Frage von Evoluzzer213, 160

Waffenbesitzkarte und Jagdschein mit Persönlichkeitsstörung?

Ich habe eine schizoide Persönlichkeitsstörung, erst wurde mir die schizoide Störung des Kindesalters F84.5 mit 15 Jahren diagnostiziert, jetzt bin ich 17 und gehe davon aus, dass diese Diagnose durch die schizoide Persönlichkeitsstörung F60.1 ersetzt wird, da sich meine Persönlichkeit nicht verändert hat und mein Psychiater meint, dass die ausgeprägte Neigung zu schizoidem Verhalten meinerseits bereits in meinem 6 Lebensjahr zu erkennen gewesen wäre (ich bin seit 11 Jahren in Therapie bei ihm).

Nun möchte ich meinen Jagdschein machen und damit einhergehend meine Waffenbesitzkarte. Im Waffengesetz sind die Regelungen leider sehr schwammig ausgedrückt, da "psychische Kranke" die Eignung nicht besitzen würden.

Naja Störung ist nicht gleich Störung, also wie darf ich mir das vorstellen, wann einem die Waffenbesitzkarte samt Jagdschein versagt wird? Schließlich bin ich keine Gefahr für die Umwelt als schizoider.

Ich habe eine beständige Persönlichkeit, völlig ohne Psychose oder wahnhafte Episoden, da das wahrscheinlich eine Rolle spielt.

Danke für eure Antworten ;)

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zu Ihrer Rechtsfrage. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von PeterJohann, 22

Wie wäre es erstmal mit einer Prise Realität :) ?

Egal welche Gesundheitsprobleme Du hast, sie sind erstmal nur zwischen Dir und Deinem Arzt ein Thema.

Ein Jagdschein kann von der Behörde nur versagt werden, wenn begründete Zweifel an der Eignung bestehen. Der Gesetzestext ist noch im Vokabular der 50er Jahre und erwähnt den Begriff der Persönlichkeitsstörung nicht ( § 17 Abs. 4 Nr. 4 BJagdG: "trunksüchtig, rauschmittelsüchtig, geisteskrank oder geistesschwach").

Das heißt, dass die Behörde Zweifel an Deiner Eignung haben muss. aber woher sollen die kommen, weil sie Deine Krankengeschichte weder kennen noch sie etwas angeht.

WENN der Behörde aus irgendwelcher Quelle Zweifel an Deiner Eignung angetragen werden, greift die Verwaltungsvorschrift zum Waffen- oder Jagdgesetz und die Behörde kann eine fachärztliche Prüfung verlangen.

Hier die entsprechende Stelle aus dem Bayerischen:

Gemäß § 17 Abs. 6 BJagdG kann die Jagdbehörde den Beteiligten die Vorlage eines „amts- oder fachärztlichen Zeugnisses“ über die geistige oder körperliche Eignung aufgeben, wenn Tatsachen bekannt sind, die Bedenken gegen die Zuverlässigkeit nach § 17 Abs. 4 Nr. 4 BJagdG oder die körperliche Eignung nach § 17 Abs. 1 Nr. 2 BJagdG begründen. Weigert sich der Beteiligte, einer solchen Aufforderung nachzukommen, ist die Behörde berechtigt, hieraus für den Beteiligten auch negative Schlüsse zu ziehen und gegebenenfalls die beantragte Amtshandlung zu versagen (vgl. BVerwGE 8, 29). In der Regel genügt ein ärztliches Zeugnis; in begründeten Einzelfällen kommt ein Zeugnis des Gesundheitsamtes in Betracht.

Die fachärztliche psychologische Eignungsuntersuchung wird übrigens auch verlangt wenn Sportschützen unter 25 Jahren Großkaliberwaffen erwerben wollen oder wenn Waffenbesitzer verhaltensauffällig wurden (Alkohol, Drogen, gerichtsbekannte Auffälligkeiten...). 

Interessanterweise wird die <25Jahre MPU NICHT für Jung-Jäger verlangt, weil die jagdliche Prüfung in ihrere Gesamtheit als Eignungsprüfung verstanden werden kann (gut für die Jäger, schlecht für uns Sportschützen).

Also, nur ran an die Jägerausbildung - es gibt keinen Grund Deine speziellen Gesundheitsprobleme in irgendeiner Form zu thematisieren.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Danke ;)

Antwort
von Schwoaze, 73

Ich kenn Dich nicht. Ich kann auch nicht genau sagen, was genau welche Bezeichnung Deiner... Krankheit aussagt.

Der Gesetzgeber wird sich was dabei gedacht haben, Waffen nicht für jedermann zugänglich zu machen.

Und obwohl ich ganz weit weg von Dir wohne, wäre es mir lieber, Du würdest Dir ein anderes Hobby überlegen.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Dann Google es doch vorher kurz^^ ja aber es ist etwas anderes, einer dissiozialen Persönlichkeit oder einer depressiven Persönlichkeit eine Waffe auszuhändigen (was nicht geht) und jemandem mit Sozialphobie eine Waffe auszuhändigen (das geht). Deswegen ist diese Bezeichnung sehr schwammig formuliert. Du weißt theoretisch nicht wie weit wir auseinander wohnen, du hoffst es nur gerade innerlich^^ und doch gibt es dazu keinen Grund irgendwas zu hoffen. Ich meide Menschenkontakt und bin ein extremer Einzelgänger, so wie es schizos halt sind, selbst wenn wir in der gleichen Straße wohnen würden, würdest du mich wahrscheinlich nie zu Gesicht bekommen. Mir geht es dabei nicht um Menschen, die Menschheit ist mir schlichtweg egal. Ich mag nur den Gedanken, autark zu sein und für mich selbst sorgen zu können (Jagen als Nahrungsversorgung) genau aus diesem Grund mache ich auch meinen Angelschein.

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Recht, 51

Ich bin sicher, dass die zuständige Behörde - sollte sie von deiner Störung Kenntnis bekommen - weder eine Waffenbesitzkarte noch einen Jagdschein ausstellen wird. Sie wird sich auf den Standpunkt stellen, dass nicht sicher ist, dass du die Waffen jederzeit gefahrlos führen wirst. 

Du bist in der Pflicht, zu beweisen, dass du geeignet bist. Das dürfte nur über Gutachter und Verwaltungsgericht gehen.

Große Chancen sehe ich nicht. Ich glaube, dass niemand - auch nicht das Gericht - das Risiko eingehen wird, dass ein geistig nicht gesunder Mensch legal Schusswaffen besitzen und führen darf. Im Falle eines Unfalls wird ein Verantwortlicher gesucht, der aber nicht du sein wirst. 

Kommentar von Evoluzzer213 ,

tatsächlich bin ich geistig Zurechnungsfähig. Ich habe keine Allmachtsfantasien oder Mordfantasien oder irgendwelche Ausraster ich führe mein Leben fast gänzlich ohne Gefühle die mich beeinflussen könnten. Manche sehen mich als fast schon gruselig rational, weil Emotionen niemals in meine Entscheidungen einfließen.

Kommentar von furbo ,

Es kommt aber nicht darauf an, wie du dich einschätzt. Unser Waffenrecht ist sehr restriktiv. Nicht die Verwaltungsbehörde muss deine Ungeeignetheit, sondern du musst deine Geeignetheit beweisen oder zumindest glaubhaft machen. 

Sollte der Sachbearbeiter Zweifel haben, wird er ablehnen oder mindestens ein Gutachten fordern. Bei der Erlaubnis zum Waffenbesitz und Führen gehen die Behörden vom Grundsatz aus (erlaube die simple Metapher) "Im Zweifel gegen den Angeklagten...".

Ich wage zu bezweifeln, dass dir bei einer psychischen Störung irgendjemand die Eignung bescheinigt, denn bei jedem Unfall mit der Waffe, unabhängig von deiner Schuld, gäbe es sofort ein Geschrei, wie man "Bekloppten" (bitte nicht persönlich nehmen) erlauben kann, eine Waffe zu besitzen und jagdlich zu führen. Die Schlagzeile sehe ich schon in einem der Boulevardblätter. 

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Ich nehme solche Ausführungen nicht persönlich. Das lässt mich kalt.

Ich verstehe was du sagen möchtest, ich werde mir auch vorsorglich ein Gutachten schreiben lassen, schließlich wird es keinen Unfall mit einer Waffe geben. Zumindest keinen an dem ich vorsätzlich Schuld bin. Und auch Jagdunfälle passieren kaum, also geht die Wahrscheinlichkeit gegen Null

Ich halte mich von Menschen grundsätzlich fern, vermeide Kontakt. Solange mich niemand im Rahmen einer Notwehrhandlung dazu zwingt, ist es für absolut irrational, meine Waffe gegen Menschen zu richten. Das bringt mir nichts, es nützt nicht und bringt nur Probleme.

Unabhängig von meiner Ethik, die mir grundloses Töten ohnehin schon verbietet, ergibt auch die Kosten-Nutzen-Abwägung, dass sich sowas absolut nicht lohnt. Schließlich ensteht daraus gar kein Nutzen.

Also tue ich es nicht.

Kommentar von furbo ,

Versuch macht kluch...

Versuche, die erforderlichen Erlaubnisse zu bekommen. Ich wünsch dir viel Glück dabei.

Aus persönlichem Interesse: kannst du mir eine Rückmeldung geben, wie es abgelaufen ist? 

Antwort
von SeelenOnkel, 17

Mir sind selber mal ''schizoide Züge'' diagnostiziert worden; und ich wurde schon paar mal gewalttätig, als mir welche nicht von der Pelle rückten ^^

Du bist erst 17. Wie reagierst du auf einen beharrlichen Stalker ? Oder wenn du eine intime Beziehung wagst ? Der Schizoide hat Angst vor Selbsthingabe (Riemann, Grundformen der Angst) und er wird wütend, wenn andere sich über seine Selbstisolation lustig machen.

Also wenn das bei der Zuverlässigkeitsüberprüfung rauskommt, werden die zumindest deine psychiatr. Begutachtung fordern.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Ich hatte bereits eine intime Beziehung. Ich habe kein Problem mit einer Bindung, in Maßen ist das sehr entspannend für mich, auch wenn es schwer ist, sich zu öffnen.

 Ich habe Riemanns Buch übrigens bei mir im Regal stehen neben einer Reihe anderer Fachliteratur^^

Ich werde nicht wütend, weil andere sich über meine selbst gewählte Isolation lustig machen. Im Gegenteil mache ich mich dann über alle lustig, die so schwach sind, dass sie Menschen zum Überleben brauchen. 

Ich kam auch schon in einige Situation in der mir ein paar zu nahe kamen. Es endete immer sehr friedlich. Die meisten merken nicht, dass sie eine Sicherheitsdistanz unterschreiten und ich weise sie freundlich daraufhin.

Sollte das nicht funktionieren, werde ich mal direkter und sage, dass man lieber 2 Schritte zurück gehen sollte um aus der Reichweite meiner Faust zu gelangen.

Ich glaube wir wissen was passiert, wenn das auch nicht hinhaut, aber dazu brauche ich keine Schusswaffe, ganz klar. Das ist extrem unangemessen, jemanden über den Haufen zu ballern weil er zwei Schritte zu nahe kommt.

Wie soll ich mit einem Stalker umgehen? Der Gerichtsbeschluss ist immer die Möglichkeit die zuerst zu wählen ist. Alles andere macht die Polizei. Notfalls kann ich auch ohne Waffe demonstrieren wie ungemütlich ich in einem Maß, welches durch Notwehr abgedeckt wird, werden kann ;D

Aber ich werde nicht grundlos wütend und vergesse mich auch nicht in so einer Art, dass ich einen Menschen einfach umbringe. Ich bin dabei, mir alle Gefühle abzutrainieren, weil Emotionen für mich nur Stress bedeuten und für mich keinen ersichtlichen Nutzen haben.

Ich fühle mich wohl als "Eisblock" ;)

Kommentar von SeelenOnkel ,

Mir scheinst du sehr reflektiert und reif zu sein :-)

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Danke :D

Antwort
von Spielwiesen, 40

o Himmel - so viele verwirrende Symptome und wahrscheinlich eine falsche Diagnose!

Ich antworte dir nicht auf deine direkte Frage, sondern möchte, dass du den Hintergrund deiner Erkrankung mal anders siehst.  Da muss man nämlich schon detektivisch vorgehen. Ich habe deine einzelnen Kommentare gelesen und bin fast sicher, dass man die bei dir zugrundeliegenden Symptome auch anders interpretieren kann, und darum geht es mir hier.

Wenn ein hilfloser Arzt sie in eine Diagnose umgewandelt hat, weil er sich anders nicht zu helfen wusste - dann hat er den großen Zusammenhang nicht gesehen! 

Erst Prof. Bodo Kuklinski hat dies erforscht und herausgefunden, dass weitgehend ein chronischer Mangel an Vitamin B6 und Zink für die solche Störungen in dieser Kombination verantwortlich sind, wo Nervenimpulse falsch laufen, weil im Stoffwechsel etwas falsch läuft. Dies richtig zu interpretieren, bedarf schon genauen Hinsehens. 

Nachzulesen hier: www.kpu-berlin.de/de/Kryptopyrrolurie_Artikel.htm (bitte alles lesen - s. linke Navigationsleiste, auch wenn es erstmal konfus klingt). Du kannst auch Kuklinski und B6 googeln und wirst noch mehr erstaunliche Resultate finden, die alle auf dich zutreffen.

ADHS, auch Autismus und verschiedene andere Erscheinungsformen dieses Mangels sind heute in aller Munde. Ich habe schon mal gelesen, dass viele psychiatrische Anstalen halb leer wären, wenn man diesen Zusammenhang kennen und die Leute anders behandeln würden.

Viele und immer mehr Menschen  haben einen starken Vit. B6-Mangel (von der Mutter erworben haben), der für die Symptome verantwortlich ist. Bei Frauen löst die Pille einen so hohen Bedarf an Vit. B6 aus, der unbehandelt zu schlimmsten Störungen führt.

Behandeln kann man sie einfach mit Pyridoxin, also Vit. B6, als Monopräparat, und Zink (ich nehme immer Zinkorotat POS). Damit kann man die Speicher auffüllen, ebenso durch gute frische Ernährung (KEIN Junk!)

Ich habe bei meinen Symptomen lange gebraucht, die wirkliche Ursache herauszufinden, und es ist mir gelungen. Daran wollte ich dich teilhaben lassen.

Alles Gute!

Antwort
von Ninni381, 59

Hi! Also nach einer kleinen Internet-Recherche über die Gesamtsituation denke ich, die Persönlichkeitsstruktur eines Schizoiden kann unter gewissen Voraussetzungen in Verbindung mit Waffen sehr gefährlich werden.

Positive zwischenmenschliche Interaktionen und allgemeine soziale Kompetenzen erscheinen mir als Laien einfach als sehr wichtige Indikatoren GEGEN das Erschießen von Menschen. Wer sich selbst heutzutage jedoch als völlig normal, durchschnittlich und am Besten noch wunschlos glücklich bezeichnet, macht mir deutlich mehr Angst, als du mit deinem Jagdgewehr.

Weil ich mich allerdings selbst schon seit einigen Jahren immer mehr nach einer richtigen, scharfen Schusswaffe sehne (und das hat wirklich NICHTS mit den Flüchtlingen zu tun!), wünsche ich mir umso mehr, dass wir uns alle auch ohne eigene Waffen wieder sicher und beschützt fühlen würden.

Amerika empfinde ich zum Beispiel in dieser Hinsicht als sehr abschreckend, denn das Besitzen und Tragen von Waffen führt dort viel zu oft nur zu unschuldigen Toten, statt zu Sicherheit und so genannter Freiheit.


Kommentar von Evoluzzer213 ,

Danke für deine Antwort, du hast dich damit mal damit kurz beschäftigt.

Es stimmt, nicht jeder schizoide ist gleich und einige schizoide haben einen ausgeprägten Menschenhass entwickelt, weil sie mit Nähe nicht umgehen können, denen würde ich auch keine Waffe in die Hand drücken.

Ich besitze grundlegende Sozialkompetenz (immerhin hab auch ich ein paar echte Freunde) auch wenn ich nicht selbstständig mit Fremden rede. Ich bin aber zu einem Gespräch fähig wenn mich jemand anspricht.

Ansonsten lasse ich die komplette Menschheit einfach neben mir herleben, weil sie mich nicht betrifft. Andere Menschen sind mir grundsätzlich egal genug, um sie einfach leben zu lassen. Ich suche mir ja schon Aktivitäten bei denen ich kaum Menschen treffe (Angeln, Jagen im Wald) einfach weil ich mich nur von den meisten Menschen gestört fühle und ich Zeit für mich haben will. Da denke ich nicht mal ansatzweise über andere Menschen nach, wenn ich welche sehe trete ich einfach den Rückzug an.

Außerdem wird mir einfach schlecht bei dem Gedanken, einen anderen Menschen einfach so umzubringen, weil es keinen Grund dafür gibt.

Kommentar von Ninni381 ,

Hi, und vielen Dank für deine Antwort!

Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei Eignungsregularien für Schusswaffen ganz konkret um das Ausschließen von allen möglichen Risiken geht. Die Basis dafür wird wahrscheinlich aus geltenden Gesetzen, logischem Menschenverstand und Erfahrungswerten zusammengesetzt sein.

Über deine gesundheitliche und soziale Situation bist du dir ja anscheinend absolut bewusst, und deine persönliche Selbsteinschätzung ist wirklich sehr viel reflektierter, als man es von einem 17(!)-Jährigen auch nur im Ansatz erwarten dürfte.

Was Reife und Aggressionspotential angeht, sollte es bei dir offensichtlich auch keine Probleme geben, denn noch nicht einmal hier, völlig anonym, konnten dich kritische Kommentare auch nur im Ansatz "aus der Reserve locken"... Chapeau!

Als Laie würde ich das von dir beschriebene Desinteresse an anderen Menschen und speziell auch das ganz bewusste "Aus-dem-Weg-Gehen" möglicherweise jedoch so interpretieren, dass du zwischenmenschliche Kontakte oder sogar echte Konflikte vielleicht nicht ganz so gut einschätzen und bewältigen könntest.

Für deine Lebensziele und dein Lebensglück wünsche ich dir von ganzem Herzen alles Gute- und bitte bitte bitte trainiere deine Treffsicherheit immer im Vorfeld gut an Scheiben, Tontauben und sonstwas, bevor du auf echte Lebewesen schießt. Deine Ninni*

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Danke für deine Antwort ;) naja es kommt darauf an wie man echte Konflikte definiert. Eigentlich bin ich so unscheinbar dass es sich nicht lohnt, einen Streit mit mir anzufangen^^ was zwischenmenschliche Kontakte angeht, bin ich etwas offener in letzter zeit geworden, in der Schule stelle ich mich meistens zu meinen "Freunden" (ich sehe die nicht als Freunde an weil ich außerhalb der Schule keine zeit mit Ihnen verbringe) und rede einfach mit. Ein normaler menschlicher Umgang ist für mich möglich und ich Blocke einfach ab wenn jemand zu nahe kommt, ganz ohne Aggression. Das werde ich auf jeden Fall tun, ich möchte keinen Tier unnötige schmerzen zufügen.

Antwort
von BellAnna89, 49

Mir wurde eine schizoaffektive Störung diagnostiziert. Ich lebe zwar relativ stabil (nur oft sehr depressiv) und ohne Medikamente oder Therapie damit, trotzdem würde ich mir selbst eine solche Möglichkeit nicht geben wollen, denn es geht nunmal mit psychischen Erkrankungen einher, dass man sich selbst nicht zu 100% einschätzen kann. Erstrecht nicht in Sresssituationen. 

Ich war ein paar Wochen in der Klapse, da erzählen einem Mörder und Kinderschänder von ihren Missetaten, als wäre alles ganz normal, denn aus ihrer Perspektive waren es ganz normale, gerechtfertigte oder für alle Beteiligten gute und richtige Handlungen. Ich konnte ihnen nicht einmal böse sein dafür, sie taten mir sogar Leid, denn sie verzweifelten täglich, weil sie nicht verstanden, wieso sie lebenslänglich in der Klinik bleiben müssen, manchmal festgeschnallt, gezwungen, verschiedene Medikamente zu nehmen, sie konnten es gar nicht verstehen. 

Also mir wäre es lieber, du würdest nicht jagen, ein eigenes Gemüsebeet und ein paar Beerensträucher reichen vollkommen um sich selbst zu versorgen. Mit dem Angelschein kannst du dir ohnehin sehr wichtige Vitamine besorgen, die gerade für das Gehirn besonders von Bedeutung sind. Fleisch braucht man nicht.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Ich habe keine schizoaffektive Störung. Ich habe eine beständige Persönlichkeit ohne schnell Wechselnde Emotionen. Ich Möchte einfach nur allein sein. Das ist der Kern meiner Persönlichkeit

Kommentar von BellAnna89 ,

Wenn du doch so schrecklich gesund und klar im Kopf bist, warum wird dir dann eine psychische Störung attestiert?!

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Weil meine Persönlichkeit von der "Norm" der Bevölkerung in einer Art abweicht. Sowas nennt sich schizoide Persönlichkeitsstörung.

Ich bin fast gänzlich emotionslos, kalt, distanziert, rational, einzelgängerisch und habe kein Interesse an anderen Menschen.

Selbst gute Psychiater distanzieren sich von dem Terminus Persönlichkeitsstörung. Weil es keine Erkrankung in dem Sinne ist unter welche irgendjemand leidet sondern einfach eine Persönlichkeit ist, die von der Norm abweicht. Die wenigsten schizoiden leiden unter ihrer Persönlichkeit.

Ich bin froh, dass ich so bin.

Aber du verwechselst das mit einer ernstzunehmenden psychischen Störung. Ich persönlich ziehe aus meiner Persönlichkeit keinen Nachteil, gehe deswegen auch nicht wegen meiner Persönlichkeit in Behandlung. Meine Umwelt leidet auch nicht darunter weil auch ein schizoider soziale Kompetenz erlernen kann. Aber ich bin keine Gefahr für meine Umwelt.

Kommentar von BellAnna89 ,

Dann verstehe ich nicht, wieso du es nicht einfach angehst und dir vom Psychiater ein Gutachten geben lässt. Wäre immerhin der Weg mit weniger sozialer Beteiligung als hier mit 30 Leuten zu diskutieren... passt nicht gerade in dein total zurückgezogenes Bild.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Ich genieße die Anonymität im Internet, deswegen rede ich im Internet mit Leuten. solls auch geben hat nichts mit meiner Persönlichkeit zu tun

Antwort
von Luftkutscher, 27

Weshalb willst Du gerade dieses Hobby ausüben? Mir wäre nicht wohl, wenn ich in meinem Wald arbeite und wüsste, dass da irgendwo in der Nähe ein Jäger mit einer Schusswaffe sitzt, der an einer psychischen Erkrankung leidet. Wäre nicht Schach spielen das bessere Hobby für Dich?

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Ich leide nicht. Und auch niemand anderes leidet darunter. Mein Umfeld leidet höchstens darunter dass ich Dinge genauso ausspreche wie sie sind aber ansonsten tu ich Menschen in meinem Umfeld kein Leid an. Ich möchte keinen Kontakt zu Menschen als schizoider, sobald ich dich im Wald sehe würde ich mich mich umdrehen und mich entfernen. Ich würde dich nicht abknallen, ich hab keinen Verfolgungswahn oder so xD

Antwort
von Jo3591, 22

Schußwaffen gehören grundsätzlich nicht in Hände von Personen, bei denen auch nur der leiseste Zweifel an ihrem Geisteszustand bestehen. Tut mir leid für dich, aber dieses Risiko für die Allgemeinheit kann keine Behörde eingegehen, und das ist auch richtig so.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

bei mir bestehen halt überhaupt keine Zweifel am meinem Geisteszustand. Weißt du was die Schizoide Persönlichkeitsstörung ist oder denkst du an Schizophrenie? Das ist ein sehr großer Unterschied. wie kann ich eine Gefahr für die Gesellschaft sein, ich habe keine emotionale Bindung zu den meisten Menschen und begebe mich äußerst ungern an Orte an denen andere Menschen sind. Die Allgemeinheit sieht mich höchstens beim Einkaufen und selbst das ändert sich bald.

Antwort
von brummitga, 50

den Jagdschein wirst du sicher bekommen; allerdings bezweifle ich nach deiner Schilderung die Erlaubnis zum Führen einer Waffe.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Die Waffenbesitzkarte erlaubt mir den Erwerb einer Schusswaffe und die Aufbewarung sowie Führung auf meinem Grundstück. nicht außerhalb meines Grundstücks

Antwort
von MarkusGenervt, 59

Wie kannst Du Dich selbst da so gut einschätzen?

Wenn das so einfach wäre, bräuchtest Du doch keine Therapie.

Such Dir besser ein anderes Hobby. Es gibt schon genug Gestörte mit Waffen. (Ist nicht abfällig gegen Dich gerichtet!)

Wie kommst Du in Deiner Situation überhaupt auf so eine Idee? Wenn ich Deine Probleme hätte, würde ich mich ganz weit fern halten von allem, was Andere irgendwie gefährden könnte. Ich würde im Traum nicht mal darauf kommen z.B. einen Flugschein zu machen. Du kannst doch gar nicht einschätzen, wie Du im nächsten Moment reagierst.

Denk nochmal besser darüber nach und streiche solche Dinge aus Deiner Welt. Es gibt andere Hobbys, die nicht so gefährlich sind.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Ich habe geschrieben ich bin weder wahnhaft noch psychotisch. Ich bin auch nicht Schizophren ich bin schizoid das ist ein himmelweiter Unterschied. In Therapie bin ich wegen adhs, also nichts bedrohliches^^ das ist es gerade, ich hab zwar ne Diagnose aber die schränkt mich in dieser Hinsicht nicht ein. Ich habe keine Probleme in meinem Leben und würde andere Menschen niemals gefährden. Im Gegenteil Suche ich mir Hobbys, bei denen ich kein Kontakt zu Menschen habe weil es meine Persönlichkeit ausmacht^^ Ich bin auch in dieser Hinsicht nicht gestört, ich raste als schizoider nicht einfach so aus und baller alles über den Haufen. Im Gegenteil ist meine Gefühlswelt von meiner Erlebniswelt fast vollständig abgespalten, das drückt sich bei mir so aus, dass ich ein unglaublich klarer und rational denkender Mensch bin der sich von seinen Gefühlen nicht beeinflussen lässt.

Kommentar von MarkusGenervt ,

Wenn Du ADHS hast, hättest Du erst mal nicht so ein Bohei darum machen brauchen.

Außerdem weißt Du selbst am Besten, wie leicht man mit ADHS seine Geduld verliert und der Abzug ist ganz schnell gedrückt.

Dass Du bei ADHS auch sensibel und einfühlsam bist, musst Du mir nicht erklären. Das weiß ich. Aber ich kenne auch die unkontrollierte Seite des ADHS.

Im Übrigen wird es Dir bei dem Spektrum an Interessen erst recht nicht schwer fallen, ein anderes Hobby zu finden.

Also warum etwas riskieren?

Ich kenn mich da ein bisschen aus.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Google mal Schizoide Persönlichkeitsstörung^^ dir wird auffallen dass das überhaupt nichts bedrohliches ist.

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Du redest von unbehandeltem Adhs, ich habe die Stoffwechselstörung über Jahre hinweg therapiert bekommeb und versucht, meinen Stoffwechsel zu korrigieren, deshalb gehe ich ja überhaupt dahin. Die typische Adhs-Symptomatik ist komplett verschwunden, bis auf einen gelegentlichen Hyperfokus auf einige Themen. Ich verliere meine Geduld gar nicht mehr, bin zuletzt vor circa 7 Jahren "ausgerastet" und habe einen Tisch in der Schule umgeworfen, ich glaube nicht dass das etwas weltbewegendes ist^^ tatsächlich wirke ich kalt und unnahbar auf meine Umwelt was ich selbst als Rückmeldung bekomme und ich weiß auch dass mich nichts aus der Reserve lockt. Ich bin mir viel zu viel Wert um mein Leben für einen Idioten wegzuwerfen nur weil ich den Abzug gedrückt hätte, das passiert mir niemals. Schon allein weil ich Menschenkontakt meide, das funktioniert auch gut. Niemand provoziert mich weil ich kalt wirke. Natürlich kann ich Einfühlsam und sensibel sein aber das hat wenig mit meiner Frage zu tun^^ was ich aber eigentlich sagen wollte ist, dass ich den absoluten Großteil meiner Zeit nichts fühle und sich das auch nicht durch äußere Einwirkung ändert. Du würdest schlicht daran verzweifeln, mich wütend zu machen, zum Beispiel.

Kommentar von MarkusGenervt ,

Du würdest schlicht daran verzweifeln, mich wütend zu machen,

Ich weiß :-)

Allerdings möchte ich dann doch mal zu bedenken geben, ob es dann in deiner emotionalen/emotionslosen Situation so ratsam ist, Leben zu nehmen?

Ich weiß nicht, ob Du Dich inzwischen mal mit Lernen, bzw. Konditionieren befasst hast. Auch wenn Du Deine Gefühle – na, sagen wir mal – beherrschst, so kannst Du Dich den Konditionierungs-Effekten einer wiederholten Tätigkeit nicht entziehen. Du bist auch nur ein Mensch und keine Maschine.

Frag Dich einmal – also ganz ehrlich in Dich hinein – was Deine Motivation ist, jagen zu wollen?

Ist es der Wunsch nach einer Emotion/einem Kick? Ist es die Suche nach der Macht über Leben und Tod? Oder was bedeutet es Dir?

Danach würde ich dann auch mal weiter prüfen, ob es nicht auch Optionen der Übertragung auf Menschen gibt.

Das ist ein sehr heikles Thema und nach dem ersten Töten gibt es keinen Weg zurück. Dann geht es immer weiter und immer mehr.

Du sagst, Du hyperfokussierst – klar, was sonst ;). Was ist, wenn Du auf diesem Weg Deiner Entwicklung hyperfokussierst? Wohin wird Dich dieser Weg dann führen?

Ehrlich, beim Thema Hyperfokussieren könnte ich jedes mal in die Tischkante beißen – hinterher, wenn es zu spät ist!

Lass Dir das doch erst mal ganz in ruhe durch den Kopf gehen. Denk lieber einmal zu viel darüber nach, als zu wenig – auch, wenn das für Dich eigentlich kein guter Rat ist ;o)

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Weil ich nicht so viel fühle heißt das nicht das ich ein Psychopath bin. Ich töte nicht aus Spaß an der Freude oder einem emotionalen Kick. Ich will keine Macht ausüben.

Das Jagen bedeutet für mich Autarkie in Reinform, ich bin nicht auf einen fremden Metzger angewiesen, der zufällig immer das Fleisch führt, das ich haben möchte. Ich möchte mir meine Nahrung selber beschaffen und danach zubereiten lernen, deswegen mache ich ja auch meinen Angelschein^^ damit ich mich in dieser Hinsicht selber versorgen kann, auch Beilagen möchte ich selbst kultivieren. Aber das Züchten von Salat stellt hier kein Problem da^^

Es gibt damit ohnehin keinen Weg zurück, als Fleischesser bin ich auf das Töten von Tieren zur Nahrungsbeschaffung angewiesen.

Menschen sind mir in dieser Hinsicht aber nicht dienlich, ich will sie nicht essen also wieso sollte ich sie grundlos töten? Das macht für mich keinen Sinn^^

Ich beschäftige mich nicht mit Menschen, ich ignoriere meine Umwelt  in der Regel einfach. Ich hasse ja Menschen nicht mal, die meisten (bis auf meine Freunde) sind mir egal.

Ich würde darum auch niemanden töten, außer es lässt sich eine Gefahr für mich oder einen anderen Menschen leider nicht anders verhindern. Aber diese Form von Notwehr ist gesetzlich geregelt und das würde notfalls wahrscheinlich auch jeder andere Mensch tun.

Fassen wir zusammen, ich töte Tiere zur Nahrungsbeschaffung, nicht weil ich einfach irgendwas töten möchte.

Menschen möchte ich nicht essen und strenge mich an, mit Menschen nichts zu tun zu haben, also werde ich diese niemals töten. Das ist für mich logisch ausgeschlossen.

Das Töten aus Spaß an der Freude ist eine emotionale Handlung und damit für mich weder ausführbar noch nachvollziehbar.

Kommentar von MarkusGenervt ,

Also DAS hört sich mal fundiert und durchdacht an. Ich respektiere jeden, der nur zur Nahrungsbeschaffung jagt und nicht aus Sport oder Lust. Das gibt es heute kaum noch.
Meine aufrichtige Hochachtung!

Allerdings möchte ich Dir zu Selbstverteidigungszwecken dann doch eher nahe legen, vielleicht Kampfsport zu erlernen. Da stehen die Optionen für einen letalen Ausgang deutlich geringer und Du müsstest nicht mit den Konsequenzen leben. Aber das nur so für den rein hypothetischen Fall.

Ich hoffe, ich habe Dir nicht auf die Füße getreten oder Dir irgend etwas unterstellt. Bei so vielen "Meinungen" unter den Menschen ist es eher ein seltenes Ereignis, einen so bewussten Menschen zu treffen.

Es ist mir ein Vergnügen, Dir begegnet zu sein :)

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Nein du bist mir nicht auf die Füße getreten^^

Wenn ich aus Notwehr jemanden töte, habe ich zumindest keine seelischen Konsequenzen. Wenn ich keinen anderen Ausweg habe, trauere ich meiner Tat nicht nach, es war ja zur Selbstverteidigung. Auch hier bin ich eher kalt^^

Aber das passiert hoffentlich niemals das es soweit kommen wird, ich beschäftige mich auch schon mit Kampfsport und Selbstverteidigung.

Mir auch, du weißt wovon du redest. Das finde ich gut ;)

Antwort
von grubenschmalz, 34

Das wird nichts

Kommentar von pritsche05 ,

Hoffendlich !

Kommentar von Evoluzzer213 ,

Von jemandem, der hoffentlich nicht richtig schreiben kann, kann man auch nichts großartiges erwarten, oder?

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community