Frage von GevatterFritz, 38

Wäre es sinnvoll militärische Bündnisse innerhalb Europas zu erschaffen, unter Ausschluss der USA?

Wir hätten dann 4 "Vereinigungen", die einen 3. Weltkrieg verhindern könnten. Europa ( nach militärischer Aufrüstung), Russland+China, die USA + X und Pakistan+X.

Wir alle wüssten dann, dass wir uns gegenseitig vernichten könnten..

Würde sich das nicht auch auf das Miteinander auswirken, sodass man Konflikte auf Augenhöhre lösen könnte?

Antwort
von zehnvorzwei, 29

Hei, Gevatter Fritz, diesen Versuch gab es vor etwa 50-60 Jahren: Eine Europäische Verteidigungsgemeinschaft scheiterte damals am Einspruch Frankreichs. Jetzt wird in der EU ja gelegentlich mal davon gesprochen. In Form der schnellen Eingreiftruppe gibt´s ja schon Ansätze. Oder so. Grüße!

Antwort
von voayager, 16

Konflikte lösen - in wessen Interesse eigentlich? Im übrigen gibt es eine deutsch-französische Eingreiftruppe, wodurch aber auch rein garnix zum Wohl der breiten Masse gewonnen ist.

Antwort
von lastgasp, 38

Vernichten kann hier aktuell nur eine Macht.

Die USA verfügen über 19 Flugzeug/Hubschrauberträger und 2 Träger sind in Bau. Nur allein bei Mehrzweckkampfflugzeugen und Luftüberlegenheitsjägern der Klassen F-15 Eagle bis F-22 Raptor sind aktuell 1650 Maschinen in Verwendung, weitere 1735 Maschinen des neuen Jagdflugzeugs F-35 Lightning II sind bei Lockheed bestellt.

29900 gepanzerte Fahrzeuge runden das Bild von Streitkräften ab, die aktuell über mindestens 90% der gesamten Kampfkraft auf diesem Planeten verfügen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Streitkr%C3%A4fte_der_Vereinigten_Staaten#Luftstre...

Von Augenhöhe auch nur zu träumen, dürfte einfach nur putzig sein.

Kommentar von GevatterFritz ,

sorry, aber für diese Antwort hab ich nur ein müdes...lol...übrig. :D

Kommentar von RodionKosmodrom ,

Eine ziemlich zynische Frage: Von der NATO und Co., hat ein anständiger Bürger des freien Westens eine gute Meinung, nämlich die, sie würden "uns den Frieden sichern", insbesondere den Deutschen hätte sie die längste Friedenszeit ihrer Geschichte beschert. So, wie sie genommen werden will, ist diese Vorstellung deswegen albern, weil sie als Grund für den einstweiligen Frieden gleich zwei Kriegsgründe unterstellt, ohne von diesen auch nur das Geringste wissen zu wollen: von anderen Nationen wird angenommen, sie wollen, warum auch immer, den Westen überfallen; in dieser Gewissheit bereitet die NATO ihrerseits den Krieg vor. Die angebliche Friedensgarantie durch die integrierte Militärmacht des Westens reduziert sich so der Sache nach auf die Banalität, dass alle Seiten den Grund für den Krieg, den sie unmittelbar gegen die andere Seite vorgesehen haben, bislang offenkundig noch nicht für eingetreten erachtet haben. Diesen Umstand der eigenen Militärmacht als ihre Leistung zugute zu halten, ist nichts als die genauso banale Manier, in bezug auf den vorgesehenen Krieg die Reinheit des eigenen Gewissens kundzutun und die Schuldfrage zu Lasten des Gegners vorab für entschieden zu erklären: im Ernstfall hat der sich nicht mehr genug gefürchtet, um seinen Angriff zu unterlassen. Kein Wunder, daß dieser begriffslose, ja zur Ahnungslosigkeit bezüglich der wirklichen Kriegsgründe fest entschlossene Moralismus der Kriegsschuldfrage bei jedem loyalen Bürger sein genaues Spiegelbild vorfindet.

Antwort
von atzef, 31

Nein.

Wozu sollte es sinnvoll sein, die strategische Partnerschaft mit den USA zu kündigen? Und wer soll bitteschön dann die steigenden Militärausgaben finanzieren?

Es reicht völlig, wenn wir in bewährter und den Menschenrechten, der Freiheit und der Demokratie verpflichteten Partnerschaft alle anderen bedarfsweise mit der vollständigen Vernichtung drohen können, um sie zur Ordnung zu rufen.

Kommentar von atzef ,

Ansonsten enthält der Vertrag von Lissabon auch eine militärische Beistands- und Solidaritätsklausel, die diie EU-Mitgliedsstaaten wechselseitig verpflichtet.

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