Frage von Schwizz, 278

Wären die 10 Gebote und das Neue Testament der Bibel mit dem Grundgesetz vergleichbar?

Antwort
von Kheber, 38

Hallo, Schwizz

Da sind wir beide wieder. Eine super Frage, macht spaß mit DIr.

Laß mich Deine Frage etwas auseinander teilen, damit wir das besser beantworten können.

Die 10 Gebote und das NT:  Das Alte Testament ist die Grundlage des NT: Jeshua hat sich in Seinen Predigten immer auf die Thora,und den Büchern des AT berufen. Das NT war  zu SEINER Zeit noch nicht aktuell. Ein gutes Beispiel hierzu wäre die Bergpredigt. Hier sagt ER u.a man soll seinen Nächsten lieben. Die Paralelle ist das 8.bzw 9 Gebot. "Du sollst nicht begehren ..." Hier sieht man den Zusammmenhang. Wenn ich meinen Nächsten sein Hab und Gut liebe oder achte, dann habe ich kein Verlangen nach seiner Frau als Beispiel. Die Sachen meines nachbarn interessiert mich dann nicht, denn ich möchte ihm ja keinen Schaden zufügen.

Und hier kommen wir zu dem anderen Punkt: Das Grundgesetz:

Im Grundgesetz ist die Würde des Menschen unantastbar. Dadaurch wird gesagt, wir sollen unseren Nächsten keinen Schaden zufügen. In den 10 Geboten heißt es: "du sollst nicht töten" - natürlich sieht man auch in diesem Gebot die Nächstenliebe.

Merkst Du, wie das AT, die  10 Gebote, das NT und das Grundgesetz Gemeinsamkeiten haben?
Würde mich sehr freuen, DU könntest es durch meine doch stümperhaften Erklärungen erkennen.

Gott segne Dich!

Antwort
von Giustolisi, 77

Von den 10 Geboten sind nur drei sinnvoll. Generell sind die 10 Gebote keine besonders gute Auswahl. Sollte ich die 10 wichtigsten regel zusammenfassen, wären Körperverletzung, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung auf jeden Fall dabei. Die hat der gute Jahwe wohl vergessen. Sklaverei findet der Gott der Christen offensichtlich nicht schlimm, denn Selbstbestimmung ist bei ihm kein Grundrecht und im letzten gebot sind unter den Besitztümern auch die Sklaven aufgezählt. Ich würde nicht in einem Land leben wollen, dessen Gesetz auf dieser Grundlage basiert.

Antwort
von vonGizycki, 68

Grüß Dich Schwizz!

Keinesfalls.

Unser Grundgesetz beruht auf demokratischen Prinzipien und wird auch freiheitlich demokratische Grundordnung genannt. Vor 2000 Jahren und früher gab es sowas nicht. Religion bestimmte das Staats - bez. Stammesgeschehen. Das Patriachat und streng autoritärer religiöser Führungsstil in den Familien und durch politische Leitungspersonen prägte die Gemeinschaft. Ein Verstoß gegen die Ordnung zog drastische Bestrafung nach sich (Steinigung, Köpfung, Kreuzigung usw. - male Dir den Rest selbst aus)

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Kommentar von HumanistHeart ,

Perfekte Antwort.

Antwort
von Suboptimierer, 125

Ein Unterschied liegt zum Beispiel in der Religionsfreiheit. Eine Religion kann schon fast per Definition nicht andere Religionen als Option sehen.

Kommentar von Schwizz ,

Doch die Bibel lässt die anderen Leute ihren Glauben frei wählen

Kommentar von Suboptimierer ,

Irgendwo in den 10 Geboten steht "Ich bin der Herr dein Gott" und dass man keine andere Götter haben darf.

Kommentar von lupoklick ,

Den EINEN Gott kennen auch Juden und Muslime ---- wo ist das Problem? - Im Namen des selben !!! EINEN;

 Gott, Jahve, Allah ??? ....... 

wir leisten uns als Bezeichnung der Wochentage u. a. Donar und Freya, Wotan als Wednesday....wo bleibt dein Protest ?

Kommentar von HumanistHeart ,

Schwizz? 

Antwort
von maxim65, 142

In wie fern? Die Gebote sind eine einseitige Verfügung ohne Einspruchsmöglichkeit und Möglichkeit etwas zu ändern. Das Grundgesetz ist das Ergebnis eines demokratischen Akts und kann jederzeit angepasst werden.

Mal unterstellt die 10 Gebote sind so zustande gekommen wie kolportiert wird

Antwort
von DerBuddha, 77

nööööö, weil schon alleine die ersten drei gebote den alleinigen anspruch eines märchengottes an seine verehrung und seinen glauben beinhalten........ und das neue testament ist nur der versuch, das alte testament zu entschärfen und ein anders bild von diesem monstergott zu zeigen..........

beide dinge, die gebote und das testament sind zudem in einer völlig anderen zeit, mit völlig anderem weltbild und moralischen werten geschrieben worden............ sie würden mit den grundgesetz überhaupt vergleichbar sein..........:)

Antwort
von Fred4u2, 92

Vergleichen kann man fast alles und wird dann Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausfiltern. Das deutsche Rechtssystem hat viele Komponenten dem christlichen Wertekodex entnommen. Die 10 Gebote beruhen auf Gottes Recht, Gott ist alles und verlangt deshalb höchste Ehre. Das Grundgesetz postoliert Menschenrechte, das menschliche Individium verlangt höchste Ehre ansonsten droht bis zu zwei Jahren Freiheitsentzug. Das Grundgesetz räumt zwar Religionsfreiheit ein, doch gelegentlich steht Menschenrecht im Widerspruch zu Gottesrecht, was dann Gewissenskonflikt auslöst bei Menschen die sich auch als Gotteskinder verstehen, denn das Menschenrecht ist nur von Menschen gesetzt.  http://www.dvd-complett.de/fileadmin/dvd/dvd19\_Grundgesetz/downloads/dvd\_AB\_V...

Kommentar von DerBuddha ,

die 10 gebote sind AUCH NUR von menschen "gesetzt", erfunden und aufgeschrieben worden:

10 Gebote: Ursprünglich waren es 613 Regeln und Gebote, die aus allen Teilen der Welt stammten und immer nur innerhalb der Stämme, Clans und Familiensippen galten. Aus diesen 613 Regeln wurden ca. 500 v. Chr. dann die 10 Gebote des monotheistischen Glaubens. Zudem stammen etliche von ihen aus der ägyptischen Mythologie, denn im Totenbuch der Ägypter standen z.B. „Götter verehren“, „Vater und Mutter ehren“, „Nicht töten“, „Nicht stehlen“ und „Kein sonstiges Unrecht begehen“. Sie sind also schon 1000 Jahre älter als die Monotheistischen Gottgebote und waren für die Ägypter ein wichtiges Zeugnis am Ende des Lebens beim Totengreicht.
Kapitel 125, Ägyptisches Totenbuch: „Ich habe die Götter, die meine Eltern mich gelehrt haben, verehrt alle Zeit meines Lebens, und jene, die mir das Leben geschenkt haben, habe ich immer in Ehren gehalten. Von den anderen Menschen aber habe ich keinen getötet und keinen eines mir anvertrauten Gutes beraubt noch sonst ein nicht wiedergutzumachendes Unrecht begangen“
Die ersten Drei Gebote im Monotheismus wurden zudem erfunden/verändert um den alleinigen Gottesanspruch zu untermauern. Alle anderen Gebote stammen aus älteren und vielen Religionen/Volksgruppen, wobei jedoch die Gebote dann immer nur innerhalb der jeweiligen Kulturen und Sippen galten nicht bei Feinden oder anderen Sippen. Beispiel „stehlen“, Stehlen war ein guter Test für Heranwachsene in vielen Nomadenstämmen, Naturvölkern usw. um die Männlichkeit zu beweisen. Selbst Bräute wurden fast immer aus anderen Sippen gestohlen.

ALLE dinge im monotheismus sind nur aus anderen mythen, geschichten usw. GEKLAUT und dem monotheismus angepasst und somit völlig verfälscht worden, um menschen an diesen glauben zu binden.............. es gibt unzählige beweise dafür, z.b. hölle, teufel, die geschichte des gottes selbst denn er hat einen ursprung, der jedoch im glauben eines nomadenvolkes liegt.........*g*

Kommentar von Fred4u2 ,

Buddha bezeichnet im Buddhismus einen Menschen, der Bodhi erfahren hat, und ist der Ehrenname des indischen Religionsstifters Siddhartha Gautama, auch „Buddha“ genannt, dessen Lehre die Weltreligion des Buddhismus begründet. Auch, wenn sich Buddha über dieses Thema gegenteilig geäußert hat, so gilt doch das Wort des Mose der Gott selbst erfahren hat:
Die Bibel berichtet, dass Gott dem Volk Israel die 10 Gebote in schriftlicher Form gab, nachdem er sie aus der ägyptischen Sklaverei geführt hatte. Außerdem konnte das Volk seine Stimme akustisch hören. Das war am Berg Sinai. Feuer, Rauch, Blitz und Donner begleiteten ihre Verkündigung. So ahnten die Israeliten etwas von der Autorität, die hinter diesem Gesetz steht. Danach erhielt Mose die Gebote auf zwei Steintafeln. Die Bibel sagt: Gott selbst hatte darauf die Gebote eingraviert.  http://www.amazing-discoveries.org/bibliothek-artikel/die-10-gebote-original-und...  

Kommentar von HumanistHeart ,

Das deutsche Rechtssystem hat viele Komponenten dem christlichen Wertekodex entnommen.

Hat es nicht. Und die Lüge wird auch durch penetrante Wiederholung nicht zur Wahrheit.

Kommentar von Fred4u2 ,

Was Du für eine Lüge hältst wird im juristischem Grundstudium als Rechtsgeschichte gelehrt.  https://www.jura.uni-frankfurt.de/41066366/Institut-fuer-Rechtsgeschichte

Kommentar von HumanistHeart ,

Nun, das ist dann entweder seinerseits eine Lüge, oder die lehren eben was falsches.

Antwort
von josef050153, 37

Im Prinzip ja, aber bedenke dass da Jahrtausende dazwischen liegen.

Kommentar von AalFred2 ,

Im Prinzip nein. Bei den 10 Geboten ist irgendwann jemand von einem Berg gekraxelt (wenn überhaupt) und hat behauptet, sie seien gottgegeben und somit unveränderbar. Das ist beim GG irgendwie anders.

Kommentar von josef050153 ,

Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen ...

Was ist da anders?

Kommentar von AalFred2 ,

Der Parlamentarische Rat ist nicht auf Bergen rumgeklettert und hat danach von gottgegebenen, unveränderbaren Regeln gefaselt. Daran ändert auch der Gottesbezug in der Präambel, welcher schon damals heftig umstritten war und keinerlei praktische Bedeutung hat, nichts.

https://de.wikipedia.org/wiki/Grundgesetz_f%C3%BCr_die_Bundesrepublik_Deutschlan...

Kommentar von HumanistHeart ,

"Der Parlamentarische Rat ist nicht auf Bergen rumgeklettert und hat danach von gottgegebenen, unveränderbaren Regeln gefaselt."

:))) Danke!

Kommentar von josef050153 ,

Er hat aber auch nicht das Volk gefragt.

Kommentar von AalFred2 ,

Tatsächlich können Volksvertreter das GG ändern. Geht das bei den Geboten auch?

Antwort
von nowka20, 21

das sind sie, bis auf das 11. gebot im neuen testament

Antwort
von fricktorel, 23

Das Grundgesetz ist auf die 10 Gebote aufgebaut (Mk.12,17; Joh.7,51; Titus 3,1).

Antwort
von klausog333, 98

Man mag drüber streiten, aber selbst das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland hat einen  Gottesbezug:

Präambel

Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen...

Ein direkter Vergleich zwischen den 10 Geboten und dem Grundgesetz ist nicht gegeben. Beides ist aber eine Grundlage für ein funktionierendes Zusammenleben in Gesellschaft.

Kommentar von Klaraaha ,

Die haben damals durchaus darüber gestritten. Die  Stimmberechtigten der SPD waren z.B.  gegen den Gottesbezug und die der CDU dafür. Letztendlich hat die FDP vermittelt. Eine Abgeordnete der CDU hat sich enthalten bei der Endabstimmung, weil es ihr das alles nicht christlich genug war usw. Die Kommunisten (ja,  die durften auch abstimmen im Gegensatz zur NPD) waren sowieso dagegen  aber gewundert hat sich keiner, die galten ohnehin als gottlos. Eine Mehrheit aus CDU und SPD hat ausgereicht um das GG zu verabschieden.

Kommentar von klausog333 ,

Korrekt!

Kommentar von AalFred2 ,

Inwiefern sind denn so die Gebote 1, 2, 3, 6, 9 und 10 jetzt Grundlage für ein funktionierendes Zusammenleben?

Kommentar von klausog333 ,

Weil die Nichteinhaltung genau dieser Gebote sehr viel zwischenmenschliches Leid erzeugt. Besonders die Gebote 3,6,9 und 10.

Kommentar von AalFred2 ,

Ich weiss nicht, was nach deiner Zählweise das dritte Gebot ist, aber gegen die anderen wird fortlaufend verstossen und das Zusammenleben funtkioniert doch.

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