Waffenbesitzkarte, Waffenschein-ERBFALL?

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5 Antworten

Als Erbe hast du zunächst die Möglichkeit eine Waffenbesitzkarte zu beantragen, dem wird in der Regel auch stattgegeben. In dem Fall darfst du die Waffen dann auch unverändert besitzen, jedoch nicht führen.

Sollte sich die Behörde unerwarteter Weise, aus irgend einem Grund querstellen, kannst du die Waffen bspw. bei einem Büchsenmacher einlagern, bis du deinen Jagdschein machst und damit die notwendigen Voraussetzungen zum Waffenbesitz erfüllst.

In dem von dir geschilderten Fall gibt es jedoch keine Notwendigkeit die Waffen unbrauchbar zu machen.

Du kannst den ganzen Aufwand natürlich umgehen, indem du deinen Jagdschein schon jetzt machst, in dem Fall müßtest du die Waffen dann nur umtragen lassen.

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da würde ich an deiner Stelle mal bei der Polizei nachfragen, welche Möglichkeiten es da gibt. Wenn du die ganze Sache nicht "sauber" regeln kannst, bekommst du Ärger, den du nicht so schnell wieder los wirst.

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Kommentar von ES1956
17.08.2016, 15:30

Die Polizei ist kein Auskunftsbüro. Dafür gibt es die Waffenrechtsbehörde.

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Einfach die Waffen (also die, die man dann übernehmen will, oft ist da alter Schrott dabei) einlagern lassen:

http://www.waffenverwahrung.de/index.php?id=138

Kurzwaffe ab 24 Euro pro Jahr!!

Langwaffe ab 36 euro pro Jahr!

Was gibts da zu überlegen?

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Nach meinem Kenntnisstand gibt es eine Erben-WBK, damit ist allerdings kein Munitionserwerb möglich, um damit schießen zu können, musst du sowieso in den Schützenverein, insofern würde ich den Weg über die Sportschützen WBK gehen.

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Seit dem 01.04.2008 besteht grundsätzlich die Verpflichtung für Erben, im Wege der Erbfolge übernommene Schusswaffen durch ein Blockiersystem zu sichern. Diese Verpflichtung gilt unabhängig von der ebenfalls vorhandenen Pflicht zur Aufbewahrung von Schusswaffen in einem entsprechendem Sicherheitsbehältnis nach den Vorschriften des Waffengesetzes (WaffG) bzw. der Allgemeinen Waffenverordnung. Ein solches Blockiersystem ist nicht anzubringen, wenn der Erbe seine Sachkunde im Umgang mit Schusswaffen nach dem WaffG aufgrund seiner Tätigkeit als Sportschütze, Jäger oder Sammler erbracht hat / nachweisen kann.

Ein solches Blockiersystem ist nicht anzubringen, bei Schusswaffen, die Bestandteil einer Sammlung sind, oder werden sollen.

Blockiersysteme müssen durch die physikalisch technische Bundesanstalt

(P T B) zugelassen werden. Derzeit ist nicht bekannt, dass eine solche Zu

lassung bereits erfolgte, oder in naher Zukunfterfolgen wird.

Durch den Erben von Schusswaffen ist in den Fällen, wo ein solches Blockiersystem noch nicht vorhanden ist, ein entsprechender Antrag auf Erteilung einer Ausnahme nach § 20 Abs. 7 Waffengesetz (WaffG) zu stellen.

Die Bearbeitung dieses Antrages wird voraussichtlich gebührenpflichtig sein.

Ebenso wie die Eintragung/Austragung eines Blockiersystems (soweit dann vorhanden) in die Waffenbesitzkarte

.

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