Ich frage mich gerade, ob es mir persönlich etwas nützen würde? Welchen Vorteil bzw Nachteil hätte die Kenntnis des eigenen genetischen Codes?

Sorry. Welchen Rat kann man zu so einer Frage erteilen. Besser ist, solche Fragen ins Forum zu stellen. MfG
Stell dir vor, du könntest über deine DNS herausbekommen, für welche krankheiten du zum beispiel anfälliger bist. Wenn jemand anderes das herausbekommt, könnte es dir schaden. Bei Bewerbungen würde sich der Chef bestimmt eher für jemanden entscheiden, dessen herzinfarktrisiko niedriger ist etc. Ich glaube, andere würden so viel zu viel über dich erfahren und im schlimmsten fall könnte es deine Chancen (auch bei anderen Sachen) verschlechtern.

Nützt gar nichts! Selbst wenn man heute die Codierung zu 100 % dechiffriert hätte, es würde einem nichts nützen, da die ca. 3 Billionen Zellen des Körpers nicht komplett entkernt oder in Gänze am lebenden Organismus repariert werden könnten. Bliebe einzig der Mißbrauch bei Versicherungsabschlüssen, Arbeitsverträgen oder Ähnlichem. Und ganz nebenbei, machen uns unsere Fehler nicht erst liebenswert? Zur Abwehr von Erkrankungen? Hält auch nicht den 30-Tonner ab, den wir übersehen haben. Und wer will schon heute wissen, dass seine Uhr am 26.07.2009 um 13:56 Uhr abgelaufen ist?
Ich denke, dass das bald zum normalen Stand gehören wird, dass also jeder bei Geburt oder von Kind auf seine DNS kennt und som it Kranheiten etc. vorbeugen kann. Nachteile sehe ich nur, wenn es nicht mehr ausschliesslich medizinisch genutzt würde!

So lange es nirgendwo etwas gibt, wo mir diese Information auch nur den geringsten Nutzen bringt, brauche ich sie auch nicht! Es gibt eh schon genug Informationen, die völlig ungenutzt bleiben!
Natürlich kannst Du heute schon Dein Genom sequenzieren lassen und bekommst dann einen Datenträger, auf der eine ellenlange Kette von A, T, C und G steht.
Damit kannst Du noch garnichts anfangen. Wichtig ist aber, daß wir zunehmend schneller verstehen, welche Gene in welchen Kombinationen welche Auswirkungen und Risiken bedeuten. Klassisches Beispiel: es gibt eine Genkombination, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit dazu führt, daß ein Mensch Diabetiker wird. Diese Wahrscheinlichkeit ist jedoch auch von der Ernährung abhängig. Es wäre also doch schön, wenn ein solcher Mensch von Vornherein eine Diät wählen könnte, die den Ausbruch der Krankheit bei ihm unwahrscheinlich machen würde. Das ist natürlich nur sinnvoll, wenn ich um die genetische Veranlagung weiß.
Solche Modelle gibt es sicherlich viele, von daher kann es durchaus sinnvoll sein.
Aber es lassen sich auch Gegenpositionen darstellen, wie z.B. eine Lebensversicherung, die einen Kunden ablehnt, weil er ein zu hohes Krebs / Herzinfarkt oder sonstwas Risiko hat.
pj

Zum Blutspenden reicht mein Blutspendeausweis und für andere Zwecke brauch zumindest ich selbst für mich keine DNS.
Mir würde es nichts nützen, deshalb will ich es auch nicht wissen. Würde mir nur ständig Sorgen machen, wenn bei mir ein Gendefekt festgestellt würde. Wie das bei anderen ist, kann und will ich nicht beurteilen.