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Wäre es sinnvoll, die Medien gewaltfrei zu halten?

gefragt von KatzentatzeKatzentatze am 19.06.2007 um 8:05 Uhr

Ich höre und lese immer häufiger, dass die Gewalt, vor allem bei Jugendlichen so drastisch zugenommen hat, weil die Medien darüber ständig berichten. Da erfährt man in Reportagen, wie einfach es doch ist, Bomben zu basteln, wo man am besten welche Drogen bekommt und wie man sie konsumiert, dass es gerade "in" ist, alles Mögliche anzustellen und ins Netz zu stellen. Dazu kommen noch Nachrichten mit div. Prügelszenen, Kriege, Unfällen. Filme, insbesondere Zeichentricksendungen in denen sich Konkurrenten gnadenlos vernichten. Sollte man all diese Dinge verbieten, bzw. zumindest tagsüber "kindgerecht" gestalten? Würde sich dadurch etwas ändern?


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asti76
beantwortet von asti76 am 19. Juni 2007 08:15
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Das mit dem Verbieten würde sowieso nicht funktionieren und auch wenn "solche Sachen" nur nachts kommen (wie z.B. Filme über 18 jetzt auch schon) ist das nicht die Sicherheit, dass es Jugendliche nicht sehen. Da müssten schon die Eltern dahinter stehen und darauf achten, was das Kind schaut. Aber solange DVDs mit Altersbeschränkung auch an Jüngere verkauft werden und es Eltern gibt die ihr Kind "Saw" und ähnliche Filme anschauen lassen (eigene Erfahrung), brauchen wir uns keine weiteren Verbote ausdenken.


soust
beantwortet von soust am 19. Juni 2007 08:19
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Kritikloser und überreichlicher Medienkomsum fördert die Gewaltbereitschaft, da gebe ich Dir Recht.

Allerdings wirfst Du Reportagen, Dokumentationen und Unterhaltungssendungen ein wenig zu unterschiedslos durcheinander.

Nachrichtenredaktionen sind meines Wissens dauernd am Abwägen, welche Informationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten und welche nicht.(Wenn auch die Quotenfrage manche Entscheidung beeinflussen mag.)

Selbstzensur, wenn nicht von Interessengruppen erzwungen, ist eine nützliche Sache; Fremdzensur, außer in ganz krassen Fällen, nicht.

Wo würde es anfangen und wo würde es aufhören?

Diese Art von Kontrolle verträgt eine Demokratie nicht.

Ob man nicht einen gewissen Teil dieser unsäglichen Trickfilme in die Ablage mit der Aufschrift "jugendgefährdend wegen hirnerweichendem Blödsinn" bzw. "...wegen Gewaltbagatellisierung" verschieben sollte? Ja, dafür wär ich auch zu haben. Kinder muss man noch schützen...


anonym
beantwortet von Marie87 am 27. August 2007 15:31
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Ich studiere Journalismus und wir haben den Grundsatz "Bad news are good news". Gute Nachrichten interessieren niemanden, die liest keiner. Wenn in der Zeitung steht "Heute ist keiner bei einem Flugzeugabsturz gestorben" interessiert es keinen. Aber der Bericht "10 Tote bei Flugzeugabsturz" ist schon ganz anders. Es gab auch schon ein paar Experimente mit Zeitungen, wo nur gute Nachrichten veröffentlich wurden. Diese war sofort wieder pleite. Es interessiert einfach keinen. Und: je weiter weg, desto "schlimmer" muss es sein. Ein Busunfall im "kleiner" Autounfall in der Nachbarschaft ist in der Zeitung aber ein genau so großer 200km entfernt nicht.


elkera
beantwortet von elkera am 19. Juni 2007 08:35
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Gewaltfreie Medien wäre schön, aber wie soll das gehen. Zudem die Gewalt ja nicht nur in den Medien gezeigt wird, sie passiert ja heutzutage überall. Viel schlimmer finde ich, das die Leute heutzutage wegschauen statt einzugreifen.

Am schlimmsten finde ich noch die Gewaltvideos, die von den Jugendlichen gefilmt werden und dann über das Internet verbreitet werden. Die sind oft noch brutaler, als was man im Fernsehen sehen kann.


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