Frage von zuckowski,

Wärmedämmung für die Aussenwand vom Haus - wieso soll Styropor sich nicht so gut eignen?

Jemand sagte mir dass sich bei Styroporgedämmten Ausswänden in den Innenhohlraeumen bzw. im Styropor selbst Feuchtigkeit sammeln würde und es zur Schimmelbildung kommen könnte. Stimmt das so grob? Oder kann es jemand genauer erklären?

Antwort von Wolf2008,
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Styrodurplatten verwendet man im Sockelbereich weil sie einfach härter sind als Styroporplatten. Im Styropor selbst kann sich kein Wasser bzw. Feuchtigkeit bilden. Die Platten werden geklebt und gedübelt, darauf eine Armierung im Sandwichsystem, das heisst Kleber+Armierung+Kleber, darauf kommt noch ein Streichputz, dann der Putz und dann wird noch 2x gestrichen. Es kann also von aussen keine Feuchtigkeit rein kommen Wenn eine Restfeuchte im Mauerwerk (oder in Innenhohlräumen) vorhanden ist kann es eventuell zu Feuchteschäden im Innenbereich kommen. Aber sehr unwahrscheinlich. Man muss lediglich drauf achten welche stärke die Dämmung haben muss bzw. haben sollte.

Antwort von wernilein,
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da es sich ja um eine doch größere baumaßnahme handelt ,würde ich mich lieber fachlich beraten lassen,nicht das nachher das haus von innen schimmelt..

Antwort von kai71,
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normalerwese nimmt mn"styrodur"das sind grüne platten mit einer hohen dämfähigkeit--styropor ist wasserdurchläsig.

Antwort von Schmiedhaus,

Ein Haus sollte man im Sinne der Nachhaltigkeit natürlich dämmen, dazu gibt es auch ökologische Wärmedämmputzsysteme ohne Styroporanteile. Das ist für das Haus und den Menschen besser. Einfach mal beim Naturbaustoffhändler informieren und gesund wohnen und leben.

Antwort von jjjdresden,

Hallo, ich würde Ihnen auch den Rat vom einer Baufirma empfehlen, die FIRA Firmengruppe aus Dresden ist Spezialist für energetische Sanierung. Dort haben Sie Planung und Bauüberwachung aus einer Hand, ausserdem helfen die auch bei dem Antrag zur KfW Förderung sowie dem KfW Zuschuss Förderprogramm und zinsgünstigen Darlehen und Kredit. Die KfW Bank fördert ernegieeffizientes Sanieren und empfiehlt einen qualifizierten Baubegleiter. Diese Leistung, welche für Einzelmaßnahmen seit dem 1.März 2011 ebenso förderfähig wie für ein KfW-Effizienzhaus ist und als Sonderförderung bezuschusst. Für die Sanierung Ihres Eigenheims ist das Förderprogramm vielleicht sinnvoll. Als Generalunternehmen bietet die FIRA Dresden alle Leistungen aus einer Hand und hat jahrelange Erfahrung in der Wohngebäudesanierung und Energetik. Planungssicherheit bei der Verringerung von Wärmeverlust an Ihrem Eigenheim erspart Ihnen nicht nur überteuerte Heizkosten, sondern auch unangenehme finanzielle Überraschungen bei der Bauausführung. Vielleicht lohnt sich ja eine förderfähige Komplettsanierung. Solar Energie, Wärmedämmung und Energiepass sind seit einigen Jahren in aller Munde. Durch Isolierglas und eine wirksame Dachisolierung sparen Sie nicht nur bares Geld, sondern helfen auch der Umwelt. Der Wärmeverlust wird durch eine effektive Fassadendämmung minimiert. Es empfiehlt sich auch ein Baubegleiter für die Komplettsanierung. Als Generalunternehmer für Sanierungsmaßnahmen als auch den kompletten Hausbau ist eine seriöse Baubegleitung sinnvoll. Die Fassadensanierung sorgt für ein energieeffizientes Eigenheim. Weitere Informationen finden Sie auf http://energetik.fira.de/

Antwort von Eckbert1,

Ich würde an die Außenwand eines Gebäudes kein Styropor verwenden, da sich Algen, Moose, Flechten und Schmutz ansiedeln. An die Außenwand eines Gebäudes gehört ein wärmespeichernder Baustoff, kein dämmender Baustoff, das ist ein Unterschied. Ein wärmespeichernder Baustoff, zum Beispiel eine massive einschalige Ziegelwand oder Klinker speichern die Sonnenenergie, so daß die Wand am Tage und auch in der Nacht eine gewisse Wärme hat. Durch die Wärme werden Algen, Moose und Flechten von der Wand ferngehalten. Nur so ist es zu erklären, daß Häuser im norddeutschen Raum kaum Bauschäden aufweisen, da sie immer verklinkert sind. Übrigens: Schimmel kennt man in diesen Häusern auch nicht, er ist völlig unbekannt.

Antwort von TorstenKeller,

Polystyrol (Oberbegriff für das Material) weist eine sehr hohe Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl auf. Diese Zahl gibt an wieviel Wasserdampf bzw. Feuchtigkeit nach außen durchlässig ist. Besser geeignet ist z.B. Steinwolle, da dieser Dämmstoff eine sehr niedrige Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl aufweist.

Essentiell für die Verwendbarkeit eines WDVS ist bspw. eine hohe Wärmedämmung und möglichst kein Tauwasserausfall in der Wand. Besonders im Winter sind Wasserdampfdruck und Temperatur innen hoch und außen niedrig, das heißt durch den Wandquerschnitt herrscht ein Gefälle. Bei jeder Temperatur kann die Luft nur eine bestimmte maximale Feuchte aufnehmen - gekennzeichnet durch den Sättigungsdampfdruck, der temperaturabhängig ist (Taupunkttemperatur). Durch den Aufbau der Wand wird sowohl der Verlauf der Temperatur und damit des Sättigungsdampfdrucks als auch der Verlauf des Dampfdrucks vorgegeben. Nur wenn im Wandquerschnitt der Dampfdruck stets unter dem Sättigungsdampfdruck liegt, kommt es nie zum Ausfall von Tauwasser (allerdings lassen die Normen zeitweise einen geringen Ausfall zu).

Bei mehrschichtigen Außenbauteilen wird deshalb die Tauwasserfreiheit grundsätzlich gesichert, wenn die Wärmedämmfähigkeit nach außen hin zunimmt und der Wasserdampfdiffusionswiderstand nach außen hin abnimmt.

Bei umgekehrtem Wandaufbau, d.h. Wärmedämmung innen, kann der Dampfdruck örtlich den Sättigungsdampfdruck erreichen. Da ein Überschreiten nicht möglich ist, fällt die überschüssige Feuchte als Tauwasser aus. Dies kann zu einem kritischen Tauwasserausfall an Stellen führen, wo das anfallende Tauwasser nur schlecht wieder verdunsten kann.

Der Wasserdampfdiffusionswiderstand sollte nach außen hin abnehmen, damit die anfallende Feuchte während der Verdunstungsperiode gut nach außen hin verdunsten kann. Die Hauptursache für Schäden an WDV-Systemen, ist der Ausfall von Tauwasser zwischen der Dämmung und dem Außenputz. Wenn dieses Tauwasser aufgrund des hohen Wasserdampfdiffusionswiderstands des Außenputzes und Anstrichs nicht vollständig verdunstet, kann es zu Abplatzungen durch gefrierendes Wasser und zur allmählichen Durchfeuchtung des Dämmstoffs kommen. Die Folgen sind eine Abnahme des Wärmedämmvermögens und Standsicherheitsprobleme, was einen vollständigen Abriss und Neuaufbau des WDVS zur Folge haben kann.

Solange geheizt oder gekühlt wird, hat die Masse der Außenwand keinen Einfluss auf den Heiz- bzw. Kühlenergiebedarf - dieser wird nur vom U-Wert der Wand bestimmt. Gleiches gilt auch für das Innenraumklima. Lediglich der zeitliche Verlauf der Heiz- bzw. Kühlleistung hängt von der Speicherfähigkeit der Wand ab. Anders in Zeiten ohne Heizung oder Kühlung. Je größer die Speicherfähigkeit, umso langsamer beeinflusst das Außenwetter das Innenraumklima: Heiße Außentemperaturen müssen erst die Wand aufheizen, ehe diese ihrerseits den Innenraum aufheizt.(Schau auch mal bei Wiki nach :-)

Eine weitere Methode der nachträglichen Wärmedämmung wird hier beschrieben:

http://www.kerndaemmung.net

Ich hoffe, dass es hilfreich war.

Antwort von dierssen,

Ein Haus "schwitzt" und sollte möglichst nicht mit dichtenden Materialien eingepackt werden. Es verhält sich ähnlich dem Menschen und seiner Kleidung. Wenn es kalt ist, ziehen wir uns warm an und wenn es regent auch schon mal einen "Ostfriesennerz" unter dem man bekanntlich schön ins schwitzen kommen kann. Wer mag das schon über längere Zeit? Weder Mensch noch Haus. Gruß http://www.ulrichkurtdierssen.de

Antwort von aikela,

Es gibt mehr ungedämmte Häuser, die Schimmel haben, als gedämmte. Schimmel gab es schon zu Zeiten, als die Bibel geschrieben wurde und da gab es noch kein Styropor. Beratung zu diesem Thema: www.schimmelspuerhund-naila.de

Antwort von KlausNeumann,

Bei konrad-fischer-info.de

und hier

http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=061031002

findest Du einige erstaunliche Erklärungen zur Dämmung.

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