Frage von xenoxis, 72

Wäre folgendes Procedere möglich?

Alle anerkannten Kriegsflüchtlinge bleiben temporär hier, werden erfasst und dann innerhalb Europas, je nach Landesaufnahmekapazität verwiesen. Dies bedürfte einer EU Einigung. 

Alle anderen Wirtschaftsflüchtlinge und sonstige werden die Route rückwärts zurückgeführt. Also kam jemand aus Österreich nach Deutschland dann würde der Flüchtling nach Österreich ausgewiesen. Österreich müsste dann ebenso nach Slowenien ausweisen. Slowenien nach Kroatien, Kroatien nach Serbien usw.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Wissensdurst84, 11

Deine These ist meines Erachtens nur auf dem Blatt Papier in der Theorie möglich. In diesem Fall würde das Dubliner Abkommen wieder greifen, indem die Leute den Staat wo sie zuerst betreten wieder dorthin abgeschoben werden. Deine Annahme ist aber in der Praxis nicht durchführbar, da zum einen alle europäischen Staaten hierfür keine Einigung erzielen werden und zum anderen der Kollege Orban in Ungern während er wie ein Weltmeister ein Zaun um Ungarn bauen lässt, sich mit den Slowenen, Slowakiern, den Tschechen zusammen tut und Polen keine Migranten bzw. Flüchtlinge aufnehmen wird. Orban mag rechtspopulistisch denken, aber er hält sein Land sauber und alleine für diesen Mut sich gegen Europa zu stellen, gebührt ihm der höchste Respekt.

Ich hoffe meine Antwort konnte dir bisschen helfen bzw. war sehr hilfreich für dich.

Wissensdurst84

Kommentar von Wissensdurst84 ,

Danke für den Stern

Antwort
von BalTab, 27

Der erste Teil ist realistisch, der Zweite nicht mehr.

Eine Ausweisung nach Österreich wäre nur dann möglich, wenn ein Flüchtling dort registriert worden ist. Das sind sie aber nicht. Und dann kommt da nächste Problem gleich hinterher: wie will man wissen, wo sie VOR Österreich waren? Die sind ja nicht nur über Slowenien gekommen. Außerdem würden sie dann bei der Logik-Kette wieder in Syrien landen, wo sie dann ziemlich mies aufgenommen würden...

Und daher würden sich die Österreicher und die Slowenen weigern, die Flüchtlinge aufzunehmen.

Richtig ist, das da Ganze nur auf europäischer Ebene gelöst werden kann, aber dazu muss erst mal wer kommen, der den übrigen Regierungschefs die Köppe aneinander haut, damit sie zur Vernunft kommen.

Die ECHTEN Wirtschaftsflüchtlinge können und müssen natürlich wieder zurück, aber dann natürlich DIREKT in ihr Heimatland,  DAS ist möglich und nötig

Kommentar von xenoxis ,

Die Frage ist nur wer das Ticket zurück bezahlt.

Antwort
von Pestilenz2, 7

Du kannst die leute nicht aufteilen.

Wie willst du einen flüchtling nach polen verfrachten der eigentlich nach deutschland will ?

Der bleibt doch niemals dort und das macht das ganze noch komplizierter und gefährlicher und auch teurer.

Und das ist der witz daran. 

Wieviele flüchtlinge wollen nach polen ?

Die ganz klar sagen die pfeifen drauf mit einer ziemlicb rechts regierung ?flächendeckende  Ablehnung in der bevölkerung und da wirst du nun hingeschickt. Bleibst du da ? Ne oder ?

So deppert sind die polen und ungarn und tschechen nicht. Die wissen schon was zu tun ist und der rechtsruck der regierungen wird nicht hauptsächlich im osten bleiben....

Kommentar von xenoxis ,

Ein Versuch ist es Wert. Aktionismus gehört zur Politik, auch wenn die Erfolge marginal sind. Und ja, Sachsen Anhalt wählt im März.

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