Wäre ein Praktikum im Pflegebereich sinnvoll für ein Psychologie Studium?

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4 Antworten

Es klingt so, als wolltest Du die Wartezeit möglichst "effizient" überbrücken. Ein Praktikum ist da durchaus eine Möglichkeit. Aber auch ein freiwilliges soziales Jahr oder eine ganze Reihe anderer Tätigkeiten. 

Berufliche Erfahrung ist für eine Bewerbung grundsätzlich durchaus positiv, denn Du kennst dann bereits Arbeitsalltag, Unternehmensstrukturen und hast einfach bereits Erfahrungen gesammelt. Das ist eine allgemeine Sache, und natürlich im Lebenslauf besser als ein Jahr chillen oder jobben. Wenn es eine Verbindung zu Deinen beruflichen Interessen erkennen lässt, ist das noch besser.

Allerdings ist der Zugang zu einem Praktikum, das wirklich für Deinen späteren Beruf relevant ist, eher schwierig. Denn verständlicherweise sind diese Plätze meist den Psychologiestudent/innen vorbehalten. 

Ich kenne einige Studentinnen, die zusätzliche private Ausbildungen zur Überbrückung gemacht haben, die in Ihre Zielvorstellung gepasst haben. 

Vielleicht fällt Dir da ja etwas ein.

Und noch etwas: Psychologie hat viele Facetten und viele unterschiedliche Berufsfelder. Im Laufe Deiner Ausbildung kann sich auch innerhalb der Psychologie noch so einiges an Berufsziel verändern.

Ich selber habe das Psychologiestudium angegangen mit dem Ziel, in die Hirnforschung zu gehen und habe nach dem (damals hieß das so:) Grundstudium herausgefunden, dass die Organisations- und Wirtschaftspsychologie genau meine Welt ist. Das wurde dann auch zu meinem Beruf, den ich bis heute gern ausübe.

Ein Praktikum in einem Forschungsinstitut hätte mir nur wenig geholfen bei der Bewerbung. Womit ich allerdings echt gepunktet habe, waren meine belegbaren Moderationskenntnisse und die Gruppenleitung diverser Jugendgruppen. Ich habe diese Fähigkeiten erworben, weil es mich echt interessiert hat und ich einen Riesenspaß in der Jugendarbeit hatte - ohne darauf zu spekulieren, was mir das bringt.

Was ich Dir sagen will: Nutze die Zeit, um Dich weiterzubilden und weiter zu entwickeln in den Bereichen, die Dich jetzt wirklich interessieren.

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Kommentar von sadbadmac0
19.07.2016, 22:04

Sehr aufschlussreich :-) Vielen Dank!

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Also zumindest für die Aufnahme an österreichischen Unis spielt so ein Praktikum (ob nun sinnvoll oder nicht) meines Wissens keine Rolle. Aufnahme erfolgt nach Reihung im Aufnahmeverfahren.

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An deutschen Unis ist es auf jeden Fall so, dass es bei Studienplätzen nur um den NC und/oder Wartesemester geht, Praktika spielen dabei keine Rolle. Trotzdem schaden diese nie und bevor du jetzt ein Jahr zuhause sitzt und nichts tust, kannst du ja schon einmal in die verschiedenen Berufsmöglichkeiten nach einem Psychologiestudium reinschnuppern :)

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Der Unterschied zwischen Psychiatrie und Psychologie ist dir aber bekannt?

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Kommentar von sadbadmac0
19.07.2016, 22:02

Ja ist er ;-) Es arbeiten in der Psychatrie aber auch mehrere Psychologen. Hätte eher den Begriff "Klinik" verwenden sollen. Die ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt je nach Schwere der Krankheit. 

Psychiater - Medizinisches Studium mit anschließender Facharztausbildung

Psychologe - Darf im Gegensatz zum Psychiater z.B. keine Medikamente verschreiben. Meist Bachelor mit anschließendem Master.

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