Frage von crazywinner, 73

Waffenexperte gesucht - wie ist das mit der Munition?

Hallo Zusammen

Es gibt ja diverse verschiedene Munitionstypen (mal abgesehen von Brandmunition und solche Sachen) also vom Kaliber her.

Wenn ich jetzt eine 9mm Pistole habe z.B, kann ich da dann nur genau die Munition für diese Pistole verwenden oder kann ich beliebige 9mm Patronen verwenden? Also die Frage konkret, muss einfach das Kaliber stimmen oder muss sonst noch etwas berücksichtigt werden?

Besten Dank und liebe Grüsse

Antwort
von GanMar, 50

Nein, nur der Durchmesser von 9 mm reicht nicht aus, zusätzlich muß beispielsweise auch die Länge der Patrone passen. Gängig ist 9 x 19mm, auch "Luger" oder "Parabellum" genannt. Gleiche Geschoßdurchmesser haben aber auch .38 Super, .380 ACP, .357 Magnum, .357 SIG, .35 Remington, sowie 9 x 18 mm Makarov.

Die .038 Super ist beispielsweise deutlich länger als die Luger.

Für Trommelrevolver werden andere Patronen benötigt als für Pistolen. Für Revolver werden meist Randpatronen verwendet, für Pistolen randlose Patronen mit Ausziehrille.


Kommentar von WDHWDH ,

Falsch. die Luger (9x19 hat 9mm Durchmesser, die Makarov 9.2mm usw

Antwort
von Tellensohn, 37

Salue Crazywinner

Tatsächlich bist am besten bedient, wenn Du die 9x19 Parabellum Munition verwendest. Die ist bei uns ja passend zum Beipiel für die SIG210 Pistole 49) und die SIG 220 (Pistole 75).

Die Armee-Pistole 49 ist hochpräzise, fast schon eine Matchwaffe und auf 50 m eingeschossen. Allerdings wird sie zu Preisen um die Fr. 1000.- und mehr gehandelt.

Die Pistole 75, die jetzt aktuelle Armeepistole, ist eine sehr gute Combat-Waffe, da sie keinen Sicherungshebel hat und zum eine Double-Action Waffe ist. Sie ist auf 25 m eingeschossen und immer noch eine präzise Waffe. Du kriegst die Günstigsten schon um die Fr. 400.- bis 600.-.

Bei den Gewehren haben ja das Langewehr11, der Karabiner11, der Karabiner31 und das Stgw57 alle die gleiche Munition. Es ist die 7.5x55 GP11 Swiss. Beide Sorten, sowohl die 9mm Para als auch die GP11 sind in den Schiessständen zu günstigen Preisen vorrätig.

Wenn Du mit der einen oder anderen Waffe noch keine Übung hast, kannst Du einfach mal beim nächsten Schiessen beim nächstgelegenen Schiessstand reinschauen. Du wirst immer Leute finden, die Dir das Ausstossen, die Bedienung und die Pflege am Schluss gerne zeigen.

Beim Eintritt in den Schiessstand muss das Magazin entfernt sein, beim Karabiner ziehst du den Verschluss ganz nach hinten, so dass er offen ist.

Mit Du das Zielen mit der offenen Visierung des Karabiner mal "los" hast, wirst Du erstaunt sein, wie genau dieses alte Stück Technik ist.

Die Durchschlagskraft der alten GP11 Patrone ist doppelt so hoch, wie beim aktuellen Sturmgewehr mit der Natomunition oder bei einer Kalaschnikow.

Solche schweren Projektile sind auch deutlich weniger Seitenwind empfindlich.

Ich wünsche Dir gut Schuss

Dein Hobbykollege

Tellensohn

Antwort
von FloTheBrain, 30

Das Kaliber ist erst mal der Laufinnendurchmesser. Wenn ein Kaliber aber verwechslungsfrei benannt wird, dann redet man z.B. von 9 mm Luger, 7,62 Nato usw. Damit sind dann alle Abmessungen festgelegt was die Hülsen angeht.

Es gibt z.B. mehrere Patronen mit dem Kaliber 7,62 mm, die aber nicht in jedes Gewehr mit diesem Laufinnendurchmesser passen, da die Hülsen stets anders geformt sind. .308 Winchester, .300 Winchester Magnum, .30-06 Springfield, 7,62x54R ... Alles Kaliber mit 7,62 mm.

Bei der 9 mm gibt es ebenfalls mehrere Varianten. Da gibt es aber einige Revolver, die alle Gängigen 9 mm und .38 Patronen abschießen können. Das sind aber Sonderanfertigungen oder Kleinserien.

Aber ein klassisches Beispiel einer Waffe wo 2 Munitionssorten abgeschossen werden können wäre ein Revolver in .357 Magnum. Der kann immer auch .38er Patronen verdauen. Denn die 38er ist nur ein paar mm kürzer als die .357er und können beide als Randpatronen einfach in die Revolvertrommel gesteckt werden.

Antwort
von Laestigter, 36

Immer die Munition, die auf der Waffe steht (Bei einer Pistole meist auf dem Lauf im Auswurffenster oder auf dem Schlitten zu finden) - also wenn da 9x19, oder 9 Para oder 9mm Luger steht, dann genau und nur die.

Was du variieren kannst, ist die Form des Geschosses, also Hollow point, oder Rundkopf, oder Flachkopf, ect, auch Vollmantel oder Teilmantel spielt (fast) keine Rolle.

Was du auch variieren kannst, ist natürlich das Gewicht des Geschosses, üblicherweise bei 9x19 124gr, Aber auch 115  und 95 gr. sind sehr  verbreitet und auch schwerere Geschosse sind möglich.

Antwort
von Fragentierchen, 22

Die ganze Form muss stimmen, denn man wird in eine 9x19mm Pistole eine 9x39mm Patrone erst gar nicht hinein bekommen und eine 9x18mm würde einfach herumrutschen.

Auch muss die Ladung stimmen, denn eine Waffe ist ja exakt auf das Pulver in der Patrone abgestimmt. Bei zuviel Pulver würde die Waffe beschädigt und bei zu wenig, würde sie nicht richtig Laden.

Antwort
von ES1956, 30

9mm reicht nicht als Kaliberangabe, es gibt viele verschiedene 9mm Patronen z.B: 9mmkurz, 9x19 (auch Papa, Luger genannt), 9mm Glisenti .....Bis 9mm Browning long.
Technisch wird das Kaliber durch die Angabe der Hülsenlänge definiert, 9x19 hat 19mm Hülsenlänge (leer). Es gibt aber auch 9x19 die für Maschinenpistole stärker geladen sind und dadurch für normale Pistolen nicht geeignet.
Du siehst, ein umfangreiches Thema. Worauf willst du Hinaus?

Kommentar von crazywinner ,

Danke für die Antwort. Ich würde mir gerne eine Waffe zulegen, jedoch nicht ohne ein gutes Grundwissen darüber. Ausserdem habe ich noch zwei alte Karabiner zuhause, welche ich geerbt habe. Diese würde ich sehr gerne wieder in Betrieb nehmen um damit auf den Schiessstand zu können. Dafür benötige ich natürlich die entsprechende Munition und da bin ich vor dieses Fragezeichen gestossen ;)

Kommentar von ES1956 ,

Wenn du in D lebst brauchst du für den Erwerb einer scharfen Waffe einen Sachkundelehrgang, spätestens da lernt man das alles. Der Lehrgang ist auch empfehlenswert wenn er nicht Pflicht ist. Oder du gehst mal in einen Schützenverein und unterhältst dich mit denen. Lernt man 1000x mehr als im Internet.

Kommentar von crazywinner ,

Ja ein Kurs wäre das beste. Ich lebe aber in der Schweiz, von dem her muss ich keinen Lehrgang für den Erwerb absolviere. LG

Antwort
von diroda, 26

Durchmesser (Kaliber), Länge und Form der Patrone müssen passen/stimmen.

Antwort
von chongzi, 25

Das Kaliber reicht als Angabe, die Munition ist ja genormt. 

Kommentar von Jo3591 ,

Nein, das reicht nicht! Zumindestens die Hülsenlänge muß man noch angeben, typischer Fall: 9 mm Para und 9 mm Makarov! Die 9 mm Yarygin Patrone paßt zwar in eine 9 mm Para Waffe, aber ich fürchte, nicht jede würde das vertragen.

Kommentar von Fragentierchen ,

Nein, guck mal was passiert, wenn ein M1 Garand mit etwas anderem geladen wird als M2 Ball.

http://www.thefirearmblog.com/blog/2012/03/12/m1-garand-kaboom/

Das Kaliber des M1 ist .30

Die Patrone des M1 ist .30-06

Die Munition aber .30-06 M2 Ball

Und wenn der gute jetzt was bekommt, das zwar .30-06 ist aber kein M2 Ball, fliegt das Ding in die Luft!

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