Frage von tarea, 67

Wäre eine solche Vorgehensweise wirklich normal?

Ein vollzeitnah Beschäftigter wird zum Arbeitsbeginn vom Arbeitnehmer bei der Knappschaft/Minijob-Zentrale angemeldet und erst wenn das Einkommen eines 450€-Jobs überschritten wird, erfolgt die Anmeldung bei der Krankenkasse des Arbeitnehmers?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von BigBen38, 47

Nein.

Normal wird man bei Einstellung in Vollzeit vom ersten Tag an angemeldet.

Der Arbeitgeber spart dabei ja auch nix, da er 25% an die Minijob zentrale abdrücken muss.

Bei Vollzeit hingegen zahlt er nur den AG Anteil an KV und RV .

Knappe 18% glaub ich...

Bin da nicht mehr up to date ^^

Anders sähe es aus, wenn der AG nur den vereinbarten Nettolohn berechnet.

Damit würde er zwar sparen - ist aber so nicht legal.

Klar wurde er sagen das erst Minijob geplant war und der MA sich gut macht - darum nun doch Vollzeit.

Ein datierter Arbeitsvertrag aber straft ihn lügen.

Kommentar von tarea ,

Vielen Dank. Nicht Vollzeit, sondern vollzeit-nahe Beschäftigung, aber auf jeden Fall sozialversicherungspflichtig

Kommentar von BigBen38 ,

Ja bin schreibfaul ^^ ist aber das Gleiche.

https://www.lexware.de/artikel/mitarbeiter-was-muss-ich-bei-der-einstellung-von-...

Man kann nicht in dem Betrieb in dem man sozial versichert beschäftigt ist als Minijobber arbeiten.

Da das jeweils für den Monat gilt, gilt das wohl auch, wenn man erst 400€ Basis macht und dann nach ca. 10 Tagen doch SV pflichtig übernommen wird... Der AG muss dann die Einstellung rückdatieren...und wie gesagt, er hat keine Vorteile wenn er das nicht macht....

Ausser der Lohn liegt bei 20€ Brutto ...

Und der Minijob ist zu 8,50€ netto ( Minijob ist netto aber mit RV Pflicht des AN)

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Versicherung, 20

Die Meldung bei der Knappschaft muss SOFORT erfolgen. Ergibt sich dann im Nachhinein, dass es sich um eine versicherungspflichtige Beschäftigung handelt, werden die Meldungen an die Knappschaft und die zuständige Krankenkasse eben korrigiert.

Kommentar von tarea ,

Es war aber von vornherein eine versicherungspflichtige Beschäftigung. Von einem Minijob war nie die Rede. Ist das in Ordnung, wenn der Arbeitgeber einen bei der Knappschaft anmeldet ohne Absprache?

Kommentar von DerHans ,

Es hätte ja sein, können, dass ihr euch auch kurzfristig wieder getrennt hättet.

Antwort
von Apolon, 25

Gegenfrage:   Was ist denn ein vollzeitnah Beschäftigter ?

Außerdem wird dieser von seinem Arbeitgeber angemeldet !

 und erst wenn das Einkommen eines 450€-Jobs überschritten wird, erfolgt die Anmeldung bei der Krankenkasse des Arbeitnehmers?

Würde dann aber bedeuten, dass der Arbeitnehmer sich bis zu diesem Zeitpunkt als freiwilliges Mitglied bei der GKV krankenversichern müsste.

Sorry - aber auf solch einen Arbeitsvertrag sollte sich kein Arbeitnehmer einlassen.

Was steht denn dazu überhaupt im Arbeitsvertrag ?

Kommentar von tarea ,

anders formuliert: ein Teilzeit-Vertrag, sozialversicherungspflichtige Arbeit, Anmeldung bei Knappschaft ohne es dem Arbeitnehmer mitzuteilen, der davon ausgeht, dass er bei der Krankenkasse angemeldet wird/wurde, was aber scheinbar erst knapp drei Wochen später passiert, wenn die 450€ Basis weit überschritten wurde. - Ein mir ungewöhnlich erscheinendes Vorgehen. Ist das legal?

Kommentar von Apolon ,

Meine Frage hinsichtlich Arbeitsvertrag wurde noch nicht beantwortet.

Antwort
von FrauFriedlinde, 26

Doch, das machen viele Arbeitgeber " einfacher" Arbeitsplätze so, weil dort unglaublich viele schon nach wenigen Tagen das Handtuch werfen. Das kannst du ruhig akzeptieren, hat keinen Nachteil für dich.

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