Frage von Harterkampfer 16.06.2009

Wäre es nicht für Christen sinnvoller, religiöse Mythen und Erklärungsmuster über Bord zu werfen?

  • Antwort von Angel84 16.06.2009
    8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    D.H. Ich bin da ganz deiner Meinung. So einfach ist das aber leider nicht.... Da sind Prägungen da, die über Jahrhunderte entstanden sind. Und um diese über Bord zu werfen, muss der einzelne Mensch bewusst hinschauen und auch die innere Bereitschaft haben, all den anhängigen Unsinn loszulassen. Solange jemand keinen triftigen Grund dafür erkennen kann (und das ist aus dieser Warte ja meist so), wird er sich auch nicht tiefer gehend damit auseinander setzen. Wir sind ein Produkt unserer Glaubenskonstrukte und damit meine ich nicht allein die religiösen. Und mit jedem Konstrukt, das wir loslassen, wächst die Angst des Egos....

  • Antwort von holodeck 17.06.2009
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    "..spricht was dagegen, von der Existenz eines Gottes auszugehen und gleichzeitig über die früheren Erklärungsmuster, Riten, und Moralvorstellungen lachen? Diese unbeschwert über Bord zu werfen und neue, zeitgemäße zu entwickeln?
    .
    Nichts!
    Nichts spricht dagegen.
    Wird ja auch schon längst gemacht.
    Und genau dagegen setzen sich Fundamentalisten und Evangelikale zur Wehr.
    .

  • Antwort von valentin301 16.06.2009
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Dann sag mir mal, was bleibt denn von einer Religion übrig, wenn sie ihre Mythen und Erklärungsmuster über Bord wirft? Richtig, nichts. Schließlich sind diese Muster als Offenbarung in der Bibel festgeschrieben. Da müsste ja eine neuere, zeitgemäße Offenbarung stattfinden und aufgeschrieben werden.

  • Antwort von Comstock 16.06.2009
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Aberglauben kannst du nicht mit Argumenten begegnen.

  • Antwort von morus 18.06.2009
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich finde, dass die katholische Kirche eine gute Antwort zu Deiner Frage liefert. Anders als in der reformatorischen Tradition, in der nur die Schrift (sola scriptura) als Grundlage des Glaubens gilt, spielt in der katholischen Kirche auch das Lehramt eine wichtige Rolle. Denn die Bibel als Grundlage zu haben, sagt ja noch nichts darüber aus, wie bestimmte Textstellen zu deuten sind. Hier macht das kirchliche Lehramt bestimmte Festlegungen und kann so bestimmte Entgleisungen verhindern. Ob das Lehramt nun immer seiner Rolle so gerecht wird, darüber lässt sich wahrlich oftmals streiten. Aber z.B. die Evolutionstheorie wird innerkatholisch nicht abgelehnt.

  • Antwort von Miststueque 17.06.2009
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Nun ja: Ich kann an EINEN Gott glauben und daneben Evolution etc. ohne diesen Gott erklären. Aber: Ich kann nicht Christ sein und dann die Dinge die in der Bibel stehen negieren. Dadurch, dass ich mich "dafür entscheide" Christ zu sein, entscheide ich mich auch für die Regeln, die diese "Organisation" mit sich bringt. Ich hatte sogar schonmal ein Gespräch in dem jemand sagte: Ich bin Christ aber ich glaube nicht an Jesus. Das ist Paradox. Wenn ich an die Dogmen nicht glauben will/kann. Muss ich doch meinem Glauben nicht das Etikett "Christ" geben, oder? Oder braucht man dann dieses Etikett um sein Glauben durch die Masse der Mitgläubigen rechtfertigen zu können?

  • Antwort von Azizamasrya 17.06.2009
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ich nehme mir die Freiheit, so zu glauben, wie ich das will und verstehe. Wenn Du die Evolutions-Theorie meinst, dann bleibt das eine Theorie. Bist Du ein Christ? Glaubst Du an die Wiederkunft Christi und die Auferstehung? Warum soll da auf einmal unser Gott so allmächtig sein und Millionen von Menschen auf einen Schlag mit einem Wort wieder aufzuerwecken? Warum soll er dazu wieder abermillionen von Jahren daran herummurksen? Noch nie hat mir einer erklärt, wie sich Funktionen und Bienen/Blumen, die sich gegenseitig bedingen, sich aus lauter Zufällen in Milliarden von Jahren entwickeln sollten! Wenn ich also an einen allmächtigen Gott glaube, wo ist da Dein Problem? Ich soll ihn lächerlich machen? Das mache ich meinem sündigen Leben schon genug. Warum soll ich einem Herrn Darwin glauben, der die Theorie vom Urmeer - Urzelle - Ur Ur Ur der alten Ägypter wieder aufgewärmt hat - und von dem uns Leute erzählen, das sei alles bewiesen: Zeige mir doch mal die ganzen versteinerten Irrtümer der Natur in diesen unzähligen Jahren! Ausserdem schreibt das 1. Buch Mose ganz deutlich dass Sterne und Erde schon lange da waren! Gott hat sie nur bewohnbar gemacht! Was soll diese Unterstellung: Wer an die Bibel glaubt ist ein Fundamentalist? Sind Fundamentalisten Fanatiker und damit gleich Terroristen? Ich werde mich trotz Deiner subtilen Unterstellungen weiterhin an die Bibel halten, egal wie Du mich nennst. Meinetwegen nenne mich Terroristen ...

  • Antwort von Masoud53 16.06.2009
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hier treffen Aberglaube und Wissenschaft aufeinander und die ewig Gestrigen,kannst du dann sicher nicht belehren,aber Darwinismus ist nun mal unbestritten!!!!

  • Antwort von Slizia 16.06.2009
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das kann doch nun jeder halten, wie er mag. Mir gefällt nicht, wenn jemand anders mir seine Denke aufzwingen will und also geb ich mir Müh, das auch bei anderen nicht zu machen.

  • Antwort von user137 16.06.2009
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Religionen wurden erfunden um Menschen unter Kontrolle zu halten.Wär stirbt schon gerne für einen König.Lieber doch für einen Gott.

  • Antwort von wernilein 16.06.2009
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    lass doch einfach allen ihren Glauben,..

  • Antwort von markster 18.06.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Als die Bibel geschrieben wurden ging man davon aus bereits alles zu wissen.

    Dann hat die Bibel sich manifestiert und wurde dadurch angreifbar.

    Wenn mann einfach abschüttelt was in der Bibel als wissenschaftlich falsch erwiesen wurde, wäre es nicht mehr die gleiche Religion.

    P.S. Aber fals die Kirche doch so etwas verzweifeltes versucht (man weis nie, Islam ist stark am kommen), dann sollen sie bitte den Teil mit Armageddon auslassen. Panikmache hab ich in den Nachrichten genug

  • Antwort von abiggi 17.06.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    sagt Dir das Gesetz des "freien Willens" was ? Man kann sich über alles gedanken machen, aber letzendlich muss jeder für sich allein entscheiden können

    Trotzdem hat Dein Beitrag zum denken angeregt

  • Antwort von hell11 17.06.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Konservative Christen, die Kreatonisten sind sicher, dass die Genesis im AT, die Welt vor etwa 6000 Jahren von Gott erschaffen wurde. Vor 6000 Jahren wurden auch die ersten Königreiche der Pharaonen gegründet und die waren sich sicher, dass sie die weltlichen Götter (...) waren. Wenn man die vielen Untaten im AT liest, dann könnte man zu der Ansicht kommen,dass viele Passagen im AT von den Göttern der Pharaonen sind.

  • Antwort von salzundlicht 16.06.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hallo!

    Alle wollen immer nur Beweise und nochmal Beweise. Manche von euch hier werden über mich lachen, aber nach einem Gespräch mit mir, hat jeder Gottablehner ein mulmiges Gefühl.

    Und dann wird ein Mensch, der an nichts glaubt, verunsichert in seiner Selbstsicherheit.

    Er wird sich die Frage stellen: Wenn es keinen Gott gibt, keinen Satan, keine Geister, und ich nur an das glaube was ich sehe und erklären kann. Wie schaft es dieser Mensch mit dem was er sagt, daß mir Tränen in den Augen stehen? Was ist mit ihm? Wer ist das? Wieso trifft mich das was er sagt so hart ins Herz?

    Ich wußte garnicht, das es soetwas gibt.

    Seit GOTT mir mein Herz für JESUS geöffnet hat, dreht sich mein ganzes Leben nur noch um GOTT den VATER, den SOHN und den HEILIGEN GEIST. Mutter Maria ist auch meine Mutter. JESUS ist meine einzige Liebe. Will jemand etwas dagegen sagen?

    JESUS sagte zu den Pharisäern: "Glaubt mir doch, und wenn nicht, dann glaubt wenigstens auf Grund der Werke, die mein Vater tut."

    Man schaut mich an und denkt wer ist das? Sobald ich anfange zu reden oder schreiben, wirkt der HEILIGE GEIST durch mich und läßt andere verzweifeln. Ich danke Gott für diese Gnade.

    Ich bin nicht eingebildet, ich bin nur ein kleiner Diener meines Herrn und GOTTES. Alles tu ich für Ihn.

    Wer mir nicht glaubt, der braucht es nicht. Aber glaube bitte auf Grund der Werke die Gott für mich an euch tut, denn alles tut Er, weil Er euch liebt. "Gott will nicht den Tod eines Sünders, sondern seine Rettung."

    Ich faste öfters, bete und wache immer auf das, was andere tun oder sagen.

    Zu allem kann man Gott einbeziehen, denn Er will unser Freund sein und Er ist mein Freund.

    Der größte, cleverste und schlauste Atheist wird stum, wenn Gott durch den Mund eines gläubigen Christen spricht.

    So selbst sicher und stolz wie sie sind und über Gott schlecht reden, wenn ich mich mal kurz mit ihm unterhalte, bekommt er ein rotes Gesicht, Tränen in den Augen oder er dreht sich um und geht mir aus dem Weg. Die ganz starken, das sind meistens auch die, die sich verstllen. Wenn ich aber mit ihnen rede, werden sie bockig, suer, agressiv, fangen mich an zu beleidigen oder sie fangen an zu drohen.

    Warum dieses unkontrolierbare Verhalten? Weil sie merken, das sie die Kontrolle verlieren und meine Worte, obwohl keine Schimpfwörter, sie sehr tief im Herzen treffen. Und ihr Bild von einer rationalen Welt erschütert ist und sie ihre Reaktionen nichtmehr kontrollieren können. Sie bekommen das Gefühl, das sie weinen müssen, wissen aber nicht warum. Sie vergessen was sie sagen wollten.

    Sie spühren das Wirken des HEILIGEN GEISTES. Manchmal zum ersten mal in ihrem Leben, und wissen nicht wie sie sich verhalten sollen.

    Und wenn wir soweit sind, dann sage ich immer wieder Sätze, die JESUS gesagt hat, meistens aus dem Evangelium der Liebe.

    "So lange bin ich schon bei euch und du hast mich nicht erkannt." "Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen, denn der Vater ist in mir und ich im Vater."

    "Mein Fleisch ist wirklich eine Speise und mein Blut wirklich ein Trank." "Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm." "Daran nehmt ihr Anstoß? Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinauf steigen seht, dorthin wo er vorher war." "Heiliger Vater bewahre sie bitte in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir."

    JESUS-YEHOSHUA ist dieser Name.

    Was man sucht, das findet man auch. Ich suchte JESUS und fand Gott. Ich suchte einen grausamen Herrscher und fand einen liebenden Gott. Ich suchte einen Gott ganz oben im Weltal und fand einen Gott, der im HEILIGEN GEIST in uns lebt und wirkt in Ewigkeit. Ich suchte einen Gott, der sich nur damals geofenbart hat und fand einen Gott der sich durch den HEILIGEN GEIST bis heute, jeden Tag an uns, durch uns und in uns wirkt.

    Um JESUS zu finden, muß man Ihn nur rufen und er wird antworten. Dafür bete, faste und wache ich und Gott fängt an in euren Leben an zu wirken.

    JESUS Segen und Liebe. JESUS liebt uns alle, geben wir uns nicht mit Weniger zufrieden.

    Veni Sancte Spiritus! Yakumelohim! Gelya Rab ISA!

    Der Friede des Herrn sei alle Zeit mit uns.

  • Antwort von Eldor 16.06.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Du hast genau beschrieben, wie die Thora - auch in der jesuanischen Tradition - ausgelegt werden soll: Von der aktuellen Frage in meiner Situation mich von einem traditierten Text ansprechen lassen und in Auseinandersetzung mit ihm zu einer neuen Antwort kommen.

    Das wird in der evangelischen Theologie schon lange an den Hochschulen gelehrt; aber der "normale Christ" ist nicht auf diesem Stand, muss er auch nicht sein - aber Feindbild sollte er auch nicht sein.

  • Antwort von daddysdearest 16.06.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wäre es nicht für Christen sinnvoller, religiöse Mythen und Erklärungsmuster über Bord zu werfen?

    Religiöse Mythen vielleicht. Gottes Wort weniger.

    Immer wieder stelle ich fest, dass christlich angehauchte Menschen

    Das wäre wie "ein bisschen schwanger". Christ ist man ganz oder gar nicht.

    die Entwicklung der Erde in Frage stellen und oft den Gedanken überprüfen, ob die Religionsinhalte nicht doch als Erklärungen für Naturerscheinungen*

    Warum nicht? Jedenfalls dann, wenn man nicht selektiv liest - sich also z.B. darüber klar ist, dass Gottes Tage länger sind als unsere. Wenn man Gott vertraut, ist es doch nur folgerichtig, ihm zu glauben - im Zweifelsfall mehr als den Menschen.

    oder für Handlungsanweisung für die Gegenwart taugen.

    Das kann zumindest das NT auf jeden Fall. Denn die Menschen sind seitdem nicht anders geworden.

    Die Theorie der Evolution wird schwammig in Frage gestellt

    Es ist ja auch eine Theorie.

    ("...ob Wissenschaftler wirklich Milliarden von Jahren zurück rechnen können...?"),

    Können sie das denn? Die C14-Analyse z.B. ist erwiesenermaßen ungenau. Bei der Datierung des Vulkanausbruches von Stromboli wichen die Ergebnisse um bis zu 1500 Jahre voneinander ab.

    die in der Bibel genannten Bilder werden zu Vorläufern der wissenschaftlichen Entdeckungen erklärt und Ähnliches.

    Ich würde es eher Analogien nennen.

    Diese vorsichtig tastenden Vorbehalte erfüllen mich mit Unbehagen, sie sind für mich das Zeichen eines stetig lauernden Glaubensfundamentalismus auch im Christentum!

    Was verstehst Du denn unter Fundamentalismus? An einem festen Glaubensfundament ist schon mal nichts Falsches. Und jeden, der seinen Glauben klar vertritt und weitergibt, in die Fundamentalismus-Schublade zu stecken und möglichst noch zu kriminalisieren, erinnert mich an Propagandamethoden, die wir als Deutsche schon mal hatten...

    Ich empfinde, solche Gedanken warten nur auf die Gelegenheit, zum Beispiel auf eine Wertekrise, um die kulturelle Führungsrolle an sich zu reißen!

    Dann empfindest Du falsch oder bist den Lügen von Lambrecht und Baars zum Opfer gefallen. So etwas ist pure Hetzerei, weil Christen solche Ambitionen gar nicht haben. Wir nehmen durch Gebet Einfluss! Macht Dir das auch Angst?

    Ich frage die überzeugten Christen: spricht was dagegen, von der Existenz eines Gottes auszugehen und gleichzeitig über die früheren Erklärungsmuster, Riten, und Moralvorstellungen lachen? Diese unbeschwert über Bord zu werfen und neue, zeitgemäße zu entwickeln?

    Ja, dagegen spricht eine Menge. Der Zeitgeist ist nicht notwendigerweise das, was wirklich richtig ist. Und zwanghaft beugen muss man sich ihm schon gar nicht.

    Hier schreien wieder mal die am lautesten nach Toleranz, die selbst keine aufbringen. Die im Grundgesetz garantierte Meinungs- und Glaubensfreiheit gilt nämlich auch für die, die einem selbst unbequem sind.

  • Antwort von falcona 16.06.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Glaube findet bei jedem Einzelnen statt.Wenn dir also früheren Erklärungsmuster, Riten, und Moralvorstellungen helfen oder nicht, das ist allein deine Entscheidundung; wenn nicht oder nur zum Teil, liegt auch das bei dir. Doch feste Vorgaben brauchst du irgendwie. Die Menschen damals auch. Mit gesundem Menschenverstand zu handeln ist das Wichtigste; mit gutem Beispiel vorangehen auch. Auf deinem Weg möcht ich dir einen Gedanken mitgeben: Lass sie reden,was sie wollen, wichtig ist, was du willst **und** dein Gewissen erträgt, bis deine letzte Stunde schlägt.

  • Antwort von OSQuest 16.06.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    eine lebendige Auseinandersetzung und Gemeinschaft ist grundsätzlich wichtig, beharren auf unverstandenen und toten Ritualen nur wenn sie harmlos sind und Spass machen. Ob neues Denken, Glauben und Handel kommt, wenn altes über Bord geworfen wird, ist fraglich.

    Ich sehe das Neue nahen, es ist das Alte. Bertolt Brecht

  • Antwort von mig112 16.06.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Nöh, es wäre besser, solche Fragen wie DEINE über Bord zu werfen...!!

  • Antwort von LeoJA 06.07.2009

    Ich gehe als Christ von der Existenz eines Gottes aus, der sich den Menschen mitteilt. Die Ur-Kunde dieses Mitteilungsgeschehens sehe ich in der Bibel. Ich sage "Ur-Kunde", um auszudrücken, dass die Bibel zugleich ein altes Buch ist und ein immer noch maßgebendes. Für maßgebend halte ich sie in einem umfassenden Sinn: Nirgendwo sonst können Menschen eine so aufschlussreiche und entscheidende Orientierungshilfe für ihr Leben finden. Eine solche Orientierungshilfe können die Naturwissenschaften gar nicht bieten. Sie mögen zwar, ähnlich der Philosophie, bis zu "letzten" Fragen vordringen, aber nicht bis zu letzten Antworten. Ohne das Wort Gottes bleibt hier jeder Antwortversuch bestenfalls umstritten. Im Umkehrschluss kann es sich bei der Bibel um kein naturwissenschaftliches Buch handeln, sondern nur um ein durch und durch spirituelles. Während die Naturwissenschaft unentwegt vom Mythos zur Aufklärung fortschreitet, erweisen sich für die Spiritualität gerade die alten Mythen als unversiegbare Quellen einer Aufklärung, die jederzeit noch den neuesten Stand der Naturwissenschaft vergleichsweise unaufgeklärt aussehen lässt. Eben nicht, weil die alten biblischen Geschichten und Lehren mit neueren Ergebnissen der Naturforschung konkurrieren könnten, sondern aus dem einzigen Grund der spirituellen Tiefe, die das demgegenüber immer nur oberflächlich operierende Unternehmen Wissenschaft umgreift. Insofern muss es, genauer besehen, auch gar keinen Zwist zwischen "Glauben und Wissen" geben; denn jeder intellektuell redliche Wissenschaftler ist sich über die Unwiderlegbarkeit von letzten Glaubenssätzen im Klaren und wird es nur als persönliche Herausforderung ansehen, einen Glauben anzunehmen oder nicht. Umgekehrt sind es die allzu "ernsten", sprich: fundamentalistischen "Bibelforscher", die der Glaubenswahrheit einen Bärendienst erweisen, indem sie ohne spirituellen Tiefgang Bibelstellen auf Aussagen reduzieren, die an der Oberfläche naturwissenschaftlicher Befunde oft nur alt aussehen. Wissenschaft und Spiritualität sind vielmehr zwei Sprachen, die gut nebeneinander gesprochen werden können und von denen nicht die eine durch die andere ersetzt zu werden braucht. Nur wer in beide Sprachen nicht wenigstens ein Stück weit eingetaucht ist und sie derart zu schätzen gelernt hat, kann versucht sein, die eine gegen die andere auszuspielen.

  • Antwort von Formatter 16.06.2009

    Wie willst Du entscheiden, welche Mythen weg sollen, und welche nicht? Gottes Existenz ist genauso unwahrscheinlich wie die von Daemonen, Sintflut und Hoelle.

  • Antwort von Lucy17 16.06.2009

    bin als christ erzogen worden glaube aber irgendwie nicht an gott...

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