Frage von Whimbrel1, 257

Wäre es nicht sinnvoll, alle Religionen zu verbieten?

Es würde weniger Konflikte geben, den Islamisten für die Grundlage für die Propaganda bzw. Gehirnwäsche genommen, weniger Terroranschläge und am wichtigsten: ein friedliches Leben. Die Forschung würde weniger gehindert werden und damit mehr Fortschritt. Unzählige gute Gründe, alle Religionen zu verbieten.

Antwort
von OlliBjoern, 86
Ich bin nicht deiner Meinung (bitte begründen)

Das ist eine naive Vorstellung, man könne Religionen "verbieten". Man kann dies nicht, und unser freiheitlicher Staat (bitte mal darüber informieren!) sieht so etwas auch gar nicht vor. Das ist in etwa so "sinnvoll", wie das Autofahren zu verbieten (weil es ja Unfälle gibt), oder den Alkohol zu verbieten (weil es ja Alkoholmissbrauch gibt; übrigens sind wir in dem Punkt in der Nähe des Islam angekommen, der auch so "sinnvolle" Verbote verbreitet).

Ängstliche Menschen wollen gerne mit Verboten hantieren, weil sie glauben, damit der Menschheit einen Dienst erweisen zu können. Im Islam ist es verboten, dass Frauen unverschleiert herumlaufen, man erhofft sich davon, der "Sittlichkeit" mehr Geltung zu verschaffen. Funktioniert aber nicht, denn die Männer sind dadurch auf Äußerlichkeiten gepolt, und sobald mal eine unverschleierte Frau vorbeikommt, wird sie gleich als "Freiwild" angesehen.
Ist also Käse.

Religionen zu verbieten (was der Kommunismus oft haben wollte; zudem sehe man mal nach Nordkorea: keine "normale" Religion ist erlaubt, dafür ist es erlaubt, dem verrückten Kim zu huldigen, das ist noch schlimmer...) ist ein untauglicher Versuch, den (existenten) unangenehmen Extremformen zu begegnen.

Das ist genauso, wie den ganzen Straßenverkehr einzustellen, weil es ein paar % unbelehrbare Raser gibt. Über 90% der religiösen würden sich (zu Recht!) fragen, was das nun für ein "freiheitlicher" Staat sein soll, der aus purer Ängstlichkeit Freiheitsrechte über Bord wirft.

Ich mag z.B. die AFD nicht, aber ich bin NICHT dafür, sie zu verbieten. Das ist ein völliger Irrweg, alles, was einem riskant erscheint, verbieten zu wollen. Ich bin Nichtraucher, aber ich bin NICHT dafür, Tabakwaren zu verbieten. Es gibt noch mehr Beispiele.

Deutsche Unsitten:
1) jammern, dass alles so schlimm sei
2) verbieten, was einem "unangenehm" erscheint

Freiheit heißt auch, dass Menschen das machen dürfen, was ich nicht für gut finde, solange es nicht den Gesetzen widerspricht. Ich mag diese Einstellung nicht, alles, was man selber nicht mag, einfach verbieten zu wollen. Es geht um unsere Freiheit.

Antwort
von Andrastor, 98
Ich möchte etwas ergänzen bzw. meinen Senf dazu geben

Die Religionen selber müssten gar nicht verboten werden. Dies hätte auch keinen Sinn, denn es würde so nur zu Aufständen der Religionsanhänger kommen und viele würden leicht radikalisiert werden können, bzw. würden sich selber radikalisieren.

Anstatt also Religionen von heute auf Morgen vollständig zu verbieten, sollte man nur ihre öffentliche Ausübung und Demonstration verbieten und auf dieselbe Stufe wie Erregung öffentlichen Ärgernisses stellen, denn, wenn wir ehrlich sind, hat das öffentliche Demonstrieren der Religion vielerorts bereits einen solchen Status erlangt.

Auf diese Weise würde den Gläubigen ihre anachronistische Einstellung nicht genommen werden, jedoch hätten sie so weniger Mittel und Möglichkeiten sie zu demonstrieren. Das System der Indoktrination, welches die Religionen heute noch am Leben erhält, würde zusammenbrechen und die Menschen würden über kurz oder lang alle von alleine zur Vernunft finden.

Das friedliche Leben und den ungehemmten wissenschaftlichen Fortschritt würde es auf diese Weise trotzdem geben.

Antwort
von JTKirk2000, 45
Ich bin nicht deiner Meinung (bitte begründen)

Ob Religionen verboten werden wäre denen relativ egal, die einer Religion angehören. Sie würden sich trotzdem entsprechend organisieren und treffen.

Beispielsweise waren eine bestimmte Zeit lang einige Religionen auch hier in Deutschland verboten und dennoch haben sich die Anhänger der betreffenden Religionen nicht daran hindern lassen, sich zu organisieren und zu versammeln. Natürlich war es dann riskanter und man traf sich in privaten Wohnungen anstatt in entsprechend öffentlichen Gebäuden, aber ansonsten würde sich nichts ändern.

Religionen zu verbieten würde bedeuten, ein wichtiges Grundgesetz, nämlich die Religionsfreiheit, abzusetzen. Als nächstes wäre dann die Meinungsfreiheit dran und schlussendlich die Freiheit allgemein. Das hatten wir in Deutschland schon einmal und wer das auch nur im Ansatz miterleben will, hat aus der Vergangenheit nicht das Geringste gelernt.

Heinrich Heine soll einmal gesagt haben: "Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen." Damals wurden religiöse Bücher verbrannt und es käme beim Verbot von Religionen derselben Entwicklung gleich.

Antwort
von RobertMcGee, 97
Ich möchte etwas ergänzen bzw. meinen Senf dazu geben

Der Einfluß der Religion auf die Politik sollte verboten werden, ja. Klar, wir haben die Trennung von Staat und Kirche - trotzdem orientiert sich der Staat mit manchen Gesetzen an der Kirche.

Ansonsten halte ich ein Religionsverbot für kontraproduktiv - es würde dafür sorgen, daß einige Leute in den Untergrund gehen und sich erst recht radikalisieren. (egal, um welche Religion es dabei geht)

Kommentar von JTKirk2000 ,

Klar, wir haben die Trennung von Staat und Kirche - trotzdem orientiert sich der Staat mit manchen Gesetzen an der Kirche.

In welcher Hinsicht meinst Du, dass das zu einer Folge führt, die falsch sei?

Kommentar von RobertMcGee ,

hab das auf Stammzellenforschung und Gentechnik in der Medizin bezogen, aber auch die Sonntagsruhe und kirchliche Feiertage wären da zu nennen. Für andere Länder gelten auch Abtreibungsgesetzte usw.

das alles davon falsch ist, wollte ich damit nicht sagen - lediglich, daß die Kirche trotz der angeblichen Trennung Einfluß auf die Gesetzgebung nimmt.

Kommentar von RobertMcGee ,

warum die Einflußnahme der Kirche auf die Gesetzgebung mEn nicht wünschenswert ist, unabhängig davon, ob es sich um positive oder negative Einflüße handelt, ist Folgendens:

Politik und Gesetzgebung sollten logisch nachvollziehbar sein, Transparenz bieten und fachlich begründet sein.

"Gott sagt..." - oder, um es mal auf die Spitze zu treiben: "Mein Pfarrer sagt, der Prophet XY hat vor X Jahren gesagt, Gott habe ihm gesagt, daß..." - mag für Gläubige eine logische Begründung sein.

Für mich als Nichtgläubigen ist das alles Andere als eine logisch nachvollziehbare Begründung und sollte demnach auch nicht Einfluß auf den Staat ausüben dürfen.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Nimm mal beispielsweise die 10 Gebote, oder eigentlich nur jene, die sich auf das zwischenmenschliche Miteinander beziehen (denn nur jene werden wahrscheinlich in weltlichen Gesetzen wiederzufinden sein), vielleicht mögen sie am Anfang nicht logisch erklärbar sein, aber durch die positive Lebensweise und das entsprechend positive zwischenmenschliche Miteinander, welches dadurch gefördert wird sind die Vorzüge definitiv erkennbar. Gerade beispielsweise in Deutschland hat die Vergangenheit der letzten knapp 100 Jahre mehr als deutlich gezeigt, wie verschiedene Dinge, die eigentlich Grundrechte sein sollten, eingeschränkt und in Folge dessen die Lebensqualität massiv benachteiligt wurde. Zur Zeit ihrer Einschränkung gab es da noch weit weniger Transparenz, als das was Du hier aufzeigen willst. 

Kommentar von JTKirk2000 ,

hab das auf Stammzellenforschung und Gentechnik in der Medizin bezogen, aber auch die Sonntagsruhe und kirchliche Feiertage wären da zu nennen. Für andere Länder gelten auch Abtreibungsgesetzte usw.

Was Stammzellenforschung und Gentechnik in der Medizin angeht, kann ich es nicht beurteilen, aber die Sonntagsruhe und Feiertage haben durchaus ihren Zweck, dass der Mensch auch mal eine Auszeit nehmen kann. Wenn man die ganze Zeit nur zuhause herumhängt, kann man sich natürlich aufregen, dass der Supermarkt mal wieder wegen einem Sonntag oder wegen einem Feiertag geschlossen hat, aber man muss das auch aus der Sicht von Arbeitern sehen. Die freuen sich durchaus darüber, wenn sie mal einen Tag freihaben, ohne dass dafür ihr Urlaub dezimiert wird.

Für andere Länder gelten auch Abtreibungsgesetzte usw.

Für Normalfälle wäre ich auch für ein solches Gesetz, denn eigentlich ist jedes Leben heilig. Akzeptable Ausnahmen würde ich nur dann sehen, wenn durch eine Schwangerschaft die Gesundheit von Mutter und/oder Kind gefährdet wäre  oder wenn die Zeugung im Zuge einer Vergewaltigung stattfand und die Mutter deshalb das Kind nicht austragen möchte. Was jugendlichen Leichtsinn angeht, so gibt es genug Arten von Verhütungsmitteln und die entsprechende Aufklärung ist längst Teil an den Schulen - das war schon zu meiner Schulzeit so und ich bin mittlerweile 40 Jahre alt.

Ich weiß nicht in welchem Umfang durch christliche Lehren oder Werte weltliche Gesetze beeinflusst wurden, aber die Gebote, dass man kein falsches Zeugnis geben soll, nicht stehlen und nicht morden soll findet man eindeutig in weltlichen Gesetzen wieder. Geht man dazu noch ins neue Testament, so kann man da auch einiges finden, was vermutlich als Grundlage beispielsweise für Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und vieles mehr sehen kann.

Kommentar von RobertMcGee ,
Die freuen sich durchaus darüber, wenn sie mal einen Tag freihaben, ohne dass dafür ihr Urlaub dezimiert wird

Mir geht's darum, die freien Tage flexibel einsetzen zu können, anstatt sie an besimmte Daten -oder jeden 7. Tag- zu koppeln. Davon, freie Tage zu dezimieren, war nie die Rede. Ich für meinen Teil habe häufig das Problem, daß die freieh Tage immer genau dann sind, wenn ich nichts mit ihnen anfangen kann.

Akzeptable Ausnahmen würde ich nur dann sehen, wenn durch eine Schwangerschaft die Gesundheit von Mutter und/oder Kind gefährdet wäre oder wenn die Zeugung im Zuge einer Vergewaltigung stattfand und die Mutter deshalb das Kind nicht austragen möchte

Genau darum gehts. Leider sehen das nicht alle so liberal wie du.

Geht man dazu noch ins neue Testament, so kann man da auch einiges finden, was vermutlich als Grundlage beispielsweise für
Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und vieles mehr sehen kann.

Als Grundlage sehe ich nicht das neue oder alte Testament, noch sonst eine Schrift oder Überlieferung. Der Wunsch nach diesen Dingen und das Bestreben, sich dafür einzusetzen, entspringt viel eher der Erkenntnis, daß im Grunde jeder Mensch nur in Ruhe und Frieden sein Leben leben will. Die gab es -behaupte ich jetzt einfach mal- auch schon vor den Religionen und könnte als deren Ursprung angesehen werden.

Nimm mal beispielsweise die 10 Gebote [...] durch die positive Lebensweise und das entsprechend positive zwischenmenschliche Miteinander, welches dadurch gefördert wird sind die Vorzüge definitiv erkennbar

Ja, die Vorzüge sind eindeutig und unbestreitbar. Logisch erklärbar sind sie auch, wo sie sich auf das Weltliche beziehen. Warum müssen sie also mystifiziert und als Errungenschaft einer Religion dargestellt werden, wenn sie nichts Anderes aussagen, als der gesunde Menschenverstand? Das hat sich mir noch nie erschlossen und ich bezweifle, daß ich das jemals verstehen werde.

Zur Zeit ihrer Einschränkung [die Grundrechte in den letzten 100 Jahren] gab es da noch weit weniger Transparenz, als das was Du hier aufzeigen willst.

Ja, das haben wir gesehen und ja, wir können uns glücklich schätzen, nicht in dieser Zeit zu leben. Aber soll uns das daran hindern, die Situation weiter zu optimieren? Ich denke nicht. Aufzeigen will ich nichts, lediglich meine Meinung zu dem Thema darlegen - auf Gesuch des Fragestellers ;)

Kommentar von JTKirk2000 ,

Mir geht's darum, die freien Tage flexibel einsetzen zu können, anstatt sie an besimmte Daten -oder jeden 7. Tag- zu koppeln. Davon, freie Tage zu dezimieren, war nie die Rede. Ich für meinen Teil habe häufig das Problem, daß die freieh Tage immer genau dann sind, wenn ich nichts mit ihnen anfangen kann.

Genau die Dezimierung der freien Tage würde aber geschehen, wenn die freien Tage nicht mehr an bestimmten Tagen und einem 7-Tage-Rhythmus gekoppelt wären. Jeder Arbeitgeber würde doch Befall klatschen, wenn die Angestellten nicht mehr alle 7 Tage zumindest einen Tag frei hätten, sondern auch dann für ihn schuften dürften.

Genau darum gehts. Leider sehen das nicht alle so liberal wie du.

Sollten sie aber, denn wenn das keine guten Gründe sind, dann gibt es keine.

Als Grundlage sehe ich nicht das neue oder alte Testament, noch sonst eine Schrift oder Überlieferung. Der Wunsch nach diesen Dingen und das Bestreben, sich dafür einzusetzen, entspringt viel eher der Erkenntnis, daß im Grunde jeder Mensch nur in Ruhe und Frieden sein Leben leben will. Die gab es -behaupte ich jetzt einfach mal- auch schon vor den Religionen und könnte als deren Ursprung angesehen werden.

Es gab praktisch von Anbeginn der menschlichen Zivilisation Religionen. Das Judentum, auf welches sich das Christentum und später der Islam begründeten, war bei weitem nicht die erste Religion. Beispielsweise ist die altägyptische Vorstellung von einem Leben nach dem Tod und vielen Göttern noch um so einige Jahrtausende älter, als das Judentum.

Warum müssen sie also mystifiziert und als Errungenschaft einer Religion dargestellt werden, wenn sie nichts Anderes aussagen, als der gesunde Menschenverstand?

Also in anderen Worten: Nur weil es für uns heute selbstverständlich ist, ist es unnötig, derartiges in Geboten einer Religion jemals festgehalten zu haben? Das mag so erscheinen, wenn man ignoriert, was zu der Zeit normal war, als es diese Gebote noch nicht gegeben hatte. Selbst die Israeliten in damaliger Zeit lebten nicht gerade nach den Geboten. Genau deshalb gab es auch den Strafenkatalog des Mosaischen Gesetzes, der so manches an Untaten mit einschließt, was ich mir nicht einmal in meinen schlimmsten Träumen vorstellen wollte.

Anders ausgedrückt verdanken wir wahrscheinlich weniger dem gesunden Menschenverstand die Gebote, sondern dem so langen Einfluss der Gebote das, was wir als selbstverständlich auf Basis eines gesunden Menschenverstandes ansehen.

Ja, das haben wir gesehen und ja, wir können uns glücklich schätzen, nicht in dieser Zeit zu leben.

In der Tat.

Aber soll uns das daran hindern, die Situation weiter zu optimieren?

Das wurde auch vor 77 Jahren bereits versucht und wozu das geführt hat, steht in den Geschichtsbüchern. Zu optimieren, was nicht in Freiheit und Demokratie möglich ist, bedeutet immer, Freiheit und Demokratie zu überwinden. Das ist in der Vergangenheit geschehen und es geschieht beispielsweise in Nordkorea noch heute. Natürlich wäre eine Gesellschaft die als Grundlage die Nächstenliebe hat, wesentlich besser, aber nicht jeder würde selbst heutzutage danach leben wollen. Mag sein dass es anders wäre, wenn die Menschen vermutlich über mehrere Generationen einen Übergangsweg hätten, bis der Übergang nicht mehr notwendig ist, damit die Menschen erkennen, dass sie eigentlich schon während dieses Übergangs nach Werten wie der Nächstenliebe gelebt haben. Aber von unserem gegenwärtigen System ausgehend wird dies nicht ohne weiteres möglich sein, da zu sehr die Profitinteressen weniger zu Lasten der Mehrheit gefördert werden.

Aufzeigen will ich nichts

Und doch hast Du es getan.

Antwort
von MarkusKapunkt, 61
Ich bin nicht deiner Meinung (bitte begründen)

Religionsfreiheit gehört zu den Grundrechten, und das hat einen Grund: Jeder Mensch glaubt an etwas. An einen Gott, vielleicht sogar an mehrere, an eine unbestimmbare höhere Gewalt, an das Schicksal oder auch einfach daran, dass der bloße Zufall seine Schritte lenkt.
Meinungsfreiheit und Glaubensfreiheit gehörenin meiner Welt zu den höchsten Gütern, die uns unser freiheitlich-demokratischer Staat geschenkt hat.

Ich bin aber ganz und gar bei dir, wenn du jetzt protestierst und sagst, dass ein fiedliches Miteinander ein noch höheres Gut ist. Religionen sorgen auch immer für Streit. Das liegt jedoch nicht an der Religion, sondern an den Menschen. Wenn ich (lyrisches ich!) an eine Sache glaube, dann tu ich das nur, weil ich mich gut dabei fühle: Mein Glaube gibt mir Halt, gibt mir einen Platz im Leben, lässt mich dazugehören. Also entwickle ich ein Verhältnis zu meinem Glauben, dass ihn zu einem Teil meiner Identität macht. Das ist bei jedem Gläubigen so, auch bei einem Atheisten - er fühlt sich ebenfalls gut dabei und sich im Recht, wenn er sagt, es gibt keine Götter.

Wenn jetzt jemand daher kommt und sagt, mein Glaube ist aber besser als deiner, dann greift dieser Jemand zwar direkt nur meine Religion an, aber indirekt auch mich. Ich nehme also diesen Affront persönlich und verteidige meine Identität, wie ich es bei allem tu, was sie in Frage stellen könnte. Das passiert jeden Tag, schon im ganz kleinen: Ein VW-Fahrer findet sein Auto toll und das vom Opel-Fahrer doof, ein HSV-Fan würde niemals zu den Bayern gehen und ein Apple-User würde sich niemals ein Samsung kaufen. All diese Dinge prägen unsere Identität, und wir haben alle ein Anrecht darauf. Es ist ja mitunter auch ganz witzig und vor allem schön, wenn es eine so breit gefächerte Diversität gibt.

Problematisch wird es dann, wenn Diversität zu Konflikten führt. Das geschieht aber nur dann, wenn ein gewisser Fundamentalismus oder Fanatismus zutage tritt. Natürlich darf jeder denken, dass seine Religion (Fußballverein, Ernährungsgewohnheit, Handy, Auto, Lieblingsband...) richtig und toll und sogar besser als alles andere ist, aber er sollte es vermeiden, dies den Andersdenkenden ins Gesicht zu sagen. Dies führt nur zu Streitigkeiten und Auseinandersetzungen - wer dann vom Anderdenkenden eins aufs Maul kriegt, hat meiner Meinung nach selbst Schuld.

Wer dann auch noch einen Schritt weiter geht und behauptet, alle Andersdenkenden sind schlechte und minderwertige Menschen, die in dieser Welt nicht das volle Ausmaß aller Rechte verdienen und diskriminiert werden sollten, und die in der nächsten Welt sogar in die Hölle kommen, der gehört meiner Meinung nach sogar hinter Gitter. Die Freiheit des einen sollte immer da enden, wo sie die Freiheit des anderen herabsetzt.

Ergo: Religionen und Weltanschauungen dürfen nicht verboten werden, denn sie geben jedem Menschen eine kulturelle Identität, was zu den Grundbedürfnissen unserer Persönlichkeit und deren freien Entfaltungsmöglichkeit gehört. Verboten und hart bestraft gehört jedoch jede Form von Fanatismus, die bestrebt ist, allen Andersdenkenden ihre Persönlichkeitsentfaltung zu verwehren.

Kommentar von Giustolisi ,

 Jeder Mensch glaubt an etwas. An einen Gott, vielleicht sogar an mehrere, an eine unbestimmbare höhere Gewalt, an das Schicksal oder auch einfach daran, dass der bloße Zufall seine Schritte lenkt. 
Und dann gibt es noch die, die möglichst an nichts glauben, weder an den Zufall, noch an eine höhere Gewalt. Die denken eben rational.

Ich stimme dir allerdings zu, dass ein Verbot unsinnig wäre. Glauben kann man nicht verbieten, man kann ihn höchstens ins Verborgene zwingen, so wie es die Römer mit den Christen gemacht haben, bevor sie selbst das Christentum zur Staatsreligion erklärt haben.

Antwort
von anniegirl80, 24
Ich bin nicht deiner Meinung (bitte begründen)

Religionen lassen sich nicht verbieten. Es gab schon bei den Steinzeitmenschen Rituale in diese Richtung. Und z. B. gibt es auch in Nordkorea Christen. In Albanien, ebenfalls lange ein atheistischer Staat, gibt es auch wieder viele Menschen, die die Religion ihrer Vorfahren ausüben. Und dort wurden während des Kommunismus auch heidnische Bräuche weiter ausgeübt - welche ja ebenfalls religiösen Charakter haben.

Antwort
von weekndxo, 97

Wenn man die Religionen verbieten würde , würde noch mehr Unruhe entstehen ,weil die Menschen die Freiheit haben wollen sich ihrem Glauben zu widmen.

Antwort
von ewolfe, 98

Das wäre nur ein Tropfen auf den heißen Stein...

Erstens würde das Verbot definitiv zu Aufständen(Krieg) führen und

Zweitens würden die Menschen, dann einfach einer anderen Ideologie folgen...(Bsp. schwarzhaarige gehören ausgerottet...o.ä.)

Ich denke, es würde im Endeffekt mehr Probleme schaffen, als lösen...

Kommentar von Whimbrel1 ,

Na hoffentlich werde ich nicht ausgerottet!

Kommentar von ewolfe ,

ja das hoffe ich auch sehr, bei schwarzen Haaren wäre ich auch am Ar*** ;)

Kommentar von Projektplaner13 ,

juhu ewolfe, ich werde überleben, habe keene schwarzen Haare, was ein Glück...hohoho...nee aber das Thema, naja...auch von dir, deine Worte hier vor..is was wahres dran, aber wiederum sehe ich das auch so, daß es wahrscheinlich nur eine Verlagerung der Probleme wäre...das ist philosophieren...halleluja...oder hakuna matata :-))) liebe Nachtgrüße

Antwort
von sake5366, 23

Meine meinung dazu ist, dass egal ob religionen verboten werden oder nicht, die menschen weiterhin heimlich glauben würden. Und somit könnte es anschläge verstärken oder sontiges. Und ich mein man kann nicht wirklich sagen,dass religion den forschern den weg versperrt, dazu müsste man sich mit vielen themen befassen um das sagen zu können ob sich glaube auf das auswirkt. Aber selbst wenn religion verboten wäre und die menschen nicjt mejr glauben würden, würden sich die menschen bestimmt eine andere macht als gott oder dergleichen ausdenken.

Antwort
von JBEZorg, 20
Ich bin nicht deiner Meinung (bitte begründen)

Drch Verbote hat man noch nie etwas gutes bewirkt oder das Ziel erreicht. Du machst es dir zu einfach un hängst Religion Dinge an, die damit nichts zu tun haben. Ist aer auch üblich für Leute, de verbieten wollen.

Antwort
von Repwf, 72
Ich möchte etwas ergänzen bzw. meinen Senf dazu geben

Verbotenes ist immer besonders interessant... Das wird nicht nützen! 

Antwort
von Giustolisi, 29
Ich bin nicht deiner Meinung (bitte begründen)

Ein Verbot würde nichts bringen. 

Da gibt es die Strenggläubigen, die sich an die Gesetze ihrer Gottheit halten und es gibt die Sprenggläubigen, die dafür auch mal eine Bombe zünden. Letztere bekommt man mit Verboten nicht in den griff, denn die sind sowieso im Untergrund organisiert. 

Gegen den ganzen Religiösen Wahnsinn auf der Welt kann man nur aufklären und für Bildung sorgen, dann lässt das irgendwann hoffentlich nach. 

Ich versuche seit Jahren dahinter zu kommen, wie die Gläubigen ticken. Herausgefunden habe ich es bisher noch nicht, ich kann sie einfach nicht verstehen. Mich würde es zum Beispiel beunruhigen, wenn es da einen Himmelskerl gäbe, der mir beim kacken zusehen kann.

Antwort
von Chefelektriker, 79

Wie soll das funktionieren? Du kannst das nicht verbieten an irgend eine Religion zu glauben.

Kommentar von Whimbrel1 ,

"Du kannst das nicht verbieten an irgend eine Religion zu glauben."

Doch, das kann die Legislative.

Kommentar von Chefelektriker ,

Niemand kann das!

Kommentar von MarkusKapunkt ,

Die Gedanken sind frei. Die kann keine noch so starke Legislative verbieten. Und Glauben findet ebenfalls in den Köpfen statt, da kommt keine Legislative rein.

Antwort
von comhb3mpqy, 17
Ich bin nicht deiner Meinung (bitte begründen)

Es gibt Religionsfreiheit. Ich bin Christ und habe Argumente, um an Gott zu glauben. Wenn Dich Argumente interessieren, dann kannst Du bei meinen hilfreichen Antworten vorbeischauen oder mich hier fragen.

Und denkst Du, dass alle Konflikte, bei denen Religion eine Rolle spielt, sofort aufhören würden?

Antwort
von 1988Ritter, 36
Ich bin nicht deiner Meinung (bitte begründen)

Warum sollte man alle Religionen verbieten. Es ist doch nur der Islam der ständig Zirkus bereitet.

Kommentar von Ryuuk ,

Schau dir mal die Christen in Amerika an. Die religiösen Extremisten der Staaten, sprengen sich vielleicht nicht selbst in die Luft, aber sie machen Probleme.

Von Hinterwältlern die heutzutage noch Prügel als Erziehungsmittel der Wahl betrachen, zu Kreationisten die allen Ernstes den Schöpfungsmythos in staatlichen Schulen als Tatsache lehren wollen und gleichzeitig gegen Sachen wie Aufklärungsunterricht protestieren und dutzende von Hassgruppen unter dem Banner von "Familienwerten" gründen.

Es ist ein trauriger Anblick.

Kommentar von OlliBjoern ,

Dabei ist es aber ausreichend, Prügel zu verbieten (wie auch hierzulande), den Schulunterricht genauer anzuschauen und Hasspredigten zu unterbinden. Kein Grund, das Christentum als solches zu verbieten.

Antwort
von josef050153, 14
Ich bin nicht deiner Meinung (bitte begründen)

Das Ergebnis wäre der Atheismus als Religion.

Antwort
von Arianator02, 12
Ich bin völlig deiner Meinung (bitte begründen)

Ich bin wirklich VÖLLIG deiner Meinung. Ohne Religionen würde es fast keine Kriege mehr auf der Welt geben und sie sind sowieso schon weit überholt.

Antwort
von gewustwie, 42

Die Idee Religion abzuschaffen ist blöd, also meiner Meinung nach! Schaut man sich die Geschichte an ist das so das der Mensch als Kollektiv nur mit einem gewissen glauben also eine Religion funktioniert! !

Eine Religion an sich ist schon was gutes solange sie einen guten Zweck hat und vernünftige Richtlinien!

Ich verstehe dich sehr gut warum du überhaupt die Gedanken drüber machst.

Eigentlich sind die meisten Religionen sehr friedlich und seien wir ehrlich ohne einen gewissen glauben und die Auslegung eines Glaubens in einem Kollektiv Sind wir Menschen sehr alleine!

Das ist ein sehr tiefgründiges Diskussionsthema Thema!

Antwort
von authumbla, 42
Ich möchte etwas ergänzen bzw. meinen Senf dazu geben

Es gibt auf der Erde viel mehr Gläubige als Ungläubige. 

Wer sollte das verbieten können, ohne dass mehr als die Hälfte der Menschheit sagen würde, "Du hast uns garnix zu sagen!"

Mit welcher Waffengewalt sollte er sein Diktat durchsetzen?

Verbieten kann man vieles. Aber man muss auch die Power haben, es zu durchzusetzen und zu kontrollieren.

Es ist für mich eine ebenso hypothetische Forderung wie diefolgenden nach:

Keine Armut mehr.

Weltfrieden.

Gleichheit für alle.

Alle lieb.

Antwort
von JanyoOoO, 68

Also wenn das Ziel dahinter Millionen Selbstmorde an einem Tag sowie der dritte Weltkrieg sind, genau dann ist das sehr sinnvolle. Um deine Frage zu beantworten, nein das ist unmöglich und völlig unangebracht

Kommentar von Whimbrel1 ,

Es wurde früher von der UN auch geplant und die kennen sich ja wohl aus.

Antwort
von Xpomul, 15
Ich bin nicht deiner Meinung (bitte begründen)

Abgesehen davon, dass das gar nicht geht, weil der Mensch immer einen Bezug zu seinem Schöpfer haben wird, selbst wenn er nicht an ihn glaubt -- mit dieser Meinung sind auch die "vier apokalyptischen Reiter" angetreten, jene vier Atheisten, zu denen auch Dawkins gehört. Mit religiösem Eifer wollen sie die Religionen verbieten und merken nicht einmal, dass sie ihre eigene Religion aufgerichtet haben.

Aber andererseits: Ja, die Religionen werden immer dorthin führen, leider. Dem tritt ja auch Jesus von Nazaret entgegen mit dem Liebesgebot. Und Jesus von Nazaret war KEIN "Religionsstifter" -- das haben erst seine späteren Nachfolger und Kirchengründer besorgt, die in der  Transzendenzbezogenheit des Menschen Geld und Macht witterten.

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