Frage von Wahchintonka, 278

Wäre es für Gläubige furchtbar schlimm, wenn sie erführen, dass es gar keinen Gott gäbe oder könnten sie mit dieser Wahrheit leben?

nur mal angenommen, es wäre tatsächlich so

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von critter, 137

Es würde mit Sicherheit vielen richtig gläubigen Menschen den Boden unter den Füßen weg ziehen. 

Aber "Hölle" wäre es für sie nicht, die entfällt ja dann auch. 

Kommentar von Wahchintonka ,

mit hölle war nicht die im himmel gemeint. man sagt ja auch ..."dem mache ich die hölle heiß" Will heißen: ihm das leben sehr schwer machen"

Kommentar von critter ,

Du hast halt unbeabsichtigt ein Wortspiel ins Spiel gebracht, da kann man nicht anders. :) 

Kommentar von Wahchintonka ,

du konntest nicht anders. anderen haben das schon verstanden

Kommentar von critter ,

Danke für das Sternchen! :-)

Antwort
von unlocker, 99

wie die Menschen das aufnehmen könnten hat jemand in einem Roman beschrieben. "Gottes Nemesis"

Kommentar von Wahchintonka ,

für einen älteren oder gar alten wäre das bestimmt viel schlimmer, wie für einen jungen. weil die ersteren schon viel länger geglaubt und ihr Leben nach diesem Glauben eingerichtet haben

Antwort
von Pescatori, 44

Einen wahrhaft gläubigen Mensch kann die Behauptung Gott gäbe es nicht kaum erschrecken.

Er weiß, dass die, die das Behaupten einen Glauben anhängen, der auch nicht beweisbar ist.

Gott beweisen zu wollen ist genauso unsinnig wie der Versuch seine Nichtexistenz zu beweisen.

„Gott“ ist der Name für ein Sein für das es „eigentlich“ keinen Namen geben kann, weil Namen an sinnlich Wahrnehmbares oder wenigstens gedanklich Vorstellbares gebunden sind.

Der alte Mann mit langem Bart, der bedenklich den Kopf wiegt angesichts des Grauens in der Welt und der Petrus beauftragt zur Strafe verwüstende Hurrikans auf den Weg zu bringen …. von solchen Vorstellungen haben wir uns schon im Grundschulalter verabschiedet.

Gott ist nicht vorstellbar, nicht direkt aussagbar.

Wahre Wissenschaftler wissen, dass mit jeder neuen Erkenntnis, die der Natur abgerungen wird, die Zahl der ungeklärten Fragen exponentiell ansteigt. Jeder wahre Wissenschaftler entwickelt gegenüber der Natur eine demütige Haltung. Albert Einstein etwa war ein gläubiger Mensch.

Gläubige haben gegenüber fundamentalistischen Atheisten den großen Vorteil, dass sie von der Begrenztheit menschlichen Vermögens wissen.

Fundamentalistische Gläubige sind davon überzeugt, dass sie über die heiligen Texte aus dem Unsagbaren (Gott) Verhaltensregeln beziehen können.

Gerade in unseren Tagen – so meine ich – wäre sehr viel gewonnen, wenn auf beiden Seiten abgerüstet würde.

Kommentar von HumanistHeart ,

Es gibt keinen "Fundamentalischen Atheismus" Komplett widersinnige Aussage. 

Kommentar von Pescatori ,

Vielen Dank für diese nach meinem Eindruck doch recht  fundamentalistisch anmutende Behauptung.

Die Formulierung „fundamentalistischer Atheismus“ wäre komplett widersinnig, wenn sich alle Atheisten jeder ontologischen Aussage enthielten.

Religiöse Fundamentalisten beanspruchen im Zugriff auf heilige Texte  unverrückbare,  zeitlose, normstiftende Aussagen machen zu
können.  

Fundamentalistische Atheisten halten jede Aussage über Phänomene, die mit unserem rationalen Vermögen nicht eingeholt werden können,  für „komplett widersinnig“. 

Es gibt neben dieser radikalen Position aber doch wohl auch die Sichtweise eines agnostizistischen Atheismus, der die
Existenz metaphysischer Phänomene eher für unwahrscheinlich hält aber in gebotener Zurückhaltung sie nicht radikal ausschließt.

Kommentar von HumanistHeart ,

Die Aussage ist tatsächlich "fundamentalistisch", kennt man den Wortsinn. Sie steht auf einem Fundament.

Und jenes Fundament ist, dass Atheismus nun mal kein Glaube oder Ideologie ist, er somit nicht fundamental sein kann. 

Er ist nichts weiter als die Abwesenheit von Gottesglauben. Nicht mehr, nicht weniger. Fundamentalismus kann somit per Definition hier nicht greifen.

Was Du evtl. meinst sind Antitheisten. Die sind sicherlich auch Atheisten, aber den Fundamentalismus wirst Du dann dort bei denen verorten müssen. Wenn überhaupt. 

Jedenfalls nicht im Atheismus. Der ist nur: "Ich glaube nicht an Gott" und eben nichts weiter.

Kommentar von HumanistHeart ,

P.S. ... Mir scheint dass auch Deine Definitionen nicht so ganz hinhauen.

Du kannst agnostischer Atheist sein, das nimmt dem Atheismus kein bisschen. 

Ich bin einer z.B.. Wie fast alle Atheisten auch: Agnostisch.

Dennoch glaube ich zu 0% an Götter und bin somit 100% Atheist. 

(Dies nur zur Illustration. Atheismus gibt es eh nur als "an oder aus", also zu 0 oder 100%. Genau wie man nicht "ein bisschen Schwanger" sein kann).

Kommentar von Pescatori ,

Es freut mich, dass Du Dir die Mühe machst auf meine Sätze zu antworten und ich
entschuldige mich auch gleich für die ziemlich lang geratene Entgegnung.

Natürlich hast Du damit Recht, dass meine Definitionen „nicht ganz hinhauen“.

Das liegt einmal sicher an meiner mangelnden Durchdringung der Thematik,  aber -was ich noch
für viel entscheidender halte-:

Auf demTerrain auf dem wir uns  aufhalten, gibt es keine Definitionen, die „ganz hinhauen“.

Aber Du gibst mir wertvolle Impulse meine eigenen Vorstellungen, die sich zu dem Thema
angesammelt haben, neu zu sortieren:

Es wäre ja sehr einfach, wenn Atheismus und Theismus sich durch diese Frage klar
voneinander abgrenzen ließen: „Gibt es einen Gott, ja oder nein?“

Dann fühlt sich der  Atheist natürlich auf der sicheren Seite: 

Der Alte mit dem Rauschebart  ist von den Astronauten nirgends gesichtet worden.

Mit der Empirie im Rücken kommen sie zu der knallharten Aussage

Gott gibt es nicht“ Punkt!

Doch wenn so argumentiert wird, können auch moderne Theologen und mittelalterliche
Mystiker christlicher, buddhistischer, sufistischer Herkunft sich bei den
Atheisten einreihen.

Meister Eckehart  (1260 – 1328) schrieb in einer Predigt zum Beispiel:

Man soll Gott nicht außerhalb von einem selber erfassen und ansehen, sondern
als mein Eigen und als das, was in einem ist….“

Gott ist doch hier nur ein Wort für eine „INNERE ERFAHRUNG, für das UNSAGBARE, das erlebbar
aber nicht aussagbar oder gar definierbar ist.

Diese Erfahrungen lassen sich nicht mehr in die sichere Welt einhegen, in der dieFaktenchecks uns zeigen was Sache ist.

Spätestens seit dem frühen 20. Jahrhundert mit  der „Unschärfe- oder Unbestimmtheitsrelation“ von  Werner Heisenberg (1927) ist unserem Denken das sichere Fundament abhandengekommen –(auch wenn wir in unserer Wissenschaftsgläubigkeit meist noch im 19. Jahrhundert
beheimatet sind).

 Die schlichte Einsicht, dass unser Denken nicht ausreicht, um die Wirklichkeit zu erfassen, dass wir aber erfahren können, was über die Enge unserer Rationalität hinausragt, birgt für mich eine große Hoffnung:

Ideologische Grabenkämpfe könnten beendet werden und  - um mit einer „komplett widersinnigen Aussage“ zu enden – es könnte sich gar das verbreiten, was Rainer Maia Rilke eine „kapellenlosen Glauben“ nannte, so etwas wie einen „spirituellen Atheismus“.

Kommentar von HumanistHeart ,

"Auf demTerrain auf dem wir uns aufhalten, gibt es keine Definitionen, die „ganz hinhauen“."

Doch. Eben schon. Und wenn Du einfach mal folgenden kleinen Unterschied zur Kenntnis nimmst, erkennst Du es auch selber.

Atheismus IST NICHT:  "Gott gibt es nicht, Punkt!"

Sondern Atheismus IST: "Ich glaube nicht der Theistischen Behauptung es gäbe Gott/Götter".

Wie oben wiederhole ich: Das ist bereits alles. Nicht mehr und nicht weniger ist dran. 

Atheismus ist kein Glaube, keine Ideologie. Es ist nichts anderes als die Abwesenheit eines Gottesglaubens. 

Eine auch nur irgendwie geartete Empire ist weder vorhanden noch nötig. Es braucht keine Belege oder Beweise für den Atheismus. Alles was es ist, ist ein "nicht überzeugt sein von der theistischen Behauptung."

Ich weiß nicht wie man es noch einfacher ausdrücken kann.

Kommentar von Pescatori ,

Okay, ich bedanke mich. Unsere Positionen sind doch nun ausgiebig zur Sprache gekommen. Wir wollen uns ja nicht im Kreis drehen.

Danke für die Anregungen!

Kommentar von HumanistHeart ,

Was ich Dir schrieb ist nicht mit "Position" abgetan. 

Das IST nun mal so wie es da steht. 

Und nicht weil ich es so sage, sondern weil das Zeug nun mal so definiert ist, egal an welche seriöse Quelle Du Dich wendest.

Nur mal so am Rande.

Antwort
von Zicke52, 26

Ich nehme schon an, dass es schlimm wäre. Schließlich haben Gläubige ihr ganzes Leben nach dem ausgerichtet, was sie für Gottes Willen hielten und einige Opfer gebracht, um beim jenseitigen Gericht glimpflich davonzukommen. Da muss es schon frustrierend sein, wenn sie dann plötzlich feststellen, dass das alles umsonst war. Vor allem für die aelteren Semester, die das Versäumte nicht mehr aufholen können.

Aber wenn ich die Argumente mancher Gläubiger für den Glauben hier lese, habe ich den Eindruck, dass der Verlust ihrer Illusion für ihre Mitmenschen noch schlimmer wäre. Argumente wie "warum sollte man nicht morden und stehlen, wenn es keinen Gott gäbe?" lassen den Schluss zu, dass der, der so argumentiert, schwer kriminelle Instinkte in sich trägt, die er nur mit Hilfe seiner Angst vor einer jenseitigen Strafe im Zaum halten kann. Wenn nun diese Angst wegfiele....ich wage den Gedanken nicht zu Ende zu denken.

Nein, solchen Menschen soll man ihren Glauben lassen. Sicher ist sicher.

Antwort
von Eselspur, 49

das wäre für uns alle furchtbar und auch langweilig - wobei: das Wort "Hölle" finde ich dafür unpassend

Kommentar von Wahchintonka ,

für wen wird es furchtbar und langweilig? für mich nicht und für etliche andere wohl auch nicht. Unpassende Antwort von dir

Antwort
von soga57, 59

Glaube schliesst ja aus, dass ich etwas weiss, weil wenn ich weiss, muss ich nicht mehr glauben. Sobald ich demnach weiss, dass es keinen Gott gibt, bin ich nicht mehr gläubig. 

Antwort
von AaronMose3, 84

nur mal angenommen, es wäre tatsächlich so

Es ist so, und Gläubige kommen ja sehr gut damit zurecht, indem sie es verleugnen. Es ist schließlich niemand gezwungen wissenschaftliche Tatsachen anzunehmen und sein Gehirn einzuschalten. 

In diesem Sinne.

Kommentar von Wahchintonka ,

wissenschaftlich ist es nicht bewiesen. Ob es deiner Meinung nach nur verleugnen wirklich ist? jemand kann nur etwas verleugnen, wenn es 100% feststeht. Kann jemand verleugnen, dass es die Sonne gibt? Wer sie verleugnet, dem ist auch nicht mehr zu helfen

Kommentar von AaronMose3 ,

jemand kann nur etwas verleugnen, wenn es 100% feststeht.

Nur weil ich nicht beweisen kann, das pinke Einhörner nicht existieren, existieren sie nicht. 

Darüber sollten Gläubige nachdenken, bevor sie das nächste mal beten. Gott als Existent anzusehen, ist schlimmer als die Sonne zu verleugnen.

Kommentar von Wahchintonka ,

für dich ist es schlimm, Gott als Existenz anzusehen, für mich ist es höchst fraglich, für den Gläubigen ist es selbstverständlich. Daher können und wollen Gläubige vor dem Beten nicht an das nachdenken, was du von ihnen verlangst - selbst wenn du 100% recht behältst

Antwort
von tommy4gsus, 40

Das hat man schon vor 150 Jahren versucht, den Menschen weis zu machen, dass es Gott nicht gibt, mit pseudo-wissenschaftlichen Methoden. Ich spreche von der Huxley-Wilberforce-Debatte in Oxford, als Gott sozusagen "ein für allemal aus der Wissenschaft verbannt wurde durch die sechs ewigen Affen". Diese Methoden des "Gott-wegdiskutierens" sind seither zum Leidwesen aller Ignoranten und Atheisten nicht besser geworden. Und Gott kann man sowieso nicht wegdiskutieren, es sei denn, man will es unbedingt, weil man Ihn nicht wahrhaben will.

Im Grunde seines Herzens weiß jeder Mensch, ja jeder, dass es einen Gott gibt! Nur eben haben viele Angst vor Ihm, daher rennen sie innerlich von ihm weg und hängen sich an diese lächerlichen Evolutions-Denkweisen, um vor sich selbst und vor anderen einen Zufluchtsort zu suchen. Zeitweise kann man sich so benebeln, dass das sogar funktioniert. Aber irgendwann holt das Ganze selbst den größten Atheisten ein – und wenn es erst nach dem Sterben vor dem Angesicht Gottes ist. Spätestens dann. Bei vielen, so lehrt uns die Geschichte, passierte so etwas bereits auf dem Sterbebett, was ja quasi ebenfalls kurz vor dem Angesicht Gottes bedeutet.

Angst wäre allerdings gar nicht angebracht, weil Gott gütig ist und vergibt. Selbst der Großteil der Bibel ist von Mördern (!) geschrieben, die Vergebung erfuhren. Jesus sei Dank.


Kommentar von Wahchintonka ,

fragt sich blos, wer letztendlich benebelter durch die welt wandelt: der gläubige oder der atheist

Kommentar von KaeteK ,

Du wirst es herausfinden, hoffentlich nicht zu spät! lg

Kommentar von Wahchintonka ,

Interessanter Kommentar, aber inakzeptabel.  Gerade du wirst einer von denen sein, die innerlich zerbrechen, wenn es sich bewahrheitet, dass es keinen Gott geben kann. Zugeben  kannst du das natürlich nicht

Kommentar von tommy4gsus ,

Lieber Wahchintonka. Ich erlebe, dass Du hier gerne unterwegs bist, um eine Art Kreuzzug gegen die dümmlichen Christen zu führen. Dein Angriff gegen mich (Zitat:)

"Gerade du wirst einer von denen sein, die innerlich zerbrechen, wenn es sich bewahrheitet, dass es keinen Gott geben kann. Zugeben kannst du das natürlich nicht"

(Zitat Ende)

kann ich nur belächeln, da ich seit 40 Jahren an Jesus glaube und keine Sekunde davon bereue. Ich weiß nicht, wie alt Du bist. Aber ich wünsche Dir, dass Du in deinen schlimmsten Situationen und Angriffen, die das Leben mit sich bringt, nicht alleine bist und dann schlussendlich doch noch Deinen Frieden mit dem lebendigen Gott machen kannst. Ich würde es Dir wünschen. Sei gesegnet!

Kommentar von Wahchintonka ,

Nichts anderes habe ich erwartet, dass du es belächelst. Mir ist es sogar lieber anstatt dass du jetzt schon deswegen leidest. Die Wahrheit kann sehr weh tun. Dennoch ist sie besser als die Lüge. Die Illusion und die Lüge mögen halt in weiten Teilen angenehmer sein - aber was nützt uns das? Keinen Deut! Denn die Wahrheit wird uns eines Tages einholen, so oder so...."Ich würde es mir wünschen", lautet dein vorletzter Satz. Wünschst du es mir oder wünschst du es mir nicht?

Kommentar von tommy4gsus ,

...ich wünsche es Dir wirklich. Darfst mir das tatsächlich glauben!

Kommentar von KaeteK ,

Weißt du, ein Christ der wirklich an den Herrn Jesus glaubt und erkannt hat, soweit es der Mensch überhaupt kann, weiß, was der Herr Jesus für ihn am Kreuz von Golgatha getan hat, der hat keine Zweifel. Solange ich Christ bin, hatte ich noch nicht einmal einen Zweifel, obwohl ich sehr viel durchgemacht habe. Ich weiß, dass mein Erlöser lebt...und das kann ich mit freudigem und dankbarem Herzen sagen :-) Hiob 19, 25 Und ich, ich weiß, daß mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er auf der Erde stehen;

Ich wünsche dir, dass du diese Erfahrung auch machen darfst.

Kommentar von tommy4gsus ,

Danke, KaeteK, besser hätte ich es auch nicht formulieren können. :-)

Kommentar von HumanistHeart ,

Du bist offensichtlich ein POE. Das, oder ein Troll. Kann man nicht ernst nehmen. 

Antwort
von Ruppi1, 5

Ich glaube, es ist eher umgedreht. Alle die nicht an Gott glauben, werden nach ihrem Tod bemerken, dass es doch weitergeht, dass man das Leben nicht ausschalten kann, dass LEBEN  ein ewiges Werk ist, weil es eben von GOTT geschaffen wurde.

Antwort
von chrisbyrd, 28

Es wäre zwar sehr schade, wenn ich nach dem Tod nicht als Kind Gottes und damit auch Erbe seiner Herrlichkeit in den Himmel kommen würde, aber mit der Auslöschung meiner Existenz könnte ich auch leben.

Aber genau darum geht es: Diese Option gibt es m. E. nicht. Von den drei Möglichkeiten Himmel, Hölle und Auslöschung der Existenz gibt es - nach der Lehre der Bibel - nur die ersten beiden.

C. S. Lewis, der Autor von Narnia, hat einmal gesagt: "Am Ende werden nur zwei Gruppen von Menschen vor Gott stehen - jene, die zu Gott sagen: "Dein Wille geschehe", und jene, zu denen Gott sagt: "Dein Wille geschehe". Alle, die in der Hölle sind, haben sie sich erwählt."

Kommentar von Wahchintonka ,

Es könnten unzählige Möglichkeiten geben, was nach unserem Tod passiert. Wir könnten alle, unabhängig an was wir glauben oder nicht glauben, in ein unendliches Nichts hineinfallen. Ferner ist es möglich, dass wir als Mensch, als Tier, als Pflanze als Baum, als Stein ect. ect. wiedergeboren werden - es könnten also die unterschiedlichsten Lebensformen, Möglichkeiten und Variationen sein, die es gibt oder geben kann. So könnten wir sogar in einem anderen Universum landen als ein herumschwirrendes fußballgroßes Elektron. Für die Bibel gibt es also nur 2 Möglichkeiten. Für mich gibt es ganz grob geschätzt 10^500 Möglichkeiten und Varianten.

Kommentar von tommy4gsus ,

Es gibt Millionen "könnten" und nur ein einziges "ist"

Kommentar von Wahchintonka ,

und das wäre?

Kommentar von KaeteK ,

Dann such dir mal die richtige raus - Viel Vergnügen dabei - Am Ende wird dann aufgerechnet und dann wirst du sehen, wie du dein Leben verschwendet hast, aber dann ist es zu spät. lg

Antwort
von JustNature, 55

Glauben ist eine schwere Psychodroge. Und könnte man Gläubigen überzeugend den Beweis führen, daß sie an Hirngespinste glauben, dann bekämen sie schwerste Entzugserscheinungen. Um das zu vermeiden, werden sie bis zum letzten Blutstropfen jedes Argument abschmettern, das ihren Glauben wackeliger macht. Im Islam wird gar Glaubenszweifel mit der Hölle bestraft. Glaube ist Geisteskrankheit und nur wenige werden in fortgeschrittenen Jahren noch gesund.

Kommentar von Wahchintonka ,

Und gerade deswegen wäre es sehr ratsam, wenn man schon glaubt, sich ein Türchen offen zu halten das da heißt: "ok, ich glaube - ich kann mich aber auch irren!"

Kommentar von JustNature ,

Tragischerweise hat - in Jahrtausenden ausgefeilt - die Priesterkaste ganz nahe ihren Mund am Ohr der Gläubigen. Sowohl bei den Christen als auch im Islam. Und schwachgebildeten Leuten kannst Du 100mal die Erdentstehung oder die Genetik erklären. Die hirnzersetzenden Prediger machen es zunichte mit ihren Sprüchen ("das sind Versuchungen des Teufels, widersetze Dich, wir sind die Guten, das Himmelreich wartet auf Dich").

Kommentar von tommy4gsus ,

/lächelt nur

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 75

Ich denke, selbst ein wissenschaftliche Beweis für die Nichtexistenz Gottes dürfte für viele Gläubige keine besondere Bedeutung haben.

Wenn wir uns die fundamentalistischen, extrem konservativen und radikalen Strömungen innerhalb der Religion ansehen, wird auch deutlich wieso.

Bereits jetzt werden bewiesene wissenschaftliche Erkenntnisse und plausible Theorien der Wissenschaft von diesen Personen konsequent ignoriert.

Die erwiesene Nichtexistenz Gottes wäre für sie daher vermutlich nur ein weiterer Punkt auf ihrer Fakten-Ignorierliste.

Gemäßigte Gläubige wären zum Teil einfach flexibel genug zu sagen "auch die Wissenschaft kann sich irren" und würden an ihren Vorstellungen festhalten.

Die Menschen können eben erstaunlich stur sein, wenn es um das Festhalten an veralteten Ansichten und Gebräuchen geht.

Kommentar von Wahchintonka ,

und doch kann der eine oder andere Gläubige manchmal denken: "was wäre, wenn ich mich irre?"

Kommentar von tommy4gsus ,

Ha! Sehr interessant. Wenn Sie tatsächlich ein Experte sein wollen, wenn es um "Wissenschaft" in Beziehung mit "Glaube" geht, dann wüssten Sie sehr genau, dass es beim Glauben an die Bibel - und genau so verstehe ich Ihren Satz hier - keineswegs um "veraltete Ansichten und Gebräuche" geht. Keine einzige empirische Beweisführung konnte bisher die Aussagen der Bibel widerlegen. Und umgekehrt konnte kein einziger Wissenschaftler, Biologe oder Archäologe bisher erklären, was überhaupt genau das Leben ist, geschweige denn eines im Labor erschaffen. Auch fehlen für eine "Beweisführung" der Evolutionstheorie sämtliche grundlegende Fakten. Ein paar Schädel aus grauer Vergangenheit sind lediglich Hinweise, aber keinesfalls reproduzierbare Beweise. Und so weiter und so fort.

Interessant ist übrigens hierbei, dass die "Großen Wissenschaftler" allesamt sehr demütig sind mit ihren Aussagen und Deutungen. Niemals sagen sie "das war genau so", sondern immer "wir vermuten, es könnte so gewesen sein". Je größer der Wissenschaftler, desto demütiger die Aussagen. Interessant, oder?

Kommentar von Enzylexikon ,

Wenn Sie tatsächlich ein Experte sein wollen, wenn es um "Wissenschaft"in Beziehung mit "Glaube" geht

Es handelt sich einfach um einen Titel den man auf gutefrage.net bekommt, wenn man innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten mindesten 50 "Hilfreichste Antworten" zu einem bestimmten Thema erhält und die Moderation es nach einer Prüfung angemessen findet.

Mit einem persönlichen Anspruch hat dieser Titel nichts zu tun, sondern er drückt lediglich die Wertschätzung für qualitativ brauchbare Antworten aus.

dass es beim Glauben an die Bibel - und genau so verstehe ich Ihren Satz hier - um "veraltete Ansichten und Gebräuche" geht.

Dabei geht es um Religion allgemein - oft werden sie viel zu konservativ und wörtlich ausgelegt. Ich bin selbst ein religiöser Mensch, aber man sollte auch zeitgemäß interpretieren können.

Keine einzige empirische Beweisführung konnte bisher die Aussagen der Bibel widerlegen

Entschuldigung, aber auf irgendwelche Diskussionen auf dem Niveau von "und die Bibel hat doch Recht" lasse ich mich nicht hinab.

Man braucht lediglich genug Spitzfindigkeit und Kreativität, um mit einem beliebigen Buch alles mögliche "belegen" zu können.

Interessant ist übrigens hierbei, dass die "Großen Wissenschaftler" allesamt sehr demütig sind mit ihren Aussagen und Deutungen

Wenn das so sein sollte, dann sind das Charaktereigenschaften von Einzelpersonen. Vielleicht haben sie auch ähnliche kulinarische Vorlieben und mögen alle Sauerkraut? Für die Frage ist das ohne Belang.

Je größer der Wissenschaftler, desto demütiger die Aussagen. Interessant, oder?

Das ist lediglich professionell.

Wissenschaftliche Erkenntnisse erweitern sich und werden korrigiert. Absolute Aussagen werden daher nicht leichtfertig getroffen.

Dagegen beanspruchen die meisten Religionen rundheraus pauschal absolute Wahrheit für sich, ohne jede ernsthafte Legitimation.

Kommentar von Wahchintonka ,

würden denn die gläubigen auch mal sagen, "ich vermute, dass es einen Gott gibt"...wäre schon weiser!

Kommentar von HumanistHeart ,

Was für ein Schwachsinn. 

Antwort
von Viktor1, 26

Etwa so, wie es wäre wenn Atheisten "erführen", daß es Gott gäbe.

könnten sie mit dieser Wahrheit leben?  

Es kommt darauf an, wie diese "Wahrheit" aussieht. Daß diese sich in der Nähe von Sicherheit bewegt ist so oder so wenig wahrscheinlich.

Antwort
von anonymos987654, 91

Es gibt beide Möglichkeiten: Wer an einen strafenden Gott glaubt, wäre vielleicht erleichtert. Wer ein gutes Gottesbild hat, wird sich eventuell das Leben nehmen.

Aber wäre es für Ungläubige furchtbar, kurz vor dem Tod zu erfahren, dass Gott doch IST?

Da gäbe es ebenso beide Reaktionen: Schreck oder Freude.

Kommentar von Wahchintonka ,

was sollte für ungläubige dann furchtbar sein? sie haben sich geirrt. Irren ist menschlich

Kommentar von anonymos987654 ,

Als furchtbar kann es jemand erleben, wenn er gehofft hatte, dass nach dem Tod alles vorbei ist. Und dann wird er plötzlich damit konfrontiert, dass er sich für alles in seinem Leben verantworten muss.

Kommentar von Wahchintonka ,

wenn jemand nicht glaubt, der ist genauso verantwortlich für sein leben, wie derjenige, der glaubt. Vielleicht sehen das manche Gläubige anders, wenn sie z.b. meinen, dass jemand in die Hölle kommt, wenn er nicht glaubt. Woher wissen denn diese gläubige, dass das so ist? Er glaubt es, mehr nicht.

Kommentar von anonymos987654 ,

Ist nicht besonders logisch. Verantwortung gibt es nur, wo eine Person ist, gegenüber welcher man sich verantworten muss. 

Und das mit der Hölle ist bei dir auch seltsam. Einmal verwendest du den Begriff Hölle einfach allgemein für "furchtbar", jetzt aber fängst du damit an, dass Gläubige alle Ungläubigen angeblich in der Hölle sehen würden. 

Gläubige sind nicht dazu da, über den Glauben oder Unglauben anderer zu urteilen. Und die Gläubigen glauben, dass sog. Ungläubige nach ihrem Gewissen gerichtet werden, also keinesfalls pauschal etwas Furchtbares erleiden werden.

Kommentar von Jessy74 ,

Und dann wird er plötzlich damit konfrontiert, dass er sich für alles in seinem Leben verantworten muss.

Man sollte immer so leben das man sich für sein Leben verantworten kann aber das bedeutet nicht das man dafür eine Gottfigur oder ein Buch braucht.

Etwas Anstand und jeden so zu behandeln wie man behandelt möchte, dürfte ausreichen.

LG

Kommentar von anonymos987654 ,

... Natürlich sollte man ...

Hat jemand das Gegenteil behauptet?

Kommentar von Jessy74 ,

Als furchtbar kann es jemand erleben, wenn er gehofft hatte, dass nach dem Tod alles vorbei ist. Und dann wird er plötzlich damit konfrontiert, dass er sich für alles in seinem Leben verantworten muss.

Ja. Mit den beiden Sätzen.

Wenn Du Dein Leben nur deshalb so lebst um später von Deinem Gott dafür gelobt zu werden, dann würdest Du - im Umkehrschluss logisch - anders handeln wenn Du nicht gläubig wärst - unterstellst Du ja auch dem Fragesteller oder?

Kommentar von anonymos987654 ,

Ich unterstelle hier niemandem etwas. Ich habe lediglich verschiedene Möglichkeiten erwähnt, wie jemand etwas erleben k a n n.

Kommentar von Zicke52 ,

@anonymos987654: Wie kommst du auf die Idee, Ungläubige hofften, dass mit dem Tod alles vorbei sei? 

"Hoffen" klingt so, als wünsche man kein Weiterleben nach dem Tod. Aber das, was man wünscht, hat doch mit dem, wovon man überzeugt ist, nichts du tun.

Ich wünschte mir durchaus ein ewiges Leben, aber ich bin überzeugt, dass mit meinem Tod alles aus ist. Leider.

Die Verantwortung fürchte ich hingegen nicht. Warum auch? Ich habe ein Gewissen, und das funktioniert auch ohne Glaube an übernatürliche Wesen. Und danach habe ich mich immer gerichtet.

Kommentar von anonymos987654 ,

Was nutzen Hoffnungen und Wünsche, die gegen die eigene Überzeugung laufen?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Überzeugungen relativ beliebig sind. Sie wechseln immer mit den jeweiligen Personen oder Büchern, die mich beeinflussen und prägen.

Von daher habe ich den Spieß umgedreht und habe mir ausgesucht, in welchen Kreisen ich mich bewege und welche Literatur ich bevorzuge. Langsam hat das dann gewirkt, so dass nun meine Überzeugung auch hinter dem steht, was ich wünsche.

Kommentar von Zicke52 ,

@anonymos987654: Du meinst also, man soll die Realität seinem Wunschdenken anpassen. Die Realität kann man aber nicht aendern, die ist so, wie sie ist. Man kann sich höchstens einreden, sie sei anders. Ich möchte mich aber nicht belügen.

Ich bin überzeugt davon, dass sich der Frosch in meinem Garten nicht in einen feschen Prinz verwandelt, wenn ich ihn küsse. Obwohl ich das durchaus wünschenswert fände. Und ich weiss, dass ich keine Villa an der Côte d'Azur besitze, obwohl ich das schön fände. Soll ich mir jetzt einreden, ich besäße eine?

Das meine ich mit: Was ist, entspricht nicht immer dem, was man wünscht. Dass ich nicht an ein Leben nach dem Tod glaube, heisst also nicht, dass ich mir keines wünsche.

Kommentar von anonymos987654 ,

Realität und Überzeugungen sind verschiedene Dinge. An die Realität selber kommen wir im Moment anscheinend gar nicht ran. Wir tauschen uns ja alle nur über unsere Überzeugungen aus.

Und da fragt sich zunächst mal, wo denn die eigenen Überzeugungen überhaupt herkommen.

Kommentar von Zicke52 ,

Dass der Tod das Ende des Lebens ist, dazu braucht es keine Überzeugung. Man sieht es ja. Alles was den Menschen ausmacht, verfällt zu Staub, verschwindet. Glaubst du, ein Skelett könnte denken, fühlen? 

Die Idee eines Lebens nach dem Tod entspringt reinem Wunschdenken. Dieser Wunsch muss stärker sein als alles, denn er hält sich seit Jahrtausenden, obwohl er durch keinen einzigen Beleg gestützt wird. Kein Mensch ist jemals aus dem Jenseits zurückgekommen, um zu bestätigen, dass es eines gibt.

Darum braucht es im Gegenteil unheimliche Selbstüberzeugungskünste, um ohne den Hauch eines Anhaltspunktes felsenfest zu glauben, man lebe ewig.

Kommentar von anonymos987654 ,

Das einzige, was man beim Tod zu sehen meint, ist ein Ende des biologischen Lebens. 

Der Schluss, dass der Mensch beim Zerfall seines sichtbaren Körpers sich ebenfalls in nichts auflöst, hängt vom jeweiligen Weltbild des Betrachters ab.

Bleibt immer noch die Frage, woher wir unsere Überzeugungen nehmen. Es ist ja nicht so, dass nur Ungebildete "anders" denken, oder dass nur jene, die unbedingt ewig leben wollen, sich aus dem Nichts etwas erfinden.

Antwort
von anniegirl80, 76

Gegenfrage: Wie oder von wem, auf welche Art sollten wir (also die Gläubigen) das denn erfahren?

Kommentar von Wahchintonka ,

weiß ich nicht......ich schrieb ja "nur mal angenommen...."

Kommentar von anniegirl80 ,

Du setzt ja in der Fragestellung voraus, es entspricht der Wahrheit, dass es keinen Gott gibt - oder habe ich dich falsch verstanden?

Kommentar von Wahchintonka ,

du irrst dich

Kommentar von anniegirl80 ,

Aha, dann habe ich das mißverstanden.

Also ich gehe ja davon aus dass es Gott gibt, und dass ist für mich kein Glauben aufgrund Erziehung oder was auch immer - sondern für mich ist das ganz klar die Realität. Für mich käme es nicht mehr infrage etwas anderen zu glauben. Das heisst auch dass ich deine Fragestellung nicht zu Ende denken kann.

Ähnlich wie die Atheisten, welche auch nicht auf die Idee kommen ernsthaft zu beten - da für sie klar ist dass es keinen Gott gibt.

Trotzdem kann ich deine Frage ein bißchen beantworten: Nämlich wenn ich mir überlege wie mein Leben war bevor ich Jesus Christus kannte, im Vergleich zu heute. Ich habe zwar gelebt, und nach aussen hin auch nicht immer schlecht. Aber rückblickend war es voll mit Hoffnungslosigkeit, Schuld-, Schamgefühlen und Ängsten. Zwar war es nicht "die Hölle", aber es tendiert schon irgendwie in diese Richtung.

Ich hoffe ich konnte dir hiermit etwas weiterhelfen!

Kommentar von Wahchintonka ,

danke. aber ich werde das Problem so oder so nicht haben. denn für mich steht jetzt schon fest, dass es zwar einen geben könnte, genauso gut aber auch keinen. Wobei es für mich viel mehr gründe gibt, an einen Gott nicht zu glauben.

Kommentar von anniegirl80 ,

Weisst du, ich denke nicht dass der Glaube an Gott begründbar sein muss, im Sinne von "es spricht mehr dafür oder dagegen".

Das ist ungefähr so als müsste jemand begründen warum Menschen sich anfreunden oder sich ineinander verlieben.

Kommentar von Wahchintonka ,

tja, meine liebe, wie du siehst: Zu jedem Thema gibt es unterschiedliche Meinungen, und oft entscheidet das Bauch Gefühl. Deines sagt dir dieses, und meines sagt mir jenes.

Kommentar von anniegirl80 ,

Und wenn mir mein "Bauchgefühl" sagt, ich würde gerne diese oder jene Person umbringen - dann gebe ich dem nach?

Kommentar von Wahchintonka ,

keine angst, anniegirl80. dir wird das nie passieren, so, wie ich dich kenne ..he he

Kommentar von anniegirl80 ,

Und wie wäre es bei dir? Du gehst ja nach dem Bauchgefühl, nicht ich ;-)

Kommentar von Wahchintonka ,

das wird mir mein bauchgefühl schon mitteilen, wenn es soweit ist

Kommentar von tommy4gsus ,

Sehr gut, Anniegirl. Da ist was dran. Der "echte" Glaube ist eine reine Herzenssache. Zur Erklärung was ich mit "echtem Glauben" meine: (Echter Glaube = Beziehung zu Gott; Gegensatz dazu = Religion = Suche nach Gott, oft sektiererisch oder sogar Hass schürend; fast alle Terroristen begründen ihre Taten auf Religion)

Kommentar von anniegirl80 ,

Was deine Definition von "Glaube" angeht, ja, da kann ich nur zustimmen :-)

Religion würde ich persönlich anders definieren, oder zumindest erweitern. Denn Religion ist für mich auch das Gefäß, das Sichtbare am Glauben und muss somit nicht zwingen negativ bewertet werden.

Aber Religion ohne Glauben ist leer und kann (wie deine Definition auch aussagt) zu Machtmißbrauch und anderen negativen Erscheinungen führen.

Kommentar von Zicke52 ,

@anniegirl80: Warum hattest du Schuld- und Schamgefühle, bevor du zum Glauben fandest? Das verstehe ich nicht. Es sind ja gerade Religionen, die solche Gefühle auslösen, weil sie den Menschen grundsätzlich zum Sünder deklarieren und jede menschliche Regung, sogar Gedanken, zur Sünde. Wenn der Mensch hingegen Gutes tut, ist das niemals sein Verdienst, sondern das Gottes. Der Mensch muss klein gehalten werden und sich für sein Menschsein entschuldigen. Vor allem das Christentum vertritt diese Denkweise sehr stark.

Bevor du glaubtest, musstest du dich doch nur für das verantwortlich fühlen, was du wirklich getan hast. Hast du denn so Schlimmes getan, dass du in Schuld- und Schamgefühlen versinken musstest?

Kommentar von anniegirl80 ,

Du machst eine interessante Überlegung!

Ich denke nicht dass meine religiöse Erziehung einen großen Einfluss hatte auf Schuld- und Schamgefühle. Die entstanden vielleicht eher durch die "allgemeine" Erziehung bzw. durch meine Familiensituation. Und man muss keinen richtig schlimmen Dinge getan haben Schuld- und Schamgefühle zu bekommen.

Wenn man nie hört dass man wichtig ist, dass man etwas gut gemacht hat etc. dann kann sich auch kein Selbstwertgefühl entwickeln (jedenfalls kein positives). Das öffnet die Tür dafür dass man sich angreifbar macht und auch berechtigte bzw. gut gemeinte Kritik nicht richtig umsetzen kann.

Um es christlich auszudrücken: Der Teufel bekommt ein gutes Angriffsfeld, und das nutzt er auch. Auch, indem man kleine Fehler, oder lang zurückliegende, gedanklich aufbauscht und somit eine größere Sache daraus entsteht als es eigentlich ist.

Ich bin mir auch nicht sicher ob das alles rational begründbar ist. Vor allem können es wohl nur Menschen nachvollziehen, die das selber erlebt haben.

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