tschiggen am 10.01.2009 um 16:56 Uhr
Unser Fertighaus ist Baujahr 1987, Wandstärke ca. 16 cm, Innenverkleidung mit Gipskarton 9,5 mm. Die Innenfelder der Rahmenkostruktion sind mit 100 mm starken Mineralfasermatten ausgefüllt.
Zum Bauzeitpunkt war das sicherlich okay, aber nach über 20 Jahren ergeben sich ganz andere Anforderungen an einen vernünftigen und ökonomischen Wärmeschutz - wie der jetzige Winter eindrucksvoll zeigt.
Welche zusätzlichen Dämmmaßnahmen sind überhaupt noch möglich? Hilft eine Verklinkerung?

Eine Ausenverkleidung mit Wärmedämm-Vermundplatten dürfte machbar sein
Hallo, hab ein änliches Problem. Vielleicht auch eine Lösung! Meine Isolierung ist hinterlüftet durch Löcher im unteren verdeckten Bereich der Wand.(Ist wohl bekannt) Meine Idee ist, diese Löcher zu verschliessen, Löcher in die sichtbare Fläche der Ausensand bohren,darauf die zusätzliche Isolierung dann eine Hinterlüftung, diese dann wieder von unten (versteckt)so bleibt die alte Hinterlüftung in der Wand aktiv und die Feuchtigkeit wird durch die neue Isolierung transportiert und danach abtransportiert. Soweit, spricht da etwas dagegen?
TIP: Schon mal an das Thema Fenster gedacht?
Der meiste Wärmeverlust im Haus geht durch die Fenster flöten. Beispiel: "Normales" Fenster: Wärmeverlust 1,1 im Glas. Rahmen meist schlechter.
Eine "normale" Fertighauswand nach heutigem Standard: Wärmeverlust um die 0,18!
Due siehst wie schlecht das Fenster im Verhältnis zur Wand dämmt.
Jetzt weiß ich nicht was für Fenster du drinne hast. Aber wenn die auch 20 Jahre alt sind empfehle ich dir:
Neue Fenster! 3-fach verglast / Dämmwert um die 0,7 im Glas. Wichtig dabei: Auch der Rahmen muß einen guten Dämmwert aufweisen!
Neue Fenster bringen für den Wärmeverlust in deinem Haus viel mehr als eine besser gedämmte Fassade. Und warscheinlich würde es sogar preiswerter als eine neue Fassade.
Hallo der Wandaufbau sollte genauer ermittelt werden, dann den vorhandenen U-Wert berechnen. Hier muß auch die Wasserdampfdiffussion beachtet werden und die Wandkonstruktion muß winddicht sein. Es gibt verschiedene Materialien um die Dämmung zu verbessern, dies sollte auf die vorhandene Konstruktion passen. Wärmedämmung mit Riemchen ist eine Möglichkeit. Es ist kein Problem die Hausfassade auf einen U-Wert von 0,20W/(m²K) zu bringen (Die Energieeinsparverordnung fordert zur Zeit 0,35W/(m²K).(Je kleiner umso besser)

aussenverkleidung demontieren, dann kann ein WDVS montiert werden. Aber bitte vor den Maßnahmen genau prüfen und vor Ort beraten lassen, am besten durch einen ökologisch arbeitenden Betrieb.

Eine WDVS-Dämmfassade wäre sicherlich die beste Preis-Leistungs-Variante in Deinem speziellen Fall. Klinker sind etwas teurer, bringen aber eine sehr schöne Optik und sind von der Oberfläche her sehr unempfindlich und pflegeleicht. Zusätzlich bieten Klinker im Sommer noch einen besseren Hitzeschutz als Styropor, da sie einen Teil der Wärme speichern, bevor sie diese ins Haus durchlassen.
Lass Dich aber vor Ort von einem Fachmann beraten, nicht nur von einem Baubetrieb, der gerne seine Fassade verkaufen möchte.

Leider ist Deine Beschreibung des Wandaufbaus unvollständig, denn woraus besteht die Differenz zwischen 16 cm Wandstärke und 10 cm Mineralwolle?
Vermutlich spielt eine Holztafelbauweise eine Rolle oder?
Gibt es eine hinterlüftete Fassade?
Mit letzterer wird es bei einem WDVS Probleme geben, weil die Hinterlüftung den Dämmeffekt zunichte macht. Und die Hinterlüftung zu "deaktivieren", könnte auch Probleme beim Feuchtigkeitsabtransport bringen.
Verklinkerung wird im Prinzip nur eine optische Wirkung haben, da auch sie hinterlüftet sein muß.