Frage von snatascha, 45

wären wir wirklich ohne religion besser dran?

mag zwar sein, dass durch religion viele Kriege entstehen, ist es aber richtig die religion zu beschuldigen, anstatt den menschen verantwortlich dafür zu machen? was ist mit den religiösen werte und moralvorstellungen,wenn die menschen das alles befolgen würden, würde es doch gar nicht zu kriegen kommen oder was meint ihr, wären wir ohne religion besser dran, wenn ja warum?

Antwort
von Yuurie, 6

Hmm schwierig zu beantworten. Religion ist generell eines der Themen, wo man sich nicht so schnell einig wird.

Ich sehe es, dass beides Schuld trägt. Religion und auch der Mensch selbst.

Vorab muss ich sagen, dass ich zwar in eine Religion reingedrängt wurde ("wenn die Familie katholisch ist, musst du es auch sein"), aber im Grunde ist niemand in meiner Familie jemand, der jetzt nach den Vorsetzen/Idealen nach der Religion lebt, an Gott glaubt oder zur Kirche geht (einige aus meiner Familie haben sich auch direkt davon abgewandt).

Ich selbst sage mir immer, dass ich ohne Religion super zurecht komme und ich 'brauche' es auch nicht. Allerdings akzeptiere ich die Menschen, die ihren Glauben und ihre Religion haben. Wenn sie mich in Ruhe lassen und mich damit nicht zuquatschen, lasse ich sie auch in Ruhe. Leben und leben lassen.

So, nun zum eigentlichen Thema:
Die Religion setzt viele Maßstäbe, wie quasi ein friedliches, harmonisches Leben zustande kommt (z.b. bei Christen die 10 Gebote und bei anderen Religionen was anderes, bin da jetzt nicht sonderlich bewandert mit).

Ist ja schön und gut, aber als Mensch mit einem gesunden Menschenverstand, weiß man doch eigentlich, was 'gut' und was 'schlecht' ist? Zumindest gehe ich davon aus. Die Religion wird oftmals von den Menschen 'missbraucht' oder 'fehlinterpretiert'. Dadurch kommen viele Kriege zustande, aber auch Intoleranz gegenüber andere Religionen, Feindlichkeiten wie z.B. gegenüber der Homosexualität, Kinder, die unehelich geboren werden sind eine Schande usw.

Ich glaube, dass durch die Religion sogar noch mehr Hass entsteht und die Wirkung von dem, was es eigentlich sein soll, komplett verfehlt. Das ist zumindest das, was ich für mich festgestellt habe.

Aber so ganz die Religion schlecht reden will ich natürlich nicht. Für manche Menschen ist Religion, der Glaube an etwas höherem, Mächtigen auch gut. Wenn z.B. ein Mensch weiß, dass er bald sterben wird und daran glaubt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, hat er weniger Angst vor dem Sterben. Oder wenn sie glauben, dass sie liebevoll von Gott, toten Familienmitgliedern usw. empfangen werden.

Auch kann Religion Hoffnung schöpfen für Diejenigen, die vielleicht von selbst nicht auf die eigene beine kommen können.

Wenn der Mensch in der Lage ist, einfach an etwas glauben zu können, ohne dabei andere zu bekehren zu wollen und auch jede andere Religion (oder die, die an keine glauben) akzeptiert und toleriert. Jeden Menschen akzeptiert wie er ist und die Religion nicht dafür missbraucht, um Menschen damit zu manipulieren (Terroristen mit 'religiösen' Überzeugungen), ja dann würde ich sagen, dass man mit Religion auch gut zurecht käme.

Da es aber leider ins Negative verläuft, über viele Jahrhunderte weg und sich bis dahin wirklich nicht sehr viel geändert hat (in meinen Augen), denke ich, dass man ohne Religion besser dran wäre.

Und hier an alle Gläubigen/Religiösen: Bitte nehmt es nicht negativ auf. Ich akzeptiere, an was ihr glaubt und hege keinen Hass oder Groll auf alle Glaubensrichtungen/Religionen. Es ist nur meine eigene Empfindung und Meinung zu diesem Thema.

LG

Antwort
von dan030, 9

Das ganz grundsätzliche Problem mit "Religion" und "Glauben" ist, dass es eben um Glauben geht, und nicht um Wissen.

Glauben kann man leichter instrumentalisieren als Wissen. Und das ist in der Geschichte immer wieder ausgenutzt worden. Von Machthabenden einerseits, um ihre Untertanen zu unterdrücken und in eine bestimmte Richtung zu treiben. Oder eben auch in der aktuellen Zeit, wo unter dem Deckmäntelchen des Glaubens Terrorismus inszeniert wird.

Religion und Glauben sind als abstrakte "Werte" erstmal nicht dafür verantwortlich, sondern diejenigen Menschen, die die Instrumentalisierung derselben vornehmen.

In der Praxis ist es aber müßig, dieser Verantwortungsfrage genau nachzugehen. Entscheidend ist, was hinten rauskommt. Und das Ergebnis ist gerade in aktuellen Zeiten aus meiner Sicht verheerend.

Besonders beeindruckend finde ich immer, wie in der öffentlichen Meinungsbildung mit zweierlei Maß gemessen wird, und zwar an folgender Stelle:

Einerseits wird ja z. B. in Deutschland regelmäßig gegen die AfD oder sog. "Rechtspopulisten" gehetzt, weil sie angeblich eine sachlich unzulässige Vereinfachung von Dingen vornehmen würden, um auf Stimmenfang zu gehen. Da ist dann "Vereinfachung" pauschal böse. Wenn es aber um Religion und insbesondere den Islam geht, dann sollen wir plötzlich die "Vereinfachung" im Weltbild dieser Menschen plötzlich respektieren und vielleicht sogar auch noch gutheißen als Teil des multikulturellen Lebens.

Letztlich halte ich Religion für nichts anderes als eine Vereinfachung des subjektiven Weltbildes: Wissen und Nachdenken werden durch irgendeinen Glauben ersetzt. Und im Namen dieses Glaubens sollen dann plötzlich Dinge gesellschaftsfähig werden, die ansonsten gar nicht mit zivilisatorischen Grundwerten vereinbar sind. Siehe z. B. Frauenrechte im Islam.

Antwort
von Gilgaesch, 17

Religion ist nur ein Katalysator. Wenn sie nicht existieren würden, würden die Menschen einfach einen anderen Grund nehmen.

Religion kann auch gutes bewirken.

Kommentar von dercoolemax ,

du hast mir meine antworten gestohlen.;-)

Kommentar von Gilgaesch ,

Sorry XD

Kommentar von Meatwad ,


Religion ist nur ein Katalysator. Wenn sie nicht existieren würden, würden die Menschen einfach einen anderen Grund nehmen.

So einfach ist das aber nicht. Nichts eignet sich besser, um das eigene Handeln zu rechtfertigen, als ihm eine göttliche Legitimation anzudichten. Ohne diese Hilfe hätten viele Grausamkeiten entweder keine Chance, oder sie hätten es um einiges schwerer.


Religion kann auch gutes bewirken.

Da müsstest du mir jetzt aber kurz erklären, was das sein sollte. Mir ist diesbezüglich nichts bekannt.

Antwort
von Andrastor, 13

Ja, wären wir.

Die Geschichte, sowie neuere Studien, zeigen dass Religion die Hemmschwelle für Gewalt und Schandtaten heruntersetzt, die Menschen werden geiziger, asozialer und eher bereit anderen zu schaden.

Zusätzlich behindert die Religion bis heute wissenschaftliche Arbeiten. Das ägyptische Buch der Toten wurde von christlichen Archäologen Jahrzehnte lang unter Verschluss gehalten, weil dort der Horus-Mythos beschrieben ist, welcher unverkennbare Parallellen zum Leben der biblischen Figur Jesus Christus aufweist.

Die Religion predigt Wasser und trinkt Wein. Zwar redet sie von Nächstenliebe und Toleranz, gleichzeitig pflanzt sie den Menschen den Glauben ein alle ausser sie seien verdammt, weil nur sie der einzig wahren Religion angehören und jede andere Meinung sei ein Angriff auf die Religion.

Antwort
von joni2510, 20

Religionen überschneiden sich aber stören tun sich die Menschen dran.Es wird immer Meinungsverschiedenheiten geben. Es liegt zum teil an beidem und ist ein sehr schwieriges Thema. Eine Welt ohne Krieg ist fast unmöglich

Antwort
von rlstevenson, 18

Wer die Religion verantwortlich macht, macht natürlich den Menschen verantwortlich. Die Religion ist doch keine Naturgewalt.

Antwort
von HatetMisanthrop, 8

Ja aber wenn nicht Religion dann was anderes

Antwort
von fricktorel, 1

Oh ja, denn die "Religionen" sind das Machtwerkzeug des "Gottes dieser Welt" (Offb.12,9),welcher die Menschheit irreführt (2.Kor.4,4; 11,14) und vom wahren Schöpfer (Jes.45,22) ablenkt.

Sein "Endsieg" kommt noch (Offb.17,1-6), aber nicht für lange (Offb.20,2).

Antwort
von Brainus, 13

ja, wären wir. Man sollte die Werte der Religionen extrahieren und den Rest auf den Abfallhaufen der Geschichte werfen.

Es macht keinen Sinn sich heute nach dem auszurichten, was sich irgendwelche Hirtenvölker vor 3000 Jahren ausgedacht haben.

Kommentar von Meatwad ,

Man sollte die Werte der Religionen extrahieren

Nicht nötig. Diese handvoll Werte hatten wir bereits vor den Religionen. ;)

Antwort
von TokTokdasEi, 9

Wie alles hat das seine Vorteile und Nachteile.

Ich finde gerade der Islam greift zu sehr in der Familie und Politik ein und das darf es nicht sein.

Auch Predigt der Islam  Intoleranz und Verfolgt Andersgläubige.

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