Frage von schweizerr, 38

Wäre es sinnvoll wenn es Velo Trotoirs geben würde wo die Velofahrer durch die Stadt fahren können geschützt von den Autos wie in Dänemark?

Antwort
von DerandereAchim, 8

Hej schweizerr,

Radwege bzw. Velotrottoirs (dänisch: cykelstier) tragen auf alle Fälle zu einem grundsätzlich besseren Schutz der Radfahrer als schwächere Verkehrsteilnehmer vor den Kraftfahrzeugen bei. Wichtig ist dabei allerdings, dass auch alle an die für die "Sicherheitszonen" geltenden Regeln halten.

Solche Radwege (im Gegensatz zu Radspuren - siehe Antwort von @RasThavas) finden sich nicht nur in Dänemark, sondern auch in deutschen Städten, z. B. in und um Hamburg, sowie in den Niederlanden und in Belgien.

http://www.opencyclemap.org/

Der Vorteil für dänische Radfahrer besteht darin, dass sie eine sehr starke Interessenorganisation, den dänischen Cyklistforbund, haben, der sich seit 1905 nicht nur erfolgreich für die Rechte der Radfahrer, sondern auch für die Entwicklung ihrer Möglichkeiten im Straßenverkehr einsetzt. Regelmäßig werden zusätzliche Radwege angelegt und vorhandene verbreitert.

Dies geht aber häufig zu Lasten der Fußgänger. Denn dafür werden nicht etwa Fahrbahnspuren auf den Straßen verschmälert oder reduziert, sondern Fußgänger durch die Verbreiterung der Radspuren auf den Bürgersteigen auf schmalen Gehstreifen an die (Haus-) Wand gedrängt. Ein gegenseitiges Passieren zweier überbreiter Kinderwagen, das Vorbeischieben oder -gehen an einem Rollstuhlfahrer oder einem Baugerüst ist vielerorts kaum möglich, ohne die Radspuren betreten zu müssen.

Nicht nur auf diesen Radspuren hat sich in Kopenhagen aber, wohl aufgrund der bestehenden Möglichkeiten, mittlerweile eine Radfahrkultur eingebürgert, die schon häufig die Rücksichtslosigkeit der Autofahrer übertrifft. Diese ist allerdings nicht alleine oder vorrangig gegen Autofahrer gerichtet, sondern mehr gegeneinander - wie man es von Autofahrern kennt - und gegen die noch schwächeren Fußgänger, was besonders ältere Mitmenschen, Kinder, Behinderte und Nutzer der öffentlichen Busse trifft und gefährdet.

Mein Fazit dazu:

  • primär mehr Rücksichtnahme, Zurückhaltung und Höflichkeit (nicht nur im Straßenverkehr)
  • und Einhaltung bestehender Regeln, was das Einschätzen möglicher Handlungen anderer und das darauf ausgerichtete eigene Verhalten erleichtert
  • und gleichzeitig Schaffung zusätzlicher "Sicherheitszonen" wie Radwege, da Unachtsamkeiten trotz bester Vorsätze geschehen können,
  • allerdings unter Berücksichtigung der gleichwertigen Bedürfnisse aller Beteiligter, nicht nur einer Interessensgruppe.

Liebe Grüße aus DK

Achim

Antwort
von RasThavas, 17

Schon mal was von Radwegen oder Radpuren gehört?

Radwege sind von der Fahrbahn abgetrennte, eigene Fahrbahnen für Fahrräder, Radspuren sind optisch hervorgehoben, teilweise in rot. Öfters mit weißen Streifen zur Fahrbahn abgesetzt  und Radsymbolen.

Und in etlichen Städten sind solche Sachen geplant, wo Radfahrer grundsätzlich Vorfahrt haben, zB in Köln

http://www.express.de/koeln/neues-konzept-viele-parkplaetze-in-koeln-fallen-weg-...

Antwort
von Fclerli, 28

Sinnvoll wahrscheinlich schon aber wo ist der Platz und die Kosten wären auch imens.

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