Frage von Soulguerillero, 81

Wäre eine Revolution zur heutigen Zeit notwendig, und wenn ja, warum?

Guten Abend,

Für ein Projekt recherchiere ich gerade sehr viel über Revolution und bräuchte dafür Schlagwörter, Ideen, Anreize, etc. Es geht dabei um die Frage, warum eine Revolution in Form eines Aufstands, möglicherweise der Umsturz des derzeitigen Regimes (völlig irrelevant aus welchem Standpunkt, ob nun in Deutschland oder auf internationaler Ebene) von Notwendigkeit ist. Und wie soll die ablaufen? Wie würdet ihr euch die Revolution gerne wünschen? Was soll am Ende dabei rauskommen? Möglicherweise Bezug zu alten Revolutionären und revolutionistischen Geschichten? Ist es überhaupt richtig UND wichtig, die Masse zur Revolution zu mobilisieren? Warum trauen sich die meisten Menschen nicht? Ich bitte euch bei dieser Frage, ernsthaft und ausführlich zu antworten, denkt bitte einmal für euch selbst darüber nach und teilt mir eure Antworten mit. Bitte keine Ein-Satz-Antworten udn bitte erst gar nicht diese "lol weiss ich nicht"-Antworten, die ich hier auch öfters gelesen habe.

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Politik, 55

In Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern gibt es keine "Regimes", sondern demokratisch gewählte und legitimierte Parlamente und Regierungen. Die Bürger sind frei und berechtigt, sich passiv oder aktiv am politischen Geschehen und allem, was damit zusammenhängt, zu beteiligen. Daher gibt es für jede Form von Aufruhr oder "Revolution" in unseren freiheitlichen Demokratien nicht die mindeste "Notwendigkeit"!

MfG

Arnold

Antwort
von berkersheim, 58

Es gibt nicht viele Revolutionen in der Geschichte und mir ist keine bekannt, die die zu Beginn selbst gesetzten Ziele, falls überhaupt welche vorhanden waren, wirklich erreicht hätten. Revolutionen sind wie ein Vulkanausbruch. Im "Gährungsprozess" vorher artikulieren sich viele unterschiedliche Interessengruppen mit teils sehr widersprechenden Zielen. Welche Gruppe dann im Verlauf des Ausbruchs nach oben gespült wird und die Macht an sich reißen kann, ist weder lenk- noch vorhersagbar. Heute ist das Wort Revolution in sehr inflationärem Gebrauch, vom Waschmittel bis zur "scheindemokratischen Revolution" in Nordafrika oder der Ukraine. Hinterher schält sich dann immer heraus, dass die Großmächte schon vorher ihr schmutziges Spiel betrieben haben und wie in Nordafrika werden wir dann von gewaltigen Fehleinschätzungen überrascht.

Meine Behauptung: Eine Revolution einer Mehrheit des Volkes gibt es nicht. Es handelt sich immer nur um spezielle Interessengruppen, die den Unmut und die Lethargie von Teilen des Volkes ausnutzen, um Machtverhältnisse umzustürzen. Wenn Meldungen über die Ukraine stimmen, darbt im Laufe der Revolution und danach das Volk und die reichsten Clan werden noch reicher, während andere aus dem Weg geräumt werden. Da Revolutionäre - wenn sie ein Programm haben - immer dem Programm und nur dem Programm dienlichen Teilen des Volks den Vorrang einräumen, hat das Volk nach Revolutionen nichts zu entscheiden, es entscheiden die Revolutionäre, die an die Macht gespült wurden. Das erleben wir im Moment in Nordafrika und da Religion sich als Aufputschmittel bestens eignet, wundert man sich, dass sich welche über die Machtergreifung von Islamisten wundern.

Revolutionen sind Explosionen. Viele, die in der Hoffnung gezündelt haben, selbst danach ganz oben zu stehen, werden überrollt und wenn sie es überleben, reiben sie sich hinterher die Augen, wem sie auf den Thron  verholfen haben. Die linksliberalen, teils rotgrün angestrichenen Gutmenschen deutscher Nation haben einen Prozess der Völkerwanderung nach Deutschland in die Wege geleitet (Merkel ist doch nur ihr irritiertes Opfer) und es wird interessant sein, den Fortgang dieses Prozesses zu verfolgen. Dass am Ende die Frauenemanzipation über alttradierte patriarchale Strukturen gewinnt, wage ich zu bezweifeln. Noch steinigen sie nur in Afghanistan und hacken nur in SaudiArabien die Hände ab. Also, Ehebrecherinnen und Langfinger, aufgepasst.

Kommentar von AalFred2 ,

 Noch steinigen sie nur in Afghanistan und hacken nur in SaudiArabien die Hände ab. Also, Ehebrecherinnen und Langfinger, aufgepasst.

Wie genau kommst du auf die Idee, dass sich solche Zustände hier einstellen könnten?

Kommentar von berkersheim ,

Ganz einfach: Viele kommen aus Afghanistan, viele aus arabisch-islamischen Ländern und die Meldung mit der Steinigung einer Ehebrecherin ging vor zwei Tagen durch die Presse. Woher stammt eigentlich die Idee, dass sich Leute in Ghettos anpassen wollen und keine Parallelgesellschaften bilden? Ist doch jetzt schon so in Berlin und Ruhrpott!

Kommentar von pendejo ,

Möglicherweise war das bei einigen Revolutionen so. Bei den meisten "Revolutionen" wurde lange im Vorfeld geplant, unterstützt, Propaganda geführt, Intrigen geschmiedet etc. Durch interne, sehr oft auch externe Mächte. Und hinterher war es natürlich der spontane Volkszorn.

"In der Politik geschieht nichts durch Zufall. Wenn etwas geschah, kann man sich sicher sein, dass es so geplant war." - Roosevelt

Kommentar von berkersheim ,

Der Satz von Roosevelt zeigt die permanente Selbstüberschätzung der Amerikaner. Soll es heißen, dass ihre Misere in Afghanistan "geplant" war. War die Pleite in Vietnam geplant? Welchen Flurschaden haben sie mit dem Irakkrieg angerichtet? Alles geplant. Da lügt sich jemand ordentlich in die Tasche.

Kommentar von Snanifo ,

In Afghanistan wurde zumindest der damals sowjetische Einfluss zurückgedrängt, das war geplant. Ebenfalls die Zurückdrängung des russische Einflusses in Nordafrika wie auch in Syrien und Irak. Wobei Irak sich auch zu einer mittleren Macht in dieser Gegend entwickelte, die der USA nicht in ihre Pläne (Israel) passte. Dass nachher nicht immer alles so aufgeht, wie es die öffentliche Propaganda darstellte, nimmt doch nichts an diesen Planungen und auch den Erfolgen weg.

Übrigens erinnere ich mich noch an Aussprüche von Bush, der einen langen, ich meine sogar jahrzehntelangen und harten Kampf angepeilt und vorausgesagt hatte.

Übrigens war auch der Vietnamkrieg der Versuch, den sowjetischen Einfluss in Südostasien zurückzudrängen. Ein Punkt in der Containmentpolitik der Amis. Mit einer Brutalität geführt, die schon allein in ihrer Art und Länge der Führung die SU zu erheblichen Aufwendungen zwang und Nordvietnam, um einen Ausspruch zu benutzen, "in die Steinzeit" zurückbombte. Eine Misere?

Antwort
von Interesierter, 75

Bei der ganzen Sache solltest du bedenken, dass eine Revolution in einem demokratischen System im Prinzip immer einen Rechtsbruch bedeutet. Das heisst, durch eine Revolution wird die rechtmäßige Regierung unrechtmäßig aus dem Amt gehoben. Das hat mit Rechtsstaatlichkeit nichts zu tun und diskreditiert die Revolutionäre von vornherein als undemokratisch.

Weiter repräsentieren Revolutionäre in den seltensten Fällen die Mehrheitsverhältnisse im Land. Folglich würde sich hier eine Minderheit über die von der Mehrheit gewählte Regierung erheben, was ebenfalls undemokratisch wäre.

Um einen Regierungswechsel durchzusetzen, sind in demokratischen Systemen Wahlen vorgesehen. Hier kann durch Mehrheitsentscheidungen eine neue Regierung ins Amt gebracht werden.

Kommentar von Snanifo ,

Mit "Revolution" ist auch kein Regierungswechsel gemeint, sondern entweder eine weitreichende Systemänderung oder zumindest eine andere Zielsetzung in der Politik. Dies ist beides nur über die Diskussion der Kritikpunkte zu erreichen. 

Kommentar von pendejo ,

Um einen Regierungswechsel durchzusetzen, sind in demokratischen Systemen Wahlen vorgesehen

Grundsätzlich ja.

Aber auch unser Grundgesetz hat hier eine Ausnahme vorgesehen:

§20 (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechungsind an Gesetz und Recht gebunden.

(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum
Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Beispielsweise, wenn Bundeskanzler-Innen in absolutistischer Manier über bestehende Gesetze hinwegsetzen, oder wenn Regierungen Souveränitätsrechete sang- und klanglos nach Brüssel abtreten...

Ein Schalk, der hier Ähnlichkeiten mit realen Begebenheiten unterstellt ;-)

Kommentar von Snanifo ,

Ich denke, dass beide Beispiele nicht für beide Absätze zutreffen. Dass sich Merkel und andere nicht immer nach den bestehenden Gesetzen richten, wenn es die Umstände verlangen (wie bei der Menge der Flüchtlinge, für die Dublin gar nicht ausgerichtet war), ist noch kein Grund für das "Recht auf Widerstand". Sie wollen ja die neue Situation wieder in Gesetzesform demokratisch gießen. Beim 2. Beispiel soll das "sang- und klanglos" ein Argument sein, ist es aber nicht, da diese Souveränitätsrechte sehr souverän und selbstbewusst nach Brüssel abgegeben würden. Übrigens auch von den anderen europäischen Staaten. Sie versprachen sich eine Vergrößerung ihres Einflusses auf der Welt sowohl ökonomisch als auch politisch, was ich allerdings nicht als positiv ansehe (das liegt aber weniger an der Tatsache des Einlusses als mehr am Inhalt dieses Einflusses).
Trotz "Schalk" sehe ich keine Bestrebungen, diese bestehende Ordnung zu beiseitigen, bei unseren Politikern. Dieser Absatz richtet sich auch nicht gegen bestehende gewählte Regierungen, sondern eher gegen tatsächliche Gegner dieser Ordnung. Abgesehen davon hast du es, wenn du Widerstand leisten willst, immer zu tun mit dem tatsächlich bestehenden Recht, das dir den Widerstand, auch wenn du dich ideell im Recht fühlst und vielleicht auch bist, sehr schwer macht (kriminalisiert). Also musst du dir dieses "Recht" nehmen, und dir nicht noch von den bestehenden Machtverhältnissen genehmigen lassen.

Antwort
von voayager, 62

Notwendig wäre eine Revolution schon, ob sie allerdings machbar ist, das steht auf einem anderen Blatt geschrieben.

die Frage stellt sich Was man eigentlich ändern will und Wer das bewerkstelligen soll. Welche Organisationen komen hierfür in Frage und Was könnte der Auslöser sein, der in eine R. einmündet.

Antwort
von Snanifo, 81

Ich würde den Gegenstand anders angehen. Ich würde fragen, was sich denn ändern müsste jetzt in der BRD und dann überlegen, wie ich das erreichen kann. Ob das dann eine Revolution gibt oder eine Reform oder gar nur kleine Korrekturen, das liegt ja wohl daran, was ich für verbesserungswürdig halte und wie die Verbesserung erreicht werden kann und wen ich dazu brauche, um mein Ziel zu erreichen. 

Die Frage selbst klingt so ein bisschen danach, egal was für ein Inhalt die Revolution hat: "völlig irrelevant aus welchem Standpunkt.......in Deutschland oder auf internationaler Ebene", die Revolution als ein Ideal zu sehen. Mit dieser Vorstellung würdest du mich nicht hinter dem Ofen hervorlocken. Ich denke, die Realität ist kein Wunschkonzert und ich müsste schon die Gründe für die "Revolution" wissen. 

Kommentar von Soulguerillero ,

Ah! Das ist doch schon mal ein Stichwort: Ideal. Es heißt, Evolution wird auch mit "R" geschrieben... Ich glaube, dass eine Revolution zumal in dem Sinne erforderlich ist, die Werte aufzufrischen, andererseits um dem gewöhnlichen Homo sapiens vor Augen zu führen, wie "mächtig" er sein kann. Ich glaube, dass die obenstehenden Bürokraten und Politiker den Menschen ein wenig "einschüchtern", dass er denkt: "Och, egal was die da oben machen, ich verstehe davon eh nichts und kann ja nichts großartiges ändern..."
In diesem Denken getrimmt, profitiert der Staat seine Kraft. In diesem Sinne würde ich also sagen: Wie das Ziel erreicht wird und wen ich dazu brauche hängt davon ab, wie viele Menschen aufstehen und mit mir gegen das Regime ziehen. 

Kommentar von Snanifo ,

Welche Werte meinst du denn? Die Werte der westlichen Wertegemeinschaft, die Werte der Pegida,(Trennung zwischen Deutschen und anderen)? 

Mir läufts bei "Werte auffrischen" und in diesem Zusammenhang "Revolution" kalt den Rücken runter. Mir fällt dabei die französiche Revolution mit Werten mit Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit gleich die Guillotine=Tötungsmaschine für nicht Brüderliche ein. Genau für dieses "Ideal" würde ich revolutionsmäßig keinen Finger krumm machen, es sei denn als Gegner. 

Dass unser Staat gut organisiert und zwangsgestaltet ist, würde ich ja konzidieren, aber ohne konkret zu wissen, was die Motive bzw. Zwecke dieses Staates sind, könnte ich ja diesen Beherrschungszustand gar nicht ändern, sondern nur die Herren! 

Widersprüchlich erscheint mir deine Aussage am Schluss. Wen du dazu brauchst, hängt ab von den vielen, also von der großen Zahl eventuell Aufstehender. Dir ist es offensichtlich egal, was der Inhalt der "Revolution" ist. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Du solltest dir überlegen, was du ändern willst, und dann dir die Leute suchen, die dir dabei helfen, das durchzusetzen. 

Kommentar von Soulguerillero ,

Und deswegen meine Frage: Was müsste/sollte man denn ändern? Weil ich merke, dass eine Revolution oder eine Veränderung von Bedarf ist, aber ich kann gerade den gesamten Spektrum den es umfasst nicht zusammenfassen bzw. ich wüsste nicht, wo man andocken sollte. 

Kommentar von Snanifo ,

Das musst du schon für dich selbst beantworten. Das kann ich dir nicht abnehmen. Erste Sache dabei ist, sich in der Welt umzuschauen, was los ist. Dann fällt dir bestimmt was ein. Dabei musst du nicht automatisch an "Revolution" denken, sonst blockiert das dein Denken. 

Kommentar von Snanifo ,

Noch einen Zusatz: Wenn du nicht weißt, wo du "andocken" sollst, ich lese das so, dass du mit dem Bestehenden eigentlich ganz zufrieden bist, wieso willst du denn dann "Revolution" machen?

Antwort
von himako333, 48

Nein ist hier in der BRD nicht notwendig..  auch wenn aktuell Schreihälse in einigen Städten auf den Straßen sind ..

 mir fällt dazu der Marx-Engelsbegriff des Lumpenproletariats ein..  dieser Abhub der verkommenen Subjekte aller Klassen, der sein Hauptquartier in den großen Städten aufschlägt, ist von allen möglichen Bundesgenossen der schlimmste. Dies Gesindel ist absolut käuflich und absolut zudringlich.

Für die wird doch kein Mensch, der ein gesichertes Einkommen hat seine Existenz aufs Spiel setzen, zudem die hiesigen unteren Schichten leben doch gut mit H4 und im Alter mit der Grundsicherung.

Antwort
von Oldtimertreffen, 73

Alle vier Jahre zur Bundestagswahl!

Kommentar von Snanifo ,

Ist denn dazwischen alles o.k. für dich?

Kommentar von Oldtimertreffen ,

Manchmal muss sich die Realität entwickeln, damit der Führung ein Zeugnis ausstellen kann. Daher ist die Phase der Arbeit zwischen den Wahlkämpfen sehr Korrekt. Es ist übrigens eine Erfahrung, die man gemacht haben sollte. Sollte jeder mal eine Führungsrolle übernommen haben, damit man die Herausforderungen der Realität versteht. Aber leider sind die meisten Ureinwohner nicht mehr in der Lage irgendetwas anzupacken. Die Chancen das Bewusstsein für Realität zu erlangen werden von den meisten heute abgelehnt mit einer fadenscheinigen Verschwörungstheorie. Selbst arbeiten in Vereinen, was mal so deutsch gewesen war, wird wegen des verwechseln von Unmacht und Realität unterlassen. Folge ist, dass die Führung mancher Volksgenossen derart abschweifen, dass letztendlich wir in ein Chaos fallen.

Kommentar von Snanifo ,

Ich habe gedacht, Wahlen sind dazu da, die richtigen Leute an die Macht zu bringen. Und du willst ihnen ein Zeugnis ausstellen, wie sie in den letzten 4 Jahren regiert haben. Welche Note willst du denn Frau Merkel geben (bisher)?                                                                                                 Mit dieser Aussage, den Politikern 4 Jahre Zeit zu geben, um zu etwas zu führen, legst du den Gedanken nahe, dass sie zumindest 4 Jahre lang von dir ermächtigt werden mit deiner Wahlstimme, also du gibst deine Macht (Wählerstimme) ab. Wenn es dann bei einem Zeugnis bleibt, egal wie gut oder schlecht es ausfällt, können die Führer ja auch nach der Wahlperiode mit deiner Stimme rechnen. Zumindest ist dieser Gedanke nach deinen Ausführungen mit dem Zeugnis nicht ganz abwegig.
Nicht ganz klar ist mir, was du unter "Herausforderungen der Realität" verstehst. Was ich verstanden habe, dass viele "Ureinwohner"(werauch immer das sein soll) sich allgemein der Verantwortung nicht stellen, nach deiner Meinung. Du denkst wohl also, sie sind verantwortungslos  und egoistisch. Dazu kann ich nur sagen, dass diese kapitalistische Gesellschaft die Leute ganau vor diese Alternative stellt, entweder du schaust nach dir, oder du gehst unter, also in die Konkurrenz in der Arbeit, als Unternehmen und manche setzen das sogar privat fort. Allerdings kann ich das Chaos, das du beschwörst, nicht sehen, nicht mal bei den Hunderttausenden Flüchtlingen.

Antwort
von JBEZorg, 55

Revolution ist in Deutschland verboten.

Kommentar von ArnoldBentheim ,

Nein, nicht grundsätzlich, im Gegenteil!

Kommentar von JBEZorg ,

Doch, sie ist grundsätzlich verboten. Jeglicher Versuch der Tätigkeit in die Richtung sogar. Weil es gegen "die demokratische Grundordnung" geht. Pfui, daibel, böse!

Kommentar von Snanifo ,

Revolution ist grundsätzlich, und nicht nur in Deutschland, und nicht nur in Demokratien, gesetzlich verboten. Aber bei einer Revolution geht es auch nicht darum, sich bei denen, die herrschen, eine Genehmigung zu holen, sondern darum, als notwendig erkannte Änderungen herbeizuführen. 

Kommentar von JBEZorg ,

Wenn Du wüsstest wieviele Revolutionen von den "empörten Massen" oder "progressiven Geistern" gestartet wurden...Die Zahl geht gegen Null. Revolutionen sind ein Produkt der Machtspiele der selben Onkels, die Revolutionen verbieten.

Kommentar von Snanifo ,

Ich würde diese "Produkt(e) der Machtspiele derselben Onkels" nicht als "Revolution", sondern als Machtputsch bezeichnen. Anders ist es schon bei der Oktoberrevolution in Russland oder bei anderen ähnlich gelagerten Fällen. Ich denke auch, es kommt nicht so sehr auf die "empörten Massen" an, die man zweifellos braucht, sondern auf die Inhalte, die diese "Revolutionen" transportieren.

Kommentar von JBEZorg ,

Ich würde diese "Produkt(e) der Machtspiele derselben Onkels" nicht als "Revolution", sondern als Machtputsch bezeichnen. 

Dann nenne mir mal Revolutionen, die keine Machtputsch waren.

Anders ist es schon bei der Oktoberrevolution in Russland oder bei anderen ähnlich gelagerten Fällen. 

Ach bitte, die Finanzierung hinter den Bolschewiki ist mehr als nur interessanter Lesestoff.

sondern auf die Inhalte, die diese "Revolutionen" transportieren.

Die Inhalte kann man sehr erfolgreich manipulieren.

Kommentar von Snanifo ,

Mit Machtputsch meine ich, dass nur die Figuren ausgewechselt werden, sonst alles beim alten bleibt.

Die Finazierung ist zwar nicht gleichgültig, aber in diesem Falle nicht wichtig, weil es sich tatsächlich um eine Veränderung ging. Der Zar als absoluter Herrscher wurde abgesetzt und eine Räterepublik (Sowjet = Rat) aus bereits bestehenden Räten installiert. Was dann draus wurde, ist eine ganz andere Sache.

Manipulieren kann man zwar immer, aber du musst doch wenigstens wissen, was du willst. Oder würdest du dich selber manipulieren?

Kommentar von JBEZorg ,

Der Zar als absoluter Herrscher wurde abgesetzt und eine Räterepublik (Sowjet = Rat) aus bereits bestehenden Räten installiert. 

Jetzt nimm' eine Geschichtsbuch und fülle Deine Lücken. das ist einfach faktisch falsch.

 Manipulieren kann man zwar immer, aber du musst doch wenigstens wissen, was du willst. Oder würdest du dich selber manipulieren?

Logischerweise manipuliren ganz andere Leute.

Kommentar von Snanifo ,

Dass da ein Systemwechsel stattgefunden hat vom Alleinherrscher Zar zum Sowjetkommunismus wirst du ja auch bei deiner negativen Einstellung zur Sowjetunion nicht leugnen wollen (oder doch?). Darauf kams mir an, nicht auf die Beurteilung dieses Nachfolgestaates. Zum anderen habe ich das aus wikipedia, wenn dus besser weißt, dann gibs kund und spiel dich nicht als Oberlehrer auf.

Wer manipuliert dann denn was und wen? Und weißt du denn, was du willst?

Kommentar von JBEZorg ,

Dass da ein Systemwechsel stattgefunden hat vom Alleinherrscher Zar zum Sowjetkommunismus wirst du ja auch bei deiner negativen Einstellung zur Sowjetunion nicht leugnen wollen

Aber natürlich, und zwar alles. Es gab 2 Revolutionen, also auch 2 Systemwechsel. Nur weil es während eines Jahres passierte negiert nicht die Tatsache, dass die beiden Revolutionen von völlig unterschiedlichen Kräften mit völlig unterschiedlichen Zielen durchgeführt wurden. Es haben 2 Systemwechsel statgefunden. Der Zar hat abgedankt zu Gunsten einer bürgerlichen Elite, von der europäischen Elite unterstützt. Die Räterepublik entstand dann infolge eines erneuten Umsturzes durch die Kräfte, denen der bürgerliche Umsturz vom Februar nicht gefiel. Und es waren nicht nur Extremlinke angeführt von Bolschewiki. Es waren auch ganz andere Eliten beteiligt, denen der russlandfeindliche Charakter des 1.Umsturzes nicht gefiel. Allerdings mussten sie mit Bolschewiki ins Bett gehen, weil sie faktisch die Kraft waren, die die Massen mobilisieren konnte.

Und das was Du warum auch immer als negative Einstellung zur Sowjetunion deuten willst ist einfach der Versuch nüchtern realistisch dei Fakten der Sowjetunion zu betrachten, eines Landes in dem ich im Gegensatz zu den meisten in diesem Forum gelebt habe. Und die Geschichte meines Landes meine ich auf Laienniveau nicht schlecht zu kennen.

Wer manipuliert dann denn was und wen?

Ist es nicht offensichtlich wenn man die Masse der politischen Fragen allein hier durchliest. Die Menschen haben oft sehr wirre Vorstellungen. Doch kommen sie nicht von ungefähr zu diesen, sondern rezitieren lediglich das was ihnen vermittelt wurde von den Medien. Das Problem sit auch die, die offiziell als Machthaber gelten nur lediglich etwas mehr wissen und im Grunde auch nur ihre Rollen spielen(gegen ordentliches Entgelt und Privilegien und Befriedigung des Machtkomplexes). Auch hinter denen stehen Eliten, die wirklich regieren.

Und weißt du denn, was du willst?

Ich schon. Ich möchte die Möglichkeit haben von meinem Recht in Ruhe gelassen zu werden gebrauch zu machen. Das ist die offizielle Paraphrase des Rechts auf freie Entfaltung der Persönlichkeit aus Art.2 GG i.V.m. Art.1.Abs.1GG um es auf deutsche juristische Gepflogenheiten zu übertragen.

Es gibt kein perfektes politisches System. Aber eins, dass mir und den Anderen(realistisch meinen Mitbürgern) das längerfristig ermöglicht ist mir willkommen. Da wo ich längerfristig schon Probleme sehe, empfinde ich es als mein Recht und meine Bürgerpflicht es zumidest zu sagen.

Kommentar von Snanifo ,

Ich will ja keinen Geschichtsstreit mit dir führen. Mir ging es nur um die Unterscheidung von Machtputsch und Revolution. Indirekt stimmst du mir ja bei deiner Bemerkung über die 2. Revolution zu.

Manipulation, ich würde sogar sagen Manipulation durch Lügen, Verschweigen und Halbwahrheiten gehören zu unserem System dazu. Mir ging es allerdings nicht darum, dass manipuliert wird, sondern um das Wozu, den Inhalt. Wenn du es bei der Tatsache der Manipulation bewenden lässt, kommt zwar ein moralischer Vorwurf dabei raus, aber der Inhalt bleibt im Dunkeln.

Zum letzten Punkt: Hast du dir schon mal überlegt, warum du nicht in Ruhe gelassen wirst?                                                                 Ich mach dir einen Vorschlag: Die Politik, das Herrschende System in Person seiner Politiker aber auch als Konsequenz der Kapitalistischen Wirtschaftsordnung braucht und will dich als Arbeitskraft, um für einen Staat, welchen auch immer, das Geld zu vermehren, von dem der Staat lebt. Dafür hast du und die anderen Mitbürger sowohl im Arbeitsleben aber auch im Krieg geradezustehen. Ist das eine Notwendigkeit, die dir einleuchtet?

Kommentar von JBEZorg ,

1.Das wozu ist sehr, sehr einfach zu durchschauen. Die Wahrheit so wie sie wirklich liegt könnte die Menschehit WIRKLICH nicht vertragen.

2.Ich werde in Ruhe gelassen auch wenn es Anstrengung kostet von mir. Und neine, es ist keine Notwendigkeit. Und die eigtl. Notwendigkeit ist auch andrs. Das System mit Arbeitskräften und Kriegern ist nur eine Möglichkeit. Im Grunde geht's nur darum ein stabiles System der Existenz zu erschaffen. Zur Zeit ist es so wie es ist mit Kapitalismus, Wirtschaft, Geld usw. und so fort. Aber es ist wie gesagt nicht die einzige Möglichkeit.

Kommentar von Snanifo ,

zu 2.: Weshalb strengst du dich denn an? Doch weil du nicht in Ruhe gelassen wirst.

zu 1.: Vielleicht ist es einfach so, dass sich die Menschheit manches nicht mehr gefallen ließe? Vielleicht wollten sie dann ein anderes "System". Eines, bei dem sie, die Leute und ihr Wohlergehen das Subjekt sind, und nicht die Vermehrung des Kapitals, das sich einige Leute für sich zunutze machen können auf Kosten der anderen: (2-)Klassen-Gesellschaft. Wenn du dich aber anstrengst, dass du in Ruhe gelassen wirst (obs dir gelingt, ist eine ganz andere Frage), trägst du tatsächlich zur Stabilisierung dieses Systems bei. Dies ist als Feststellung gemeint, nicht als moralischer Vorwurf. Welchen Schluss du daraus ziehst, bleibt dir überlassen.

Kommentar von JBEZorg ,

zu 2. Weil nichts auf dieser Welt einfach so passiert. Nicht weil ich nicht in ruhe gelassen werde. 

zu 1. Die Menschen sind zu unterentwickelt um etwas sinnvolles zu wünschen. Ja, teilweise sind sie so, weil sie so gezüchtet werden im System, aber es hindert niemand den Einzelnen es anders zu machen und es tun nur sehr wenige was. Das ist eine freiwillige Wahl der Menschen - unwissend und fremdbestimmt zu sein. Alle Wünsche nach einem neuen System waren Wünsche einiger weniger, die die Massen erfolgreich überzeugen konnten ihnen zu folgen. Meist mit sehr einfachen Parolen. Manchmal waren diese Parolen gut, manchemal schlecht, aber sie hatten nie mit der Realität zu tun. Es ist doch ganz einfach wie "ein Krieg und niemand geht hin". Es ist perfekt einfach, aber es passiert nicht. Frage Dich mal warum? Die Menschen könnten auch alle ab Morgen die Arbeit für Kapitalisten verweigern. Was würden die Kapitalisten tun? Die Armee losschicken um die Leute auf ihre Arbeitsplätze zu zwingen? Der Punkt ist aber, dass es nicht passiert. Die breite Masse will nicht aufmucken. Betonung auf "will". Wer bin ich um den Menschen mein "will" aufzuzwingen? Es geht denen gut als Arbeitsgerät in deiser Maschinerie. Sie wollen keine Veränderung. Und solange es bleibt wird sich auch nichts ändern.

Kommentar von Snanifo ,

Du musst dich schon entscheiden: Entweder du wirst in Ruhe gelassen, weil du dich anstrengst, um in Ruhe gelassen zu werden. Oder du machst alles brav, was von dir gefortert wird und wirst dann in Ruhe gelassen. Dass das 2. gehen soll, wage ich zu bezweifeln. Dein Arbeitgeber lässt dich nämlich nicht in Ruhe. Er versucht das ganze Jahr über, aus deinem Arbeitsplatz mehr herauszuholen. Wenn das für dich normal ist, hast du natürlich deine Ruhe.

Bist du eigentlich so "unterentwickelt" oder meinst du nur die anderen? Denkst du nicht auch, dass dem Normalmenschen in so einer entwickelten und ausdifferenzierten Gesellschaft nur die eine Wahl gelassen wird, um sein Leben zu fristen: Geh arbeiten und bekomm einen Lohn oder beziehe Hartz IV?

Kommentar von JBEZorg ,

1.Ich habe seit sehr vielen Jahren keinen Arbeitgeber. Aber ja, ich muss auch Steuern zahlen, alledings weiss ich auch solche Dinge so zu regeln, dass es nicht mein Lben stört.

2.Natürlich bin ich auch unterentwickelt. Sonst wäre ich nicht hier. Der erste Schritt zur Entwicklung ist aber zu erkennen, dass man sich entwickeln muss. Die meisten Menschen werden aber tatsächlich in diesem Schema(Arbeit, HartzIV usw.) gefangengehalten. Es kostet auch überwindung da auszubrechen. das ist der Punkt. Diese Überwindung ist das was der bequemen Mehrheit zu unbequem ist.

Kommentar von Snanifo ,

Die Leute, die keinen Arbeitgeber haben, jammern nach meinem Wissen am meisten darüber, so viele Steuern zahlen zu müssen. Und sie sind Spezialisten darin, sich um dieselbigen herumzudrücken mit legalen und illegalen Methoden. Das ist wieder nicht als Beschimpfung gemeint. Regle nur weiter, damit du in Ruhe gelassen wirst. 

Ich denke nicht, dass du unterentwickelt bist (und andere ach nicht). Du mischst dich ja hier in die Diskussion ein und bist überhaupt nicht gleichgültig dem gegenüber, was passiert. Der Grund für die Überwindung wird uns ja jeden Tag präsentiert. Also ist diese Überwindung im Wesentlichen nicht ein moralisches Problem, Faulheit oder seine Ruhe haben wollen, sondern auch das einer ich denke in vielen Fällen rationalen Überlegung, wo kann ich denn überhaupt was ändern. Manche Leute hoffen einfach, möglichst mit geringem Schaden über die Runden zu kommen. Viele Rentner haben vergeblich gehofft. Nicht nur Arbeitnehmer.

Kommentar von JBEZorg ,

Die Leute, die keinen Arbeitgeber haben, jammern nach meinem Wissen am meisten darüber, so viele Steuern zahlen zu müssen. 

Und was habe ich mit diesen Leuten zu tun?

Das ist wieder nicht als Beschimpfung gemeint. Regle nur weiter, damit du in Ruhe gelassen wirst. 

Das inur einschlechter Versuch, der in die Hose geht weil deine Weltt viel zu einfach ist. Ich passe nicht in deine Schubladen und du versuchst krampfhaft eine für mich zu finden.

Ich denke nicht, dass du unterentwickelt bist (und andere ach nicht).

Vielleicht weil dir die Perspektive fehlt.

Du mischst dich ja hier in die Diskussion ein und bist überhaupt nicht gleichgültig dem gegenüber, was passiert.

Muss ich das?

wo kann ich denn überhaupt was ändern.

Ebenda liegt dein Problem. Du kommst zu falschen Schlüssen darüber wo und wie man etwas ändern kann.

Manche Leute hoffen einfach, möglichst mit geringem Schaden über die Runden zu kommen. 

Das ist auch eine Zeil der Unterentwickelheit.

Kommentar von Snanifo ,

Allein die Steuern belegen, dass der Staat dich nicht in Ruhe lässt. Wer weiß das besser als du. 

Wenn du aber nur zerpflücken willst, ohne die Argumente zu verstehen zu wollen, hat ein weiterer Gedankenaustausch bzw. Streit keinen Sinn. 

Kommentar von JBEZorg ,

Steuern haben nicht viel mit in Ruhe lassen zu tun. In Ruhe gelassen werden heisst nicht vollkommene Anarchie. Das ist weder möglich noch sinnvoll.

Mir liegt nicht so viel an einem Austausch, dass ich dafür Entbehrungen auf mich nehmen würde :) Jeder geht seinen Weg und ich masse mir nicht an jemanden den richtigen zeigen zu können/müssen.

Kommentar von Snanifo ,

Ich finde einen Austausch von Gedanken oder einen Streit (im positiven Sinne) ganz sinnvoll. Manchmal haben ja sogar andere Leute vernünftige Gedanken und nach einer gründlichen Prüfung bin ich gerne bereit, mich denen anzuschließen, wenn ich sie für richtig befinde.

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