Wäre ein Leben im Zölibat denkbar bzw. ist es vielleicht wirklich möglich eine solche Entscheidung durchzuführen, und wenn ja was sind die möglichen Folgen?

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Das Ergebnis besteht aus 4 Abstimmungen

Musst du Wissen. 75%
Tu es nicht! 25%
Tu es! 0%

5 Antworten

Tu es nicht!
  • Ich sehe überhaupt keinen Sinn darin, auf Dinge zu verzichten, die Freude bringen. Du hast nur dieses eine Leben und solltest es auch genießen. Niemand wird es dir danken, wenn du auf Dinge verzichtest, die dich glücklich machen würden, Spaß bringen würden, die du genießen würdest.
  • Bedenke auch, dass Verlieben, Familiengründung, Kinder für fast alle Menschen einfach dazugehören. Das ist geradezu die Essenz von menschlichem Leben -- Fortpflanzung, Erziehung von Kindern, Weitergeben von Werten.
  • Beschreibe doch mal, warum du so negativ eingestellt bist gegenüber Liebe, Sexualität oder Freude im Leben. 
  • Was macht dich denn glücklich? Woran hast du Spaß? An welche Momente denkst du gerne zurück?
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Kommentar von Dhalwim
10.02.2016, 20:09

Bedauere, aber Ich muss dir in ein paar Punkten widersprechen!

Es gibt nur dieses eine Leben sagst du? Das wurde nicht bewiesen, denn niemand weiß wirklich was Gevatter Tod macht, sobald er das Band zwischen Seele und Leib trennt. Es kam ja auch niemand zurück. (Leben nach dem Tod, Reinkarnation, Nichts). Es ist besser dieses Geheimnis bleibt ein Geheimnis!

Ich stimme zwar zu, dass der Mensch für Familie u. co. gemacht ist, aber der Mensch ist auch das einzige Wesen, das wirklich gegen die Natur handelt, warum also nicht?

Ich bin nicht zwanghaft negativ eingestellt gegenüber Liebe, Sexualität u. co. nur Ich sage allenfalls, es gibt Menschen die lebten ohne das alles wie unser Herr Jesus Christus. Warum nicht ein Beispiel an ihm nehmen? Er kam auch durch das Leben.

Glücklich machen mich viele Dinge, aber es war ja nur ein Grundgedanke, Ich würde auch gerne Wissen was negative Folgen für solch ein Leben wären.

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Um ehrlich zu sein, finde ich, daß es zu kurz greift einfach nur darauf zu verweisen, daß Kinder und Familie eben dazu gehört und ein (der) Grundvollzug des menshclichen Lebens ist. Man kann sich aus Gründen dafür entscheiden, sein Leben auf eine andere Art fruchtbar sein zu lassen. Und es gibt Menschen, die definitiv keine Kinder wollen. Und vieleicht auch keinen Partner. Dir wirklich hilfreich zu antworten, ist schwierig, da ich ja nicht weiß warum du zölibatär leben willst. Nur - ausgehend vom katholischen Zölibat - ist die Motivation, negetiv zur Sexualität zu stehen, nicht zulässig. Oder keine Familie haben zu wollen. Denn der Priester-Zölibat vesteht sich ausdrücklich als Opfer. U.a. dashalb werden impotente Männer nicht zum Priestertum zugelassen. Wenn man aber etwas gar nicht will oder schätzt, kann man das auch nicht opfern. Opfern kann man nur, was einem wichtig ist. Und dann kann der Zölibat - manchmal - ein Geschenk an die Kirche sein (das geht aber sehr oft buchstäblich in die Hose!). Wenn es aber gut geht, kann er segensreich sein. Du hast von Erleuchtung gesprochen, die du durch ein insgesamt asketisches Leben vielleicht erringen willst. Ja, das ist möglich. Aber es ist auch nicht möglich. Du kannst das auch nicht irgendwie testen. Testen kannst Du höchstens, ob Du so leben kannst, aber nicht, ob es irgendwie eine Erkenntnis für Dich bringt. Das Christentum geht davon aus, daß Gott sich jedem Menschen offenbart. Unabhöngig von seiner Lebensform. Denn Gott kann in jede Lebensform hineinwirken. Was würden wir ihn an Begrenztheit unterstellen, wenn wir meinten, er könnte nicht zu einem Ehemann, Vater... durchdringen. Seine Wege mögen dann allerdings vielleicht andere sein. Der Zölibat ist deshalb auch kein Erleuchtungsmittel. Er kann für andere ein wichtiges Zeichen sein, wenn der, der ihn lebt ihn erfüllt und gerne und tatsächlich lebt. Ansonsten ist er eine Quelle unendlichen Leides und der Heuchelei. Ich stelle Dir ein paar Fragen, ja? -Was sind Deine Gründe dafür, daß Du darüber nachdenkst? - Welcher Religion gehörst Du an? - Hast du Vorbilder, die so leben, denen Du folgen willst? - Und wenn ja: was fasziniert Dich daran genau? - Welche sex. Erfahrungen hast Du? - Wovor hast Du Angst? - Warum hast Du negative Gefühle, wenns um Sexualität geht? - Wie stehst Du zu Frauen/Männern/Kinder? - Kannst Du körperliche Nähe ertragen? - Schätzt Du körperliche Nähe? - Was suchst Du denn tatsächlich? Du kannst darüber gern weiter mit mir sprechen. Wenn Du das nicht willst, dann nimm dennoch diese Fragen, um Dich zu sortieren. Zu mir: Ich bin selber die Geliebte eines Priesters gewesen. Und kenne viele Priesterfrauen. Ich schätze den freiwilligen Zölibat. Halte den Pflichtpriesterzölibat allerdings für eine Sünde an Gott und den Menschen. Ich bin selbst Theologin und weiß wovon ich rede (o;

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Kommentar von Dhalwim
12.02.2016, 18:35

Nun um es auf den Punkt zu bringen, Ich bin (oder komme mir zumindest vor) wie der einzige Ledige in meinem bekannten/- freundes und Familienkreis.

Selbst mein Bruder hatte WIRKLICHE nähe mit Frauen um es mal so zu sagen, aber Ich nicht wirklich (hatte zwar eine "Freundin" unter Anführungszeichen, weil die mehr eine Kollegin, als richtige Freundin war). So ziemlich jeder andere hatte es und Ich nicht, und so war Ich eine Zeitlang frustriert.

Mittlerweile habe Ich es irgendwie akzeptiert ledig zu sein, zumindest für den Zeitpunkt. Mit der Zeit fragte Ich mich nun, ob Gott vielleicht von mir verlangt, bzw. ob es sein Wille ist, dass Ich ihm im Zölibat dienlich sein kann. Allerdings ist das reine Mutmaßung, denn Ich habe vom Herrn kein sicheres Zeichen erhalten, deshalb bleibt dies noch offen.

Sexuelle Erfahrungen habe Ich keine, wie Ich bereits sagte war das intimste zu einer Frau ein Schmatzer, eine Umarmung und etwas das bereits 3 Jahre her ist und auch das nur flüchtig, 3 "richtige" Küsse also Mund an Mund.

Ich bin Römisch-Katholisch also gehöre dem Christentum an, und obendrein habe Ich ein Vorbild, ein Mann den es sogar noch schlimmer erwischt hat, er hatte bis 32 keinen Sex o. ä. mit Frauen und er geht ziemlich gelassen damit um (Wolfram Huke), zumal er aus einem Elternhaus "ohne Wärme" stammt.

Angst habe Ich vor Menschen grundsätzlich, Ich fürchte jeden ein wenig, da jeder Mensch ein Monster sein kann, aber das ist ein anderes Kapitel. Negative Gefühle um Sexualität darum, weil Ich das so spät erlebe und mich etwas beleidigt fühle, (meine Version), und unter anderem weil Ich es nicht kenne, es ist wäre also Neuland für mich, sollte Ich es jemals wirklich erleben.

Körperliche Nähe ist für mich schwer zu ertragen, denn da werde Ich grundsätzlich nervös und aufgeregt, aber schätzen würde Ich sie durchaus, Ich weiß nur nicht wie Ich damit umgehen soll wenn mich jemand SO behandelt (so zart, denn es hört sich zwar seltsam an, es ist für mich angenehmer Schläge und Beleidigungen zu ertragen, als zärtlichkeiten), WARUM das so ist, das weiß Ich nicht frag mich nicht, Ich weiß nur DASS es so ist.

Wonach Ich suche weiß Ich auch noch nicht so wirklich, was Ich aber weiß, ist, da die eigentliche Frage beantwortet ist (Sexualtrieb kann Ich nicht unterdrücken, denn Ich halte ohne Masturbation gerade einmal einen Tag aus, dasselbe gilt für Kaffee), danke Ich dir trotzdem für deinen Beitrag MissStorin, es ist selten, dass jemand so lange Texte wie du schreibt.

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Deine Sache, ich persönlich halte jede Form von Askese für bescheuert, besonders dann, wenn sie von irgendwelchen "Autoritäten" verordnet wird. Menschen sind sexuellle Wesen, Sex ist Teil unseres genetischen Fortpflanzungsprogramms. Allerdings haben wir im Lauf der Evolution erreicht, Sex und Fortpflanzung von einander zu trennen, deshalb die Empfängnisverhütung. Wenn ich also auf Sex verzichte, verzichte ich auf einen Teil meines Menschseins. Im Übrigen möchte ich gar n icht so genau wissen, was sich hinter wie auch immer gearteten Klostermauern auf diesem Gebiet abspielt.

Alles ist erlaubt, was einem selbst gut tut und anderen nicht schadet!

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Das macht eigentlich nur Sinn, wenn du katholischer Priester oder Mönch sein willst. Aber auch diese Menschen haben gelegentlich sexuelle Gefühle. Solltest du also einen dieser Berufe anstreben, müsstest du dich für das Zölibat entscheiden. Am besten probierst du es erstmal so, ob du für Enthaltsamkeit überhaupt geeignet bist. Wie lange bist du denn schon brav? Zwei Wochen, zwei Jahre?

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Kommentar von Kajjo
10.02.2016, 19:33

Na ja, bekanntermaßen lebt nur ein ganz kleiner Anteil der katholischen Priester wirklich zölibatär. Die allermeisten haben Affären oder homosexuelle Kontakte.

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Kommentar von Dhalwim
10.02.2016, 20:03

Brav muss Ich sagen, bin Ich zwar aber so doll nun auch wieder nicht.

Grundgedanke war ein Leben in Tugend in der Jugend.

Sprich, Ich habe von meinen Großeltern und meinen Eltern zu hören bekommen, Ich war in meiner Jugendzeit viel bräver als sie es in ihrem bisherigen Leben jemals gewesen sind (fleißiger in Schule/Arbeit, selten auf "Feiern" und vorallem um einiges weniger ärger gemacht als sie selbst).

Ich habe mich mal etwas mit den sieben Todsünden auseinandergesetzt und gefragt warum gerade die.

(Maßlosigkeit, Habgier, Wollust, Faulheit, Hochmut, Neid, Zorn).

Und da habe Ich mich gefragt, was denn das Gegenteil der Sünde sei, richtig Tugend.

(Mäßigung, Güte, Keuschheit, Fleiß, Demut, Wohlwollen, Geduld).

Also hoffe Ich mir, dass der Herr meiner Seele gnädig sein wird, und sollte Ich scheitern, befürchte Ich, dass meine Seele in der Hölle brennen wird sobald gevatter Tod mich holen kommt.

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Zumindest in der Kirche macht Zölibat Probleme

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Kommentar von Dhalwim
10.02.2016, 21:08

Also Ich will nicht hoffen, dass so etwas bei mir Realität wird.

Inwiefern kann denn die Unterdrückung des Sexualtriebes sich negativ auswirken? Hat es wirklich keine positiven Effekte?

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