Frage von 240529091606035, 180

Wäre Großbritannien auch aus der EU ausgestiegen wenn Frau Merkel in Deutschland keine Bundeskanzlerin gewesen wäre?

Sondern z.b. Herr Gabriel oder Frau Petry?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Maisbaer78, 22

Die Briten haben nach eigener Aussage die Mitgliedschaft in der EU vorallem als Zugang zum Binnenwirtschaftsraum gesehen. Großartige Beiträge leisten oder sich zu einem höheren Zwecke unterordnen wollten Sie nie.

Mit unerhörten Forderungen die ihnen unerklärlicher Weise erlaubt wurden, haben Sie deutlich höhere Subventionszuwendungen erhalten und wie kein 2. Land von der europäischen Gemeinschaft profitiert. Britische! Ökonomen gehen davon aus, das GB für jeden in die EU-Töpfe gezahlten Euro etwa 80Euro zurückerhalten hat, natürlich nicht in Barer Münze sondern in Form von wirtschaftlichen Vergünstigungen. David Cameron hat das gewusst, weshalb er auch hart für den Verbleib in der EU gestimmt hat.

Die Flüchtlingssituation mag einen Teil zum Austritt beigetragen haben, aber die Briten sind nie wirklich eine Säule der EU gewesen. Imperiale Nostalgie ist die Ursache, warum vorallem die ältere Generation eine Abkehr von der EU wünschten, im Irrglauben, alles wäre wieder so wie früher. Das wird aber nie mehr so sein, die Welt hat sich gewandelt und London trägt wegen der lockeren Investmentbankerei einen riesen Teil der Schuld mit.

Für die EU ist es langfristig ein Gewinn, wenn die ewig unzufriedenen Gierschlunde Ihr eigenes Süppchen kochen, das dabei noch ziemlich mager ausfallen dürfte.  Wenn denn die EU tatsächlich konsequent alle Verträge kündigt und keine neuen Sonderregelungen für GB zulässt. Da hab ich aber noch so meine Zweifel. Denn Korruption gibts nunmal überall, also auch tatsächlich im EU-Parlament.

Kommentar von Crack ,

Britische! Ökonomen gehen davon aus, das GB für jeden in die EU-Töpfe gezahlten Euro etwa 80Euro zurückerhalten hat, natürlich nicht in Barer Münze sondern in Form von wirtschaftlichen Vergünstigungen.

Worauf berufst Du Dich dabei?
Kann man das nachlesen?

Für die EU ist es langfristig ein Gewinn, wenn die ewig unzufriedenen Gierschlunde Ihr eigenes Süppchen kochen,

Da stimme ich Dir zu.
Das Referendum hat keinen Gewinner.
Wenn ich mir aber vorstelle es wäre mit einer knappen Mehrheit anders herum ausgefallen - was hätte sich Europa dann noch alles gefallen lassen müssen? Denn dann hätte man ja ständig den "Geist" der 48% Austrittswilligen im Rücken gehabt der als Druckmittel genutzt worden wäre...

Kommentar von Maisbaer78 ,

Worauf berufst Du Dich dabei?
Kann man das nachlesen?

Das haben einige Abgeordnete des House of Commons anlässlich der Berichterstattungen kurz vor dem Referendum erklärt. Namentlich kann ichs nicht mehr einordnen, dazu bin ich mit der Parlamentsbesetzung dort nicht vertraut genug, aber sehr wahrscheinlich waren die eher in Camerons Lager zu verorten. Zu lesen also nicht, eher in den Mediatheken der ÖR, hoffe ich.

In wie weit das der Wahrheit entspricht kann ich nicht beurteilen, es dürfte aber durchaus im Bereich des Möglichen liegen, da vorallem die finanzkräftigen Länder wirtschaftlich stark profitiert haben.

Davon merkt man als Bürger natürlich nur wenig, bzw. kommt einem mit den steigenden Preisen (bei uns und in GB vorallem die Mieten) eher das Gegenteil in den Sinn, eben eine allein für die Wirtschaft positive Bilanz der EU-Binnenpolitik, was wohl auch einer der Hauptgründe für mehr als 50% pro Brexit-Stimmen sein dürfte.

Wenn ich mir aber vorstelle es wäre mit einer knappen Mehrheit anders
herum ausgefallen - was hätte sich Europa dann noch alles gefallen
lassen müssen?

Genau das war auch meine Sorge. Hat sich die Gemeinschaft schon vorher in unfassbarer Weise von den Briten erpressen lassen, wäre das dann der absolute Supergau gewesen.

Man fragt sich auch, ob nicht gerade diese Sonderstellung der Briten, die dann ja noch viel exponierter geworden wäre, nicht zum tatsächlichen Zerfall der europäischen Union geführt hätte. Von daher, lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende. 

Interessant ist aber, das Grönland inzwischen mehrheitlich für eine erneute Annäherung an die EU sein soll. Ein gutes Signal. Wenn sich die EU jetzt noch durchringt, eine Gemeinschaft für die Bürger zu werden und den Konzernen nicht alles durchgehen zu lassen, wäre fast alles in Butter.

Antwort
von OnkelSchorsch, 108

Erstens ist GB noch nicht as der EU raus. Es gab nur eine Volksabstimmung, der Vorgang wird sich über Jahre hinziehen.

Und da das Ganze eine in GB hausgemachte Idiotie ist, hat das nichts mit irgendwelchen europäischen Landesregierungen zu tun, schon gar nicht mit unserer Bundeskanzlerin.

Antwort
von strol, 123

Bei Sigmar Gabriel wäre es vermutlich gleich ausgegangen, weil Gabriel und Merkel auf Europaebene von ihren Vorstellungen sehr ähnlich sind. Merkel war aber auch nicht der Grund für den Brexit.

Wenn Frauke Petry Bundeskanzlerin wäre (Gnade Gott, wenn das passieren sollte), wäre Deutschland vermutlich schon längst aus der EU ausgetreten und damit wäre die stärkste Stimme in der EU weg und von daher kann das niemand sagen, was dann der Fall wäre.

Der Hauptgrund liegt aber meiner Meinung nach eh bei der britischen Regierung selber (einschließlich Cameron). Sie wettern Jahre lang gegen die EU und machen sie für alles verantwortlich, was innenpolitisch schlecht läuft und wollen innerhalb weniger Wochen die Meinung der Bevölkerung wieder kippen.

Kommentar von KaterKarlo2016 ,

Frau Petry würde sich jetzt noch feiern, wenn Sie Bundeskanzlerin wäre(3 Jahre nach der Wahl).

Kommentar von Crack ,

Besonders Deinen letzten Absatz will ich unterstreichen.

Seit Jahrzehnten pickt sich das Königreich die Rosinen aus dem Kuchen, nörgelt trotzdem ständig an der EU herum und dann will man plötzlich innerhalb weniger Monate die über Jahre anerzogene Stimmung wieder kippen?
Never... Das war ein dickes Eigentor.

Ich hätte es eigentlich auch lieber gesehen wenn sie bleiben, dann wäre aber wohl das Gezicke so weiter gegangen...

Leider hat das nun Folgen für Alle.

Kommentar von KaterKarlo2016 ,

Dies war nur die Spitze des Eisberges. Die Lawine fängt nun langsam an zu rollen.

Kommentar von Modegirly1998 ,

2017 gibt es bei der Bundestagswahl eine Rot-rot-grüne Koalition und das Thema ist gegessen. Unter Führung der SPD natürlich mit Frank Walter Steinmeier.

Kommentar von Crack ,


Die Lawine fängt nun langsam an zu rollen.

Welche Lawine?

Du meinst andere Länder die dem Beispiel GB folgen wollen um dadurch ihre wirtschaftliche und finanzielle Lage zu verschlechtern?

An wen wenden sie sich denn dann wenn sie zahlungsunfähig sind?

Antwort
von rotesand, 13

Kann man ganz schwer abschätzen.

Ich denke aber, dass auch Sigmar Gabriel das Ganze versucht hätte mit allen Mitteln zu verhindern & Deutschland unter Frauke Petry wahrscheinlich schon längst garnicht mehr in der EU wäre bzw. selbst damit beschäftigt wäre auszutreten.

Antwort
von Maarduck, 71

Sehr wahrscheinlich nicht. Immerhin hat das Austrittslager mit dem Hinweis auf die (verfehlte) Merkelsche Flüchtlingspolitik viele Stimmen bekommen. Ein zweites großes Thema war die (verfehlte) Merkelsche Griechenlandrettung, die nur den französischen und italienischen Banken geholfen hat. 

Wir in der BRD sollten uns den Brexit eine Warnung sein lassen und dafür kämpfen, dass hier endlich wieder demokratische Zustände einkehren. 

Antwort
von Misrach, 66

Wahrscheinlich, aber GB ist noch nicht ausgetreten es gab nur eine Volksabstimmung, frühstens 2018 wird GB aussteigen können und ob dies dann auf dauer die ganze Insel betrifft ist auch die Frage, denn Schotland und Nordirland wollen in der EU bleiben, brauchen also die unabhängigkeit. Und man Munkelt ob nicht auch London diesen schritt einleitet denn in london waren 2/3 für den verbeleib.

Antwort
von Modem1, 35

So wichtig ist doch Frau Merkel für das Königreich nicht,bzw die Anderen erwähnten Personen.Unabhängig davon wären die auch  ausgestiegen. Das ist die zweite Volksabstimmung gewesen über den Verbleib in der EU bzw. 1975 hieß die noch EG.Die Flüchtlingspolitik zugegeben... war ein Indikator aber das war ja eine deutsche Alleinentscheidung. 

Antwort
von Ifosil, 76

Das kann man nicht sagen, aber mein Bauchgefühl sagt mir, es wäre auf das Selbe hinaus gelaufen.
Und so eine Verrückte wie Petry würde uns ja selber aus der EU rausschmeißen. 

Kommentar von Modegirly1998 ,

Frauke Petry Politikgott

Antwort
von Apfelkind86, 34

Da hauptsächlich mit Fremdenfeindlichkeit, falschen Zahlen und Angstmacherei gearbeitet wurde, ist es völlig egal, wer bei uns Kanzler ist.

Farage hat nicht mal eine Stunde nach der Wahl schon zugegeben, dass die Zahlen gelogen waren.

Antwort
von ThomasNiemt, 72

Wie kommst Du auf die Idee der BREXIT hätte etwas mit Merkel zu tun. Es ging vor allem darum, die Regierungsgewalt wieder ins UK zu holen und nicht über Direktiven von ungewählten und unbekannten Bürokraten regiert zu werden. Merkel hat damit so wenig zu tun, wie die Migrationspolitik, die man auf dem Kontinent so gerne als Einflussfaktor anführt.

Antwort
von soissesPDF, 19

Vermutlich ja.
Werde braucht es eine Agenda 2010, noch sonstig Deutsche Diktate.
Sondern genau das, was die Biten aufgeführt haben, gelebte Demokratie.

Dass die EU ein Defizit hat, in Demokratie, ist bekannt.
Dass die Deutschen im Rückwärtssiegen Weltmeister sind, auch.
Von heute an geht es um die Meisterschaft im Rückwärtsrudern.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Natürlich, eine Agenda 2010, die Deutschland unglaublich genutzt hat, brauchen wir nicht. Stattdessen lieber den wirtschaftlichen Selbstmord wie GB es gerade vormacht.

Top Ratschläge. xD

Kommentar von soissesPDF ,
Antwort
von Zumverzweifeln, 65

Ich glaube, du überschätzt Frau Merkel!

Kommentar von KaterKarlo2016 ,

Wenn man sich die Deutschen Bundesbürger anschaut, könnte man manchmal doch den leichten Eindruck gewinnen, Frau Merkel würde verehrt wie ein Gott. Egal was Sie macht, es wird alles vom deutschen Volk ohne Widerrede akzeptiert.

Kommentar von strol ,

Merkel vom deutschen Volk wie ein Gott verehrt???

Dann schau dir mal die Prozente der AfD an, die Sticheleien der CSU und überdenk deine Antwort mal nochmal.

Kommentar von KaterKarlo2016 ,

Eine Momentaufnahme. Egal ob hier in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder in den USA, es wird in der Welt so dargestellt, als ob das deutsche Volk Frau Merkel blind folgt. Auch die Piraten sind vor einigen Jahren mit hohen Zahlen in einige LTW eingezogen, und sind heute von der Karte weg, weil sie nur ein Kernthema hatten. So ist es bei der AFD genauso. Außer die Flüchtlingskrise nur Ausreden auf Fragen. Nur mit einem Kernpunkt gewinnt man keine Wahl. Die AFD wird sich, wenn sich die Problematik mit den Flüchtlingen beruhigt hat, wieder in der Versenkung verschwinden, wenn nicht schon vorher, wenn es intern so weiter geht.

Antwort
von Daria700, 3

Glaube nein.

Antwort
von soprahin, 53

Mit Sicherheit, denn auch andere westliche Länder wollten schon raus.

Antwort
von kolui, 20

Sowohl mit Merkel als auch mit Sigi war der Untergang Europas sicher.

Den Briten passte die Politik der EU nicht, die EU wird hauptsächlich von Deutschland gelenkt.

Die EU entmachtet die Länder.

Großbritannien hat sich für die Unabhängigkeit entschieden, jeder sollte den Weg der Freiheit gehen. Es werden sicherlich die nächsten Jahre einige Länder folgen. Am Ende ist Deutschland, Spanien und die Türkei alleine in der EU :-)

Kommentar von Apfelkind86 ,

In der echten Welt hingegen....

bestimmen alle Mitglieder mit. Die Briten bald nicht mehr aber die Regularien der EU werden sie weiterhin anwenden müssen. DAS wird dann diktiert sein. xD

Kommentar von soissesPDF ,

Umgekehrt wir ein paar Schuhe daraus.
Es liegt allein bei den Briten wann sie einen Antrag nach § 50 der EU-Verträge stellen werden, in Monaten oder Jahren.
Bi dahin darf sich die EU im Bückling üben.

Kommentar von DinoSauriA1984 ,

Das hätten die Briten vielleicht gerne so. Vor dem Brexit hat man ihnen noch so manches Zugeständnis gemacht, damit sie doch bitte, bitte, bitte in der EU bleiben. Nach dem das Wahlergebnis nun feststeht, gibt es keinen Grund für weiter "LEX Britanias" mehr. Selbst wenn sie § 50 erst am St. Nimmerleinstag ziehen sollten - bis dahin dürfen sie ja weiter mitabstimmen - auf ihre Sonderwünsche wird niemand mehr Rücksicht nehmen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community