Wäre es sinnvoll, würde man mehr in Bildung investieren?

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25 Antworten

Nein, nein, nirgendwo in Europa verdienen die Lehrersleut so viel Geld wie gerade in Deutschland. Also deren Tisch ist mehr als reichlich gedeckt, um es einmal metaphorisch auszudrücken. Was wir brauchen ist eine andere Art von Lehrerausbildungf. Dann kann es nicht angehen, dass die Curriculumpläne alles überwuchern, zudem sind diese dringend reformbedürftig. der Schulstoff ist zu ändern und auch die Unterrichtsmethoden. Dabei ist so Einiges von Finnland und den sonstigen skandinavischen Ländern zu übernehmen, weitere zusätzliche Reformgedanken zu entwickeln.

Um nun was Entsprechendes zu erreichen, sind Lehrer dazu angehalten, ihre Position/en zu übedenken und sich politisch angemessen zu artikulieren, damit sie deutlich in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Doch bis dahin ist noch ein weiter Weg. Es gibt schließlich etliche Lehrer, die völlig verbürgerlicht sind, allen voran jene, die im Philologen-Verband eingehaust sind.

Es ist allerdings verkehrt alles auf die Lehrersleut, diese Bildungsphilister abzuwälzen, denn die Lehrpläne erstellen sie nun mal nicht und auch die Klassengröße wird nicht von ihnen ausgesucht, ergo sind die  politisch-reaktionären Verhältnisse hiezulande zu bekämpfen. Dazu gehört auch die Lehrerzahl zu erhöhen.

Die Schüler selbst sind aufgerufen auch ihr Scherflein dazu beizutragen, wie es besser werden sollte. Ich darf daran erinnern, dass es mal in der alten BRD eine Schülerbewwegung gab, die manch konstruktiven Gedanken entwickelte, manch fortschrittliche Tat initiierte.


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Wäre es sinnvoll, würde man mehr in Bildung investieren?

Sinnvoll für wen?

Ein Schüler kostet alleine jährlich Ca. 80.000€ ( kosten entstehen hauptsächlich durch die Gebäudekosten und den vielen Lehrergehältern, konnte es anfangs selbst nicht glauben ).

Dann würde eine durchschnittliche Schule in Deutschland pro Jahr etwa 32 - 40 Millionen Euro kosten. Und allein meine Stadt würde jedes Jahr 1,9 Milliarden Euro in die Schulen stecken. Folglich wäre der Bundesetat allein für Schulen 192 Milliarden Euro pro Jahr. Das wären über den Daumen gepeilt etwa 30% des gesamten Bundeshaushalts. Nur für Schulen. 

Diese Rechnung würde ich erst mal sehen wollen, bevor ich sie glaube...

Bildung ist das höchste gut, heißt es ja oft. Aber würde es sich lohnen, die Gehälter zu erhöhen und mehr in Bildung zu investieren?



Schon Bismarck wusste, dass sich ein dummes Volk leichter regieren lässt. Insofern ist die Frage natürlich: Für wen wäre es sinnvoll?

Abgesehen davon müssten die Gehälter nicht wirklich erhöht werden. Es fehlen schlicht Lehrer. 

Jeder Schüler, der heute zur Schule geht, VERLIERT EIN GANZES JAHR an Schulbildung; allein durch den Komplett-Ausfall von Unterricht. (statistisch fallen 10% aller Unterrichtsstunden komplett aus) 

Da sind die Vertretungsstunden, in denen Lehrer artfremden "Unterricht" (meist eher Beschäftigungstherapie) geben oder im eigentlichen Fach herumstümpern, noch nicht dabei.

Abgesehen davon ist das Bildungssystem insgesamt komplett abgewrackt. Die Lehrer-Ausbildung ist so praxisfremd, wie es nur irgend geht; und die Kompetenz der meisten Lehramts-Studenten ist mit "fragwürdig" noch sehr euphemistisch beschrieben. 

Hier müssten schon weit reichende und grundlegende Strukturreformen - von Schulen bis zu Hochschulen - geschehen, wenn man da noch etwas retten wollte...

Und selbst das würde nicht helfen, denn die Schulen haben keinen "Erziehungsauftrag", obwohl die Kinder einen großen Teil ihrer Wach-Zeit in der Schule verbringen. Diesen "Erziehungsauftrag" haben allein die Eltern; die ihre Kinder im Regelfall 2 - 4 Stunden am Tag sehen; meist abgespannt und müde nach der (immer anstrengender werdenden) Arbeit; dafür aber ohne die geringsten pädagogischen Fähigkeiten...

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Aber die herrschende Klasse wird's freuen. Sie denken an Bismarck und sparen weiter bei der Bildung: Zwei Fliegen mit einer Klappe. Besser geht's doch kaum...

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Europaweit verdienen die deutschen Lehrer am besten. Sie haben aber auch die meisten Jahresunterrichtsstunden.

Mir wäre es wichtig, mehr Lehrer einzustellen. Die Klassen könnten kleiner werden. Und die Lehrer könnten individueller auf die Schüler einsgehen.

Anteilig zum Reichtum unseres Landes geben wir im internationalen Vergleich eher wenig für Bildung aus. Die Fähigkeiten und Begabungen besser zu fördern wäre auch aus ökonomischen Gründen langfristig sinnvoll.

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Kommentar von Nasenbohrer85
29.06.2016, 22:51

Nein, man muß den Kindern mal wieder manieren beibringen. Wenn sie im Unterricht lernen statt am Handy rumzuspielen, braucht es auch weniger "Lehrer die individuell auf jedes Kind eingehen". Pädagogisches Geschwafel... "Hansi, Du Du leg bitte das Handy weg und höre mir beim Physikunterricht zu"...

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Wenn man nur wegen des Geldes Lehrer wird, kommen genau die Typen heraus, die du beschrieben hast.

Ich glaube, ein Problem des heutigen Lehrers ist, dass im Gegensatz zu früher die Eltern nicht unbedingt auf seiner Seite, sondern mehr auf Seiten der Schüler stehen.

D.h. wenn das Kind in der Schule einen Anschiss kriegt, weil es sich daneben benimmt, nehmen es die Eltern in Schutz. Gleichzeitig erwartet man aber, dass die Lehrer das an Erziehung aufholen, was zu Hause nicht geleistet wird.

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Kommentar von 1900minga
29.06.2016, 22:41

Stimmt das kann sein.

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Kommentar von usernobody
29.06.2016, 23:27

Ein Lehrer "darf" nix:

In die Ecke stellen (Benachteiligung)
Vor dir Tür.             (Verletzung der Aufsichtspflicht)
Handy/sorry Smartphone einziehe (ja-aber am Ende der Stunde aushändigen)
Mit Kreide nach Schüler werfen (schwere Körperverletzung)

Schule sollte wie Uni sein Unterricht ist freiwillig, die Prüfung ist am ..... (Dem Prof ist es sehr egal, ob du die Nacht gelernt hast, oder in der Vorlesung warst, am Ende musst du bestehen)

Mit dem Unterricht an die Zeit anpassen liegst du total richtig, aber du wirst wahrscheinlich auch noch in Zukunft Gedichte interpretieren und lernen nen Taschenrechner zu bedienen, da wir ja alle ein kurzes und schnelles Schmalspur-Abi brauchen. (Interessant währe z.B. Assembler-Code, Mathe "von Hand rechnen", die alten Fächer "Chemie,Biologie,Physik" (mit der Option auf eine Abwahl (ein Fach) nach dem ersten Jahr/Schein))

Es kann auch helfen, wenn Lehrer sich alle 4-5 Jahre einer Art "Zwangspause" unterziehen müssten, um zu sehen was die Wirtschaft/Universitäten Heute fordern, denn das liegt aktuell noch so 30 Jahre auseinander.

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Das Problem ist bekannt, und ich glaube, an manchen Universitäten werden Lösungsansätze probiert.

Im Studium müsste bereits früh die eine pädagogische Ausbildung und eine gewöhnung an echten Schulalltag erfolgen. In Vergangenheit haben Lehramtstudenten Jahre den Stoff gepaukt, bevor sie das erste Mal einer Klasse gegenüberstanden. Dann ist es zu spät zu sagen....öhm, eigentlich ist das doch nichts für mich.

Sicherlich wäre es auch hilfreich, hier und da den Unterrichtsstoff zu verschlanken, weil viel zu viel Zeug gelehrt wird, den man nachher nicht braucht.

Mehr Geld macht einen Lehrer allerdings weder besser noch glücklicher.

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Zunächstmal ist das Problem bei den Lehrern die fehlende Kontrolle.
viel zu spät im Studium wird uU erst bemerkt, dass es einem einfach nicht liegt eine Klasse zu führen - dann ist es aber zu spät umzuschwenken.
Auch später im Beruf, wenn man erstmal Lehrer ist, gibt es wenig Kontrolle - das ist nahezu einmalig, alle anderen wichtigen Posten werden wohlweislich durch das 4 Augen Prinzip kontrolliert.

Wie du an den 80.000 Euro pro Schüler sehen kannst, bekommt man nicht immer das wofür man bezahlt. Diese Summe erhält man ja nur weil die Kosten durch die Schülerzahl geteilt werden. Das bedeutet ja nicht, das das Geld auch sinnvoll verteilt ist. Verfolgt man die Diskussion um Lehrergehälter und de reale Arbeitszeit der Lehrer stellt man fest, dass dort extremst uneffektiv gearbeitet wird. So verpulvert man Geld und lehrt wenig.

Auf der anderen Seite haben wir keinen wirklichen Mangel an hochgebildeten Menschen in Deutschland. Offenbar ist es also möglich etwas zu lernen, wenn man das WILL. Und diesen Willen bekommt man nicht besser in die Schüler, wenn man mehr Geld in die Schule steckt.
Hier braucht es Schüler und Elternhäuser die Realitätsbewusstsein haben und Verantwortung übernehmen.
Was hätten wir dann von besser gebildeten Schulabgängern? Die drängen auf den Arbeitsmarkt der überfüllt ist. Und dann kann man auch nicht unterscheiden wer etwas kann weil er musste und wer wirklich will.

Man könnte im Gegenteil sogar das Engagement belegen lassen - und das Geld für die "kein Bock" Schüler einsparen, bzw es in die investieren die mehr Leistung zeigen.

Der eigentliche Fehler im Bildungssystem ist, das keine klare Sprache bei den Zeugnissen gesprochen wird. Wenn ein Schüler aus der 10. Klasse mit einer 2 in Mathematik entlassen wird, dann muss er auch ein entsprechendes Verständnis in der Mathematik haben.

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Kommentar von latricolore
29.06.2016, 23:16

Verfolgt man die Diskussion um Lehrergehälter und de reale Arbeitszeit
der Lehrer stellt man fest, dass dort extremst uneffektiv gearbeitet
wird.

Dazu hätte ich gern mal genauere Infos.
Wie hoch ist dMn die reale Arbeitszeit der Lehrer, und wieso arbeiten sie ineffektiv?

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Na ja, es wird viel geredet. Bildung ist das höchste Gut. Und dann stehen wir da mit überqualifizierten Arbeitslosen, deren Hauptbildungsziel die Selbstverwirklichung war - so wie sie es aus dem Bauch heraus verstanden haben. Unsere Gesellschaft und Wirtschaft beruht auf Arbeitsteilung. Wenn unser Land und die Wirtschaft nicht ausreichend in hochqualifizierte Produkte investieren, werden die Ingenieure und Informatiker arbeitslos. Es braucht alles ein Gleichgewicht. Zudem sind gebildete Waschlappen weder als Lehrer noch als Führungskräfte brauchbar. Es geht nicht nur um mit Wissen (Schein-???) Vollgestopfte sondern um eigenverantwortliche Persönlichkeiten, um Gestalter. Bereits vor 230 Jahren hat Kant festgestellt: Es braucht Mut, sich seines Verstandes zu bedienen, denn nur rumenken reicht nicht, man muss auch den A.. in der Hose haben, zu den Konsequenzen zu stehen.

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Kommentar von Pretan4
29.06.2016, 22:56

Wow...impressiv, wie dein Expertenstatus und deine dafür eher ungewöhliche Ausdrucksweise deine Aussage passiv stützen...

Hat was.

(aber ein paar Absätze schaden dennoch nie  ;D)

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Das Bildungssystem heute ist darauf ausgerichtet Konsumenten zu erziehen und nicht darauf Bildung zu vermitteln. Das ist schonmal die Prämisse.

Ansonsten ist die Qualität der Lehrer einfach oder Tatsache geschuldet, dass wir Massenbildung haben. Woher illst du für eje einzelne Klasse kompetente Lehrer, die auch begabte Pädagogen sind herkriegen?

Deswehgen ist es umso wichtiger an Methodologie zu arbeiten, Lehrpläne akribisch so zu estalten, dass im schlimmsten Fall auch ein mittelmässiger Lehrer den Kindern die Zukunft nicht verbaut. Daran scheitert es in Deutschland gewaltig. Ich kann 2 Bildungssysteme vergleichen und sehe das sehr deutlich.

Aber wie gesagt, wenn man eh "Kompetenzen" vermitteln will statt Bildung umd kompetende iPhone-Käufer aus dem Bildungssystem zu entlassen, dann ist es irrelevant alles.

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Kommentar von Bevarian
30.06.2016, 11:55

Meine Worte...   ;(((

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Kommentar von earnest
30.06.2016, 17:20

Und mit dem "zweiten" Bildungssystem meinst du - ahne ich es? - das russische? 

Oder täusche ich mich da?

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Hallo
Ja aufjedenfall !
Leider unterschätzen viele Menschen heutzutage die Verantwortung eines Lehrers .
Vielen geht es nur darum ihren Arbeitstag runter zu arbeiten und nachhause zu gehen aber das ist falsch .
Von einem Lehrer hängt viel ab und nicht jeder sollte Lehrer werden dürfen / sein .
Man muss nicht unbedingt die Gehälter erhöhen einfach die Aufnahmebedingungen für diesen Job verschärfen .
Ein gewisses höchst Alter angeben  denn ich kenne es von meiner Schulzeit das es Lehrer gab die teilweise schon so alt waren das man jedes 3. Wort nicht verstehen konnte und so etwas darf nicht sein .
Genau so darf es nicht sein das eine Klasse im Unterricht macht was sie will .
Also ja ich stimme dir voll zu das es mit einigen Lehrern so nicht weitergehen darf .

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Kommentar von earnest
30.06.2016, 17:08

Wo möchtest du denn das "gewisse Höchstalter" ansetzen? Bei 65? Bei 60? Bei 55? Bei 50? 

Und was machst du dann mit dem 45-jährigen Nuschler?

Und wenn nicht jeder Lehrer werden "darf" - was sind dann deine Verbotskriterien?

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Lehrer verdienen schon ziemlich viel im Vergleich zu anderen. Andererseits ist ihr Job auch sehr belastend.

Viele werden Lehrer, weil sie sich nichts anderes zutrauen oder unbedingt ein bestimmtes Fach (Geschichte oder Biologie als Beispiele) studieren wollen, wo der Arbeitsmarkt aber außer Lehramt nicht viel hergibt. 

Und dann gibt es die, die den Job wirklich aus Berufung machen. Das sind leider die wenigsten.

Das würde sich aber auch durch mehr Gehalt nicht ändern.

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Kommentar von voayager
29.06.2016, 23:08

Ein toller Beruf ist der Lehrerberuf nun wahrlich nicht.

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Das Problem würde sich lösen, indem man Lehrergehälter erhöht und
dadurch mehr "Experten" und noch qualifizierte Menschen anlockt.

Das Problem würde sich eher lösen, wenn sich das Bildungssystem grundlegend und strukturell verändern würde. Richard David Precht, Professor und Bestsellerautor, hat schon vor Jahren gesagt: "Wir brauchen keine weitere Bildungsreform, wir brauchen eine Bildungsrevolution!"

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Alleine durch höhere Lehrergehälter wirst du das Problem nicht gelöst bekommen. Diese würden auch dafür sorgen, dass noch mehr ungeeignete Menschen, die nun auch noch durch das Geld motiviert werden, in den Lehrerberuf strömen.

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Kommentar von 1900minga
29.06.2016, 22:50

Kann passieren.
Wie würdest du das Problem lösen?

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Wir haben in Deutschland keinen Mangel an gebildeten Menschen.  Wir haben andere Probleme, zum Beispiel die Chancengleichheit und Schüler, die durchs Raster fallen und nicht einmal einen Schulabschluss schaffen. Selbst die, die den Abschluss schaffen, scheitern oft an den einfachsten Aufgaben. Gerade hier sieht man, dass es auch oft mit der Rechtschreibung hapert.

Ich denke, dass sich diese Probleme nur mit Geld nicht lösen lassen. Die Ungleichheit ist im System vorprogrammiert, wenn die Schüler Hausaufgaben bekommen. Einige Schüler haben daheim Eltern, die sich darum kümmern, dass die Kinder die Lerninhalte beherrschen und die Hausaufgaben machen, andere Eltern könnten ihren Kindern nicht einmal dabei helfen, wenn sie wollten. So wird der Grundstein für die Ungleichheit gelegt. Kindern ist der Sinn von lästigen Hausaufgaben einfach nicht zu vermitteln. Die denken nicht an später, wenn sie in ein paar Jahren einen Job wollen, sie leben im Hier und Jetzt.

Allein schon die Lehrpläne sind Unfug. Religionsunterricht könnte ersatzlos gestrichen werden, denn der gehört nicht in die Schule, sondern in die Kirche. Kaum jemand wird später mal Inhaltsangaben schreiben, oder Gedichte interpretieren müssen. Die Lehrpläne stecken einfach voll sinnlosem Müll. Man hätte mehr zeit, den Kindern Wichtiges beizubringen, würde man die Lehrpläne mal gründlich entrümpeln.

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Kommentar von Jerne79
30.06.2016, 16:30

Kaum jemand wird später mal Inhaltsangaben schreiben,

Das Spielziel hier ist doch, das Wichtigste zu erkennen und kompakt zusammenzufassen, Strukturen zu erkennen. Es flitzen an den Unis nun wirklich genug Studenten herum, die nicht einmal mehr vernünftig exzerpieren können, das muss man nicht noch schlimmer machen.

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Ja, würde es sich natürlich.

Aber nicht dadurch, dass man die Lehrergehälter erhöht, sondern dass man mehr Lehrer einstellt.
Man kann schlecht auf einzelne Schüler eingehen, wenn man 30 oder mehr (Gymnasium) in einer Klasse hat. Und in einer Hauptschule sind schon 20 zu viele, da man sich da oft noch um ganz andere, schulfremde Themen kümmern muss (Thema: Elternersatz).

Und wenn ich dann noch an die Inklusion denke - da kann ich nur hoffen, dass sich das in den letzten Jahren verbessert hat...

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Kommentar von LolleFee
30.06.2016, 06:20

Mmh, ich fürchte, die Höffnung stirbt zuletzt...

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Kommentar von Jackie251
30.06.2016, 08:50

Warum "muss" man sich um diese Belange kümmern?

Natürlich gehört zu einer fähigen Gesellschaft auch das Defizite bei einzelnen Mitglieder überbrückt werden.
Aber vieleicht sollte nicht die Schule als Bittsteller gesehen werden (hey ich bremse auch gerne die gute Schüler, damit hier auch jeder zumindest etwas lernt - danach passen wir das Niveau der Kontrollen an und legen unseren Gleichverteilungs Punktespiegel darüber - dann fällt das schon nicht auf, bis es zu spät ist).

Vieleicht sollte die Schule eher als Institution gelten, bei der der Schüler "Bittsteller" ist, statt der Lehrer. Ist der Schüler eingeeignet und unwillig im Kollektiv von 30 Leuten zu lernen (bleiben wir doch bitte mal auf dem Teppich - wieviele Zuhörer passen in einen Hörsaal? Natürlich ist sind 30 Lernwillige nicht zuviel, andereseits kann ich nach 15 Jahre Nachhilfe sagen, für einen Lernunwilliger ist selbst Privatunterricht nicht genug).

Mehr Geld verbessert ein System nicht unbedingt. Unter Umständen fixiert es sogar die bestehenden Missstände, da der Druck nicht groß genug wird.

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Zuerst muss man sich entscheiden, was es denn nun sein soll "Niedriglöhne für schlecht ausgebildete Arbeitnehmer" oder "besser ausgebildete Arbeitnehmer für höhere Gehälter".
Falls Bildung der Weg aus der Armut und den Niedriglöhnen sein soll.

Die Lehrer sind Akademiker, daher deren Gehälter.
Was dafür spricht, dass Bildungsinvestistitionen sich lohnen.

Das neoliberal asozial, so viel sollte sich herumgesprochen, siehe Brexit.
Wenn man Wirtschaft und Wohlstand gemeinsam denken würde, gäbe es die Probleme nicht.
Sinn einer jeden Investition ist, dass diese sich rentiert, nicht ob etwas billiger sein könnte.

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> Ein Schüler kostet alleine jährlich Ca. 80.000€

ersetze "jährlich" durch "während seiner Schulzeit", dann könnte es hinkommen.

> indem man Lehrergehälter erhöht und dadurch mehr "Experten" und noch qualifizierte Menschen anlockt.

Ich unterrichte gerne (nebenbei, und nicht im Schuldienst), aber das Gehalt müsste mindestens verdoppelt werden, damit ich den Schuldienst auch nur in Erwägung ziehen würde. Ist also kein finanzierbarer Weg zu besseren Lehrern.

Wenn mein Chef mir jetzt nicht passt, schaue ich mich nach einem anderen Arbeitsplatz um. Wäre ich Lehrer, hätte ich diese Möglichkeit nicht.

Und bei den Schulleitern, mehr noch bei den Beamten in den Oberschulämtern, scheint sich die Sorte Chefs zu konzentrieren, die Kündigungsgedanken beflügeln.

Warum muss ein Lehrer sich eigentlich durchsetzen können? Schüler zu ihrem Glück zwingen?

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Kommentar von 1900minga
01.07.2016, 22:41

Wenn 2-3 Schüler n f*ck auf alles geben ( gibt's auch auf dem Gymnasium ), dann leiden alle 30 Schüler darunter.
Warum? Der Lehrer kann sich nicht durchsetzen...

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Zu viel Bildung wird dann ja irgendwo auch nicht benötigt und manchmal können die Lehrer auch nix tun.

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Kommentar von JBEZorg
30.06.2016, 10:39

Tja, da haben wir den Salat. "Zu viel Bildung"... armes Deutschland.

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Kommentar von Merlin19
30.06.2016, 10:48

Ich hab mein Abitur und studiere noch aber ich verstehe auch Leute die sagen, dass sie nur auf die Realschule wollen, da ihr Traumberuf ein handwerklicher ist und sie sonst Zeit verschwenden. Es sollte einfach jeder tun zu was er Lust hat und jeder in Deutschland hat die Chance auf eine gute Bildung.

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Und woher soll das Geld kommen? Es hieß immer ,,nicht genug Geld"... seltsamerweise sprudelt das Geld nun aus allen ritzen und die schwarze Null wird gehalten... Wer glaubt diesen Schwachsinn?

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Kommentar von 1900minga
30.06.2016, 17:22

2,14 Billionen Schulden...

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Keine Ahnung woher du dein Wissen beziehst, aber:


Mehr als 6000 Euro pro Jahr gibt der Staat
im Durchschnitt für die Ausbildung eines Schülers aus. Pro Schüler
investierten die öffentlichen Haushalte 2012 durchschnittlich 6300 Euro in öffentliche Schulen, im Jahr zuvor waren es 6200 Euro, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte.


http://www.sueddeutsche.de/bildung/ausgaben-fuer-schulen-ein-schueler-kostet-pro-jahr-euro-1.2400693


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Kommentar von Jackie251
30.06.2016, 08:53

Er hat einfach fehlinterpretiert. Ein Schüler kostet etwa 80.000 Euro (aber eben nicht pro Jahr).

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Wenn die Gehälter erhöht werden, sichert das nicht die Qualität des Unterrichts.
Ich glaube, dass mehr in die Auswahl und die Qualität der Ausbildung und Weiterbildungen der Pädagogen investiert werden muss. Außerdem müssen sich die Rahmenbedingungen verbessern und der Lehrinhalt der heutigen Zeit angepasst werden.

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