängelhaftung werden an den Käufer abgetreten." 

Und das wars.

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