Wäre es von Hören-Sagen auch eine Beamtenbeleidigung?

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7 Antworten

Das wäre auch strafbar.

Es gibt zwar keine spezielle Beamtenbeleidigung, aber den Tatbestand der Beleidigung generell. Man kann jemanden auch in seiner Abwesenheit beleidigen.

Es sind drei Begehungsformen der Beleidigung möglich.


Äußerung eines beleidigenden Werturteils gegenüber dem Betroffenen verbal (z. B. „Du bist ein Strolch“) gestikulär (z. B. der Stinkefinger in Aktion, Scheibenwischergeste oder einen Vogel zeigen)

Äußerung eines beleidigenden Werturteils in Beziehung auf den
(abwesenden) Betroffenen gegenüber anderen Personen, beispielsweise „Er
ist ein Strolch“.


Ehrverletzende Tatsachenbehauptungen, die in Anwesenheit des
Beleidigten erfolgen (und nach herrschender Meinung unwahr sein muss),
beispielsweise „Du hast gestohlen“. Werden diese Tatsachen gegenüber
anderen Personen geäußert, beispielsweise „er hat gestohlen“, so kommen
§ 186 StGB Üble Nachrede oder § 187 StGB Verleumdung in Betracht.




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Kommentar von Kandahar
08.03.2016, 10:49

Gut gemeint, aber glaubst du wirklich, dass sich irgendjemand diesen Roman durchlesen wird?

Upps, so ist es schon besser!

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Den Tatbestand der Beamtenbeleidigung gibt es nicht. Derjenige müsste dann ein ganz normale Anzeige wegen Beleidigungstellen.

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Die Sache erledigt sich ganz von selbst. Ihr macht euch Gedanken, seid aber in folgender Tatsache völlig falsch informiert:

Es gibt keine Beamtenbeleidigung.

Der Polizist hätte da auch gar nichts abgeleitet. Ganz im Ernst, die hören das jeden Tag. Viele der Strafanträge stellen sie nichtmal selbst. Das macht dann der Kollege, Chef, Dienststellenleiter nach Sachlage. Die entnimmt er den Berichten.

In der geschilderten Situation hatte der Beamte ein ganz anderes Interesse. Das Fahrzeug unter den erforderlichen Sicherheitsstandarts von der Straße zu kriegen.

Ein Szenario auf Gedeih und Verderb ist unrealistisch, weil nicht beweisbar, aussichtslos, zwecklos, nicht der Mühe wert.

Gruß S.

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Kommentar von machhehniker
09.03.2016, 05:24

Naja, dann gibt es auch keine intelligente Polizisten, oder kann mir Jemand eine Stelle aus dem Strafgesetzbuch nennen in dem ein Polizist als Intelligend beschrieben wird?

Du machst hier den Fehler nur nach dem Strafgesetzbuch zu denken. Vom Strafrecht her gibt es tatsächlich nur die Beleidigung, allerdings für die Verfogung dieses Straftatbestandes macht es einen enormen Unterschied gegen wen diese Beleidigung ausfiel! Es gibt sehr wohl eine Beamtenbeleidigung, auch wenn die nicht expliziert im Strafrecht aufgeführt ist.

Dieses angebliche wirkliche Interesse des Polizisten war ja längst erfüllt. Das Fahrzeug war bereits von der Strasse runter, es stand längst auf einem Parkplatz.

Wie ich die meisten Polizisten erlebe können die leider nicht private Probleme von ihrer Arbeit trennen und schaffen es auch nicht sich Jedem gegenüber zunächst Neutral zu verhalten.

Ich glaube es schlicht nicht dass man einem Polizisten sagen könnte dass sein Gesprächspartner den grade ein dummes A-Loch nannte und dieser Polizist sich weiterverhalten würde als wäre dieser Ausdruck nie gefallen.

Ich denke mal dass es für den Polizisten nahezu aussichtslos wäre da eine Beleidigung, üble Nachrede oder sonstwas in der Richtung durchkriegen würde. Leider kenne ich nur zu gut dass der dann wissentlich über diesen Umstand dazu neigt dann eben seine Kontrolle an diesem LKW weitaus intensiver zu betreiben und auch künftig geziehlt Kontrollen an LKWs der selben Firma macht.

Was wäre ich froh darüber wenn Polizisten endlich mal aufhören würden regelrecht einen Krieg mit den Bürgern zu schüren. Wo glaubst denn Du dass es herkommt dass mittlerweile immer öfter Polizisten verprügelt werden und das auch noch öffentlich bejubelt wird?

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Gar nix wäre passiert ^^

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Der Chef benutzt lediglich eine ungehobelte und unerzogene Ausdrucksweise. Ferner geschieht dieses nicht in der Öffentlichkeit, sondern im Gespräch per Telefon, so dass keine Außenwirkung entsteht. Somit müßte seine "Tat" durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sein. Der Fahrer sollte sich natürlich höflicher Weise vorher beim Polizisten erkundigen, ob er die despektierlichen Äußerungen wirklich hören möchte ;- )

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Ich denke nicht, dass dies unter solchen Umständen als Beleidigung zählen würde, - allenfalls als Beleidigung durch den Chef.

Beamtenbeleidigung kann es schon gar nicht sein. Im deutschen Recht gibt es einfach nur die Beleidigung, einen Tatbestand der BEAMTENbeleidigung gibt es definitiv nicht, auch wenn man das im Fernsehen immer wieder in irgendwelchen Serien hört.

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Wie oft muss man das denn noch klarstellen? Es gibt keine Beamtenbeleidigung.

Selbst wenn der Chef den Beamten beleidigt hätte, dann hat der Beamte das nicht selbst gehört und kann es demnach schwer beweisen. Im Übrigen sind unsere Polizisten schon taff genug, um aus so einer Lapalie keine riesen Aktion zu stricken.

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Kommentar von machhehniker
08.03.2016, 11:18

Was wäre ich froh wenn denn unsere Polizisten taff genug wären! Man würde nicht pöbelnd über die herziehen und hätte einfach ein gesundes Miteinader.

Leider ist dem nicht so, ich kenne so einige Fälle wo Polizisten nicht auf sich sitzen liesen sich mal geirrt zu haben oder ein unangenehmes Gespräch mit Jemanden gehabt zu haben. Mir ist sogar ein Fall bekannt in dem ein ganzes Revier Jemanden über Monate hinweg bevorzugt bediente weil der einen berechtigten Widerspruch gegen eine Ordnungswidrigkeit einlegte.

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